In Sklavenketten auf Gor
- Автор: Норман Джон
- Год: 1978
- Язык: немецкий
- Переводчик: Thomas Schluck
- Жанр: Боевая фантастика
Электронная книга - «In Sklavenketten auf Gor». Краткое содержание книги:
Aber dann findet Judy heraus, daß ihre Enführung kein Zufall war und sie in Wahrheit als hilflose Schachfigur in einem viel größeren Intrigenspiel dient. Will sie überleben, muß sie auf die Hilfe jenes Mannes vertrauen, den sie von ganzem Herzen haßt: Clitus Vitellius.
»Bitte Herr!« flehte ich. »Nimm mich!«
»Keine Bewegung!« sagte er. »Du hältst still!«
Ich knirschte mit den Zähnen. »Ja, Herr«, flüsterte ich. Ich hätte am liebsten Arme und Beine um ihn geschlungen, doch ich beherrschte mich. Ich durfte mich nicht bewegen.
»Ein intelligentes Mädchen wie du ist überdies in der Lage, ihre Lage voll zu verstehen. Sie weiß, daß sie eine Sklavin ist, sie weiß, was das bedeutet.«
»Ich bitte dich, Herr!«
»Beweg dich nicht!«
Ich erstarrte. Hätten die jungen Bauernburschen grausamer mit mir umspringen können?
»Es macht Freude, eine schöne Erdenfrau wie dich zu besitzen«, fuhr er fort.
»Ja, Herr.«
»In den letzten Wochen«, sagte er, »hast du mir immer mehr zu schaffen gemacht.«
»Herr?«
»Halt still. Ich verstehe es selber nicht«, fuhr er fort. »Es ist seltsam. Du bist doch völlig unwichtig.«
»Ja, Herr.«
»Du bist eine wertlose Sklavin.«
»Ja, Herr.«
»Man kann dich auf jedem Markt für eine Handvoll Kupfertarsks kaufen oder verkaufen.«
»Ja, Herr.«
»Warum mache ich mir dann überhaupt Gedanken über dich?«
»Das weiß ich nicht, Herr.«
»Du darfst dich bewegen, Sklavin!«
Mit einem wilden Schrei preßte ich mich endlich an ihn.
»Du siehst«, sagte er, »die Erdenfrauen sind geborene Sklavinnen.«
Ich begann ihn zu küssen, ihn an mich zu drücken. Ich weinte und lachte und wand mich.
»Du bist nichts als eine ganz gewöhnliche Sklavin.«
Ich drückte meine tränenfeuchte Wange gegen seine harte Brust. Ich spürte die Haare auf seiner Haut. »Ja, Herr«, flüsterte ich.
»Du hast ja nicht einmal einen Namen.«
»Nein, Herr.«
»Was bedeutet einem Tier der Name?«
»Nichts, Herr.«
»Wie kannst du überhaupt von Interesse für mich sein?« fragte er.
»Ich weiß es nicht, Herr.«
»Und doch bist du ein hübsches kleines Geschöpf. Ich werde dich erobern.«
»Du hast mich längst erobert.«
»Dann tue ich es von neuem.«
»Jedesmal, wenn du mich anblickst oder mich berührst«, sagte ich, »bin ich von neuem dein.« Ich spürte seine Brust unter meiner Wange.
»Vielleicht sollte meine Sklavin einen Namen haben.«
»Wie es dem Herrn gefällt.«
Er umfaßte meine Schultern und drehte mich. Ich spürte den Boden unter dem Rücken und seine Arme, die mich hielten und zog die Knie an. Ich stöhnte, als mein Körper ihn aufnahm und festhielt.
»Beweg dich nicht«, sagte er. »Ich werde dir einen Namen geben.«
Hilflos lag ich in der Dunkelheit.
»Da du nur ein ganz gewöhnliches Sklavenmädchen bist«, sagte er, »muß auch dein Name einfach sein, er muß zu einem wertlosen, unwissenden, gebrandeten Mädchen passen.«
»Ja, Herr.«
»Manche Männer lieben es, eine kleine Barbarin wie dich zu bezwingen.«
»Bezwinge mich, Herr – ich bitte dich!«
»Auch ich liebe Barbarinnen – ich habe schon mehrere besessen.«
»Mädchen vom Planeten Erde?« flüsterte ich.
»Natürlich.«
»Was ist aus diesen Mädchen geworden?«
»Ich habe sie verschenkt oder verkauft.«
»Wirst du mich auch verschenken oder verkaufen?«
»Vielleicht.«
Ich stöhnte auf. Er konnte natürlich mit mir tun, was er wollte.
»Haben sie dich geliebt?«
»Ich weiß es nicht«, sagte er. »Vielleicht, vielleicht auch nicht.«
»Haben sie es dir denn nicht gesagt?«
»Natürlich«, erwiderte er. »Das ist doch bei Sklavinnen üblich.«
»Trotzdem hast du sie fortgegeben oder verkauft?«
»Ja.«
»Wie hast du das nur tun können, Herr?«
»Es waren doch nur Sklavinnen.«
»Das war grausam!«
»Wie kann man zu einer Sklavin grausam sein?«
Wir lagen in der Dunkelheit beisammen. Er machte es ganz langsam, ließ sich Zeit. Er hielt immer wieder inne, wenn er sprach. Ich hörte, daß die Bauernburschen mit den anderen Sklavinnen immer noch beschäftigt waren.
»Wie hast du in der Barbarei geheißen?« fragte er.
»Judy Thornton, Herr.«
»Was für ein komplizierter Name! Wie nannte dich dein Barbarenherr?«
»Ich verstehe nicht, was du meinst, Herr.«
»Der Barbar, dem du auf der Erde gehört hast! Vielleicht können wir seinen Namen benutzen.«
»Aber ich habe auf der Erde niemandem gehört. Ich war eine freie Frau!«
»Frauen wie du dürfen auf der Erde ein freies Leben führen?« fragte er.
»Ja, Herr.«
»Was sind denn das für Männer auf der Erde?«
»Sie sind anders als die Goreaner, Herr.«
»Ich verstehe. Sind die Männer glücklich?«
»Nein.«
»Und die Frauen?«
»Nein.«
»Ich verstehe.«
»Finden die Männer von der Erde dich nicht schön und reizvoll?«
»Sie sind schwach«, sagte ich. »Erst als ich auf diese Welt kam, wußte ich, wie es ist, von einem Mann besessen zu werden. Nur in den Armen echter Männer, wie du einer bist, Herr, konnte ich es lernen, eine Frau zu sein.«
»Du darfst dich bewegen«, sagte er.
Mit einem Aufschrei begann ich auf seine Bewegungen zu reagieren, warf mich mit meinen Hüften jedem seiner Stöße entgegen.
»Was trägst du für ein Brandzeichen?« fragte er.
»Die Sklavenblume – die Dina!« rief ich.
Er bewegte sich schneller. »Ich gebe dir deinen Namen – und du wirst ihn nicht vergessen!«
»Ich muß mich gehen lassen, Herr! Ich kann nicht anders!«
»Mußt du dich hingeben«, fragte er, »auch wenn dein Leben davon abhinge?«
»Ja, Herr!« rief ich.
»Dann soll es sein.«
Mit einem Schrei der Lust ließ ich meinen Gefühlen freien Lauf.
»Du bist Dina!« sagte er lachend, und seine Stimme klang wie die eines Löwen. »Du bist die Sklavin Dina und gehörst mir!« Freudig lachte er über seinen Triumph, den er über die Sklavin errungen hatte.
»Ja, ja, Herr!« rief ich. »Ich bin Dina!« Freudig drückte ich ihn an mich. »Dina liebt ihren Herrn!«
Mit einem Stöhnen grub er seine Finger in meinen Rücken.
Später lag ich in seinen Armen, still, zufrieden, ihm gehörend.
»Seltsam«, sagte er und blickte zu den Sternen empor.
»Herr?«
»Du bist nichts weiter als ein ganz gewöhnliches Sklavenmädchen.«
»Ja. Herr.«
»Und doch fürchte ich, daß sich meine Gefühle dir zuwenden.«
»Dina freut sich, wenn sie ihrem Herrn gefallen hat.«
»Gegen diese Schwäche muß ich ankämpfen. Ich muß stark sein.«
»Du bist mir nicht schwach erschienen, Herr«, sagte ich.
»Du beunruhigst mich.«
»Verzeih mir, Herr.«
»Ich sollte mich von dir trennen.«
»Gestatte mir, dem unwürdigsten deiner Soldaten zu folgen«, sagte ich. In Wirklichkeit hatte ich keine Angst, daß er mich fortschicken würde. Ich liebte ihn. Ich war zuversichtlich, daß er auch etwas für mich empfand.
»Liebt Dina ihren Herrn?«
»Ja, ja, Herr!«
»Amüsant«, sagte er traurig.
»Herr?«
»Wir verlassen heute Tabukfurt. Du bleibst hier. Ich überlasse dich Thurnus. Ich habe dich ihm geschenkt.«
8
Ich rannte zum Käfig. Ich mußte ihn erreichen!
Im nächsten Augenblick warf ich mich auf Händen und Knien durch die Öffnung. Verzweifelt machte ich kehrt, packte die Stange und zog sie hinter mir herab. Die Schnauze des Ungeheuers schob sich hungrig zwischen die Stäbe. Das Geschöpf schnarrte und fauchte und sabberte. Ich wich in dem winzigen Käfig zurück. Der Sleen musterte mich von der anderen Seite der nun herabgelassenen Gittertür. Ich stieß einen Kla geschrei aus. Wäre ich zu langsam gelaufen, hätte mich das Tier bestimmt gepackt und in Stücke gerissen. Es wandte den Kopf hin und her und biß mit seinen doppelten Zahnreihen in die Käfigstangen. Ich hörte, wie die Zähne über das Metall kratzten. Das Geschöpf zog an dem Käfig, versetzte ihn in Schwankungen, zerrte ihn mit, bis er sich nicht mehr vom Fleck rührte; die winzige Metallkonstruktion war mit einer Kette an einem Pfosten festgemacht. Gleich darauf wanderte das Ungeheuer auf seinen sechs Beinen um den Käfig, der lange pelzige Körper rieb an den Käfigstangen entlang. Der Sleen versuchte von der anderen Seite an mich heranzukommen. Schluchzend, die Hände schützend über den Kopf erhoben, kniete ich in der Mitte des Käfigs. Einmal berührte mich die kalte Schnauze, und ich begann zu wimmern. Ich roch seinen stinkenden Atem, spürte seine Wärme auf der Haut. An den Stellen, wo das Tier zugebissen hatte, waren die Käfigstangen feucht; der Boden rings um den Käfig war aufgewühlt und feucht vom Speichel des Sleen, so gierig belauerte das Tier seine Beute.