Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Боевая фантастика » In Sklavenketten auf Gor
In Sklavenketten auf Gor - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

In Sklavenketten auf Gor

Электронная книга - «In Sklavenketten auf Gor». Краткое содержание книги:

In Sklavenketten auf Gor - Judy Thornton wird von der Erde nach Gor verschleppt, wo man sie zur Sklavin macht. Skrupellos setzt ihr Herr Clitus Vitellius sie für seine Ränkespiele ein, denn er soll im Auftrag der mächtigen Stadt Ar die Salerische Konföderation schwächen.
Aber dann findet Judy heraus, daß ihre Enführung kein Zufall war und sie in Wahrheit als hilflose Schachfigur in einem viel größeren Intrigenspiel dient. Will sie überleben, muß sie auf die Hilfe jenes Mannes vertrauen, den sie von ganzem Herzen haßt: Clitus Vitellius.
1 ... 37 38 39 40 41 42 43 44 45 ... 66
Перейти на страницу:

Ich kniete neben dem Mann, dem ich Fleisch serviert hatte. Das Mädchen hatte zu tanzen aufgehört, die Musiker senkten ihre Instrumente.

Etwa fünfzig Männer hielten sich im Saal auf.

»Willkommen!« rief Borchoff, als der Fremde hereingebracht worden war. Er trug Ketten an den Beinen, und die Hände waren mit eisernen Schellen auf dem Rücken zusammengeschlossen. Er schien verprügelt worden zu sein.

Der Gefangene wurde vor Borchoff auf die Knie gedrückt.

»Du bist unser Gast«, sagte der Anführer der Festung. »Heute abend sollst du mitfeiern.«

»Du bist großzügig, Hauptmann«, sagte der Mann.

»Morgen«, fuhr Borchoff fort, »wirst du unseren Überredungskünsten erliegen und den Mund aufmachen.«

»Das glaube ich nicht.«

»Unsere Methoden sind wirksam.«

»Sie haben aber noch nicht zum Ziel geführt.«

Borchoff schien wütend zu sein.

»Aber ich werde sprechen, wenn es mir gefällt«, fuhr der Mann fort.

»Dafür sind wir dir wirklich dankbar«, meinte Borchoff.

Der Gefangene neigte den Kopf.

»Du stammst aus der Kriegerkaste«, stellte Borchoff fest.

»Mag sein.«

»Du gefällst mir«, sagte Borchoff und rief: »Sulda, Tupa, Fina, Melpomene, Dina – versorgt unseren geheimnisvollen Gast, der nicht mehr weiß, wie er heißt, aus welcher Stadt er kommt oder welcher Kaste er angehört.«

Gehorsam näherten wir uns dem knienden Mann.

»Morgen abend, so hoffen wir, hat er sein Erinnerungsvermögen wiedergefunden«, sagte Borchoff.

»Haben wir schon die neunzehnte Stunde?« wollte der Gefangene wissen.

»Nein.«

»Zur neunzehnten Stunde werde ich sprechen.«

»Fürchtest du die Verlockungen des morgigen Tages?«

»Nein«, antwortete der Gefangene, »aber es gibt eine Zeit und einen Ort für offene Worte, wie auch eine Zeit und einen Ort für den blanken Stahl.«

»Das ist ein Sprichwort der Krieger«, meinte Borchoff.

»Ach, wirklich?«

Borchoff prostete seinem Gefangenen zu. Er gehörte ebenfalls der Kriegerkaste an.

»Dein Pech, daß du uns lebendig in die Hände gefallen bist«, fuhr er fort. »Die Tharlariongehege Turias brauchen Sklaven für ihre Reinigungskolonnen.«

Über diese Bemerkung wurde an den Tischen laut gelacht, ein Lachen, in das auch wir Mädchen einfie len. So manche beleidigende Bemerkung hatte sich der Gefangene anhören müssen, um so schlimmer, wenn er ein Krieger war! Es war ein amüsanter Gedanke, sich den Burschen als Sklaven beim Stallreinigen vorzustellen. Er hatte mich im Hof trotz seiner Ketten eingeschüchtert.

Der Gefangene antwortete nicht. Borchoff nickte uns zu und trank aus seinem Kelch.

»Armer Herr«, sagte ich zu dem angeketteten Fremden, kniete vor ihm nieder, nahm seinen Kopf zwischen die Hände und küßte ihn.

Er sah mich an. »Du bist die Dirne aus dem Hof«, stellte er fest.

»Ja, Herr.«

»Es wird mir eine Freude sein, dir meine Spange anzuhängen.« Ich verstand nicht, was er meinte.

Zusammen mit den anderen Mädchen machte ich mich daran, ihn zu küssen und zu streicheln, ihm Wein einzuflößen und kleine Leckerbissen in den Mund zu stopfen.

»Jeder soll sich vergnügen, wie es ihm gefällt!« rief Borchoff lauthals.

Die Männer stimmten ein Freudengeheul an. »Dina!« rief ein Soldat, den ich zuvor bedient hatte.

Ich küßte den Gefangenen auf die Wange. »Verzeih mir, Herr«, sagte ich spöttisch. »Ich muß mich jetzt um einen anderen kümmern.«

Gleich darauf hörte ich, wie sich der Gefangene bei Borchoff nach der Zeit erkundigte.

»Wir haben die achtzehnte Stunde«, sagte der Hauptmann. Ich lag in den Armen des turischen Soldaten und drängte mich an ihn. Ich hatte etwas Wein getrunken und fühlte mich warm und beschwingt.

Plötzlich sprang die Tür zum Saal auf und knallte laut gegen die Wand. Bewaffnete Soldaten, die Helme aufgesetzt hatten, eilten herein.

»Die Tarndrähte sind durchschnitten!« rief ein Mann. Im nächsten Augenblick sank er blutüberströmt zusammen. Eine Klinge hatte ihn durchbohrt.

Betrunken taumelte Borchoff zwischen den Tischen hoch. Die turischen Soldaten blickten sich verzweifelt um. Die Musik hatte aufgehört. Aus den Korridoren außerhalb des Saals drang Kampflärm herein.

»Zu den Waffen!« brüllte Borchoff. »Läutet die Alarmglocke! Weitere Männer hasteten in den Raum. Turische Soldaten eilten zu den Mauern, versuchten ihre Waffen an sich zu bringen. Sklavinnen schrien.

Gleich darauf hatten die Fremden den Saal in ihrer Gewalt. Es handelte sich um entschlossen und umsichtig kämpfende Männer. Sie trugen graue Helme mit Larl- und Sleenhaarbüscheln. Ihre Lederkleidung machte deutlich, daß sie Tarnkämpfer waren.

»Den Schlüssel zu den Ketten!« verlangte der Gefangene und richtete sich auf.

Klingen näherten sich Borchoffs Hals. Seine Männer warfen die Waffen hin. Die Überraschung war gelungen. Im Lärm der Musik hatten wir nichts gehört.

Die Tarndrähte waren mit geschärften Haken durchtrennt worden, die an langen Seilen unter riesigen Tarnvögeln hingen – durchtrennt und fortgerissen. Die Tarnkämpfer hatten sich von der mondlosen Seite des Himmels her genähert, nur wenige Fuß über dem Boden fliegend, verhüllt von den nächtlichen Schatten. Erst knapp einen Viertel-Pasang vor der Festung waren sie emporgeflattert, die erste Angriffswelle hatte die Tarndrähte zerstört, die nachfolgenden Wellen waren durch die Öffnung eingedrungen und auf Dächern, Vorsprüngen und Hofflächen gelandet. Soldaten hatten sich unverzüglich in den großen Saal vorgekämpft. Der Plan der Festung schien ihnen bekannt zu sein, da sie ohne Zögern vorrückten.

Zornig gab Borchoff den Schlüssel zu den Ketten des Gefangenen heraus. Eilends wurden die Schlösser geöffnet. Der Mann richtete sich gelassen auf und rieb seine Handgelenke.

»Bist du der Anführer dieser Männer?« fragte Borchoff.

»Ja.«

»Man hat dich gefangen, als du dich nach dem Grundriß und den Verteidigungsanlagen dieser Festung erkundigtest.«

»Diese Informationen hatten wir längst«, antwortete der Mann. »Unser Plan stand fest. Ich brauchte mich nur noch von euch fangen zu lassen.«

»Dann war deine Gefangenschaft also beabsichtigt?« fragte Borchoff.

»Ja«, erwiderte der Mann. »So kam ic h in die Festung, wo ich weitere Feststellungen treffen und damit das Vorgehen meiner Männer beschleunigen konnte.« Er wandte sich an einige seiner Leutnants und gab Befehle. Männer eilten davon.

»Du hast gut aufgepaßt«, stellte Borchoff fest.

»Ich wollte die Zeit nutzbringend verwenden«, sagte der Mann und grinste Borchoff an. »Wie erhofft, waren mir deine Männer sehr behilflich; sie äußerten sich offen vor einem Mann, von dem sie annahmen, daß er in Sklavenketten enden würde.«

Borchoff starrte aufgebracht in die Runde.

Dem Anführer der Eindringlinge wurden ein Beutel und ein Schwert gereicht. Beides gürtete er um.

»Ich würde unser Gespräch ja gern fortsetzen, Hauptmann«, sagte er. »Aber du verstehst sicher, daß wir uns jetzt beeilen müssen.«

»Natürlich, Hauptmann«, sagte Borchoff. »Wir lie gen innerhalb des Gebietes, das von den Tarnkämpfern von Ar bewacht wird.«

»Die Abendpatrouille wird leider aufgehalten. Wie man hört, hat es eine Ablenkung gegeben, ein brennendes Feld im Süden. Darum müssen sich die Männer kümmern, damit sie einen vollständigen Bericht machen können.«

Borchoff ballte die Fäuste.

»Fesselt ihn«, sagte der Mann und deutete auf die Ketten, die er eben selbst noch getragen hatte. Der Befehl wurde sogleich ausgeführt.

»Wer bist du?« fragte Borchoff zornig.

»Haben wir die neunzehnte Stunde?« fragte der Mann.

»Ja«, sagte Borchoff.

»Ich bin Rask«, lautete die Antwort, »aus der Kaste der Krieger, Rask aus Treve.«

Die Sklavinnen schrien auf, und ich floh in ihrer Mitte aus dem Saal. Hinter uns wurden Befehle gegeben. Die Festung sollte geplündert werden. Ich hastete durch einen dunklen Korridor. Hinter mir ertönten die Schritte eines Mannes, der dann aber abbog, um einem anderen Mädchen nachzujagen.

1 ... 37 38 39 40 41 42 43 44 45 ... 66
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)