Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 219 220 221 222 223 224 225 226 227 ... 253
Перейти на страницу:

»Das Rosenblatt treibt auf dem Wasser«, zitierte Lan leise. »Der Eisvogel glitzert über dem Teich. Leben und Schönheit bewegen sich inmitten des Todes.«

»Ja«, sagte Agelmar. »Ja. Diese Zeilen haben auch für mich immer das Ganze symbolisiert.« Die beiden Männer nickten sich zu.

Poesie, und das von Lan? Der Mann war wie eine Zwiebeclass="underline" Jedesmal, wenn Rand glaubte, etwas über den Behüter erfahren zu haben, entdeckte er darunter eine neue Schicht.

Loial nickte bedächtig. »Vielleicht hänge ich auch zu sehr am Vergangenen. Und doch, die Haine waren schön.« Doch er sah den kahlen Raum an, als sehe er ihn erst jetzt und als finde er ihn jetzt sehenswert.

Ingtar erschien und verbeugte sich vor Lord Agelmar. »Entschuldigt, Herr, aber Ihr wolltet informiert werden, wenn irgend etwas Ungewöhnliches geschieht, so unwichtig es auch sein mag.«

»Ja, was ist geschehen?«

»Eine Kleinigkeit, Herr. Ein Fremder versuchte, in die Stadt zu gelangen. Keiner aus Schienar. Nach seinem Akzent zu schließen, kommt er aus Lugard. Manchmal jedenfalls scheint er so zu sprechen. Als die Wächter am Südtor versuchten, ihn zu befragen, lief er weg. Er wurde gesehen, als er in den Wald lief, doch nur kurze Zeit später fand man ihn an der Mauer, als er gerade hochklettern wollte.«

»Eine Kleinigkeit!« Agelmars Stuhl schabte über den Boden, als er aufstand. »Friede! Die Turmwache vernachlässigt derart ihre Pflichten, daß ein Mann ungesehen die Mauer erreichen kann, und das nennt Ihr eine Kleinigkeit?«

»Es ist ein Verrückter, Herr.« In Ingtars Stimme klang Scheu mit. »Das Licht behütet Wahnsinnige. Vielleicht hat das Licht die Augen der Turmwache geblendet und ihm gestattet, die Mauer zu erreichen. Sicherlich kann ein armer Verrückter keinen Schaden anrichten.«

»Ist er schon zur Festung gebracht worden? Gut. Bringt ihn her zu mir. Jetzt gleich.« Ingtar verbeugte sich und ging. Agelmar wandte sich Moiraine zu. »Verzeiht mir, Aes Sedai, aber ich muß mich darum kümmern. Vielleicht ist es nur eine arme Kreatur, deren Verstand vom Licht geblendet wurde, aber... Vor zwei Tagen erst fand man fünf unserer eigenen Leute, wie sie die Scharniere eines der Reitertore ansägten. Nur ein wenig, aber genug, um Trollocs hereinzulassen.« Er verzog das Gesicht. »Schattenfreunde, denke ich, obwohl ich es hasse, das von Leuten aus Schienar anzunehmen. Sie wurden von der Menge in Stücke gerissen, bevor die Wachen sie gefangennehmen konnten, deshalb werde ich die Wahrheit nie erfahren. Wenn schon Schienarer Schattenfreunde sein können, muß ich mich gegen Ausländer heutzutage besonders vorsehen. Falls Ihr Euch zurückziehen möchtet, werde ich Euch zu Euren Räumen bringen lassen.«

»Schattenfreunde kennen weder Grenzen noch Abstammung«, sagte Moiraine. »Man kann sie in jedem Land finden, und doch gehören sie zu niemandem. Ich bin auch daran interessiert, diesen Mann zu sehen. Das Muster formt sich zu einem Gewebe, Lord Agelmar, doch die endgültige Form des Gewebes ist noch nicht festgelegt. Es könnte vielleicht die ganze Welt umfassen oder sich wieder auflösen und das Rad dazu zwingen, aufs neue zu weben. An diesem Punkt können selbst Kleinigkeiten die Form des Gewebes verändern. In dieser Zeit bin ich außergewöhnlichen Kleinigkeiten gegenüber sehr mißtrauisch.«

Agelmar sah Nynaeve und Egwene an. »Wie Ihr wünscht, Aes Sedai.«

Ingtar kehrte mit zwei Wachen zurück, die lange Hellebarden trugen und einen Mann begleiteten, der aussah wie ein Haufen schmutziger Lumpen. Sein Gesicht war dreckverkrustet, und Schmutz verklebte sein zotteliges Haar und den Bart. Er schlich geduckt in den Raum. Der Blick aus den eingesunkenen Augen huschte hierhin und dorthin. Ein ranziger Geruch wehte ihm voran.

Rand beugte sich aufmerksam vor und versuchte, durch all den Dreck hindurchzublicken. »Ihr habt keinen Grund, mich so festzusetzen«, jammerte der schmutzige Mann.

»Ich bin nur ein armer Bettler, vom Licht verlassen, der wie jeder andere einen Ort sucht, an dem er vor dem Schatten sicher ist.«

»Die Grenzlande sind ein komischer Ort, wenn man Sicherheit...«, begann Agelmar, als Mat ihn unterbrach.

»Der Händler!«

»Padan Fain«, stimmte Perrin zu und nickte.

»Der Bettler«, sagte Rand mit plötzlich heiserer Stimme. Er fiel unter dem plötzlich in Fains Augen aufblitzenden Haß auf seinen Stuhl zurück. »Das ist der Mann, der in Caemlyn nach uns gefragt hat. Das muß er sein.«

»Also hat diese Sache doch etwas mit Euch zu tun, Moiraine Sedai«, sagte Agelmar bedächtig.

Moiraine nickte. »Ich fürchte, ja.«

»Ich wollte es nicht.« Fain begann zu weinen. Dicke Tränen hinterließen ihre Spuren im Schmutz auf seinen Wangen, aber sie konnten die unterste Dreckschicht nicht erreichen. »Er hat mich dazu gezwungen! Er und seine brennenden Augen!« Rand zuckte zusammen. Mat hatte die Hand unter seinem Mantel, wo er zweifellos wieder den Dolch aus Shadar Logoth hielt. »Er hat mich zu seinem Spürhund gemacht! Sein Spürhund, der jagt und verfolgt, ohne einen Moment Ruhe. Nur sein Spürhund, selbst nachdem er mich weggeworfen hatte.«

»Es betrifft uns alle«, sagte Moiraine ernst. »Gibt es einen Ort, wo ich mit ihm allein sprechen kann, Lord Agelmar?« Ihr Mund verzog sich angewidert. »Und laßt ihn zuerst waschen. Ich muß ihn vielleicht berühren.« Agelmar nickte und sprach leise mit Ingtar, der sich verbeugte und durch die Tür verschwand.

»Ich lasse mich nicht zwingen!« Die Stimme war die Fains, aber er weinte nicht mehr, und das Jammern war von einem arroganten Tonfall abgelöst worden. Er stand aufrecht da und nicht mehr gebückt wie vorher. Er warf den Kopf in den Nacken und schrie die Decke an: »Niemals mehr! Ich — lasse — mich — nicht — zwingen!« Er stand Agelmar gegenüber, als seien die Männer an dessen Seite seine eigenen Leibwächter und der Herr von Fal Dara ihm gleichgestellt und nicht der, der ihn gefangengenommen hatte. Sein Tonfall wurde verbindlich und schleimig. »Hier liegt ein Mißverständnis vor, großer Herr. Ich werde manchmal von Anfällen überrascht, doch das vergeht bald. Ja, bald wird es vorüber sein.« Verächtlich schnippte er mit den Fingern nach den Lumpen, die er trug. »Laßt Euch von denen nicht täuschen, großer Herr. Ich mußte mich verkleiden, weil es die gab, die mich aufhalten wollten, und meine Reise war lang und beschwerlich. Aber endlich habe ich Länder erreicht, wo die Menschen immer noch die von Ba'alzamon ausgehende Gefahr einschätzen können und wo die Menschen immer noch gegen den Dunklen König kämpfen.«

Rand starrte ihn mit offenem Mund an. Es war Fains Stimme, aber seine Worte klangen überhaupt nicht nach dem Händler. »Also seid Ihr hierhergekommen, weil wir gegen Trollocs kämpfen«, sagte Agelmar. »Und Ihr seid so wichtig, daß Euch jemand aufhalten will. Diese Leute hier behaupten, daß Ihr ein Händler namens Padan Fain seid und daß Ihr ihnen folgt.«

Fain zögerte. Er blickte Moiraine an und riß den Blick dann sofort wieder von der Aes Sedai los. Er sah die Emondsfelder an und dann zurück zu Agelmar. Rand fühlte den Haß in diesem Blick und auch die Angst. Als Fain weitersprach, klang seine Stimme jedoch unbeeindruckt. »Padan Fain ist lediglich eine der vielen Verkleidungen, die zu tragen ich während der letzten Jahre gezwungen war. Freunde des Schattens verfolgen mich, denn ich habe erfahren, wie man den Schatten besiegt. Ich kann Euch zeigen, wie man ihn besiegt, großer Herr.«

»Wir tun, was wir können«, sagte Agelmar trocken. »Das Rad webt, wie es das Rad wünscht, aber wir haben beinahe seit der Zerstörung der Welt gegen den Dunklen König gekämpft, ohne daß uns Händler zeigen mußten, wie man das macht.«

1 ... 219 220 221 222 223 224 225 226 227 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)