Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 228 229 230 231 232 233 234 235 236 ... 276
Перейти на страницу:

Von seinen Freunden umringt, beglückwünscht, umschmeichelt, begann Andrea an die Wirklichkeit seines Traumes zu glauben und war imBegriff, den Kopf zu verlieren.

Der Notar nahm feierlich die Feder und sagte: Meine Herren, man unterzeichne den Vertrag.

DerBaron sollte zuerst unterzeichnen, dann derBevollmächtigte von Herrn Cavalcanti Vater, dann dieBaronin, dann die zukünftigen Ehegatten.

DerBaron nahm die Feder und unterzeichnete, dann kam derBevollmächtigte. DieBaronin näherte sich am Arme der Frau von Villefort. Mein Freund, sagte sie, die Feder ergreifend, ist es nicht zum Verzweifeln? Ein unerwarteter Zwischenfallbei der Mord- und Diebstahlsgeschichte, deren Opferbeinahe der Herr Graf von Monte Christo gewesen wäre, beraubt uns des Glückes, Herrn von Villefort hier zu sehen.

Oh, mein Gott! sagte Danglars und dachtebei sich, das ist mir ganz gleichgültig!

Mein Gott! sprach Monte Christo hinzutretend, ichbefürchte, die unwillkürliche Ursache dieser Abwesenheit zu sein.

Wie! Sie, Graf? sagte Frau Danglars, indem sie unterzeichnete; wenn dem so ist, so nehmen Sie sich in acht, ich werde es Ihnen nie mehr verzeihen.

Andrea spitzte die Ohren.

Sie erinnern sich, sagte der Graf, mitten unter dem tiefsten Stillschweigen, daßbei mir der Unglückliche gestorben ist, der michberauben wollte, dann aber anscheinend von seinem Genossen ermordet wurde?

Ja, sagte Danglars.

Nun, um ihm zu helfen, hatte man ihn entkleidet und seine Kleider in eine Ecke geworfen, worauf sie im Auftrage des Gerichtes in Verwahrung genommen wurden, wobei man aber die Weste vergaß.

Andrea erbleichte sichtbar und zog sich ganz sacht nach der Tür; er sah am Horizont eine Wolke heraufziehen, die ihm einen Sturm zu verkünden schien.

Diese Weste hat man nun heute, ganz mitBlutbedeckt und in der Herzgegend durchlöchert, gefunden.

Die Damen stießen einen Schrei aus, und zwei oder drei machten sichbereit, in Ohnmacht zu fallen.

Manbrachte sie mir, niemand konnte erraten, wem dieser traurige Fetzen gehöre; ich allein dachte, es sei wahrscheinlich die Weste des Opfers. Plötzlich fühlte mein Kammerdiener, der die traurige Reliquie untersuchte, ein Papier in der Tasche und zog es heraus; es war einBrief, an wen? An Sie, Baron.

An mich? rief Danglars.

Oh! mein Gott, ja, an Sie; es gelang mir, Ihren Namen unter demBlute zu lesen, mit dem dasBillettbefleckt war, antwortete Monte Christo, unter allgemeinen Ausrufen der Verwunderung.

Aber… fragte Frau Danglars, ihren Gatten unruhig anschauend, was hindert dies Herrn von Villefort…

Das ist ganz einfach, gnädige Frau, erwiderte Monte Christo, diese Weste und dieserBrief sindBeweisstücke; ich habe darum auchBrief und Weste zu dem Herrn Staatsanwalt geschickt. Siebegreifen, HerrBaron, der gesetzliche Weg ist der sicherste in Kriminalsachen; vielleicht war es ein hinterlistiger Streich gegen Sie.

Andrea schaute Monte Christo starr an und verschwand in den zweiten Salon.

Das ist möglich, sagte Danglars, war der Ermordete nicht ein ehemaliger Galeerensklave?

Ja, antwortete der Graf, ein ehemaliger Galeerensklave, namens Caderousse.

Danglars erbleichte leicht, Andrea verließ den zweiten Salon und erreichte das Vorzimmer.

Unterzeichnen Sie doch, sagte Monte Christo, ich sehe, daß meine Erzählung einige Aufregung verursacht hat, undbitte Sie, FrauBaronin, und Fräulein Danglars um Verzeihung.

DieBaronin übergabdie Feder dem Notar.

Herr Prinz Cavalcanti, sagte der Notar, Herr Prinz Cavaleanti, wo sind Sie?

Andrea! Andrea! wiederholten mehrere Stimmen von jungen Leuten, diebereits mit dem edlen Italiener zu einem solchen Grade von Vertraulichkeit gelangt waren, daß sie ihn mit seinem Taufnamen riefen.

Rufen Sie doch den Prinzen, sagen Sie ihm, es sei die Reihe an ihm, zu unterzeichnen! rief Danglars einem Diener zu.

Doch in demselben Augenblick strömte die Menge der Anwesenden in den Hauptsalon zurück, als obein furchtbarer Schreck über sie hereingebrochen wäre.

Es war allerdings Grund vorhanden, zurückzuweichen, denn ein Gendarmerieoffizier stellte zwei Gendarmen vor die Tür des Salons und ging inBegleitung eines mit seiner Schärpe umgürteten Polizeikommissars auf Danglars zu.

Frau Danglars stieß einen Schrei aus und fiel in Ohnmacht. Danglars, der sich selbstbedroht glaubte, zeigte seinen Gästen ein von Schrecken entstelltes Gesicht.

Was gibt es denn, mein Herr? fragte Monte Christo, dem Kommissar entgegengehend.

Wer von Ihnen, meine Herren, fragte derBeamte, heißt Andrea Cavalcanti?

Ein Schrei des Erstaunensbrach aus allen Ecken des Saales hervor. Man suchte; man fragte.

Aber was ist es denn mit diesem Andrea Cavalcanti? fragte Danglars ganz verwirrt.

Er ist ein aus demBagno in Toulon entsprungener Galeerensklave.

Und welches Verbrechen hat erbegangen?

Er ist angeklagt, sagte der Kommissar mit seiner unerschütterlichen Stimme, einen Menschen, namens Caderousse, seinen ehemaligen Kettengenossen, im Augenblick, wo dieser aus dem Hause des Herrn Grafen von Monte Christo kam, ermordet zu haben.

Monte Christo schaute rasch umher.

Andrea war verschwunden.

Die Straße nach Belgien.

Einige Augenblicke nach der Szene der Verwirrung, welche die unerwartete Erscheinung des Gendarmerieoffiziers und die Enthüllung des Polizeikommissars hervorgebracht hatten, leerte sich das große Danglarssche Hotel mit einer Geschwindigkeit, als wäre einer der Gäste von der Pest oder der Cholerabefallen worden.

In dem Hotel desBankiers waren nur Danglars, der, in sein Kabinett eingeschlossen, vor dem Gendarmerieoffizier seine Aussagen machte, Frau Danglars in ihremBoudoir und Eugenie zurückgeblieben, die sich mit ihrer unzertrennlichen Freundin, Fräulein Luise d'Armilly, in ihr Zimmer zurückgezogen hatte.

Oh! mein Gott! mein Gott! diese furchtbare Geschichte! sagte die junge Tonkünstlerin; wer konnte dies vermuten? Herr Andrea Cavalcanti… ein Mörder… aus demBagno entsprungen… ein Galeerensklave!..

Ein ironisches Lächeln zog Eugenies Lippen zusammen.

In der Tat, ich war prädestiniert, sagte sie. Ich entgehe Morcerf, um in Cavalcantis Hände zu fallen.

Oh! verwechsele den einen nicht mit dem andern, Eugenie.

Schweige, alle Männer sind Schändliche, bis jetzt verachtete ich sie, nun hasse ich sie.

Was werden wir machen?

Was wir in drei Tagen machen sollten… abreisen.

Also heiratest du nicht mehr, du willstbeständig…

Höre, Luise, ich habe einen Abscheu vor diesem Leben der Gesellschaft, das stets geordnet, abgemessen, geregelt ist, wie unser Notenpapier. Was ich immer gewünscht, gewollt, erstrebt habe, ist das Leben einer Künstlerin, das freie Leben, das unabhängige Leben, wobei man nur sich selbst Rechenschaft abzulegen hat. Hierbleiben, warum? Damit man es in einem Monat abermals versucht, mich zu verheiraten — mit wem? Mit Herrn Debray vielleicht, wie man es einen Augenblick im Sinne hatte. Nein, Luise, nein, der Vorfall heute abend wird mir zur Entschuldigung dienen; ich suchte ihn nicht, ich verlangte ihn nicht, Gott schickt ihn mir, und er ist willkommen.

Wie stark und mutig dubist, sagte dasblonde, schwächliche Mädchen zu seinerbraunen Gefährtin.

Kennst du mich noch nicht? Also, zunächst der Reisewagen?

Ist zum Glück seit drei Tagen gekauft.

Unser Paß? — Hier ist er!

Eugenie entfaltete mit ihrer gewöhnlichen Festigkeit ein Papier und las: Herr Leon d'Armilly, einundzwanzig Jahre alt; Gewerbe: Künstler; Haare: schwarz; Augen: schwarz; reist mit seiner Schwester.

1 ... 228 229 230 231 232 233 234 235 236 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)