Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Nijura - das Erbe der Elfenkrone
Nijura - das Erbe der Elfenkrone - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Nijura - das Erbe der Elfenkrone

Электронная книга - «Nijura - das Erbe der Elfenkrone». Краткое содержание книги:

Als die junge Halbelfe Nill im Wald ein rätselhaftes Messer findet, ahnt sie nicht, dass sie damit zur Schlüsselfigur in einem alles bedrohenden Konflikt geworden ist. Ein unglaubliches Verbrechen hat den Frieden der Welt erschüttert: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wurde von einem Menschen gestohlen! Als ihr Träger ist er unverwundbar und erlangt die blinde Ergebenheit aller Moorelfen. Verführt von seiner neuen Macht, hat der geheimnisvolle Menschenkönig bereits eine Armee Grauer Krieger um sich geschart, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann ihm Einhalt gebieten – geschmiedet aus der zauberkräftigen Halbkrone der Freien Elfen, die dem neuen König noch nicht Untertan sind.
Das Messer braucht eine Trägerin – und es hat sich dafür Nill erwählt. Schnell wird Nill zum Spielball aller Mächte und Interessen. Gejagt von den Grauen Kriegern und unterstützt nur von einigen wenigen mutigen Gefährten, macht sich Nill auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.
Mit atemberaubender Spannung verstrickt Jenny-Mai Nuyen ihre Leser in eine Fantasy-Welt voller überraschender Wendungen – und in eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und Verrat.
1 ... 47 48 49 50 51 52 53 54 55 ... 115
Перейти на страницу:

Aber in Wirklichkeit war Scapa durch einen Traum erwacht.

Es war seltsam. Seit Jahren, so schien ihm, hatte er nicht mehr geträumt. Schon gar nicht von ... von Schneestürmen. Und von – ganz bestimmt, da bröckelten Steine!

Scapa drehte sich um. Hinter ihm unter dem Felsvorsprung schliefen die Elfen und Nill. Keiner von ihnen hatte sich gerührt. Scapa stand misstrauisch auf. Irgendetwas war dort hinter den Dünen.

Er zog sein Messer und schlich zu den Felsen hinüber.

Kaveh fuhr auf. Er sah sofort das Messer in der Hand des Diebes, rollte sich auf die Knie, ergriff seinen Bogen und einen Pfeil und spannte die Sehne.

»Bleib stehen!«

Inzwischen waren die Ritter und Nill erwacht.

Verwirrt starrten sie erst Kaveh, dann Scapa an, der langsam die Hände hob.

»Er ist ein Verräter, ich wusste es!«, rief Kaveh.

»Ach, halt den Mund!«, fuhr Scapa ihn an. »Du hast ja keine Ahnung, dass –«

»Bleib da stehen! Bleib genau da stehen und wage nicht, dich von der Stelle zu rühren.«

»Da waren Geräusche! Ich wollte doch nur nachsehen, ob da hinten jemand ist, ich habe nicht im Entferntesten versucht –«

»Das reicht!«, rief Erijel, stand auf und zielte mit seinem Bogen auf Scapa. Der stieß ein resigniertes Seufzen aus. »Schluss damit, dem Dieb ist nicht zu trauen!«

»Wenn ihr nicht wie Murmeltiere schlafen würdet, hättet ihr die Geräusche gehört!«

Wie gestern schrien Scapa und Kaveh nun wild durcheinander – nur, dass jetzt auch Erijel mit stritt.

Müde beobachtete Nill, wie die Bogensehnen der beiden Elfen zu zittern begannen. Sie kam mit einem Knurren auf die Füße und stellte sich zwischen Kaveh und Scapa.

»Hört auf!«, rief sie. »Hört auf, hört auf, hört auf.«

Als die Schreie rings um sie verstummten, ließ Nill die Arme fallen. »Bitte. Wir können uns nicht die ganze Zeit streiten. Am Ende haben wir uns noch gegenseitig umgebracht, bevor wir den König erreichen! Ich vertraue dem Die ... ich vertraue Scapa. Wir alle müssen einander vertrauen.«

Scapa schnaubte. »Ich habe nicht angefangen. Aber wenn der Elf da einen Pfeil auf mich richtet, sobald ich mich bewege, kann ich wohl kaum das magische Messer und Nill beschützen!«

Mit einem Gähnen ging Nill unter die Felsen zurück, hüllte sich in ihren Umhang und packte ihre Sachen zusammen.

»Lasst uns aufbrechen«, sagte sie. »Wenn ich richtig liege, sind wir in den Bergen sicherer vor den Grauen Kriegern als hier.«

»Da hat Nill Recht«, pflichtete Arjas ihr zu, der bereits seinen Proviantbeutel geschultert hatte und sich die vom Schlaf zerzausten Haare glatt strich.

»Lasst uns einfach gehen. Je schneller wir diese Sandebene verlassen, desto besser.«

Kaveh und Scapa sahen sich finster an. Doch schließlich senkte Kaveh seinen Bogen wieder, und ohne den Dieb aus den Augen zu lassen, packte er seine Sachen.

Sie gingen schweigend ihres Weges. Wie gestern schon lief Scapa ganz hinten und immer ein Stück abseits. Sein Blick verließ nur selten den Horizont, an dem die Berge sich immer deutlicher vom Himmelsblau abhoben.

Bruno lief währenddessen dicht neben dem Prinzen her und grunzte unruhig. Er roch die Grauen Krieger. Manchmal schien ihr Geruch so schwach, dass sie vor mehreren Stunden hier gewesen sein mussten, manchmal war er so nah, dass Bruno laut aufschnaubte und sie sich rasch hinter Felsen versteckten, weil eine Reiterei an ihnen vorbeipreschte.

Die Sonne brach im Westen durch die bauschigen Wolken und tauchte das Land in Rot. Mittlerweile lagen die Sandhügel fast ganz hinter ihnen. Der Weg schlängelte sich an Felsen entlang und es ging an manchen Stellen schon bergauf. Direkt vor den Gefährten erhoben sich die Gebirge, tiefgrün an ihren Abhängen, blassblau an ihren Spitzen. Die Berge waren nicht sehr gefährlich und auch nicht so hoch wie in den Dunklen Wäldern. Kaveh schätzte, dass sie in drei Tagen zu überqueren sein mussten, sofern nichts dazwischen kam. Wenn sie sich beeilten, erreichten sie womöglich den Fuß der Berge vor Einbruch der Nacht.

Schon ein paar hundert Meter, bevor sie es sahen, bemerkte Bruno den Geruch. Kaveh blieb stehen, als der Keiler schnaubte. Er zog sein Schwert und wandte sich zu den Gefährten um.

»Da ist etwas«, sagte er. Augenblicklich kehrte die Spannung in die Gesichter der anderen zurück. Sie hatten sich während des Tages schon viermal vor den Grauen Kriegern versteckt. »Etwas ... Totes.«

Sie zogen ihre Waffen. Erijel und Mareju hatten ihre Bogen sogleich von den Schultern genommen, Arjas nahm sein Schwert in beide Hände. Auch Nill und Scapa hielten Dolch und Jagdmesser bereit. Scapa trat zum ersten Mal direkt neben Nill.

Sie gingen vorsichtig weiter. Der Pfad bog um einen Felsvorsprung. Schatten malten sich auf den Boden. Stockend hielten die Gefährten inne. Vor ihnen zeichnete sich eine seltsame Form auf dem Kies ab.

Es war der lang gezogene Schattenwurf eines Stabes oder eines sehr geraden Baumes – dann verlor sich der Stab- oder Baumschatten in einer unförmigen Masse. Kaveh schluckte. Schließlich fasste er Mut und trat um die Wegbiegung.

Krähen flatterten auf und begannen, am roten Himmel zu kreisen. Das Schwert in Kavehs Händen sank. Hinter ihm knirschte der Kies, als die anderen sich näherten.

Am Wegrand waren Holzpfähle in die Erde gerammt. Fünfzehn, zwanzig mochten es sein. An ihnen hingen leblose Elfen.

Kavehs Schwertspitze stieß mit einem Klirren gegen den Boden. Wie benommen trat er an die Gehängten heran.

Fliegenschwärme schwirrten auf, als Kaveh zu den Toten aufsah. Starre Augen blickten ihm entgegen, manche waren gen Himmel verdreht. Wie im Traum ging Kaveh an der langen Reihe vorbei. Verräter stand in Elfen- und Menschensprache auf den Schildern geschrieben, die an die Pfähle genagelt waren.

Verräter am König. Verleumder der Krone. Spion der Dunklen Wälder ...

Es waren auch Freie Elfen aufgehängt. Kaveh stiegen Tränen in die Augen, als er in das verdrehte Gesicht einer Elfe der Wälder blickte. Aus ihrem Mund hing ein roter Speichelfaden. Plötzlich kroch eine Fliege zwischen ihren Lippen hervor, das Insekt tastete sich langsam und mit flirrenden Flügeln aus dem Mundwinkel –

Kaveh schrie. Er taumelte, ihm versagten die Knie und er kroch auf Händen zurück, während er den Blick nicht von der Elfe lösen konnte.

Die Fliegen. Sie war tot und in ihr die Fliegen.

Erijel war vor Kaveh getreten, er musste herbeigerannt sein und ergriff Kaveh an den Schultern. »Kaveh, sie ist tot! Sie ist doch schon tot!« Erijel verstummte.

Dann blieb es still, und im Umkreis von Meilen, so schien es, war Kavehs Schluchzen das einzige Geräusch.

Das getrocknete Blut. Der Strick, ihre Kehle. Die Augen. Die Fliegen ...

Kaveh zitterte am ganzen Körper. Die Übelkeit durchspülte in einer heißen, pochenden Welle seinen Körper. Nill stand plötzlich neben ihm. Sie sank auf die Knie und legte vorsichtig einen Arm um seine Schultern. Er spürte ihre Hand kaum auf der Wange.

Wie konnte so ein Grauen zwischen Himmel und Erde sein ... Wie konnte es so etwas geben, während die Sonne schien und der Mond leuchtete und die Bäume sich grün im Wind wiegten?

Schließlich kam Kaveh auf die Beine, entzog sich Nills und Erijels Umarmungen und lief auf die Felsen zu. Er beugte sich vornüber, hustete und übergab sich. Es war das erste Mal, dass Scapa ihn sympathisch fand. Scapa biss die Zähne zusammen. Er hatte natürlich schon viel Schlimmes gesehen – in Kesselstadt gab es seit der Herrschaft des Königs täglich Pfählungen, Kreuzigungen, Enthauptungen – und wer weiß wie viel anderes noch, das man nicht öffentlich zeigte.

1 ... 47 48 49 50 51 52 53 54 55 ... 115
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)