Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Flucht aus der Zukunft [=Zeitspringer / The Time-Hoppers - de]
Flucht aus der Zukunft [=Zeitspringer / The Time-Hoppers - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Flucht aus der Zukunft [=Zeitspringer / The Time-Hoppers - de]

Электронная книга - «Flucht aus der Zukunft [=Zeitspringer / The Time-Hoppers - de]». Краткое содержание книги:

Kriminalsekretär Joseph Quellen, Angestellter Klasse VII, besitzt eindeutige Beweise für die Existenz der Zeitspringer: Die alten Polizeiakten des Jahres 1979. Sie berichten vom Auftauchen seltsam gekleideter Frauen und Männer, die nach scharfen Verhören gestehen, aus dem 25. Jahrhundert geflüchtet zu sein, um dem hoffnungslosen Leben unter dem Regime der Maschinen zu entgehen. Kriminalsekretär Quellen befindet sich in einer Zwangslage. Er soll die illegale Organisation der Zeitreisenden zerschlagen — darf aber durch sein Eingreifen kein Zeitparadoxon verursachen, das das Regime in seinen Grundfesten erschüttern würde.
1 ... 15 16 17 18 19 20 21 22 23 ... 40
Перейти на страницу:

»Er ist mein Mann, Joe. Ich will ihn behalten. Wenn er in die Vergangenheit zurückgeht, verliere ich ihn für immer.« Helaine erhob sich. Sie schwankte und mußte sich an Quellens Schreibtisch festhalten. Wie konnte sie ihm verständlich machen, daß sie sich am Rand eines Abgrunds befand? Wenn Norm den Sprung wagte, war es ihr Tod. Sie kämpfte um ihren Mann. Und da saß ihr Bruder, hüllte sich in sein Mäntelchen der Selbstgerechtigkeit und tat nichts, während die kostbaren Sekunden verstrichen.

»Ich werde tun, was ich kann«, versprach Quellen. »Ich werde mir diesen Lanoy näher ansehen. Wenn du Norm herschicken willst, spreche ich mit ihm über diese Sache. Vielleicht kann ich herausbringen, was er vorhat. Ja. Das ist vielleicht das beste. Schicke ihn her.«

»Wenn er vorhat, den Sprung zu wagen«, meinte Helaine, »wird er es dir wahrscheinlich nicht sagen. Er wird um dieses Gebäude einen Bogen von fünf Meilen machen.«

»Dann sage ihm, daß ich mit ihm über einen Job reden möchte. Hat er sich nicht oft genug beklagt, daß ich zu wenig für ihn tue? Schön, er soll herkommen. Er wird glauben, daß ich eine freie Stelle für ihn habe. Und ich werde ihn wegen der Zeitreise-Angelegenheit aushorchen. Vorsichtig natürlich. Wenn er etwas weiß, werde ich es erfahren. Dann zerschlagen wir den Ring der Verbrecher, und er kann nicht mehr reisen. Wie klingt das, Helaine?«

»Ermutigend. Ich werde mit ihm sprechen. Ich werde ihn herschicken. Wenn er nicht schon verschwunden ist.«

Sie ging auf die Tür zu. Ihr Bruder lächelte wieder. Helaine beeilte sich. Sie hatte Angst, daß Norm bereits für immer abgereist war, während sie hier saß und redete. Sie mußte sofort nach Hause. Und sie mußte ihn genau im Auge behalten, bis die Krise vorbei war.

»Viele Grüße an Judith«, sagte sie und lief hinaus.

8

Quellen war von der Unterredung mit seiner Schwester nicht sehr erbaut. Helaine hinterließ in ihm immer ein Gefühl der Scham. Sie war so sichtlich unglücklich, daß ihn schon ihr Anblick schmerzte. Jetzt sah sie schon fünf oder sechs Jahre älter als er aus. Er erinnerte sich an Helaine im Alter von dreizehn oder vierzehn, so jung und strahlend, so naiv, daß sie an die Wunder des Lebens glaubte. Und was war jetzt? Sie war noch keine Vierzig, eingesperrt in vier Wände, und hängte sich wie ein Dämon an ihren schwächlichen, verbitterten Mann, weil er das einzige war, das sie besaß.

Dennoch, sie hatte ihm ein paar brauchbare Informationen gegeben. Quellen war dieser Lanoy nicht aus dem Kopf gegangen, seit ihm der blasse Fremde den gefalteten Zettel zugeschoben hatte. Am nächsten Tag hatte Quellen eine Routineuntersuchung eingeleitet, aber es war nichts Brauchbares dabei herausgekommen. Einen einzelnen Namen konnte der Komputer nicht verarbeiten. Es gab Tausende von Lanoys auf der Welt, und Quellen konnte kaum alle auf eine kriminelle Tätigkeit hin überprüfen. Stichproben hatten nichts ergeben. Und nun kam Helaine mit ihrer intuitiven Überzeugung, daß Lanoy hinter dem Zeitreisegeschäft steckte. Und diese Frau, die sie erwähnt hatte, diese Beth Wisnack — Quellen notierte sich, daß seine Männer sie nochmals befragen sollten. Zweifellos war Beth Wisnack wegen des Verschwindens ihres Mannes bereits verhört worden, aber jetzt würde man gleich nach Lanoy fragen.

Quellen erwog die Möglichkeit, Norm Pomrath bewachen zu lassen, um ihn an einem vorzeitigen Verschwinden zu hindern. Man hatte ihm in recht deutlichen Worten gesagt, daß er Donald Mortensen in Ruhe lassen sollte und daß man keinerlei Einmischung bei irgendwelchen registrierten Zeitreisenden wünschte. Koll hatte den Befehl von Giacomin erhalten, der ihn wiederum von Kloofman persönlich hatte: »Hände weg von Mortensen!«

Sie hatten Angst, die Vergangenheit zu verändern. Quellen konnte die Furcht in ihnen spüren. Sie wurde stärker, je höher man hinaufging. Es lag in seiner Macht, die Säulen des Universums zum Einsturz zu bringen. Man konnte Donald Mortensen zum Beispiel zu einem Verhör bestellen und ihm einen Laserstrahl durch den Kopf jagen.

»Tut mir leid. Er widersetzte sich der Verhaftung und mußte getötet werden.«

Ja. Und dann würde Donald Mortensen niemals am vierten Mai in die Vergangenheit reisen. Was die gesamte Struktur der letzten Jahrhunderte verändern konnte. Sobald ich Mortensen erschieße, dachte Quellen, wird alles anders. Wir werden im Jahre 2257 von einer Armee glitschiger Tausendfüßler aus den Magellan-Wolken erobert — eine Eroberung, die die Nachkommen Donald Mortensens verhindert hätten, wenn ich ihn nicht so leichtsinnig niedergeschossen hätte.

Quellen hatte nicht die Absicht, den Zorn der Hohen Regierung auf sich zu ziehen, indem er in die Abreise Donald Mortensens eingriff. Aber Norm Pomrath stand nicht auf der Liste der Zeitreisenden. Betraf ihn dann Kloofmans Verbot? Mußte Quellen überhaupt alles vermeiden, was zur Verhinderung eines Zeitsprungs führen könnte?

Das war sinnlos. Deshalb kam Quellen zu dem Entschluß, daß er seinen Schwager überwachen konnte, ohne etwas Verbotenes zu tun. Er würde seine Schritte unternehmen, um Norm an der Zeitreise zu hindern. Vielleicht machte es Helaine glücklich. Vielleicht, dachte Quellen, führte es auch tatsächlich zur Lösung dieses unangenehmen Auftrags.

»Ich brauche Brogg«, sagte er in den Tischlautsprecher.

Es stellte sich heraus, daß Brogg gerade außerhalb des Gebäudes eine Untersuchung führte. Leeward, der zweite Untersekretär, betrat Quellens Büro.

Der Kriminalsekretär sagte: »Vielleicht habe ich eine Spur gefunden. Mein Schwager Norm Pomrath soll angeblich den Kontakt von Leuten suchen, die mit der Zeitreise zu tun haben. Ich bin nicht sicher, ob das stimmt, aber ich möchte, daß es überprüft wird. Versehen Sie Pomrath mit einem Horcher und lassen Sie seinen Standort alle vierundzwanzig Stunden per Monitor überprüfen. Wenn er auch nur eine Silbe über die Zeitreise verliert, werden wir unsere Maßnahmen einleiten.«

»Jawohl, Sir«, sagte Leeward gleichgültig.

»Dann ist da noch die Angelegenheit Lanoy. Ist in der Zwischenzeit etwas Neues bekanntgeworden?«

»Noch nicht, Sir.«

»Ich habe erfahren, daß Pomraths angeblicher Kontaktmann dieser Lanoy ist. Das ist also unser Schlüsselwort. Sorgen Sie dafür, daß die Monitoren auf den Namen programmiert werden. Es soll ein Warnzeichen ertönen, sobald Pomrath ihn ausspricht. Und ich möchte, daß man mich dann sofort holt.«

Leeward ging und kümmerte sich um die Aufträge. Das bedeutete das Ende von Norm Pomraths Privatleben. Von jetzt bis zu dem Augenblick, in dem Quellen ihm den Horcher abnehmen ließ, konnte er weder seine Frau umarmen noch sich am Kopf kratzen, ohne daß ein Monitorsystem es aufzeichnete. Scheußlich. Auch Quellen war das Opfer eines solchen Horchers geworden, und er wußte, wie hinterhältig die Methode war. Denn auf diese Weise hatte der schuftige Brogg von der verbotenen Villa Quellens erfahren. Aber Quellen spürte kein eigentliches Bedauern über das, was er Norm Pomrath antat. Es ging um Helaines Wohl. Sie hatte ihn gebeten, Norm ins Gefängnis zu stecken, oder? Das hätte ihm noch viel weniger zugesagt. So hingegen würde er von der Verfolgung höchstwahrscheinlich nie erfahren. Und es konnte sein, daß er Quellen an den Ursprung des Zeitreise-Systems brachte. Auf alle Fälle würde es Pomrath schwerfallen, die Gegenwart zu verlassen, solange er überwacht wurde.

Quellen ließ das Problem Pomrath für den Augenblick ruhen und wandte sich dringenderen Sachen zu. Die allgemeinen Verbrechensberichte des Tages waren auf seinem Schreibtisch gelandet. So sehr er sich mit dem Zeitreise-Auftrag beschäftigte, er hatte doch noch andere Pflichten. So mußte er alle Einzelheiten über Verbrechen nachlesen, die in seinem Bereich in Appalachia verübt wurden. Der Aktenstoß war jeden Tag gleich groß. Und Quellen wußte, daß auch die Verbrechen im großen und ganzen die gleichen sein würden.

Er blätterte die Aufzeichnungen durch.

Das Schlimmste daran war, daß ihn die Berichte nicht mehr schockierten. Von Jahr zu Jahr wurde er weniger empfindlich. Als er noch neu im Amt war, ein blutiger Anfänger der Klasse Elf, hatte ihn das Ausmaß an menschlicher Grausamkeit betäubt. Jetzt sah er nur noch Statistik darin, numerierte Bänder, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hatten.

1 ... 15 16 17 18 19 20 21 22 23 ... 40
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)