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Indiana Jones Die Gefiederte Schlange

Электронная книга - «Indiana Jones Die Gefiederte Schlange». Краткое содержание книги:

Als Indiana Jones einen verschollenen Freund in einem Andendorf endlich findet, ist dieser dem Tod nahe und übergibt ihm ein mysteriöses goldenes Amulett. Bald stellt sich heraus, daß dieser Anhänger zum rituellen Schmuck des Oberpriesters der Maya gehört und seinem Träger gewaltige magische Kräfte verleihen kann. Doch das Geschenk bringt Indiana Jones kein Glück: Einige Indios heften sich an seine Fersen, die zu allem entschlossen scheinen …
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«Um Gottes willen!«sagte Indiana.»Was ist Ihnen passiert?«

«Nichts«, antwortete Anita, entschieden zu hastig, um überzeugt zu klingen.»Ein Unfall. Nichts, worüber Sie sich Sorgen machen müßten. Es sieht schlimmer aus, als es ist.«

Indiana wollte aufstehen, aber Anita winkte hastig ab und ging mit schnellen Schritten an ihm vorbei zur Bar, um sich etwas zu trinken einzuschütten.»Es ist wirklich nichts, Dr. Jones«, sagte sie.»Unfälle kommen vor.«

«Heißt dieser Unfall zufällig José?«erkundigte sich Indiana grollend.

Anita tat so, als hätte sie diese Frage nicht gehört, schenkte sich ein Glas Wein ein und kam zum Tisch zurück, wobei sie einen respektvollen Bogen um die geschlossenen Fenster schlug.

«Warum hat er Sie geschlagen?«bohrte Indiana weiter.

«Ich glaube nicht, daß dich das etwas angeht, mein Freund«, unterbrach ihn eine Stimme von der Tür her.

Indiana drehte sich verärgert um. José hatte Hemd und Jacke gewechselt, hielt aber immer noch das blutige Taschentuch unter die Nase gedrückt.»Aber du hast dich ja schon immer gern in Dinge gemischt, die dich nichts angehen.«

«Es war wegen der Kette«, vermutete Indiana.»Das warst gar nicht du, der sie mir zurückgeschickt hat.«

José zuckte mit den Schultern, deutete etwas wie die völlig mißlungene Karikatur eines Lächelns an und ließ sich zwischen Anita und Joana auf die Couch fallen.»Möglich«, sagte er.

«Wenn das so ist«, sagte Indiana,»dann geht es mich sehr wohl etwas an. Immerhin bin ich wegen dieser Kette ein paarmal fast umgebracht worden, und Joana hier …«Er deutete mit einer Kopfbewegung auf das Mädchen, das José einen Moment lang aus trüben Augen musterte und dann ungeschickt versuchte, nach der Whisky-Karaffe zu angeln,»… ebenfalls. Ich finde also schon, daß du uns ein paar Erklärungen schuldig bist.«

«Das ist Ansichtssache«, antwortete José.»Wie gesagt — du hast dich ja schon immer gern in Dinge gemischt, die dich nichts angehen. Irgendwann wird deine krankhafte Neugier dich noch einmal den Hals kosten.«

«Vielleicht bist du ja dabei, wenn es passiert«, konterte Indiana und machte eine Geste zum Fenster.»Ich verwette noch einmal denselben Betrag, den du mir beim Pokerspiel abgenommen hast …«

«… und den du mir immer noch schuldest«, sagte José, aber Indiana ignorierte ihn.

«… daß diese Belagerung etwas mit dem Anhänger zu tun hat. Oder genauer gesagt, mit den Anhängern. «Er maß Norten mit einem langen, durchdringenden Blick.»Sie haben auch einen davon, höre ich?«

Norten nickte. Mit Blicken führte er ein stummes Gespräch mit José, und die beiden gaben sich nicht einmal Mühe, dies vor Indiana zu verbergen.»Ja«, sagte er schließlich» Ebenso wie Señor Perez und Miss Swanson. Und Sie, Dr. Jones.«

«Ich fürchte, da muß ich Sie enttäuschen«, sagte Indiana, wobei er sich eines leisen Gefühles von Schadenfreude weder erwehren konnte noch versuchte, es zu verbergen.

Norten sah plötzlich sehr alarmiert aus.»Was meinen Sie damit?«

«Ich meine damit«, antwortete Indiana,»daß Joana ihren Anhänger nicht mehr hat.«

«Wo ist er?!«fragte José und Norten wie aus einem Mund. Und auch Anita blickte Indiana bestürzt an.

Indiana deutete wieder zum Fenster.»Ich schätze, sie haben ihn — wer immer sie sein mögen.«

«Das ist völliger Unsinn«, protestierte Norten.»Wir sind hier auf Kuba und sie …«

«Natürlich nicht die Männer dort draußen«, unterbrach ihn Indiana.»Aber irgend jemand hat sie geschickt. Und der gleiche Irgend jemand hat einen Mann nach New Orleans geschickt, der mich um ein Haar umgebracht hätte und Joana überfallen hat.«

«Soll das heißen, sie haben Ihnen den Anhänger abgenommen?«fragte José, an Joana gewandt.

Joana schwankte leicht auf der Couch hin und her und starrte José aus verschleierten Augen an. Sie schien nicht einmal verstanden zu haben, was er sagte.

«Gib dir keine Mühe«, sagte Indiana.»Du erfährst kein Wort. Es sei denn, du beantwortest zuerst mir einige Fragen.«

«Genau«, lallte Joana mit schwerer Zunge, versuchte nach der Whisky-Karaffe zu greifen und warf dabei das Milchglas um, dessen Inhalt sich über Josés Hosenbeine ergoß.

José sprang halb in die Höhe, ließ sich wieder zurücksinken und warf abwechselnd Joana und Indiana mordlüsterne Blicke zu. Joana kicherte, tat so, als wolle sie das umgestürzte Glas wieder aufheben und griff dann blitzschnell nach dem Whiskyglas des Professors, dessen Inhalt sie hinunterstürzte, ehe Indiana sie daran hindern konnte.

Indiana schüttelte mit einem lautlosen Seufzen den Kopf, sagte aber nichts mehr dazu, sondern wandte sich wieder an José.»Jetzt hör mir mal zu, mein Freund«, sagte er in einer Art und Weise, die das Wort Freund fast zu einer Drohung werden ließ.»So wie es aussieht, sitzen wir im Moment alle im gleichen Boot. Und wenn du meine Meinung hören willst, dann hat dieses Boot bereits ein verdammt großes Leck. Ich schätze, wir brauchen jedes bißchen Glück, das wir kriegen können, um hier lebend hinauszukommen. Warum also erzählst du mir nicht, was es mit diesen Anhängern auf sich hat, und ich erzähle dir, was ich weiß? Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung.«

«Ich glaube nicht, daß Sie irgend etwas von Bedeutung wissen, Dr. Jones«, sagte Norten ruhig.»Wäre es so, dann wären Sie wahrscheinlich nicht hier. Ich möchte sogar sagen, ich hoffe, daß Sie nichts wissen. Um Ihretwillen. Diese Anhänger sind gefährlich. «Er lächelte flüchtig und vollkommen humorlos.»Leute, die sie über längere Zeit besitzen, entwickeln eine fatale Neigung, auf unerquickliche Weise ums Leben zu kommen.«

«Das ist mir auch schon aufgefallen«, sagte Indiana böse.»Ich frage mich nur, wieso.«

«Fragen Sie sich das lieber nicht«, sagte Norten.»Die ganze Geschichte geht Sie wirklich nichts an.«

«Sind Sie sicher?«fragte Indiana.»Vergessen Sie nicht: Ich war dabei, als Greg starb.«

«Was hat er dir verraten?«schnappte José.

«Eine Menge«, antwortete Indiana. Was gelogen war. Aber das konnte José schließlich nicht wissen, und dem Leuchten in seinen Augen nach zu schließen, fiel er auch tatsächlich auf Indianas Bluff herein.

Norten nicht.

«Kein Wort mehr, José«, sagte er scharf.»Er blufft. Wenn er irgend etwas wüßte, wäre er nicht hier, sondern auf dem Schiff.«

«Genau«, lallte Joana und fiel von der Couch.

Indiana verdrehte die Augen, stand hastig auf, um ihr wieder in die Höhe zu helfen, und ließ sie behutsam wieder neben José auf die Couch sinken. Joana kicherte albern, lehnte sich an José und prallte dabei mit dem Hinterkopf gegen seine Nase, die sofort wieder zu bluten begann. Indiana machte sich nicht mehr die Mühe, ein Grinsen zu unterdrücken.

«Joanas Anhänger ist also verschwunden«, nahm Norten das unterbrochene Gespräch wieder auf. Er sah Indiana scharf an.»Aber Sie haben Ihren noch?«

Indiana antwortete nicht.

«Ich nehme an, Sie haben ihn bei sich«, vermutete Norten.

«Sehe ich wirklich so dumm aus?«

Norten runzelte nur ärgerlich die Stirn, während Josés Augen kleine, zornige Blicke in Indianas Richtung verschossen.

«Wo befindet er sich?«fragte Norten.

«An einem sicheren Ort. Und dort wird er auch bleiben — bis ich weiß, was es damit auf sich hat.«

«Ich glaube nicht, daß Sie das wirklich wissen wollen, Dr. Jones«, sagte Norten.

«Und wenn doch?«

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