Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 56 57 58 59 60 61 62 63 64 ... 229
Перейти на страницу:

»Torian, komm zu dir! Um Himmels willen, was ist denn...»

Die Vision zerplatzte, und er schrie noch einmal gellend auf. Rasend schnell sprang ihn der Abgrund an, er hatte sich bereits zu weit vorgebeugt, um das Gleichgewicht noch zu halten.

»Torian!*

Ein furchtbarer Ruck fuhr durch seine Schultern, als Garth sein Handgelenk packte und von seinem Gewicht um ein Haar selbst mit in die Tiefe gerissen worden wäre. Er glaubte, der Arm würde ihm aus der Schulter gerissen. Garth’ Finger waren feucht vor Schweiß, sein Griff tat entsetzlich weh, und trotzdem begann er langsam, aber unerbittlich, weiter abzugleiten, als stürze er nicht einfach, sondern würde in den Abgrund gesogen. Torian spürte, wie sein Griff sich lockerte. Von panischer Angst erfüllt, tastete er mit den Füßen und der freien Hand umher, um irgendwo Halt zu finden. Aber die Wand war plötzlich wie Glas; ein bockendes, stählernes Tier, das seine Finger und Zehen von sich stieß.

Endlich ertasteten seine Finger eine kleine Vertiefung. Mit aller Kraft krallte er sich fest. Er spürte, wie seine Nägel brachen. Etwas bohrte sich wie eine glühende Messerklinge in seine Hand. Selbst in seiner Lage erschien ihm der Gedanke noch absurd, aber er war fast sicher, daß der Berg nach ihm biß.

Der Schmerz trieb ihm die Tränen in die Augen, als er das Gewicht ein wenig verlagerte. Es dauerte zwei, drei endlos lange Sekunden, bis Garth genügend Kraft geschöpft hatte, ihn vollends auf das schmale Felsband zurückzuziehen.

Keuchend lehnte sich Torian gegen die Wand und schloß die Augen. Garth redete auf ihn ein, aber er verstand die Worte nicht, fing nur Fetzen auf, die keinen Sinn ergaben. Eine Hand klatschte in sein Gesicht, wieder und wieder, ohne ihn aus seiner Benommenheit reißen zu können. Für einen Moment wurde der Wunsch übermächtig, sich der lockenden Dunkelheit hinzugeben, die hinter der Erschöpfung lauerte, aber er wußte, daß er nicht wieder aufwachen würde, wenn er jetzt einschlief. Trotz seiner ungeheuren Kräfte würde Garth ihn nicht noch einmal retten können, wenn er erneut den Halt verlor.

»Nicht mehr... schlagen«, krächzte er und hob mühsam die Hand. Er massierte seine Schläfen und rieb sich die Augen, bis sie zu brennen begannen. Langsam lichtete sich der Nebel in seinem Kopf. Er konnte wieder halbwegs klar denken.

»Geht es?« fragte Garth knapp. »Wir müssen weiter.«

Torian nickte, stemmte sich hoch und schloß stöhnend die Augen. Seine Hand brannte wie Feuer. Er vermied es mit aller Macht, sie anzusehen. Er hatte Angst, den Verstand zu verlieren, wenn er es tat und Bißspuren erkennen sollte.

Er sah nicht noch einmal nach unten, während sie sich weiter an der Wand entlangtasteten. Er versuchte erst gar nicht zu begreifen, was mit ihm geschehen war, aber er wußte, daß es wieder passieren würde, wenn er nach vorne schaute. Es war eine Falle, irgendein unbegreiflicher Verteidigungsmechanismus dieses Höllentempels, gegen den Garth immun zu sein schien, denn Torian bemerkte, daß er selbst mehrmals haßerfüllt in Richtung des Tempels blinzelte, Garth aber nicht.

Torian dachte nicht weiter über dieses neuerliche Rätsel nach. Er brauchte jedes bißchen Kraft, das er noch hatte, für den Abstieg. Schweigend quälten sie sich weiter. Torian starrte verbissen die Felswand an, manchmal auch Garth’ Rücken vor sich, und setzte mechanisch einen Fuß vor den anderen. Der Schmerz in seiner Hand flaute allmählich ab, aber er vermied es trotzdem, sie anzusehen. Mit zusammengebissenen Zähnen und ohne an etwas anderes zu denken als daran, einfach weiterzugehen, folgte er Garth so lange, bis der Dieb plötzlich stehenblieb.

Torian hatte nicht einmal bemerkt, daß der Sims plötzlich endete. Aber er tat es, und vor ihnen lag kein Stein mehr, sondern ein schwarzes verbogenes Etwas aus Lava und geronnener Finsternis. Sie hatten den Tempel erreicht.

Das Felsband hatte sie direkt bis an die Wand eines der äußersten, weit aus dem Berg herausragenden Gebäude herangeführt. Vor ihnen erhob sich eine Mauer aus glasierter Gesteinsschmelze, die im Laufe zahlloser Jahrhunderte rissig und porös geworden war. Torian sog scharf die Luft ein, als ihm bewußt wurde, daß die Wand nicht gemauert worden war, sondern aus einer einzigen gewaltigen Platte bestand, die nahtlos mit dem Berg verschmolz, fast als wäre sie daraus hervorgewachsen. Vielleicht war der Gedanke nicht einmal so abwegig.

Wäre der Tempel nicht so ungeheuer groß gewesen, hätte man denken können, er wäre ein Teil des Berges, von dem ein dämonischer Bildhauer geduldig alles überflüssige Gestein weggeschlagen hätte, bis nur noch diese gigantische Totenskulptur übriggeblieben war, ein monströses finsteres Etwas, das nur scheinbar aus einzelnen aneinandergebauten Häusern und Türmen bestand.

Torian zögerte einen Moment, bevor er seine Hand ausstreckte und die Wand berührte. Er wußte nicht, was er erwartet hatte vielleicht ein ähnliches Gefühl wie bei der Berührung der glasierten Wand im unterirdischen Stollen –, doch unter seinen Fingern spürte er nur ganz normales Gestein, sehr glatt, wie Lava nun einmal war, aber nichts Außergewöhnliches. Die Kante des flachen Daches lag kaum einen Meter über seinem Kopf. Er war fast enttäuscht.

Torian holte federnd Schwung, stieß sich ab und riß im Sprung die Arme nach oben. Seine Finger bekamen die rauhe Kante zu fassen und klammerten sich daran fest. Mit einem Ruck zog er sich hinauf und blieb flach auf das Dach gepreßt liegen. Einige Sekunden lauschte er gebannt. Die einzigen Geräusche, die er hörte, waren sein eigener Atem und Herzschlag, und das Rauschen von Blut in seinen Ohren. Niemand schien ihr Eindringen bemerkt zu haben; bisher.

Er kroch zur gegenüberliegenden Kante des Daches und sah in die Tiefe. Eine halbe Körperlänge unter ihm lag ein weiteres Flachdach, von dem aus es einen bogenförmigen, mit Tuch verhängten Eingang zu einem der Gebäude gab.

Torian hatte genug gesehen. Er kroch zu Garth zurück und bedeutete dem Dieb mit einer Handbewegung, nachzukommen. Er wagte nicht zu reden. In dieser absoluten Totenstille mußte jedes geflüsterte Wort weithin hörbar sein.

Garth brauchte nur Augenblicke, bis er neben ihm war. Lautlos wie Schatten huschten sie vorwärts, ließen sich auf das niedrigere Dach hinunter und blieben neben dem Torbogen stehen. Torian zog sein Schwert, wobei er die Klinge zwischen den Fingern durchgleiten ließ, so daß sie nicht den kleinsten Laut verursachte. Mit einer Hand griff er nach dem Vorhang, schob ihn ein Stück zur Seite und spähte durch den so entstandenen Spalt. Ein langer, von mehreren fast heruntergebrannten Fackeln schwach erleuchteter Gang erstreckte sich vor ihnen.

Lautlos glitten sie in den Korridor, dessen Seiten zahlreiche, allerdings ausnahmslos verschlossene Türen säumten. Garth rüttelte prüfend an einer Klinke und schüttelte den Kopf. Möglicherweise hätten sie sie aufbrechen können – aber der Lärm hätte sie verraten. »Wir müssen...«, begann Torian, brach abrupt ab und stieß Garth in eine Türnische.

Keine Sekunde zu spät. Knarrend schwang ein Stück vor ihnen eine Tür auf. Eine Gestalt in einer bodenlangen, braunen Kutte trat auf den Gang. Das Gesicht war unter einer spitzen, weit in die Stirn gezogenen Kapuze verborgen, die Hände waren vor der Brust gefaltet. Ohne auch nur einen Blick in ihre Richtung zu werfen, ging sie ein Stück den Gang entlang und blieb vor einer weiteren Tür stehen. Sie klopfte und murmelte ein paar leise, unverständliche Worte, ehe sie eintrat.

Torian wechselte einen kurzen Blick mit Garth. Der Dieb grinste.

»Ich schätze, du denkst das gleiche wie ich«, flüsterte er. »Priester war schon immer mein Traumberuf«, gab Torian ebenso leise zurück.

Sie schlichen auf die Tür zu, durch die der Priester verschwunden war. Durch das massive Holz drang kein Laut, aber Torian sah Licht durch einen schmalen Spalt schimmern. Garth nickte ihm kurz zu, drückte die Klinke herunter und stieß die Tür mit einem kraftvollen Ruck auf.

1 ... 56 57 58 59 60 61 62 63 64 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)