Feuer und Stein: 1 (German Edition)
- Автор: Гэблдон Диана
- Серия: Die Outlander #1
- Год: 2015
- Язык: немецкий
- Год: Knaur eBook
- Жанр: Другие приключения
Электронная книга - «Feuer und Stein: 1 (German Edition)». Краткое содержание книги:
»Entführt«, sagte Dougal grimmig. »Verdammt, er wird mich ein Monatseinkommen an Lösegeld kosten.«
»Es hätte auch schlimmer sein können, Dougal«, wandte Jamie ein, der sich das Gesicht am Ärmel abwischte. »Denk nur, wie Colum reagieren würde, wenn sie dich erwischt hätten.«
»Wenn sie dich erwischt hätten, Junge, hätten sie dich von mir aus behalten können, und du könntest deinen Namen in Grant ändern«, gab Dougal trocken zurück, doch die Stimmung hellte sich jetzt merklich auf.
Ich holte die kleine Medizinkiste hervor, die ich dabeihatte, und reihte die Verletzten der Schwere ihrer Wunden nach auf. Nichts wirklich Ernstes, wie ich erfreut feststellte. Dougals Armverletzung war vermutlich das Schlimmste.
Ned Gowan hatte leuchtende Augen und sprudelte vor Lebensfreude. Er war anscheinend so berauscht von der Aufregung des Kampfes, dass ihn der Zahn überhaupt nicht störte, den ihm ein schlecht gezielter Dolchknauf ausgeschlagen hatte. Allerdings hatte er die Geistesgegenwart besessen, ihn sorgsam unter seiner Zunge aufzubewahren.
»Nur für den Fall der Fälle«, sagte er und spuckte den Zahn auf seine Handfläche. Die Wurzel war nicht beschädigt, und das Zahnfleisch blutete immer noch schwach, also versuchte ich mein Glück und presste den Zahn fest an seinen Platz zurück. Der schmächtige Mann wurde kreidebleich, gab aber kein Geräusch von sich. Doch er spülte sich den Mund dankbar zur Desinfektion mit Whisky aus, den er dann schluckte, um ja nichts zu verschwenden.
Dougals Wunde hatte ich sofort mit einem Druckverband versehen und war erleichtert, dass die Blutung so gut wie zum Stillstand gekommen war, als ich den Verband jetzt abwickelte. Es war ein sauberer Schnitt, der allerdings tief war. Ein schmaler Rand aus gelbem Fett war an der Kante der klaffenden Wunde zu sehen, die mindestens drei Zentimeter tief in den Muskel reichte. Zum Glück waren keine lebenswichtigen Gefäße verletzt, aber ich würde den Arm nähen müssen.
Es stellte sich heraus, dass die einzige verfügbare Nadel eine schmale Ahle war, die von den Wagenknechten zum Flicken des Geschirrs benutzt wurde. Ich betrachtete sie skeptisch, doch Dougal hielt mir nur den Arm hin und wandte den Blick ab.
»Eigentlich kann ich problemlos Blut sehen«, erklärte er, »aber ich habe etwas dagegen, wenn es mein eigenes ist.« Er saß auf einem Felsen, während ich arbeitete, und biss die Zähne derart fest aufeinander, dass seine Kiefermuskeln zitterten. Die Nacht wurde allmählich kalt, doch ihm standen die Schweißperlen auf der hohen Stirn. Einmal bat er mich höflich, einen Moment aufzuhören, wandte sich ab und übergab sich kurz und knapp hinter einen Felsen, dann wandte er sich zurück und stützte den Arm wieder auf sein Knie.
Zum Glück hatte einer der Gastwirte seine Pacht in Form eines kleinen Whiskyfässchens bezahlt, dessen Inhalt sich jetzt als äußerst nützlich erwies. Ich benutzte den Whisky, um einige offene Wunden zu desinfizieren, dann gestattete ich meinen Patienten die Selbstmedikation nach Belieben. Als ich fertig war, nahm ich sogar selbst einen Becher entgegen. Ich leerte ihn mit Genuss und ließ mich dankbar auf meine Decke sinken. Der Mond ging unter, und ich zitterte, halb als Reaktion und halb vor Kälte. Es fühlte sich herrlich an, als sich Jamie neben mich legte und mich fest an seinen kräftigen, warmen Körper drückte.
»Glaubst du, sie kommen zurück?«, fragte ich, doch er schüttelte den Kopf.
»Nein, es waren Malcolm Grant und seine beiden Jungen – es war sein Ältester, dem ich das Schwert ins Bein geworfen habe. Sie dürften jetzt zu Hause im Bett sein«, erwiderte er. Er streichelte mein Haar und sagte in sanfterem Ton: »Du hast heute Abend großartige Arbeit geleistet, Claire. Ich war so stolz auf dich.«
Ich drehte mich um und legte ihm die Arme um den Hals.
»Nicht so stolz, wie ich es war. Du warst wunderbar, Jamie. So etwas habe ich noch nie gesehen.«
Er prustete zwar bescheiden, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass er sich freute.
»Es war doch nur ein Diebeszug, Sassenach. So etwas mache ich schon, seit ich vierzehn war. Das ist ja nur Spaß; es ist etwas anderes, wenn man jemandem gegenübersteht, der einen wirklich umbringen will.«
»Spaß«, wiederholte ich mit schwacher Stimme. »Ja natürlich.«
Seine Arme legten sich fester um mich, und eine der streichelnden Hände wanderte in die Tiefe und begann, mir den Rock hochzuziehen. Die Aufregung des Kampfes war eindeutig dabei, in eine andere Art von Erregung umzuschlagen.
»Jamie! Doch nicht hier!«, sagte ich. Ich wand mich und zog mir den Rock wieder zurecht.
»Bist du müde, Sassenach?«, fragte er mitfühlend. »Keine Sorge, ich brauche nicht lange.« Jetzt waren beide Hände zugange und ruckten an dem schweren Stoff.
»Nein!«, erwiderte ich, denn zu sehr war ich mir der zwanzig Männer bewusst, die ein paar Meter weiter lagen. »Ich bin nicht müde, es ist nur …« Ich keuchte, als eine seiner tastenden Hände den Weg zwischen meine Beine fand.
»Himmel«, murmelte er leise. »Schlüpfrig wie Nixenkraut.«
»Jamie! Neben uns schlafen zwanzig Mann!«, ermahnte ich ihn flüsternd.
»Sie schlafen nicht mehr lange, wenn du nicht aufhörst zu reden.« Er wälzte sich auf mich und heftete mich auf dem Felsen fest. Sein Knie schob sich zwischen meine Oberschenkel und begann, sich sacht hin und her zu bewegen. Allen Umständen zum Trotz gehorchten mir meine Beine nicht. Siebenundzwanzig Jahre Anstand hatten keine Chance gegen mehrere hunderttausend Jahre Instinkt. Mein Kopf mochte zwar etwas dagegen haben, in der unmittelbaren Nähe mehrerer schlafender Soldaten auf einem nackten Felsen genommen zu werden, aber mein Körper betrachtete sich eindeutig als Kriegsbeute und konnte die Kapitulation nicht erwarten. Er küsste mich ausgiebig, und seine sanfte Zunge wanderte durch meinen Mund.
»Jamie«, keuchte ich. Er schob seinen Kilt beiseite und presste meine Hand an sich.
»Grundgütiger«, sagte ich unwillkürlich beeindruckt. Mein Anstandsgefühl schwand weiter dahin.
»Von einem solchen Kampf bekommt man einen fürchterlichen Ständer. Du willst mich doch, oder?«, sagte er und wich ein wenig zurück, um mich anzusehen. Angesichts der Umstände schien jedes Leugnen zwecklos. Er lag hart wie ein Messingrohr an meinem entblößten Oberschenkel.
»Äh … ja … aber …«
Er packte mich mit beiden Händen an den Schultern.
»Sei still, Sassenach«, sagte er in einem Ton, der keine Widerrede duldete. »Es wird nicht lange dauern.«
So war es auch. Meine Klimax begann mit dem ersten machtvollen Stoß, durchdringend und krampfartig. Ich grub meine Finger fest in seinen Rücken und hielt mich fest, während ich in den Stoff seines Hemdes biss, um die Geräusche zu dämpfen. Nach wenigen Bewegungen spürte ich, wie sich seine Hoden zusammenzogen und ihn die warme Flut befreite. Er ließ sich langsam zur Seite sinken und blieb zitternd liegen.
Das Blut hämmerte mir in den Ohren, ein Echo des schwächer werdenden Pulsschlags zwischen meinen Beinen. Jamies Hand lag erschlafft und schwer auf meiner Brust. Als ich den Kopf wandte, konnte ich den schwachen Umriss des Wachtpostens sehen, der auf der anderen Seite des Feuers an einem Felsen lehnte. Er hatte uns taktvoll den Rücken zugekehrt. Ein wenig schockiert stellte ich fest, dass ich nicht einmal verlegen war. Ich fragte mich dumpf, ob ich es wohl am Morgen sein würde, und dann fragte ich mich gar nichts mehr.
Am Morgen verhielten sich alle so wie immer, auch wenn sie sich nach dem Kampf und dem steinigen Nachtlager etwas steifer bewegten. Alle waren bester Laune, selbst die leicht Verletzten.
Die allgemeine Laune besserte sich noch mehr, als Dougal verkündete, dass wir nur bis zu dem Wäldchen reiten würden, das wir von unserer Felsenplattform aus sehen konnten. Dort konnten wir die Pferde tränken und sie grasen lassen, um uns dann ebenfalls ein wenig auszuruhen. Ich fragte mich, ob diese Änderung seiner Pläne Jamies Zusammentreffen mit dem mysteriösen Horrocks beeinflussen würde, doch Jamie schien nicht bestürzt darüber zu sein.