Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 205 206 207 208 209 210 211 212 213 ... 276
Перейти на страницу:

Des Herrn Cavalcanti? fragteBeauchamp.

Ah! ja, wissen Sie nicht, daß dies ein junger Mann ist, den der Graf in die Gesellschaftbringt? fragte Morcerf.

Nein, verstehen wir uns wohl, entgegnete Monte Christo, ichbringe niemand in die Gesellschaft und Herrn von Cavalcanti noch viel weniger als irgend einen andern.

Und der Fräulein Danglars statt meiner heiraten wird, fuhr Albert lächelnd fort, was mich, wie Sie sich leicht denken können, furchtbar angreift.

Wie! Cavalcanti heiratet Fräulein Danglars? riefBeauchamp.

Ei! kommen Sie denn vom Ende der Welt? versetzte Monte Christo. Sie, ein Journalist, wissen nichts davon, während ganz Paris nur von dieser Angelegenheit spricht!

Und Sie, Graf, haben diese Heirat vermittelt?

Ich? Mein Herr Novellist, sagen Sie das ja nicht. Ich, guter Gott! und Heirat vermittelt! Nein, Sie kennen mich nicht; ich habe mich im Gegenteil mit aller Gewalt geweigert, dieBitte vorzubringen.

Ah! ichbegreife, wegen unseres Freundes Albert.

Meinetwegen? sagte der junge Mann, meiner Treu, nein. Der Graf wird mir Gerechtigkeit widerfahren lassen undbezeugen, daß ich ihn im Gegenteil stets gebeten habe, diesen Plan zu vereiteln.

Hören Sie, sagte Monte Christo, ichbin so wenig der Vermittler, daß ich mit dem Schwiegervater und mit dem jungen Manne kalt stehe. Nur Fräulein Danglars, die mir keinenbesonderenBeruf für die Ehe zu haben scheint, bewahrte mir ihre Zuneigung, als sie sah, wie wenig ich dazubeitrug, daß sie auf ihre liebe Freiheit Verzicht leisten sollte. Und Sie sagen, diese Heirat sei dem Abschluß nahe?

Mein Gott! ja, ungeachtet alles dessen, was ich einwenden mochte. Ich kenne den jungen Mann nicht; manbehauptet, er sei reich und von guter Familie; für mich sind dies lauter unbewieseneBehauptungen. Ich habe dies Herrn Danglars sattsam wiederholt, aber er ist ganz verliebt in seinen Luckeser. Es war alles umsonst. Erbeauftragte mich, an den Major zu schreiben und die Papiere zu verlangen, die Sie hier sehen. Ich schicke sie ihm, wasche mir aber, wie Pilatus, die Hände in Unschuld.

Beauchamp fing an, die Gemälde zubetrachten.

Doch, Sie scheinen mir merkwürdig aufgeregt, fuhr Monte Christo fort. Sprechen Sie, was haben Sie?

Ich habe Migräne, sagte Albert.

In diesem Fall, mein lieber Vicomte, kann ich Ihnen ein unfehlbares Mittel vorschlagen, ein Mittel, das mir geholfen hat, so oft ich mich mißgestimmt fühlte.

Welches? fragte der junge Mann.

Die Ortsveränderung.

In der Tat? rief Albert.

Ja, und da ich mich in diesem Augenblick gleichfalls im höchsten Grade mißgestimmt fühle, so ändere ich den Ort meines Aufenthaltes. Ist es Ihnen recht, wenn wir es gemeinschaftlich tun?

Sie mißgestimmt, Graf! warfBeauchamp ein, und worüber?

Bei Gott! Sie haben gut reden; ich wollte Sie sehen, wenn in Ihrem Hause eine Untersuchung angestellt würde.

Eine Untersuchung! Welche Untersuchung?

Die, welche Herr von Villefort gegen meinen Einbrecher führt, der, wie es scheint, ein aus demBagno entwichener Räuber ist.

Ah! es ist wahr, sagteBeauchamp, ich habe von der Sache gehört. Wie ist es denn mit diesem Caderousse?

Er scheint ein Provençale zu sein. Herr von Villefort hat von ihm sprechen hören, als er in Marseille war, und Herr Danglars erinnert sich, ihn gesehen zu haben. Die Folge davon ist, daß sich der Staatsanwalt die Sache sehr zu Herzen nimmt, daß dieselbe, wie es scheint, im höchsten Grade den Polizeipräfekten interessiert, der mir, bewogen durch dieses Interesse, für das ich ihm äußerst dankbarbin, seit vierzehn Tagen alleBanditen hierher schickt, deren man in Paris und Umgegend habhaft werden kann, unter dem Vorwande, es seien Genossen von Caderousse, so daß es in drei Monaten, wenn es so fortgeht, im schönen Frankreich keinen Dieboder Mörder mehr gibt, der nicht den Plan meines Hauses an den Fingern kennt. Ichbin auch entschlossen, es ihnen ganz zu überlassen und so weit zu gehen, als mich die Erde tragen kann. Kommen Sie mit, Vicomte, ich nehme Sie mit.

Sehr gern, aber wohin?

Ans Meer, Vicomte, ans Meer. Ichbin ein Seemann und wurde als kleines Kind in den Armen des alten Ozeans und auf dem Schoße der schönen Amphitrite gewiegt. Ich habe mit dem grünen Mantel des einen und mit dem azurblauen Gewande der andern gespielt, ich liebe das Meer, wie man die Gebieterin seines Herzens liebt, und sehne mich oft danach. Nehmen Sie meinen Vorschlag an? — Ich nehme ihn an.

HerrBeauchamp, wollen Sie mit uns reisen? Ich nehme Sie mit. — Ich danke, ich komme von der See.

Wie! Sie kommen von der See? — Ja. Ich habe eine kleine Reise nach denBorromeischen Inseln gemacht.

Gleichviel, kommen Sie nur! sagte Albert.

Nein, mein lieber Morcerf, es geht nicht an. Überdies, fügte er, die Stimme dämpfend, hinzu, überdies ist es nötig, daß ich in Parisbleibe, um denBriefkasten meiner Zeitung zubewachen.

Ah! Sie sind ein guter, vortrefflicher Freund, sagte Albert; ja, Sie haben recht, überwachen Sie, Beauchamp, und suchen Sie den Feind zu entdecken.

Albert undBeauchamp trennten sich; ihr letzter Händedruck enthielt alles, was ihre Lippen vor einem Fremden nicht aussprechen konnten.

Ein vortrefflicher Junge! sagte Monte Christo, nachdem der Journalist weggegangen war; nicht wahr. Albert?

Ja, ein Mann von Herz, dafür stehe ich Ihnen; ich liebe ihn auch von ganzer Seele. Nun aber, obgleich es mir ziemlich gleichgültig ist, wohin gehen wir?

Nach der Normandie, wenn Sie wollen, dort sind wir ganz unter uns, mit zwei Pferden, um zu rennen, mit Hunden, um zu jagen, und mit einerBarke, um zu fischen.

Das ist es, was ichbrauche, ichbenachrichtige meine Mutter und stehe dann zu IhrenBefehlen.

Aber wird man Ihnen erlauben, mit dem geheimnisvollen Grafen von Monte Christo zu reisen?

Sie haben ein kurzes Gedächtnis, Graf. Sprach ich Ihnen nicht von der vollen Sympathie meiner Mutter für Sie?

Die Frau ändert sich, sagte Franz I.; die Frau ist die Welle, sagt Shakespeare, der eine war ein großer König, der andere ein großer Dichter, und jeder von ihnen mußte die Frau kennen.

Ja, die Frau, doch meine Mutter ist nicht die Frau, es ist eine Frau. — Ich will sagen, daß meine Mutter mit ihren Gefühlen geizig ist, aber wenn sie diese einmal jemand zuwendet, auch für immer treubleibt.

Ah, wirklich! sagte seufzend Monte Christo, und Sie glauben, sie erweise mir die Ehre, mir ein anderes Gefühl zuzuwenden, als das vollkommener Gleichgültigkeit?

Ich habe Ihnen gesagt und wiederhole Ihnen, Sie müssen in der Tat ein einziger Mann sein, daß Sie meiner Mutter ein solches Interesse einflößen können. Wenn wir allein sind, sprechen wir nur von Ihnen.

Und sie sagt Ihnen, Sie sollen mir mißtrauen?

Im Gegenteil, sie sagt: Ich glaube, der Graf ist eine edle Natur, bemühe dich, daß er dich liebt.

Ah, wirklich! rief Monte Christo und wandte die Augen ab.

Siebegreifen also, fuhr Albert fort, daß sie, statt sich meiner Reise zu widersetzen, sie im Gegenteil vollkommenbilligen wird.

Heute abend also, sagte Monte Christo, seien Sie um fünf Uhr hier, wir kommen dann um Mitternacht, oder um ein Uhr in Treport an.

Sie sind offenbar der Mann der Wunder, und Sie werden noch die Eisenbahnen an Schnelligkeit übertreffen.

Damit entfernte sich Albert. Monte Christoblieb, nachdem er ihm lächelnd ein Zeichen mit dem Kopfe gemacht hatte, einen Augenblick nachdenkend und wie in eine tiefeBetrachtung versunken. Endlich aber fuhr er sich mit der Hand über die Stirn, als wollte er die Träumerei verscheuchen, ging auf das Glöckchen zu und schlug zweimal darauf. Zu dem eintretendenBertuccio sagte der Graf: Ich reise heute abend nach der Normandie ab; bis fünf Uhr haben Sie mehr Zeit, als Siebrauchen. Sie lassen die Stallknechte an der ersten Haltestellebenachrichtigen; Herr von Morcerfbegleitet mich. Gehen Sie.

1 ... 205 206 207 208 209 210 211 212 213 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)