Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 183 184 185 186 187 188 189 190 191 ... 229
Перейти на страницу:

Ein leises, kaum merkliches Beben durchlief den Boden. Torian erstarrte und wäre in diesen Sekunden ein leichtes Opfer gewesen, wenn der Nork nicht ebenso erschrocken gewesen wäre. Torian erholte sich einen Sekundenbruchteil schneller von seiner Überraschung und erkannte seine Chance. Sein Fuß zuckte hoch und durchbrach die notdürftige Deckung des Norks. Noch in der gleichen Bewegung trat er nach der Waffenhand seines Gegners.

Er erkannte die Falle den tausendsten Teil einer Sekunde zu spät.

Zu sehr hatte er sich auf den Schlagstock konzentriert und die freie Hand des Norks nicht beachtet. Er sah einen Schatten und versuchte noch, den Kopf zur Seite zu reißen. Es gelang ihm nicht ganz, aber wenigstens traf die Faust ihn nicht mit voller Wucht, sondern streifte seine Schläfe nur. Trotzdem hatte er das Gefühl, von einem auskeilenden Pferd getroffen worden zu sein. Ein ganzer Sternenhimmel zerplatzte vor seinen Augen. Er schrie auf, ließ das Messer fallen und taumelte zurück, wodurch er dem nachfolgenden Hieb des Norks die schlimmste Wucht nahm. Er spürte, wie der Schlagstock seine Brust traf und gleich zwei Rippen auf einmal brach, aber er war zu benommen, um den Schmerz wirklich zu fühlen.

Torian fiel und prallte mit schrecklicher Wucht zu Boden. Mit allerletzter Kraft schaffte er es, sich irgendwie auf den Rücken zu wälzen, aber das war alles, wozu er noch fähig war. Seine Glieder schienen mit einem Mal Tonnen zu wiegen, und schon der bloße Gedanke an weitere Gegenwehr kam ihm absurd vor. Ein dunkler Schleier senkte sich über sein Bewußtsein; schwarz und warm und verlockend. Seine Sinne schwanden allmählich, doch irgend etwas in ihm kämpfte immer noch gegen die beginnende Ohnmacht an. Vielleicht war es nur falscher Stolz und der Wunsch, dem Tod offen entgegenzusehen, statt nur in einen Schlaf zu sinken, aus dem er nie wieder aufwachen würde.

Wie ein Gebirge wuchs der hünenhafte Nork über ihm auf, das Gesicht zu einer widerlichen Grimasse aus Haß und Mordgier verzerrt und den Schlagstock mit beiden Händen zum tödlichen Hieb über dem Kopf erhoben.

Aber er schlug nicht zu.

Einige Herzschläge lang starrte er noch reglos auf Torian hinab, dann lief ein Zittern durch seine Gestalt. Ein ungläubiger Ausdruck trat in seine Augen, und seine Beine knickten ein. Wie ein gefällter Baum stürzte er zu Boden, kaum eine Handbreit neben Torian, die Hände noch im Tode um den Schlagstock geklammert. Aus seinem Rücken ragte der gefiederte Schaft eines Pfeils.

Einen Moment herrschte Totenstille, dann plötzlich brach Tumult aus. Gestalten bewegten sich um Torian herum. Er erkannte sie nicht, sondern sah nur Schemen. Immer noch tanzten Schatten vor seinen Augen; Lichter, die bunt und lautlos zerbarsten. Hinter seinen Gedanken begann sich eine tiefe Kluft von bodenloser Dunkelheit zu öffnen. Er war nur noch müde und sehnte sich nach etwas Ruhe.

Eine Hand berührte ihn und rüttelte ihn solange, bis er die Augen wieder aufschlug. Er blickte direkt in das Gesicht eines dunkelhaarigen Riesen. Für die Dauer von ein, zwei Herzschlägen weigerte er sich schlichtweg zu glauben, was er sah.

»Steh endlich auf!« schrie Garth ihn an. Seine Worte schienen aus weiter Ferne zu kommen. Eine weitere Gestalt schob sich in Torians sonderbar verengtes Blickfeld; ein behaartes, affenartiges Gesicht. Faron legte ihm die Hand aufs Gesicht, tastete nach seinen Schläfen und tat irgend etwas. Es war gleichzeitig unbeschreiblich fremd wie auch auf eine Art vertraut, über die nachzudenken Torian zu erschöpft war.

Und die Berührung tat gut.

Der entsetzliche Schmerz in seinem Körper ließ nach, und im gleichen Maße schwand auch die Müdigkeit. Neue Kraft durchpulste ihn, und der Nebel vor seinen Augen lichtete sich vollends.

Auf den Zuschauertribünen tobte das Chaos. In panischer Angst versuchten die Menschen, die Ausgänge zu erreichen, und trampelten sich dabei gegenseitig nieder. Längst schon hatten die Soldaten die sinnlosen Versuche aufgegeben, so etwas wie Ordnung zu schaffen, im Gegenteil, sie flohen genauso kopflos wie alle anderen. Niemand kümmerte sich mehr um die Gefangenen. Zumindest soweit war Farons Plan gelungen, aber Torian gab sich keinen falschen Hoffnungen hin. Der schwerste Teil der Flucht lag noch vor ihnen. Als Garth ihn wie eine Puppe hochriß und auf die Füße stellte, gelang es ihm, sich aus eigener Kraft auf den Beinen zu halten.

Zumindest für einen Augenblick.

Dann erschütterte ein weiterer, ungleich härterer Erdstoß den Boden und ließ ihn erneut stürzen. Gellende, vieltausendstimmige Entsetzensschreie drangen an seine Ohren. Wellenbewegungen liefen durch den Sand der Arena. Risse bildeten sich und vergrößerten sich rasend schnell. Kaum eine Armlänge von Torian entfernt klaffte der Boden auseinander. Schwefeliger Rauch quoll aus dem Spalt und brannte in seinen Lungen. Auf dem Grund der schmalen Kluft sah er etwas Rötliches, Glosendes. Hitze schlug ihm entgegen, eine feurige Hand strich über seinen Körper. Wieder bebte die Erde wie ein bockiges Tier. Die Schreie steigerten sich zu einem schrillen Crescendo.

Torian wälzte sich herum und kam taumelnd wieder auf die Beine. Die Bewegung rettete ihm das Leben.

Wo er gerade noch gelegen hatte, zerbarst die Erde in einer gewaltigen Explosion. Sand und Gestein wurden meterhoch in die Luft geschleudert, dann schoß eine doppelt mannshohe Lavafontäne aus dem Spalt. Blindlings rannte Torian in die Richtung, in der er den Ausgang vermutete. Sand und Staub nahmen ihm die Sicht, glühende Lavaspritzer trafen ihn und brannten sich in seine Haut, so daß er vor Schmerz aufschrie. Seine Kleidung fing an zu schwelen. Weitere Spalten brachen vor und hinter ihm auf, manche ebenfalls mit brodelnder Lava gefüllt. Er wich ihnen in wildem Zickzacklauf aus. Einige waren so schmal, daß er sie überspringen konnte, auch wenn die sengende Hitze ihm wie der feurige Atem eines Drachen entgegenfauchte und seinen unzähligen Brandblasen weitere hinzufügte. Seine Haare und Augenbrauen waren verbrannt und zu Staub zerfallen, aber die nackte Todesangst trieb ihn immer weiter, ebenso wie Garth und Faron, die dicht neben ihm rannten. Die Schreie der Zuschauer bildeten eine höllische Begleitmusik zu dem Inferno, und immer noch bebte die Erde, als würde der ganze Berg einstürzen. Vielleicht war es ja sogar so.

Irgendwann wichen die Hitze und das grelle Licht einer wohltuenden Dunkelheit. Es dauerte Minuten, bis sich Torians Augen umgestellt hatten und er wenigstens wieder Umrisse wahrnehmen konnte. Erschöpft lehnte er sich gegen eine Felswand und sog die Luft in keuchenden Atemzügen in seine geschundenen Lungen. »Ist das dein kleines Ablenkungsmanöver?«, schrie er Faron mit überschnappender Stimme an und packte den Nork.

»Wir müssen weiter«, drängte Faron anstelle einer Antwort. Sein Fell war zu einer dunklen verfilzten Masse zusammengeschmolzen, aber die Anstrengung schien ihm dennoch am wenigsten ausgemacht zu haben. Scheinbar mühelos streifte er Torians Hand ab und versetzte ihm einen Stoß, der ihn vorwärtstaumeln ließ.

Die Schreie hinter ihnen waren verklungen, dafür klangen vor ihnen welche auf, und als sie einen der breiten Hauptgänge erreichten, die den ganzen Berg durchzogen, befanden sie sich plötzlich mitten zwischen den anderen Flüchtenden. Gefangene, Soldaten, Menschen in kostbaren Gewändern, die nur als Ehrengäste nach Moran-Dur gekommen sein konnten — alle rannten in panischer Angst durcheinander, niemand achtete auf den anderen, sondern versuchte nur, sein eigenes Leben zu retten. Kleine Steinchen und Felssplitter regneten von der Decke herab. Ein Stück weit ließen sich Torian und seine Begleiter von der Menge einfach mitreißen, bis Faron schließlich auf eine Abzweigung deutete und irgend etwas rief, das in dem infernalischen Schreien der Flüchtenden unterging. Torian verstand zwar nicht, was er rief, aber dafür sah er die Gestalt, die zusammen mit einem Nork einige Schritte weit in der schattigen, nur von einigen Fackeln notdürftig erhellten Dunkelheit des Nebenganges stand.

1 ... 183 184 185 186 187 188 189 190 191 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)