Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Боевая фантастика » In Sklavenketten auf Gor
In Sklavenketten auf Gor - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

In Sklavenketten auf Gor

Электронная книга - «In Sklavenketten auf Gor». Краткое содержание книги:

In Sklavenketten auf Gor - Judy Thornton wird von der Erde nach Gor verschleppt, wo man sie zur Sklavin macht. Skrupellos setzt ihr Herr Clitus Vitellius sie für seine Ränkespiele ein, denn er soll im Auftrag der mächtigen Stadt Ar die Salerische Konföderation schwächen.
Aber dann findet Judy heraus, daß ihre Enführung kein Zufall war und sie in Wahrheit als hilflose Schachfigur in einem viel größeren Intrigenspiel dient. Will sie überleben, muß sie auf die Hilfe jenes Mannes vertrauen, den sie von ganzem Herzen haßt: Clitus Vitellius.
1 ... 26 27 28 29 30 31 32 33 34 ... 66
Перейти на страницу:

Sie starrte mich zornig an.

»Es gibt irgendwo einen Mann«, fuhr ich fort, »bei dem du dich darum reißen würdest, ihm die Sandalen mit den Zähnen aufzuknüpfen.«

»Wenn Thurnus mich wenigstens einmal ansehen würde!« sagte sie.

»Ah«, sagte ich. »Dann ist Thurnus also dein Herr.«

»Ja, Thurnus ist mein Herr.«

»Wie heißt du?« wollte Radieschen wissen.

»Dina«, antwortete ich, wußte ich doch, daß mein neuer Herr diesen Namen beibehalten wollte.

»Viele Mädchen mit deinem Brandzeichen werden Dina genannt«, bemerkte Rübchen.

»Das hat man mir gesagt.«

»Ein hübscher Name«, sagte Verrschwanz.

»Es muß schön sein, einen richtigen Mädchennamen zu haben«, sagte Rübchen.

»Du bist Erstes Mädchen hier im Käfig?« wandte ich mich an Sandalenschnur.

»Ja.«

»Du brauchst mich nicht zu treten oder zu schla gen«, sagte ich. »Ich werde dir gehorchen.«

»Dein Akzent weist dich als Barbarin aus. Woher kommst du?«

»Von einem Ort, der Erde genannt wird.«

»Ich habe nie davon gehört«, sagte Rübchen.

»Liegt er im Norden?« wollte Radieschen wissen.

»Meine Heimat ist weit weg von hier. Sprechen wir lieber nicht darüber.« Wie hätte ich diesen Mädchen von der Erde erzählen können? Sie sollten mich nicht für verrückt oder für eine Lügnerin halten.

»Barbarenorte sind langweilig!« sagte Rübchen. »Bist du schon mal in Ar angekettet gewesen?«

»Nein.«

»Ich bin dort einmal sogar verkauft worden! Eine großartige Stadt.«

»Das höre ich gern.« Clitus Vitellius stammte aus Ar.

»Zeit zum Schlafen!« warf Radieschen ein.

Wir legten uns ins Stroh und schliefen schnell ein. In der Nacht wachte ich einmal schweißbedeckt auf. Ich hatte einen seltsamen Traum gehabt. Mir war, als hätte ich nackt auf kalten Fliesen gekniet, in einem wunderschönen Raum, der zu einem Palast gehören mochte. Vor mir hatte ein niedriger Tisch gestanden. Auf die sem Tisch lagen einige Schnüre und in mehreren flachen Schalen kleine Kugeln, billige Sklavenperlen in verschiedenen Farben. Aus irgendeinem Grunde war ich von dem Wunsch besessen, ein Halsband zu machen. Vor mir war eine Sklavenpeitsche emporgehoben worden.

»Was bist du?« fragte eine Stimme.

»Eine Sklavin, Herr«, erwiderte ich.

»Du weißt, daß du gehorchen mußt?« hakte die Stimme nach.

»Ja, Herr«, erwiderte ich. »Wer befiehlt über mich?« fragte ich gleich darauf – wie aus einem inneren Zwang heraus. Dabei war es durchaus nicht üblich, daß Sklavinnen solche Fragen stellten, die von ihrem Herrn als unverschämt empfunden werden mochten. Doch ich wurde nicht an den Handgelenken gepackt, auf den Boden geworfen und ausgepeitscht.

»Du erhältst deine Befehle von Belisarius, Sklavin«, lautete die Antwort, die mich irgendwie beruhigte, als wäre sie richtig, als hätte ich sie erwartet. Dabei kannte ich gar keinen Belisarius.

»Wie lauten die Befehle meines Herrn Belisarius?« fragte ich.

»Ganz einfach«, sagte die Stimme. »Mach mir aus den Kugeln ein Halsband!«

»Ja, Herr.«

Und meine Hände griffen nach den Schnüren auf dem Tisch, griffen in die Schalen mit den winzigen Perlen. Unmittelbar danach erwachte ich. Ich verstand den Traum nicht. Vorsichtig streckte ich die Hand aus. Ich lag nicht auf glatten Kacheln. Meine Hand ertastete Stroh und Holz und eine Stahlstange. Es war nur ein Traum. Hellwach lag ich da und blickte zu den Stäben über mir auf. Die Monde leuchteten hell am Himmel. Langsam richtete ich mich auf. Ich war nicht in einem Palast, sondern in einem Käfig in Tabukfurt. Vorsichtig blickte ich hinaus. Das Käfigdach befand sich wenige Zoll über meinem Kopf. Ich umklammerte die Gitterstäbe. Im nächsten Augenblick schrie ich erschrocken auf. Bran Loort grinste mich von draußen an. Die anderen Mädchen wälzten sich unruhig herum, wachten aber nicht auf. Der Jüngling starrte mich an.

»Ich werde Anführer von Tabukfurt sein«, flüsterte Bran Loort. »Und wenn es soweit ist, gibt Melina dich an mich!«

Und er verschwand.

Ich kauerte mich im Stroh zusammen. Mein Körper zitterte. Seit zwanzig Tagen war ich nun schon Sklavin in Tabukfurt. Die Hacke in meiner Hand besaß einen etwa sechs Fuß langen Stiel. Das eigentliche Werkzeug besteht aus schwerem Eisen und ist an der Schneide etwa sechs Zoll lang, schräg zum Stiel zulaufend, wo das Metall mit einem Holzstück festgekeilt ist.

Ich war zu klein, um mit einem solchen Gerät richtig umzugehen. Zum wiederholten Male richtete ich mich auf und hielt mir den Rücken. Dann legte ich die Hand über die Augen.

Auf der Straße von Tabukfurt erblickte ich den Karren Tup Löffelhändlers, des Wanderhausierers aus der Gegend. Mit gebeugtem Kopf hing er zwischen den Deichseln und zog sein Fahrzeug hinter sich her.

Mit schmutzigem Finger fuhr ich mir zwischen Hanfkragen und Hals entlang, wischte Schweiß und Schmutz fort. Das Seil schabte auf meiner Haut, doch ich mußte es tragen. Es war das Zeichen meiner Skla verei.

Der Arbeitstag beginnt vor Anbruch der Dämmerung. Melina kommt zu uns und öffnet die Schlösser des Käfigs. Wir steigen ins Freie und knien mit gesenkten Köpfen vor ihr. Sie ist unsere Herrin.

Verr müssen gemolken werden, Vulo-Eier sind einzusammeln, den Sleen müssen wir Wasser und Fleisch vorsetzen, die Käfige bedürfen der Reinigung.

Wenn der Vormittag halb herum ist, kehren wir zur Hütte des Thurnus zurück, wo uns Schüsseln voller Brei erwarten. Nach Art der Bauernsklavinnen knien wir dabei am Boden und dürfen nicht die Hände benutzen.

Nach dieser Mahlzeit müssen wir Wasser schleppen, Holz sammeln oder auf den Feldern schuften. Mannigfaltig und anstrengend sind die Arbeiten, die eine Bauernsklavin aufgebürdet bekommt. Zuweilen kommen die jungen Heißsporne aus dem Dorf auf die Felder und treiben ihre albernen Spaße mit uns – wir sind nur Sklavinnen und dürfen uns nicht wehren.

Jeder Knochen im Leibe tat mir weh.

Vor zehn Tagen hatte mich Thurnus sogar zum Pflü gen eingesetzt. Er besaß keine Bosk, da Mädchen billiger waren. Bei dieser Gelegenheit bekam ich zum erstenmal seit meiner Ankunft auf Gor die Peitsche zu spüren.

Zusammen mit den anderen Mädchen war ich vor die Pflugschar gespannt worden. Langsam, vorgebeugt, mit einsinkenden Füßen – so hatten wir uns mit voller Kraft ins Geschirr gestemmt. Der Pflug begann sich langsam zu bewegen. Schon nach wenigen Metern hatte ich das Gefühl, sterben zu müssen. Es würde sicher keiner merken, wenn ich mir nicht mehr größte Mühe gab! Im gleichen Augenblick spürte ich die Peitsche, einen einfachen Lederriemen, der auch für Boskgespanne verwendet wird. Sie knallte wie ein Gewehrschuß und berührte meine Schulter wie eine heiße Schlange.

»Komm Dina, streng dich mehr an!« befahl Thurnus.

»Jawohl, Herr!« rief ich und stemmte mich wieder ins Geschirr. Seine Stimme hatte nicht zornig geklungen. Mein Rücken fühlte sich an, als wäre er mit einem glühenden Draht in Berührung gekommen.

Mit diesem Peitschenschlag eröffnete sich für mich eine neue abgrundtiefe Dimension meines Leibeigenendaseins auf Gor. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als zu tun, was mein Herr von mir verlangte. Trotzdem dauerte es keine Stunde, bis ich vor dem Pflug ohnmächtig zusammenbrach.

Vage erinnere ich mich an Thurnus’ grobe Hand an meinem Hals und an das Flehen der anderen Mädchen, mich nicht zu strafen. »Siehst du nicht, daß sie nur eine hübsche Sklavin ist, dazu bestimmt, den Männern Freude zu machen? Sie ist keine Feldarbeiterin!« rief Sandalenschnur.

»Wir können den Pflug auch ohne sie ziehen, Herr«, sagte Rübchen.

»Das haben wir doch schon oft gemacht.«

1 ... 26 27 28 29 30 31 32 33 34 ... 66
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)