Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Im Schatten des Wolfes [The Hallowed Hunt - de]
Im Schatten des Wolfes [The Hallowed Hunt - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Im Schatten des Wolfes [The Hallowed Hunt - de]

Электронная книга - «Im Schatten des Wolfes [The Hallowed Hunt - de]». Краткое содержание книги:

Lord Ingrey wird in die Ländereien Prinz Bolesos entsandt, in einer delikaten, höchst unangenehmen Mission. Jemand hat den Prinzen umgebracht! Da er der Thronerbe war und der König im Sterben liegt, soll Ingrey die Wogen der Aufregung glätten, die Leiche des Prinzen überführen und die mutmaßliche Mörderin vor Gericht bringen. Damit das Königreich nicht in falsche Hände fällt, muss er dunkle Geheimnisse enthüllen und einen fürchterlichen „Blutpreis“ aus der Vergangenheit. In sich abgeschlossener Roman aus der Reihe „Die magischen Messer“.
1 ... 77 78 79 80 81 82 83 84 85 ... 124
Перейти на страницу:

Missmutig wandte Fritine sich wieder an Ingrey. »Es wäre mir lieber, wenn Ihr ein wenig offener sprechen würdet, Lord Ingrey.«

Ingrey zuckte die Achseln. »Überlegt Euch, was Ihr verlangt, Eminenz. Wenn Ihr meine Aussage über das Unsichtbare und das Übernatürliche anhören wollt, so könnt Ihr Euch nicht das Genehme aussuchen und den Rest vergessen. Ihr müsst alles akzeptieren, oder gar nichts. Und ich bezweifle, dass Ihr bereit seid, mich als eine Art Boten der Götter zu akzeptieren, der Euch ihre Befehle übermittelt.«

Während Fritine noch darüber nachgrübelte, was für Schlussfolgerungen sich aus dieser Bemerkung ziehen ließen, fuhr Ingrey schon fort: »Was Wenzel betrifft — er gibt vor, sich wieder an unsere Verwandtschaft erinnert zu haben. Spät genug.« Nun, in gewisser Hinsicht entsprach das durchaus der Wahrheit.

Biast sagte entrüstet: »Ihr würdet meine Schwester schutzlos in einem Haus zurücklassen, wohin Ihr selbst nicht zu gehen wagt?« Er runzelte die Stirn und fügte ruhiger hinzu: »Ihr seid Lord Hetwar treu ergeben, nicht wahr?«

Er hat mich nie hintergangen. Bisher. Ingrey antwortete mit einer knappen, vieldeutigen Verbeugung.

Biast fuhr fort: »Aber wenn die Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen, wer könnte die Prinzessin besser vor einem … einem unnatürlichen Übergriff ihres Ehemannes beschützen oder sie von dort wegbringen, wenn es jemals nötig sein sollte? Und Ihr könnt auch die Augen offen halten, aufklären, Bericht erstatten …«

»Spionieren?«, fragte Fritine interessiert, »Könnte er das? Was meint Ihr, Hetwar?«

Ingrey warf einen empörten Blick in die Runde. »Soll ich etwa einen falschen Treueid ablegen?«

»Ingrey, hört auf!«, rief Hetwar zornig. »Hier ist weder der Ort noch der Anlass für Euren Friedhofshumor.«

»Das war Humor?«, murmelte Biast.

»Jedenfalls das, was er dafür hält.«

»Mich überrascht, wie Ihr das aushaltet.«

»Wie sich herausgestellt hat, hat sein provozierendes Auftreten auch Vorteile. Von Zeit zu Zeit jedenfalls. Er folgt seinen eigenen, verqueren Pfaden und bringt Beute zurück, die kein vernünftiger Mann dort auch nur vermutet hätte. Ich war mir nie ganz sicher, ob das eine Gabe ist oder ein Fluch.« Hetwar lehnte sich wieder zurück und musterte Ingrey scharf. »Könnt Ihr das?«

Ingrey zögerte. Es würde nur das, was er ohnehin die ganze Zeit halb unbewusst getan hatte, zu einem offiziellen Auftrag machen: Beide Seiten gegeneinander ausspielen und verzweifelt jedes Bruchstück aufsammeln, in der Hoffnung, dass sich irgendwann ein Muster daraus ergab. Und dabei die eigene Meinung für sich behalten.

Er konnte es ablehnen. Er konnte es.

»Ich muss gestehen«, räumte er stattdessen widerstrebend ein, »dass ich selbst gern mehr über Wenzel herausfinden würde.« An Biast gewandt fügte er hinzu: »Und warum glaubt Ihr so plötzlich, dass Eure Schwester jetzt in Gefahr ist, und nicht während der vier Jahre davor?«

Biast wirkte betreten. »Während der letzten vier Jahre habe ich nicht allzu sehr auf sie geachtet. Wir haben uns nach ihrer Hochzeit nur einmal getroffen und uns selten geschrieben. Ich bin davon ausgegangen, dass mein Vater sie gut verheiratet hätte und sie dabei zufrieden wäre. Ich hatte meine eigenen Pflichten. Erst als sie gestern mit mir gesprochen hat — nun, als ich ihr Vorhaltungen gemacht habe —, hat sie mir gestanden, wie unglücklich sie in Wahrheit ist.«

»Was hat sie Euch gesagt?«, fragte Hetwar.

»Sie hatte nie gewollt, dass aus den … äh, Geschehnissen auf Burg Keilerkopf ein solches Unglück entsteht. Sie hatte Boleso für ein wenig zu wild gehalten, aber darauf gehofft, dass er und … äh, Lady Ijada sich im Laufe der Zeit aneinander gewöhnen können. Dass das Mädchen ihn beruhigen würde. Fara leidet sehr darunter, dass sie keine Kinder bekommen hat, auch wenn ich sagen muss, dass ich das nicht unbedingt für ihre Schuld halte. Sie hatte befürchtet, dass ihr Gemahl ein Auge auf die neue Zofe geworfen hätte. Immerhin war er es, der sie in Faras Haushalt gebracht hat.«

Das ist etwas Neues, stellte Ingrey fest. Ijada war davon ausgegangen, dass dieses Angebot auf das Engagement ihrer Dachswall-Tante zurückzuführen war. Aber wer hatte diese Tante überhaupt darauf gebracht? Hatte Wenzel vielleicht tatsächlich an einen neuen Erben gedacht, den er zwischen sich und Ingrey setzen konnte? Oder waren seine Gründe, Ijada an seinen Haushalt zu binden, von ganz anderer Natur? Ganz anderer Natur, möchte ich wetten. Er würde nicht grundlos so etwas in die Wege leiten, doch seine Motive sind nicht die gewöhnlicher Menschen.

»Lady Ijada behauptet, der Graf wäre ihr nie zu nahe getreten«, merkte Ingrey an. »Allerdings kann ich Euch versichern, dass sie naiv genug ist, es gar nicht zu bemerken, wenn ein solcher Annäherungsversuch nicht sehr direkt daherkäme. Und Wenzel ist kein sehr direkter Mensch. Ich schreibe Fara einen großen Teil der Verantwortung zu für alles, was geschehen ist.

Allerdings muss ich zugeben, dass Boleso auch allein schon weit vom rechten Pfad abgekommen ist, und je früher er aufgehalten wurde, umso besser war es vermutlich.« Hetwars funkelnder Blick erinnerte ihn an die gebotene Höflichkeit, und er fügte für Bolesos hinterbliebenen Bruder hinzu: »Bitte verzeiht meine Offenheit.«

Der Fürstmarschall stieß ein unglückliches Hm aus, doch es klang nicht wie ein Widerspruch.

Der Erzprälat räusperte sich. »Ich möchte anmerken, Lord Ingrey, dass nach Eurer Aussage dem Gelehrten Lewko gegenüber — und wegen verschiedener anderer Hinweise — der Eindruck entsteht, dass Euer Wolfsgeist nicht länger gebunden ist. Damit verstoßt Ihr gegen Euren Dispens.«

Ingrey kam zu dem Schluss, dass sein höflicher Tonfall nicht so sehr eine Drohung zum Ausdruck brachte, oder persönliche Furcht, als vielmehr Druck ausüben sollte. Nun. Damit verstand er umzugehen.

»Es war nicht mein Wille, dass das geschah, Eminenz.« Diese Behauptung konnte er sicher wagen, da sie sich nicht nachprüfen ließ. »Es war ein Unfall, der sich ereignete, als die Gelehrte Hallana den Bann von mir nahm. Also ist in gewisser Hinsicht die Kirche dafür verantwortlich.« Ja, warum nicht den Abwesenden die Schuld zuschieben … »Und auch wenn ich nicht sagen kann, dass es der Wille der Götter war, so waren doch gleich zwei Götter nur allzu schnell zur Stelle, um von diesem Umstand Gebrauch zu machen.« War Fritine zusammengezuckt? Ingrey holte Luft. »Und jetzt wollt Ihr ebenfalls davon Gebrauch machen und mich zum Schutz von Prinzessin Fara einsetzen. Das scheint mir doch eine sehr bedeutsame Aufgabe zu sein für einen Mann, dem Ihr nicht vertraut. Oder wollt Ihr etwa erst von meinen Fähigkeiten Gebrauch machen und Euch dann später gegen mich wenden? Dann muss ich Euch warnen: Ich kann schwimmen.«

Fritine dachte eine ganze Weile über diesen Köder nach und wich ihm schließlich gewandt aus: »Dann geziemt es sich wohl für Euch, dass Ihr Euch weiterhin nützlich macht, nicht wahr?«

»Ich verstehe.« Ingrey bedachte ihn mit einer etwas zu schwungvollen Verbeugung. »Wie es scheint, stehe ich Euch zu Diensten, Eminenz.«

Bei diesem unverhohlenen Schlagabtausch rutschte Hetwar ein wenig unruhig auf seinem Sitz umher. Es war nicht so, dass er selbst Drohungen gegenüber abgeneigt war, aber er hatte bisher stets elegantere Wege gefunden, um sich Ingrey gefügig zu machen. Eine Höflichkeit, die Ingrey zumindest um ihres Stils willen zu schätzen wusste.

»Nachdem Ihr es so zwingend dargelegt habt«, fuhr Ingrey fort und bemerkte aus dem Augenwinkel, wie Hetwar das Gesicht verzog, »werde ich mich wohl bereit finden, Euch als Spion zu dienen. Und der Prinzessin als Leibwächter.« Er bedachte Biast mit einem höflichen Nicken, und der Prinz zumindest war geistesgegenwärtig genug, es zu erwidern.

1 ... 77 78 79 80 81 82 83 84 85 ... 124
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)