Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Fahrstuhl zu den Sternen
Fahrstuhl zu den Sternen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Fahrstuhl zu den Sternen

Электронная книга - «Fahrstuhl zu den Sternen». Краткое содержание книги:

Fahrstuhl zu den Sternen
1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 69
Перейти на страницу:

»Ich nehme an, Sie stimmen mit mir überein. Was hätten Sie dazu zu sagen, wenn ich Ihnen erklärte, meine Bank sei ernsthaft an Ihrem Fahrstuhlprojekt interessiert?«

»Ich wäre skeptisch. Als ich ihnen den Vorschlag unterbreitete, sagten sie, es sei eine gute Idee, aber sie könnten sich in diesem Stadium noch nicht finanziell daran beteiligen. Alle Geldmittel wurden für die Entwicklung des Mars gebraucht. Es war die übliche Antwort: Wir werden Ihnen gerne helfen, sobald Sie der Hilfe nicht mehr bedürfen.«

»Das war vor einem Jahr. Inzwischen haben wir uns die Sache noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Wir möchten, dass Sie den Fahrstuhl zu den Sternen bauen — aber nicht auf der Erde. Auf dem Mars. Sind Sie interessiert?«

»Womöglich. Bitte fahren Sie fort.«

»Bedenken Sie die Vorteile. Nur ein Drittel der Schwerkraft, alle Krafteinflüsse, die mit der Schwerkraft zusammenhängen, sind entsprechend geringer. Der Synchronorbit liegt ebenfalls wesentlich näher — weniger als die Hälfte der Distanz, die auf der Erde benötigt wird. Damit entfällt die Mehrzahl der Ingenieurprobleme. Meine Leute schätzen, dass das System auf dem Mars um mehr als ein Zehnfaches billiger sein würde als auf der Erde.«

»Das mag richtig sein; aber ich müsste es durchrechnen.«

»Und das ist nur der Anfang! Wir haben teuflische Stürme auf dem Mars, trotz der dünnen Atmosphäre — aber gleichzeitig auch Berge, die weit über sie hinausragen. Ihr Sri Kanda ist nur fünf Kilometer hoch. Wir haben den Mons Pavonis — einundzwanzig Kilometer und genau auf dem Äquator gelegen! Und vorteilhafter noch: Auf dem Gipfel sitzen keine marsianischen Mönche mit einem ewig langen Pachtvertrag. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum Mars für den Fahrstuhl wie geschaffen zu sein scheint. Deimos bewegt sich lediglich dreitausend Kilometer oberhalb des Synchronorbits. Wir haben also schon eine Masse von ein paar Millionen Megatonnen, die wir heranbugsieren und als Anker verwenden können.«

»Das würfe ein paar interessante Synchronisationsprobleme auf. Ich möchte gerne mit den Leuten sprechen, die diese Ideen entwickelt haben.«

»Das geht nicht so direkt. Sie sind alle auf dem Mars. Sie müssen zum Mars kommen.«

»Die Versuchung ist da, aber ich habe zuvor noch ein paar Fragen. Die Erde braucht den Fahrstuhl. Die Gründe dafür kennen Sie ohne Zweifel. Mars dagegen, scheint mir, könnte ohne ihn auskommen. Sie haben nur einen Bruchteil unseres Raumverkehrs und eine weitaus geringere Zuwachsrate. Ich muss gestehen, das Vorhaben erscheint mir nicht besonders sinnvoll.«

»Ich hatte mich schon gefragt, wann Sie darauf kommen würden.«

»Also — nun bin ich darauf gekommen …«

»Haben Sie von dem Unternehmen Eos gehört?«

»Nicht dass ich mich erinnern könnte.«

»Eos — die griechische Göttin der Morgenröte — die Verjüngung des Mars.«

»Oh, darüber weiß ich natürlich. Es hat mit dem Abschmelzen der Polkappen zu tun, nicht wahr?«

»Genau. Wenn es uns gelänge, alles Wasser und CO2 abzutauen, dann kämen gleichzeitig mehrere Dinge in Gang. Die Dichte der Atmosphäre würde ansteigen, bis Menschen ohne Schutzanzüge im Freien arbeiten können; zu einer späteren Zeit könnte die Luft wohl sogar atembar gemacht werden. Es gäbe fließendes Wasser, kleine Seen und vor allen Dingen: Vegetation, die Anfänge einer sorgfältig geplanten Biosphäre. Im Lauf von wenigen Jahrhunderten könnte sich der Mars zu einem zweiten Garten Eden entwickeln. Er ist der einzige Planet im ganzen Sonnensystem, der mit vorhandenen technischen Mitteln in einen solchen Umwandlungsprozess gesteuert werden kann. Venus wird womöglich für immer zu heiß dazu sein.«

»Und was hat das mit dem Fahrstuhl zu tun?«

»Wir müssen mehrere Millionen Tonnen Gerät in Marsumlauf bringen. Die einzig gangbare Methode, die Marsoberfläche aufzuheizen, ist mit Hilfe von Sonnenspiegeln — Hunderte von Kilometern im Durchmesser. Wir brauchen sie auf Dauer — zunächst, um die Polkappen zu schmelzen, und später, um eine annehmbare Temperatur aufrechtzuerhalten.«

»Sie könnten die Rohmaterialien von Ihren Bergwerken auf den Asteroiden beziehen, nicht wahr?«

»Einiges sicherlich. Aber die besten Spiegel für diesen Zweck macht man aus Natrium, und davon gibt's im Weltall nur wenig. Wir werden es von den Salzlagern der Tharsis abbauen müssen, die zum Glück unmittelbar am Fuß des Mons Pavonis liegen.«

»Welche Dauer wird das Unternehmen haben?«

»Wenn uns keine größeren Probleme in den Weg kommen, könnte die erste Phase in fünfzig Jahren abgeschlossen sein. Etwa an Ihrem einhundertsten Geburtstag, den Sie nach Aussage der Statistiker mit einer Wahrscheinlichkeit von 39 Prozent noch erleben werden.«

Morgan lachte.

»Ich bewundere Leute, die so gründlich recherchieren.«

»Wir könnten auf dem Mars nicht überleben, wenn wir nicht jedem Detail Beachtung schenkten.«

»Also gut — ich bin von Ihrem Plan beeindruckt, allerdings habe ich noch immer eine Menge Bedenken. Die Finanzierung zum Beispiel …«

»Die ist meine Sache, Dr. Morgan. Ich bin der Bankier, Sie der Ingenieur.«

»Richtig. Aber Sie scheinen eine Menge von der Technik zu verstehen, und ich war gezwungen, etliches über die Finanzkunst zu lernen, oft auf schmerzliche Art und Weise. Ich könnte eine Beteiligung an einem derartigen Vorhaben nicht einmal in Erwägung ziehen, bevor man mir einen in Einzelheiten gehenden Budgetplan vorlegt …«

»Kann vorgelegt werden …«

»Und das wäre erst der Anfang. Sie sind sich möglicherweise nicht darüber im Klaren, dass zunächst einmal noch ein erheblicher Betrag an Forschung in die verschiedensten Wissensgebiete gesteckt werden muss: Massenerzeugung von Hyperdraht, Stabilitäts- und Steuerprobleme — ich könnte die ganze Nacht darüber reden.«

»Das wird nicht notwendig sein. Unsere Ingenieure haben all Ihre Veröffentlichungen gelesen. Sie schlagen ein kleinmaßstäbliches Experiment vor, das die Lösungen einiger noch anstehender Probleme aufzeigt und die Brauchbarkeit des Prinzips beweist …«

»Daran gibt es keinen Zweifel.«

»Ich stimme mit Ihnen überein; aber es ist manchmal erstaunlich, welchen Unterschied eine kleine praktische Vorführung bewirkt. Das ist es, was wir gerne von Ihnen hätten. Entwerfen Sie ein Minimalsystem, nur einen Draht mit einer Transportlast von ein paar Kilogramm. Den Draht lassen Sie vom Synchronorbit auf die Erde herab — ja, auf die Erde. Wenn es hier funktioniert, dann ist es auf dem Mars ein Kinderspiel. Dann transportieren Sie etwas nach oben, nur um zu zeigen, dass Raketen nicht mehr gebraucht werden. Das Experiment wird vergleichsweise billig sein, wesentliche Aufschlüsse erbringen und gleichzeitig als eine Art Grundlagentraining dienen. Und uns erspart es Jahre der Debatte. Wir können uns an die Erdregierung, an den Solar-Fonds und andere interplanetarische Banken wenden und brauchen nur auf den geglückten Versuch zu verweisen.«

»Sie haben das wirklich alles schon ausgearbeitet. Wann erwarten Sie meine Antwort?«

»Wenn es nach mir ginge, in ungefähr fünf Sekunden. Aber es gibt offensichtlich keinen besonderen Grund zur Eile. Entscheiden Sie sich innerhalb angemessener Zeit.«

»Ausgezeichnet. Überlassen Sie mir Ihre Entwurfsunterlagen, Kostenanalysen und alle sonstigen Dokumente, die Sie greifbar haben. Ich müsste mich in etwa einer Woche hindurcharbeiten können — und dann bekommen Sie meine Entscheidung.«

»Ich danke Ihnen. Hier, meine Nummer. Sie können mich jederzeit erreichen.«

Morgan schob die Personalakte des Bankiers in den Speicherschlitz seines Kommunikators und wartete, bis das kleine Bildfeld die Antwort EINGABE BESTÄTIGT zeigte. Sein Entschluss war gefällt, noch bevor er die Karte seinem Besucher zurückgegeben hatte.

1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 69
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)