Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 225 226 227 228 229 230 231 232 233 ... 276
Перейти на страницу:

Monte Christo sprach diese Worte mit solchem Ausdrucke, daß Morel plötzlich aufstand und rief: Graf! Graf! nicht wahr, Sie wissen, von wem ich spreche? Allerdings, mein guter Freund, und ich will es Ihnen dadurchbeweisen, daß ich Namen nenne. Sie sind am Todesabend des Herrn von Saint‑Meran im Garten des Herrn von Villefort gewesen. Sie haben Herrn von Villefort mit Herrn d'Avrigny über den Tod des Herrn von Saint‑Meran und über den nicht minder erstaunlichen Tod seiner Gattin sprechen hören. Herr d'Avrigny sagte, er glaube an eine Vergiftung, oder sogar an zwei Vergiftungen, und Sie, der vor allen ehrliche Mann, sind seitdem in Gewissensnöten, obSie dieses Geheimnis enthüllen, oder obSie schweigen sollen. So lassen Sie doch die Leute schlafen, wenn sie schlafen, und schlummern Sie selbst um Gotteswillen, Sie, den keine Gewissensbisse am Schlummern hindern.

Ein furchtbarer Schmerz prägte sich in Morels Zügen aus; er ergriff die Hand des Grafen und rief: Aber, es fängt wieder an, sage ich Ihnen!

Nun wohl, erwiderte der Graf, erstaunt über diese Hartnäckigkeit, die er nichtbegriff, während er Maximilian noch aufmerksamer anschaute, lassen Sie es wieder anfangen; es ist eine Atriden‑Familie! Gott hat sie verurteilt, und sie werden seinem Spruche unterliegen, sie werden verschwinden. Vor drei Monaten war es Herr von Saint‑Meran; vor zwei Monaten war es Frau von Saint‑Meran; kürzlich war esBarrois; heute ist es der alte Noirtier oder die junge Valentine.

Sie wußten es? rief Morel so erschrocken, daß Monte Christobebte, er, den des Himmels Einsturz unempfindlich gefunden hätte. Sie wußten es und sagten nichts?

Was ist mir denn daran gelegen! versetzte Monte Christo, die Achseln zuckend, kenne ich diese Leute?

Aber ich, rief Morel, brüllend vor Schmerz, ich liebe sie!

Sie lieben, wen? rief Monte Christo aufspringend und Morels Hände ergreifend.

Ich liebebis zur Raserei, ich liebe wie ein Mensch, der all seinBlut hingeben würde, um ihr eine Träne zu ersparen, ich liebe Valentine von Villefort, die man in diesem Augenblicke ermordet! Hören Sie wohl, ich liebe sie, und frage Gott und Sie, wie ich sie retten kann?

Monte Christo stieß einen Schrei aus und rief, die Hände ringend: Unglücklicher! du liebst die Tochter eines verfluchten Geschlechtes!

Nie hatte Morel einen ähnlichen Ausdruck gesehen, nie hatte ein so furchtbares Auge vor seinem Gesicht geflammt, nie hatte der Geist des Schreckens, den er so oft auf den Schlachtfeldern oder in den mörderischen Nächten Algeriens erschaut, so düstere Flammen um ihn her geschleudert. — Er wich erschrocken zurück.

Monte Christo schloß ein paar Sekunden lang nach diesem Ausbruche, wie von innerenBlitzen geblendet, die Augen. Während dieser Sekunden sammelte er sich mit solcher Gewalt, daß man nach und nach die wellenförmigenBewegungen seiner von Stürmen schwellendenBrust sich legen sah, wie sich nach dem Gewitter unter der Sonne die stürmischen, schäumenden Wogen glätten.

Dann hober seinebleiche Stirn empor und sagte mit leichtbebender Stimme: Ich, der unempfindlich, und neugierig dastand, ich, der die Entwickelung dieser furchtbaren Tragödiebetrachtete; ich, der einem schlimmen Genius ähnlich über dasBöse lachte, das die Menschen unter dem Schutze des Geheimnisses tun — ich fühle mich nun selbst gebissen von der Schlange, deren krummen Gang ichbetrachtete, und zwar ins Herz gebissen.

Morel stieß einen dumpfen Seufzer aus.

Auf! auf! genug der Klagen, fuhr der Graf fort, seien Sie stark, seien Sie ein Mann, seien Sie voll Hoffnung, denn ichbin da, ich wache über Sie.

Morel schüttelte traurig den Kopf.

Ich sage Ihnen, Sie sollen hoffen, verstehen Sie mich? rief Monte Christo. Erfahren Sie, daß ich nie lüge, daß ich mich nie täusche. Es ist Mittag, Maximilian, danken Sie dem Himmel, daß Sie am Mittag gekommen sind, statt erst am Abend zu kommen. Hören Sie, was ich Ihnen sagen werde, Morel; es ist Mittag; wenn Valentine noch nicht tot ist, so wird sie nicht sterben.

Oh! mein Gott! mein Gott! rief Morel, ich habe sie sterbend zurückgelassen.

Monte Christo legte seine Hand an die Stirn. Was ging in diesem von furchtbaren Geheimnissenbeschwerten Kopfe vor? Er hobdie Stirn noch einmal, und diesmal war er ruhig wie das Kindbeim Erwachen.

Maximilian, sagte er, kehren Sie still nach Hause zurück; ichbefehle Ihnen, nichts zu tun, keinen Schritt zu versuchen, über Ihr Antlitz nicht den Schatten einer Unruhe schweben zu lassen, ich werde Ihnen Nachricht geben.

Mein Gott! mein Gott! Graf, Sie erschrecken mich mit Ihrer Kaltblütigkeit. Vermögen Sie etwas gegen den Tod? Sind Sie mehr als ein Mensch?

Und der junge Mann, den keine Gefahr je einen Schritt zurückweichen ließ, wich, von einem unsäglichen Schrecken erfaßt, zurück. Doch Monte Christo schaute ihn jetzt mit einem zugleich so schwermütigen und so sanften Lächeln an, daß Maximilian Tränen in seinen Augen fühlte.

Ich vermag viel, antwortete der Graf. Gehen Sie, ich muß allein sein, mein Freund.

Ohne Widerstreben drückte Morel dem Grafen die Hand und entfernte sich.

Villefort und d'Avrigny waren indessen in größter Eile nach dem Hotel des Staatsanwalts gefahren. Bei ihrer Rückkehr war Valentine noch ohnmächtig, und der Arzt untersuchte die Kranke mit der von den Umständen gebotenen Sorgfalt.

An seinen Lippen und seinenBlicken hängend, erwartete Villefort das Resultat der Prüfung. Bleicher, als das Mädchen, gieriger auf eine Lösung, als Villefort selbst, wartete Noirtier ebenfalls.

Endlich sprach d'Avrigny langsam die Worte: Sie lebt noch.

Noch? rief Villefort, oh! Doktor, welch ein furchtbares Wort haben Sie da ausgesprochen!

Ja, sagte der Doktor, ich wiederhole meineBehauptung; sie lebt noch, und ichbin darüber erstaunt.

Doch sie ist gerettet? — Ja, da sie lebt.

In diesem Momentbegegnete derBlick d'Avrignys demBlicke Noirtiers. Er erglänzte von so außerordentlicher Freude, daß der Arzt sich dadurchbetroffen fühlte.

Er ließ das Mädchen, dessenbleiche, weiße Lippen sich kaum noch vom übrigen Gesicht abhoben, wieder auf den Stuhl fallen und sagte zu Villefort: Rufen Sie gefälligst die Kammerjungfer des Fräuleins.

Villefort ließ den Kopf seiner Tochter los, den er unterstützte, und lief weg, um die Kammerjungfer zu rufen.

Sobald Villefort die Tür zugemacht hatte, näherte sich d'Avrigny Herrn Noirtier und fragte ihn: Sie haben mir etwas zu sagen?

Der Greisblinzelte auf eine ausdrucksvolle Weise mit den Augen; es war dies, wie man sich erinnert, seinbejahendes Zeichen.

Gut, ich werdebei Ihnenbleiben.

In diesem Augenblick kehrte Villefort mit der Kammerjungfer zurück; hinter dieser ging Frau von Villefort.

Aber was hat denn das liebe Kind? rief sie:… sie ging von mir weg, beklagte sich zwar etwas über Unpäßlichkeit, doch ich glaubte, es sei von keinerBedeutung.

Und die junge Frau näherte sich Valentine mit Tränen in den Augen und mit allen Zeichen der Zuneigung einer wahren Mutter, und nahm siebei der Hand.

D'Avrigny schaute Noirtier fortwährend an; er sah, wie seine Augen sich erweiterten, wie seine Wangen zitterten und erbleichten, wie der Schweiß auf seiner Stirn perlte.

Oh! stieß er unwillkürlich hervor, während er der Richtung derBlicke des Greises folgte, das heißt, seine Augen auf Frau von Villefort heftete. Diese sagte wiederholt: Das arme Kind wirdbesser in seinem Zimmer sein. Kommen Sie, Fanny, wir wollen Valentine zuBettebringen.

Der Arzt, der in diesem Vorschlag ein Mittel sah, mit Noirtier allein zubleiben, erklärte dies für dasbeste, verbot aber, sie irgend etwas anderes nehmen zu lassen, als was er verordnen würde.

Man trug Valentine weg; sie hatte wieder dasBewußtsein erlangt, vermochte aber weder sich zubewegen, noch zu sprechen, so sehr waren ihre Glieder durch die Erschütterung, die sie erlitten, gelähmt. Sie hatte indessen die Kraft, mit einemBlicke ihren Großvater zu grüßen, dem man, als man sie wegtrug, die Seele zu entreißen schien.

1 ... 225 226 227 228 229 230 231 232 233 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)