Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Боевая фантастика » In Sklavenketten auf Gor
In Sklavenketten auf Gor - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

In Sklavenketten auf Gor

Электронная книга - «In Sklavenketten auf Gor». Краткое содержание книги:

In Sklavenketten auf Gor - Judy Thornton wird von der Erde nach Gor verschleppt, wo man sie zur Sklavin macht. Skrupellos setzt ihr Herr Clitus Vitellius sie für seine Ränkespiele ein, denn er soll im Auftrag der mächtigen Stadt Ar die Salerische Konföderation schwächen.
Aber dann findet Judy heraus, daß ihre Enführung kein Zufall war und sie in Wahrheit als hilflose Schachfigur in einem viel größeren Intrigenspiel dient. Will sie überleben, muß sie auf die Hilfe jenes Mannes vertrauen, den sie von ganzem Herzen haßt: Clitus Vitellius.
1 ... 30 31 32 33 34 35 36 37 38 ... 66
Перейти на страницу:

Plötzlich wurde mir klar, daß ich von diesen Jünglingen mehr zu fürchten hatte als von Thurnus oder Melina. Ihre blitzenden Augen erschreckten mich.

Vor Tagen war ich diesen jungen Männern beim Fangen entwischt. Indem ich mich klüger anstellte als sie, hatte ich gesiegt. Dafür sollte ich jetzt bezahlen. Wie töricht von einer Sklavin, einen freien Mann übertreffen zu wollen! Weiß sie denn nicht, daß sie eines Tages in seine Hände fallen kann?

Sie warfen mich brutal ins Gras und fielen über mich her.

»Komm heraus, Thurnus!« rief Bran Loort. »Schau mal, was wir hier für dich haben!«

Ich lag mit angezogenen Beinen zu Füßen Bran Loorts. Die Hände waren mir auf dem Rücken gefesselt. Ich war nackt, mein Körper war verschmutzt und blutverkrustet. Die Burschen hatten mich durch ein Dornengebüsch gezerrt. Ich konnte nicht mehr weinen; das einzige Gefühl, das sich in mir regte, war ein Funke der Angst vor freien Männern. Ich, eine Skla vin, hatte freie Männer auf die Plätze verwiesen – inzwischen hatte ich gelernt, daß es so etwas nicht geben darf.

»Komm heraus, Thurnus!« wiederholte Bran Loort.

Es war Nacht. Da und dort standen Männer und hielten Fackeln empor. Da waren die acht jungen Männer aus Bran Loorts Gruppe, außerdem andere Neugie rige aus dem Dorf. Freie Männer und Frauen beobachteten die Szene, aber auch einige Sklaven, die noch nicht zum Schlafen in die Käfige gesperrt worden waren. Ich erblickte Sandalenschnur und Rübchen, Verrschwanz und Radieschen. Melina wollte, daß sie alles mitbekamen. Kinder waren nicht zu sehen. Bran Loort trat mit erhobenem Stab vor. Seine acht jungen Männer scharten sich um ihn. Sie waren ebenfalls mit Bauernstäben bewaffnet. Alle Augen waren auf die Tür von Thurnus’ Hütte gerichtet, in der jetzt Melina erschien. Sie kam die Treppe herab. Thurnus’ Hütte stand etwa in der Mitte des Dorfes, am Rand des zentralen Platzes.

Ich blickte zu Bran Loort empor, der stolz über seiner Sklavin stand. Der Stab in seiner Hand war gut sechs Fuß lang und zwei bis drei Zoll dick. »Ich bin in Tabukfurt bald der Erste«, hatte Bran Loort zu mir gesagt. »Und wenn das geschieht, gibt Melina dich an mich.«

»Komm heraus, Thurnus!« rief Melina vom Fuß der Treppe. Ich hob den Blick. Thurnus erschien in der Türöffnung.

»Sei gegrüßt, Thurnus!« rief Bran Loort.

»Sei gegrüßt, Bran Loort.«

Brutal zerrte mich Bran Loort hoch. »Ich habe hier etwas, das dir gehört«, sagte er.

»Das sehe ich.«

»Sie ist eine heißblütige kleine Sklavin. Wirklich ein Prachtstück.«

»Das ist mir bekannt.«

»Sie kniet jetzt aber zu meinen Füßen.«

»Das sehe ich, Bran Loort.«

Mit schneller Bewegung warf Bran Loort das Seil fort, mit dem er mich festgehalten hatte, und stieß mich mit dem Fuß zur Seite. Ich stürzte in den Staub. Bran Loort hob seinen Stab; die rechte Hand griff in der Mitte zu, die linke etwa achtzehn Zoll tiefer. Thurnus hatte sich nicht von der Stelle gerührt.

Im Kreis der Zuschauer rührte sich niemand. Ich hörte das Knistern der Fackeln.

Bran Loort schien nicht zu wissen, was er tun sollte. Er sah sich im Kreise seiner Gefährten um, ehe er wie der auf Thurnus blickte. Der Kastenführer stand stumm auf der obersten Stufe, etwa sieben Fuß über dem Boden.

»Ich habe deine Sklavin gehabt«, sagte Bran Loort.

»Dazu sind Sklavinnen da.«

»Wir haben großen Spaß an ihr gehabt!«

»Hat sie euch gefallen?« fragte Thurnus.

»Ja«, sagte Bran Loort und griff seinen Stab fester.

»Dann brauche ich sie ja nicht zu strafen oder zu töten.«

Bran Loort musterte ihn ratlos.

»Du müßtest wissen, Bran Loort«, fuhr Thurnus fort, »daß es die Pflicht einer Sklavin ist, den Männern zu gefallen.« »Wir haben sie aber ohne deine Erlaubnis genommen.«

»Darin habt ihr den Kodex überschritten.«

»Das ist mir egal!« sagte Bran Loort trotzig.

»Pflug, Bosk oder Mädchen deines Nachbarn darfst du dir nicht aneignen, es sei denn, du hast die Erlaubnis des Eigentümers«, sagte Thurnus.

»Das ist mir gleichgültig.«

»Was unterscheidet den Menschen von Sleen und Larls?« wollte Thurnus wissen. »Die Regeln, die er sich selbst gegeben hat!«

»Solche Regeln sind bedeutungslos!« höhnte Bran Loort.

»Diese Regeln sind die Schutzmauer.«

»Was soll das heißen?«

»Es sind die Regeln, die den Menschen von Sleen und Larls unterscheiden. Sie stellen den Unterschied dar, sie sind die Schutzmauer. Du hast den Schutz die ser Mauer verlassen.«

»Willst du mir drohen, Thurnus aus Tabukfurt?« fragte Bran Loort herausfordernd.

»Du stehst außerhalb der Schutzmauern«, wiederholte Thurnus.

»Ich habe keine Angst vor dir!«

»Hättest du mich um meine Erlaubnis gebeten«, sagte Thurnus und deutete mit einer Kopfbewegung auf mich, »hätte ich sie dir bereitwillig gegeben. Aber du hast nicht gefragt.«

»Nein.«

»Bisher habe ich euch die Streiche mit den Mädchen durchgehen lassen – aber jetzt ist meine Geduld erschöpft.«

»Wir sind dankbar für deine Geduld«, sagte Bran Loort spöttisch und sah sich im Kreise seiner Freunde um. Dann stemmte er den Stab in den Boden.

Ich spürte, daß hier eine ernsthafte Übertretung des Dorfkodex vorlag. Was Bran Loort und seine Freunde getan hatten, sprengte die Grenzen der Sitten, die stillschweigende Duldung jugendlichen Übermuts. Bran Loorts Tat hatte beleidigend sein sollen. Der goreanische Bauer hat klare Vorstellungen von Stolz und Ehre. Bran Loort hatte genau gewußt, was er tat.

»Ich bin geneigt, dir zu vergeben«, sagte Thurnus und sah mich an. »Du kannst mich jetzt um Erlaubnis für dein Treiben bitten.«

»Diese Erlaubnis erbitte ich aber nicht.«

»Dann muß ich den Rat einberufen«, stellte Thurnus fest. »Der muß entscheiden, was mit dir geschehen soll.«

Bran Loort warf den Kopf in den Nacken und lachte. Seine Freunde taten es ihm gleich.

»Warum lachst du, Bran Loort?« fragte Thurnus.

»Nur der Kastenführer kann den Rat einberufen«, erklärte Bran Loort. »Und ich entscheide, daß wir ihn nicht zusammenrufen.«

»Bist du denn Kastenführer in Tabukfurt?«

»Ja.«

»Wer behauptet das?«

»Ich!« sagte Bran Loort und deutete auf seine Gefolgschaft. »Wir alle sagen das!«

Einschließlich Bran Loort waren es neun kräftige junge Männer, die entschlossen vor Thurnus standen.

»Tut mir leid«, sagte Thurnus. »Ich hatte angenommen, du hättest das Zeug zum Kastenführer.«

»Ich bin Kastenführer«, sagte Bran Loort.

»In welchem Dorf denn?«

»In Tabukfurt!« antwortete Bran Loort aufgebracht.

»Hast du diese Neuigkeit schon Thurnus aus Tabukfurt mitgeteilt?«

»Das tue ich hiermit. Ich bin der Erste Mann in Tabukfurt.«

»Dieser Meinung ist Thurnus aber nicht!«

»Ich bin der Anführer dieses Dorfes.«

»Nein!« sagte Thurnus knapp.

Bran Loort wurde bleich.

»Wollen wir die Prüfung der fünf Pfeile durchführen?« fragte Thurnus.

Dabei geht es darum, daß alle Dorfbewohner die Siedlung verlassen. Nur die beiden Streiter bleiben zurück. Jeder der beiden ist mit seinem Langbogen und fünf Pfeilen bewaffnet. Derjenige, der den Dorfbewohnern das Tor schließlich wieder öffnet, ist Kastenführer.

»Nein«, sagte Bran Loort unbehaglich. Er hatte keine Lust, gegen den Bogen des Thurnus anzutreten, der ein legendärer Schütze war.

»Dann also die Messerprüfung?«

Bei diesem Wettstreit verlassen die beiden Männer das Dorf und dringen von entgegengesetzten Seiten in den nächtlichen Wald ein. Wer ins Dorf zurückkehrt, ist Kastenführer.

»Nein«, sagte Bran Loort. Es gab sicher nur wenige Männer auf Gor, die es wagen würden, sich in der Dunkelheit eines Waldes auf einen nächtlichen Kampf mit Thurnus einzulassen.

Bran Loort hob seinen Stab. »Ich bin ein Bauer«, sagte er.

»Na, schön«, sagte Thurnus. »Wir werden die Angelegenheit einer strengen Prüfung unterziehen. Der Stab soll sprechen. Das Holz unseres Standes wird die Entscheidung bestimmen.«

1 ... 30 31 32 33 34 35 36 37 38 ... 66
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)