Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 227 228 229 230 231 232 233 234 235 ... 276
Перейти на страницу:

Diese unerschütterliche Ruhe und Leichtigkeit ließen Andreabegreifen, daß er für den Augenblick unter dem Drucke einer stärkeren Hand als die seine war, stand und daß sich dieser Druck nicht so leichtbrechen ließ.

Sagen Sie, Herr Graf, fuhr er fort, ist das Vermögen meines Vaters wirklich groß?

Es scheint so.

Wissen Sie nicht, obdie Mitgift, die er mir versprochen hat, angekommen ist?

Ich habe die schriftliche Ankündigung erhalten, und die drei Millionen sind aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Wege.

Ich werde sie also wirklich erhalten?

Verdammt! rief der Graf, es scheint mir, es hat Ihnenbis jetzt nicht an Geld gefehlt.

Andrea war so erstaunt, daß er einen Augenblick in Sinnen versank.

Mein Herr, sagte er, aus seiner Träumerei erwachend, ich habe nur noch eineBitte an Sie zu richten, die Sie verstehen werden, selbst wenn sie Ihnen unangenehm sein sollte.

Sprechen Sie.

Ich kam durch mein Vermögen mit vielen ausgezeichneten Leuten in Verbindung und habe, wenigstens für den Augenblick, eine Menge Freunde. Doch wenn ich mich jetzt sozusagen im Angesicht der ganzen Pariser Gesellschaft verheirate, so muß ich mich in Ermangelung der väterlichen Hand durch einen Mann mit erhabenem Namen und zweifellosem Ansehn an den Altar führen lassen; mein Vater kommt aber nicht nach Paris, nicht wahr?

Er ist alt, mit Wundenbedeckt und leidet, wie er sagt, so sehr, daß ihn jede Reise an den Rand des Grabesbringt.

Ichbegreife und komme daher, dieBitte an Sie zu wagen, ihn zu ersetzen.

Ah! mein lieber Herr, nachdem ich so lange mit Ihnen zu verkehren das Glück gehabt habe, kennen Sie mich so wenig, daß Sie eine solcheBitte an mich richten? Verlangen Sie eine halbe Million von mir, und Sie werden mich, ans mein Ehrenwort, eher dazu geneigt finden. Ich, der ein Serail in Kairo, in Smyrna und in Konstantinopel hat, soll den Vorsitzbei einer Hochzeit führen? Niemals!

Sie schlagen es also ab?

Ja; ich würde es abschlagen, selbst wenn Sie mein Sohn wären.

Ah! rief Andrea verblüfft, wie soll ich es machen?

Sie haben hundert Freunde, wie Sie soeben selbst sagten.

Gewiß; doch Sie stellten mich Herrn Danglars vor.

Keineswegs! In Wahrheit war es so: Ich habe Sie mit ihm in Auteuil speisen lassen, und Sie haben sich ihm selbst vorgestellt. Teufel! das ist ein Unterschied.

Ja, doch Sie trugen zu meiner Verheiratungbei.

Ich? Ganz und gar nicht, ichbitte Sie, mir dies zu glauben. Erinnern Sie sich doch, was ich Ihnen geantwortet habe, als Sie zu mir kamen und michbaten, Fräulein Danglars' Hand für Sie zu verlangen. Oh! ich vermittle nie Heiraten, mein Prinz, das istbei mir ein fester Grundsatz.

Andreabiß sich auf die Lippen.

Doch Sie werden wenigstens anwesend sein?

Wird ganz Paris erscheinen? — Oh! gewiß.

Gut! ich werde es machen, wie ganz Paris.

Sie werden den Vertrag unterzeichnen?

Oh! ich sehe darin nichts Unangemessenes, und meineBedenklichkeiten gehen nicht so weit.

Nun, da Sie mir nicht mehr gewähren wollen, so muß ich mich mit dembegnügen, was Sie mir geben. Doch ein letztes Wort, Herr Graf.

Was denn? Sprechen Sie.

Die Mitgift meiner Fraubeträgt 500 000 Franken?

Diese Zahl hat mir Herr Danglars selbst genannt.

Soll ich sie in Empfang nehmen, oder in den Händen des Notars lassen?

Anständigerweise verfährt man so: Ihrebeiden Notare verabredenbei Abschluß des Vertrages eine Zusammenkunft für den nächsten, oder den zweiten Tag. Dann tauschen sie die Mitgiften aus, worüber sie sich gegenseitig Scheine geben. Ist dann die Hochzeit gefeiert, so stellen sie die Millionen zu Ihrer Verfügung, da Sie das Haupt der Gemeinschaft sind.

Ich glaube, sagte Andrea mit schlecht verhehlter Unruhe, eine Äußerung meines Schwiegervaters gehört zu haben, er wolle unsere Fonds in Eisenbahnaktien anlegen.

Ah! das ist doch nach allgemeiner Ansicht ein Mittel, Ihre Kapitalien in einem Jahre wenigstens zu verdreifachen. Der HerrBaron Danglars versteht zu rechnen.

Somit geht alles vortrefflich, abgesehen von Ihrer Weigerung, die mich im höchsten Grade schmerzt.

Schreiben Sie diese einzig und allein einem unter solchen Umständen natürlichenBedenken zu.

Gut, sagte Andrea, es sei, wie Sie wollen, heute abend um neun Uhr.

Auf Wiedersehen.

Und trotz eines leichten Widerstrebens Monte Christos, der aber ein zeremoniöses Lächelnbeibehielt, ergriff Andrea die Hand des Grafen, drückte sie, sprang in seinen Wagen und verschwand.

Die vier Stunden, die ihmbis neun Uhrblieben, wandte Andrea zuBesuchen an, um die von ihm erwähnten Freunde zu veranlassen, mit allem Luxus ihrer Equipagenbei demBankier zu erscheinen.

Um halbneun Uhr abends waren der große Salon im Danglarsschen Hause, die an diesen Salon anstoßende Galerie, und die drei andern Salons des Stockes, die tausend Kerzenbestrahlten, von einer parfümierten Menge erfüllt, die viel weniger die Sympathie anzog, als das unwiderstehlicheBedürfnis, da zu sein, wo man etwas Neues zu sehen hoffen durfte.

Fräulein Eugenie war mit der zierlichsten Einfachheit angetan; ein Kleid von weißer Seide, eine halbin ihren rabenschwarzen Haaren verlorene weiße Rosebildeten ihren ganzen Schmuck.

Dreißig Schritte von ihr plauderte Frau Danglars mit Debray, Beauchamp und Chateau‑Renaud. Andrea, der am Arme eines derbekanntesten Pariser Stutzer einherschritt, entwickelte diesem seine maßlosen Pläne für sein zukünftiges Leben, und wie er durch seinen Luxus selbst die verwöhnten Pariser in Erstaunen setzen wollte.

Die Menge wanderte durch diese Salons, wie ein Strom von Türkisen, Rubinen, Smaragden und Diamanten. Wie überall konnte man auch hierbemerken, daß die ältesten Frauen am meisten geschmückt waren, und daß sich die Häßlichsten am hartnäckigsten vordrängten. Wollte man sich einer schönen weißen Lilie, einer süßen, duftenden Rose erfreuen, so mußte man sie verborgen in irgend einem Winkel hinter einer turbangeschmückten Mutter oder einer mit einem Paradiesvogel koiffierten Tante suchen.

In dem Augenblicke, wo der Zeiger der massiven Pendeluhr auf ihrem goldenen Zifferblatt neun Uhr anzeigte, erklang nach anderenberühmten Namen aus Finanz-, Offizier- oder Gelehrtenkreisen, welche der Saaldienerbeim Eintreffen derbetreffenden Personen in das allgemeine Gesumme und Gelächter hineinrief, auch der Name des Grafen von Monte Christo, und wie von einem elektrischen Schlage getroffen, wandte sich die ganze Versammlung der Tür zu.

Der Graf war schwarz und mit seiner gewöhnlichen Einfachheit gekleidet, statt jedes Schmuckes trug er nur auf seiner weißen Weste eine ganz feine, goldene Kette.

Der Graf gewahrte mit einem einzigen Umblicke Frau Danglars an einem Ende des Salons, Herrn Danglars am andern, und Eugenie vor sich.

Er näherte sich zuerst derBaronin, die mit Frau von Villefort plauderte, und ging dann geradeswegs, so sehr lichtete sich vor ihm das Gedränge, auf Eugenie zu, die er mit so ausgesuchten Wortenbegrüßte, daß die stolze Künstlerin davonbetroffen war. Neben ihr stand Fräulein Luise d'Armilly; sie dankte dem Grafen für die Empfehlungsbriefe, die er ihr so zuvorkommend für Italien gegeben habe, und von denen sie, wie sie sagte, ungesäumt Gebrauch machen werde. Als er diese Damen verließ, wandte er sich um undbefand sich Danglars gegenüber, der sich ihm genähert hatte, um ihm die Hand zu drücken.

Sobald diese drei gesellschaftlichen Pflichten erfüllt waren, bliebMonte Christo stehen und schaute gleichgültig umher.

Die Notare traten in diesem Augenblick ein und legten ihrebekritzelten Papiere auf die goldgestickte Samtdecke einesbereitstehenden Tisches. Der Vertrag wurde unter tiefem Schweigen vorgelesen. Doch gleich darauf erhobsich der Lärm in den Salons doppelt so stark wie zuvor. Diese glänzenden Summen, derberauschende Klang der Millionen vervollständigten mit ihremBlendwerk den Eindruck, den die in einembesonderen Zimmer ausgestellte Aussteuer nebst den Diamanten der jungen Frau auf die neidischen Gäste gemacht hatte.

1 ... 227 228 229 230 231 232 233 234 235 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)