Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
- Автор: Риордан Рик
- Серия: Percy Jackson #4
- Язык: немецкий
- Жанр: Прочая древняя литература
Электронная книга - «Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L». Краткое содержание книги:
»Wie könnt ihr Tiere nur so halten?«, rief Grover.
»Ihr nervt mich jetzt langsam«, sagte Geryon. »Das sind fleischfressende Pferde, klar? Denen gefällt das so.«
»Und du bist zu geizig, um sauber machen zu lassen«, murmelte Eurytion unter seinem Hut hervor.
»Klappe!«, fauchte Geryon. »Na gut, vielleicht ist es wirklich ein bisschen anstrengend, diese Ställe zu reinigen. Und vielleicht wird mir tatsächlich schlecht, wenn der Wind aus der falschen Richtung weht. Na und? Meine Kunden zahlen trotzdem gut.«
»Was für Kunden?«, fragte ich.
»Ach, du wärst überrascht, wie viele Leute bereit sind, für ein fleischfressendes Pferd zu blechen. Hervorragend zur Abfallbeseitigung. Wunderbar, um deinen Feinden Angst einzujagen. Großartig auf Geburtstagspartys. Wir vermieten sie ständig.«
»Sie sind ein Monster«, entschied Annabeth.
Geryon hielt das Muhmobil an und drehte sich zu ihr um. »Wie hast du das erraten? Wegen der drei Körper?«
»Sie müssen diese Tiere freilassen«, sagte Grover. »Das ist einfach nicht richtig so.«
»Und diese Kunden, die Sie dauernd erwähnen …«, sagte Annabeth. »Sie arbeiten für Kronos, nicht wahr? Sie versorgen seine Armee mit Pferden, Nahrung, was immer sie brauchen.«
Geryon zuckte mit den Schultern, was seltsam aussah, er hatte schließlich drei Garnituren. Es sah aus, als wollte er ganz allein eine Stadionwelle machen. »Ich arbeite für alle, die Gold haben, junge Dame. Ich bin Geschäftsmann. Und ich verkaufe alles, was wir anbieten können.«
Er stieg aus dem Muhmobil und schlenderte auf die Ställe zu, als wolle er die frische Luft genießen. Es wäre ein schöner Anblick gewesen, mit dem Fluss und den Bäumen und den Hügeln und allem, wenn da nicht dieser Sumpf aus Pferdedreck gewesen wäre.
Nico sprang aus dem Wagen und stürmte hinter Geryon her. Der Hirte Eurytion war nicht so verschlafen, wie er aussah. Er nahm seine Keule und folgte Nico.
»Ich bin in Geschäften hier, Geryon«, sagte Nico. »Und Sie haben mir noch keine Antwort gegeben.«
»Mmmmm.« Geryon untersuchte einen Kaktus. Seine rechte Hand hob sich und kratzte seine mittlere Brust. »Ja, ja, wir werden uns schon einig.«
»Mein Geist hat mir gesagt, Sie würden uns helfen. Er hat gesagt, Sie könnten uns zu der Seele führen, die wir brauchen.«
»Moment mal«, sagte ich. »Ich dachte, ich bin die Seele, die du brauchst.«
Nico sah mich an, als ob ich verrückt geworden wäre. »Du? Wieso sollte ich dich brauchen? Biancas Seele ist tausendmal mehr wert als deine. Also, Geryon, können Sie mir helfen oder nicht?«
»Also, ich glaube schon«, sagte der Rancher. »Wo steckt eigentlich dein Freund, dieser Geist?«
Nico schien die Frage unangenehm zu sein. »Er kann bei Tageslicht keine Gestalt annehmen. Das ist zu schwer für ihn. Aber er ist hier irgendwo.«
Geryon lächelte. »Das glaube ich gern. Minos verschwindet meistens, wenn die Lage … schwierig wird.«
»Minos?« Ich erinnerte mich an den Mann, den ich in meinen Träumen gesehen hatte, mit der goldenen Krone, dem spitzen Bart und den grausamen Augen. »Du meinst den bösen König? Das ist der Geist, von dem du dich beraten lässt?«
»Das geht dich nichts an, Percy!« Nico drehte sich wieder zu Geryon um. »Was meinen Sie damit, wenn die Lage schwierig wird?«
Der Mann mit den drei Körpern seufzte. »Also, hör zu, Nico – darf ich dich Nico nennen?«
»Nein.«
»Weißt du, Nico, Luke Castellan bietet sehr viel Geld für Halbblute. Vor allem für mächtige Halbblute. Und ich bin sicher, wenn er von deinem kleinen Geheimnis hört, wer du wirklich bist, dann wird er sehr, sehr gut bezahlen.«
Nico zog sein Schwert, aber Eurytion schlug es ihm aus der Hand. Ehe ich aufspringen konnte, warf sich Orthos mir auf die Brust und knurrte, seine Gesichter nur einen Zoll von meinem entfernt.
»Ich würde an eurer Stelle im Wagen bleiben«, sagte Geryon. »Oder Orthos zerfetzt Mr Jackson die Kehle. Also, Eurytion, sei so nett und nimm Nico.«
Der Hirte spuckte ins Gras. »Muss ich?«
»Ja, du Trottel!«
Eurytion sah gelangweilt aus, aber er schlang einen riesigen Arm um Nico und hob ihn hoch wie ein Ringer.
»Nimm auch das Schwert«, sagte Geryon mit angewiderter Miene. »Ich hasse nichts so sehr wie stygisches Eisen.«
Eurytion hob das Schwert auf und vermied es sorgsam, die Klinge zu berühren.
»So«, sagte Geryon fröhlich. »Das war der Rundgang. Jetzt gehen wir zurück zum Haus, essen zu Mittag und schicken unseren Freunden bei der Titanenarmee eine Iris-Botschaft.«
»Verräter!«, rief Annabeth.
Geryon lächelte sie an. »Keine Sorge, meine Liebe. Sowie ich Mr di Angelo ausgeliefert habe, kannst du mit deinen Freunden weiterziehen. Bei Aufträgen dieser Art mische ich mich nicht ein. Außerdem bin ich gut dafür bezahlt worden, dass ich euch freies Geleit gewähre, aber Mr di Angelo betrifft das nicht, fürchte ich.«
»Von wem bezahlt?«, fragte Annabeth. »Wovon reden Sie eigentlich?«
»Das kann dir egal sein, Schätzchen. Also, gehen wir?«
»Warten Sie!«, sagte ich und Orthos knurrte. Ich saß ganz still da, damit er mir nicht die Kehle zerfetzte. »Geryon, Sie sagen, Sie sind Geschäftsmann. Machen Sie ein Geschäft mit mir.«
Geryon kniff die Augen zusammen. »Was für ein Geschäft? Hast du Gold?«
»Ich habe etwas Besseres. Tauschware.«
»Aber Mr Jackson, du hast gar nichts.«
»Du kannst ihn doch die Ställe sauber machen lassen«, schlug Eurytion mit Unschuldsmiene vor.
»Das mache ich!«, sagte ich. »Wenn ich es nicht schaffe, dann kriegen Sie uns alle. Und können uns gegen Gold an Luke verschachern.«
»Unter der Voraussetzung, dass die Pferde dich nicht fressen«, sagte Eurytion.
»Dann kriegen Sie immer noch meine Freunde«, sagte ich. »Aber wenn ich gewinne, müssen Sie uns alle freilassen, auch Nico.«
»Nein!«, schrie Nico. »Kümmer dich nicht um mich, Percy. Ich will deine Hilfe nicht.«
Geryon schmunzelte. »Percy Jackson, diese Ställe sind seit tausend Jahren nicht mehr gesäubert worden … obwohl ich tatsächlich mehr Stellplätze vermieten könnte, wenn die ganze Kacke weg wäre.«
»Was haben Sie also zu verlieren?«
Der Rancher zögerte. »Na gut. Angebot angenommen, aber bis Sonnenuntergang musst du fertig sein. Wenn du versagst, werden deine Freunde verkauft und ich werde reich.«
»Abgemacht.«
Er nickte. »Ich nehme deine Freunde jetzt mit ins Haus. Dort werden wir auf dich warten.«
Eurytion bedachte mich mit einem seltsamen Blick, bei dem es sich um Mitgefühl handeln konnte. Er pfiff und der Hund sprang von meiner Brust auf Annabeths Schoß. Sie wimmerte. Ich wusste, Tyson und Grover würden nichts unternehmen, solange Annabeth eine Geisel war.
Ich stieg aus der Bahn und fing ihren Blick auf.
»Ich hoffe, du weißt, was du tust«, sagte sie gelassen.
»Das hoffe ich auch.«
Geryon setzte sich hinter das Steuerrad und Eurytion zog Nico auf den Rücksitz.
»Sonnenuntergang«, mahnte Geryon mich. »Nicht später.«
Er lachte mir noch einmal zu, ließ seine Kuhglockenhupe ertönen, und das Muhmobil rumpelte die Schienen entlang.
Ich hacke Kacke
Als ich die Zähne der Pferde sah, schwand mir jede Hoffnung.
Während ich auf den Zaun zuging, hielt ich mir mein Hemd über die Nase, um den Gestank auszusperren. Ein Hengst stakste durch den Schlamm und wieherte mich wütend an. Er bleckte die Zähne, die spitz waren wie die eines Bären.
Ich versuchte, in Gedanken auf ihn einzureden. Bei den meisten Pferden gelingt mir das.
Hallo, sagte ich zu ihm. Ich werde eure Ställe sauber machen. Ist das nicht super?
Ja!, sagte das Pferd. Komm rein. Dich fressen. Lecker Halbblut.
Aber ich bin Poseidons Sohn, widersprach ich. Der hat die Pferde erschaffen.
Normalerweise verschafft mir das in der Welt der Pferde VIP-Behandlung, aber diesmal nicht.