Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Прочая древняя литература » Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L

Электронная книга - «Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L». Краткое содержание книги:

Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
1 ... 23 24 25 26 27 28 29 30 31 ... 75
Перейти на страницу:

Der alte Mann lächelte. »Sag mir was Neues, Ikarus. Jetzt beeil dich. Wir werden mindestens eine Stunde brauchen, um sie anzulegen. Also los.«

»Du zuerst«, sagte Ikarus.

Der alte Mann widersprach, aber Ikarus ließ sich nicht beirren. »Du hast sie gemacht, Vater. Dir kommt die Ehre zu, sie als Erster zu tragen.«

Der Junge befestigte einen Lederharnisch um die Brust seines Vaters, wie eine Kletterausrüstung, mit Riemen, die sich von seinen Schultern zu seinen Handgelenken hinzogen. Dann begann er, die Flügel zu befestigen. Dazu benutzte er einen Metallkanister, der aussah wie eine riesige Leimpistole.

»Diese Wachsmischung müsste mehrere Stunden halten«, sagte Dädalus nervös, während sein Sohn arbeitete. »Aber sie muss erst hart werden. Und wir dürfen nicht zu hoch oder zu tief fliegen. Das Meer würde das Wachs nass machen und …«

»Und in der Sonnenhitze würde es schmelzen«, sagte der Junge. »Ja, Vater. Wir haben das schon eine Million Mal besprochen.«

»Man kann nie vorsichtig genug sein!«

»Ich habe absolutes Vertrauen in deine Erfindungen, Vater. Niemand war je so gescheit wie du.«

Die Augen des alten Mannes leuchteten. Es war deutlich, dass er seinen Sohn mehr liebte als alles andere auf der Welt. »Jetzt befestige ich deine Flügel, und meine können richtig durchhärten. Los!«

Es ging nur langsam. Die Hände des alten Mannes fummelten an den Riemen herum. Es fiel ihm schwer, die Flügel in der richtigen Stellung zu halten, während er sie befestigte. Seine eigenen Metallflügel schienen ihn nach unten zu ziehen und waren ihm bei der Arbeit immer wieder im Weg.

»Zu langsam«, murmelte der alte Mann. »Ich bin zu langsam.«

»Lass dir Zeit, Vater«, sagte der Junge. »Die Wärter kommen erst in …«

BUMM!

Die Türen der Werkstatt zitterten. Dädalus hatte sie von innen mit einem Holzgestell verbarrikadiert, aber dennoch bebten sie in ihren Angeln.

»Beeil dich!«, sagte Ikarus.

BUMM! BUMM!

Etwas Schweres schlug gegen die Türen. Das Gestell hielt stand, aber in der linken Türhälfte tat sich ein Spalt auf.

Dädalus arbeitete, so schnell er konnte. Ein Tropfen heißes Wachs fiel auf Ikarus’ Schulter. Der Junge wimmerte, schrie aber nicht auf. Als der linke Flügel an den Riemen klebte, machte Dädalus sich an den rechten.

»Wir brauchen mehr Zeit«, murmelte Dädalus. »Sie sind zu früh. Wir brauchen mehr Zeit, damit das Wachs trocknen kann.«

»Es wird schon gut gehen«, sagte Ikarus, während sein Vater den rechten Flügel befestigte. »Hilf mir mit dem Bronzedeckel!«

KRACH! Die Türen zersplitterten und die Spitze eines bronzenen Rammbocks tauchte in der Öffnung auf. Äxte schlugen die Reste der Tür beiseite und zwei bewaffnete Wachen betraten den Raum, gefolgt von dem König mit der goldenen Krone und dem speerförmigen Bart.

»Sieh an, sieh an«, sagte der König mit aasigem Lächeln. »Wolltet ihr gerade ausgehen?«

Dädalus und sein Sohn erstarrten und die Metallflügel funkelten auf ihren Rücken.

»Wir verlassen dich, Minos«, sagte der alte Mann.

König Minos schmunzelte. »Ich würde ja gern sehen, wie weit du mit deinem kleinen Projekt kommst, ehe ich deine Hoffnungen zerschlage. Ich muss sagen, ich bin beeindruckt.«

Der König bewunderte die Flügel. »Ihr seht aus wie Metallhähnchen«, erklärte er dann. »Vielleicht sollten wir euch rupfen und eine Suppe aus euch kochen.«

Die Wachen brachen in dämliches Lachen aus.

»Metallhähnchen«, wiederholte der eine. »Suppe.«

»Ruhe!«, sagte der König. Dann wandte er sich wieder Dädalus zu. »Du hast meine Tochter entkommen lassen. Du hast meine Frau in den Wahnsinn getrieben. Du hast mein Monster umgebracht und mich zum Gespött des ganzen Mittelmeers gemacht. Du wirst mir niemals entkommen.«

Ikarus schnappte sich die Wachspistole und schoss damit auf den König, der überrascht zurücksprang. Die Wachen stürzten vor, aber beide wurden von heißen Wachsspritzern im Gesicht getroffen.

»Das Lüftungsrohr!«, schrie Ikarus seinem Vater zu.

»Fasst sie!«, wütete König Minos.

Zusammen zerrten der alte Mann und sein Sohn den Deckel vom Steigrohr und eine Säule aus heißer Luft schoss aus dem Boden empor. Der König sah ungläubig zu, wie der Erfinder und sein Sohn auf ihren Bronzeflügeln gen Himmel jagten, getragen vom Aufwind.

»Erschießt sie!«, schrie der König, aber seine Wachen hatten keine Bögen bei sich. Einer schleuderte in seiner Verzweiflung sein Schwert hinter ihnen her, aber Dädalus und Ikarus waren bereits außer Reichweite. Sie drehten eine Runde über Labyrinth und Königspalast, dann schossen sie über die Stadt Knossos und die felsigen Ufer von Kreta.

Ikarus lachte. »Frei, Vater! Du hast es geschafft!«

Der Junge breitete seine Flügel zu ihrer vollen Spannweite aus und ließ sich vom Wind davontragen.

»Warte!«, rief Dädalus. »Sei vorsichtig!«

Aber Ikarus hatte schon das offene Meer erreicht, wendete sich gen Norden und war außer sich vor Glück. Er schoss nach oben und verscheuchte einen Adler aus dessen Bahn, dann ließ er sich fallen, auf das Meer zu, als sei er zum Fliegen geboren, und brach erst in letzter Sekunde seinen Sturzflug ab. Seine Sandalen streiften die Wellen.

»Hör auf damit!«, rief Dädalus. Aber der Wind trug seine Stimme davon. Sein Sohn war berauscht von seiner neuen Freiheit.

Sie befanden sich meilenweit von Kreta entfernt über dem offenen Meer, als Ikarus sich umschaute und das besorgte Gesicht seines Vaters sah.

Ikarus lächelte. »Mach dir keine Sorgen, Vater. Du bist ein Genie. Ich vertraue deinem Handwerk …«

Die erste Metallfeder löste sich aus dem Gefieder und trudelte davon. Dann folgte eine weitere. Ikarus hing wackelnd in der Luft. Plötzlich verlor er Massen von Bronzefedern, die wie eine verängstigte Vogelschar davonwirbelten.

»Ikarus!«, rief sein Vater. »Gleiten! Die Flügel ausbreiten! So ruhig bleiben wie überhaupt nur möglich!«

Aber Ikarus schlug wild mit den Flügeln, in dem verzweifelten Versuch, wieder Herr der Lage zu werden.

Der linke Flügel riss sich zuerst von den Riemen los.

»Vater!«, rief Ikarus. Und dann fiel er, und ohne die Flügel war er nur noch ein Junge in Kletterausrüstung und einer weißen Tunika, der beim hoffnungslosen Versuch zu gleiten die Arme ausstreckte.

Ich fuhr aus dem Schlaf hoch und glaubte zu stürzen. Der Gang war dunkel. In dem dauernden Ächzen des Labyrinths glaubte ich, den verzweifelten Schrei des Dädalus zu hören, der den Namen seines Sohnes rief, während Ikarus auf das Meer zuschoss, dreihundert Meter unter ihnen.

Im Labyrinth gab es keinen Morgen, aber nachdem alle aufgewacht waren und wir mit Müsliriegeln und Saft hervorragend gefrühstückt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg. Ich sagte nichts über meinen Traum. Irgendetwas daran hatte mich richtig fertiggemacht, und ich fand nicht, dass die anderen das wissen müssten.

Die alten Steintunnel veränderten sich und waren jetzt aus Lehm mit Balken aus Zedernholz, wie in einer Goldmine oder so. Annabeth wurde nervös.

»Das ist nicht richtig«, sagte sie. »Es müsste noch immer Stein sein.«

Wir kamen in eine Höhle, wo Stalaktiten tief über den Boden hingen. In der Mitte des Lehmbodens befand sich eine rechteckige Senke, wie ein Grab.

Grover schauderte. »Hier riecht es wie die Unterwelt.«

Dann sah ich am Rand der Senke etwas funkeln – ein Stück Einwickelfolie. Ich richtete meine Taschenlampe auf das Loch und sah einen halb gegessenen Cheeseburger im zähen braunen Schlamm herumschwimmen.

»Nico«, sagte ich. »Er hat wieder die Toten herbeigerufen.«

Tyson wimmerte. »Hier waren Geister. Ich mag Geister nicht.«

»Wir müssen ihn finden.« Ich weiß nicht, warum, aber als ich da am Rand der Senke stand, hatte ich das Gefühl, dass es eilte. Nico war in der Nähe. Ich konnte es spüren. Ich konnte ihn nicht allein hier unten herumwandern lassen, nur in Gesellschaft der Toten. Ich rannte los.

1 ... 23 24 25 26 27 28 29 30 31 ... 75
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)