Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Любовно-фантастические романы » Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn
Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn

Электронная книга - «Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn». Краткое содержание книги:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.
1 ... 18 19 20 21 22 23 24 25 26 ... 81
Перейти на страницу:

Langsam drehe ich dem Lazarett den Rücken zu und finde mich Cressida gegenüber, die ein paar Meter vor mir steht, neben sich die Insekten. Seelenruhig. Geradezu cool. »Katniss«, sagt sie, »Präsident Snow hat veranlasst, dass die Bombardierung live gezeigt wird. Dann trat er vor die Kamera und sagte, das sei seine Art, den Rebellen eine Botschaft zu schicken. Was ist mit dir? Möchtest du den Rebellen etwas sagen?«

»Ja«, flüstere ich. Das rote Blinklicht auf der Kamera bannt meine Aufmerksamkeit. Ich weiß, dass ich jetzt gefilmt werde. »Ja«, sage ich etwas energischer. Alle treten zur Seite - Gale, Cressida, die Insekten - und überlassen mir die Bühne. Aber ich starre nur auf das rote Licht. »Ich möchte den Rebellen sagen, dass ich am Leben bin. Ich stehe hier in Distrikt 8, wo das Kapitol soeben ein Lazarett mit unbewaffneten Männern, Frauen und Kindern bombardiert hat. Keiner da drin wird überleben.« Der Schock, der mich gelähmt hat, weicht langsam dem Zorn. »Euch allen möchte ich sagen: Solltet ihr auch nur eine Sekunde lang glauben, dass das Kapitol uns im Fall einer Waffenruhe fair behandeln würde, dann macht ihr euch etwas vor. Ihr wisst, wer sie sind und was sie tun.« Meine Hände heben sich automatisch, als wollten sie auf all das Grauen um mich herum deuten. »Das tun sie! Und wir müssen zurückschlagen!«

Angetrieben von meinem Zorn, gehe ich auf die Kamera zu. »Präsident Snow sendet uns eine Botschaft? Hier habe ich eine für ihn. Sie können uns quälen und bombardieren und unsere Distrikte niederbrennen, aber sehen Sie das hier?« Die Kamera folgt meinem ausgestreckten Arm, der auf die brennenden Hoverplanes auf dem Dach des Lagerhauses gegenüber deutet. Das Wappen des Kapitols auf einem Flügel leuchtet deutlich durch die Flammen. »Das Feuer breitet sich aus!«, schreie ich jetzt, damit Snow auch ja kein Wort verpasst. »Und wenn wir brennen, brennen Sie mit!«

Meine letzten Worte hängen in der Luft. Die Zeit scheint stillzustehen. Ich fühle mich emporgetragen von einer Hitzewolke, die nicht von außen kommt, sondern aus mir selbst.

»Schnitt!« Cressidas Stimme reißt mich zurück in die Wirklichkeit, löscht mich. Sie nickt anerkennend. »Das war’s!«

8

Boggs kommt zu mir und packt mich fest am Arm, dabei will ich gar nicht weglaufen. Ich schaue zum Lazarett, sehe gerade noch, wie der Rest des Gebäudes einstürzt, und mein Kampfgeist erlischt. All die Menschen, Hunderte Verletzte, ihre Verwandten, die Sanitäter aus Distrikt 13, alle sind tot. Ich drehe mich zu Boggs um, sehe die Schwellung in seinem Gesicht, die Gales Stiefel hinterlassen hat. Höchstwahrscheinlich ist seine Nase gebrochen, man muss kein Experte sein, um das zu sehen. Aber als er etwas sagt, klingt es eher resigniert als wütend. »Alles zurück zum Startplatz.« Gehorsam mache ich einen Schritt vorwärts und zucke zusammen, mein rechtes Knie tut höllisch weh. Der Adrenalinstoß, der den Schmerz überlagert hatte, ist abgeebbt, und jetzt klagen meine Körperteile um die Wette. Ich bin verletzt, ich blute, und in meinem Schädel scheint jemand zu sitzen, der mir mit einem Hammer gegen die linke Schläfe haut. Boggs untersucht rasch mein Gesicht, dann hebt er mich hoch und läuft mit mir zum Startplatz. Auf halbem Weg kotze ich ihm auf die kugelsichere Weste. Ich glaube, er seufzt, aber er ist so außer Atem, dass es kaum zu hören ist.

Ein kleines Hovercraft, nicht das, mit dem wir gekommen sind, wartet auf dem Startplatz. Kaum bin ich mit meinem Team eingestiegen, heben wir auch schon ab. Keine bequemen Sitze diesmal, keine Fenster. Wir befinden uns offenbar in einer Art Transporter. Boggs versorgt die lebensgefährlich Verletzten notdürftig, damit sie bis zur Landung in Distrikt 13 durchhalten. Ich würde gern die Weste ausziehen, denn die hat auch eine ordentliche Ladung von meinem Erbrochenen abbekommen, aber daran ist bei der Kälte nicht zu denken. Ich strecke mich auf dem Boden aus und lege den Kopf in Gales Schoß. Ich nehme so eben noch wahr, wie Boggs mich mit ein paar Leinensäcken zudeckt.

Als ich aufwache, liege ich in meinem alten Krankenbett. Die Wunden sind versorgt und ich habe es warm. Meine Mutter ist gekommen, um zu sehen, ob ich noch lebe. »Wie geht es dir?«

»Bin ein bisschen zerschunden, aber sonst ganz gut«, sage ich.

»Keiner hat uns gesagt, dass du weggehst! Auf einmal warst du verschwunden«, sagt sie.

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Zwei Mal hat meine Familie mit ansehen müssen, wie ich in die Hungerspiele geschickt wurde, da hätte ich das nicht vergessen dürfen. »Tut mir leid. Der Angriff kam ganz überraschend. Ich sollte nur die Patienten besuchen«, erkläre ich. »Nächstes Mal sollen sie das mit dir absprechen.«

»Katniss, mit mir spricht niemand irgendwas ab«, sagt sie.

Das ist wahr. Ich ja auch nicht. Jedenfalls nicht seit dem Tod meines Vaters. Warum so tun, als ob? »Na ja, dann sage ich ihnen wenigstens, sie sollen … dir Bescheid geben.«

Auf dem Nachttisch liegt der Granatsplitter, den sie aus meinem Bein geholt haben. Die Ärzte haben vor allem Sorge, mein Gehirn könnte durch die Explosionen Schaden genommen haben, die Gehirnerschütterung war ja noch gar nicht ganz ausgeheilt. Aber ich sehe nicht doppelt und kann einigermaßen klar denken. Seit gestern Nachmittag habe ich geschlafen und jetzt verspüre ich einen Bärenhunger. Das Frühstück ist enttäuschend klein. Nur ein paar Brocken Brot in warmer Milch. Sie haben mich zu einem morgendlichen Treffen in die Kommandozentrale bestellt. Als ich aufstehen will, bedeuten sie mir, dass sie mich im Krankenbett dorthin schieben wollen. Ich würde lieber laufen, aber sie lassen mich nicht. Als Kompromiss bekomme ich einen Rollstuhl. Mir geht es wirklich gut. Nur mein Kopf tut weh und das Bein und die Prellungen und seit dem Frühstück ist mir irgendwie übel. Vielleicht ist die Idee mit dem Rollstuhl gar nicht so verkehrt.

Ich lasse mich schieben, und allmählich wird mir mulmig bei dem Gedanken an das, was mich erwartet. Gale und ich haben gestern die Befehle missachtet, Boggs’ Verletzung ist der Beweis. Das kann nicht folgenlos bleiben, aber wird es so weit kommen, dass Coin unser Abkommen über die Straffreiheit der Sieger bricht? Habe ich Peeta das bisschen Schutz genommen, das ich ihm bieten konnte?

In der Kommandozentrale warten bereits Cressida, Messalla und die Insektenmänner, sonst ist keiner da. Messalla strahlt und sagt: »Da kommt ja unser kleiner Star!«, und die anderen lächeln so herzlich, dass ich einfach zurücklächeln muss. Ich war schwer beeindruckt, als sie während der Bombardierung von Distrikt 8 Plutarchs Anweisungen ignoriert haben und mir aufs Dach gefolgt sind, um an das Filmmaterial zu gelangen. Sie machen nicht einfach nur ihre Arbeit, sie sind auch stolz darauf. Wie Cinna.

Auf einmal denke ich: Wenn wir zusammen in der Arena wären, würde ich sie als Verbündete nehmen. Cressida, Messalla, und … und … »Ich will euch nicht mehr Insektenmänner nennen«, sage ich unvermittelt zu den beiden Kameraleuten. Ich erkläre ihnen, was es damit auf sich hat, dass ich ihre Namen nicht kenne und ihre Anzüge mich an einen Insektenpanzer erinnern. Sie wirken nicht beleidigt. Auch ohne die Kameraausrüstung sehen sie einander sehr ähnlich. Beide haben rotblonde Haare, blaue Augen und einen roten Bart. Der Kameramann mit den abgekauten Fingernägeln stellt sich als Castor vor und den anderen, seinen Bruder, als Pollux. Ich warte darauf, dass Pollux etwas sagt, aber er nickt nur. Erst halte ich ihn für schüchtern oder schweigsam. Aber seine Lippen und sein schweres Schlucken erinnern mich an etwas, und noch ehe Castor es ausspricht, weiß ich Bescheid. Pollux ist ein Avox. Sie haben ihm die Zunge herausgeschnitten und er wird nie wieder sprechen können. Jetzt brauche ich mich nicht mehr zu fragen, weshalb er sein Leben riskiert hat, um das Kapitol zu stürzen.

Während der Raum sich füllt, mache ich mich auf einen unfreundlichen Empfang gefasst. Aber nur von Haymitch, der sowieso immer mürrisch ist, und von der sauertöpfischen Fulvia Cardew geht eine unangenehme Stimmung aus. Boggs’ Gesicht ist von der Oberlippe bis zur Stirn mit einer hautfarbenen Maske bedeckt - ich hatte also recht mit der gebrochenen Nase -, deshalb lässt sich seine Miene kaum deuten. Coin und Gale sind in ein Gespräch vertieft, das regelrecht freundlich wirkt.

1 ... 18 19 20 21 22 23 24 25 26 ... 81
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)