Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 148 149 150 151 152 153 154 155 156 ... 253
Перейти на страницу:

Ihm war früher noch nie so klar geworden, welch gute Falle eine solche Schenke darstellte. Hake, Strom und Jak mußten sie nicht einmal ständig im Auge behalten; die Reaktion der Menge würde ihnen zeigen, wenn er oder Mat das Podium verließen. Solange der Schankraum voll von Gästen war, konnte Hake ihnen Jak und Strom nicht auf den Hals hetzen, aber sie konnten sich auch nicht davonmachen, ohne daß es Hake wußte. Und nun beobachtete auch noch Gode jede ihrer Bewegungen. Es war so komisch, daß er hätte lachen können, wenn ihm nicht so zum Heulen zumute gewesen wäre. Sie mußten also höllisch aufpassen und den richtigen Moment abwarten.

Als er den Platz mit Mat tauschte, stöhnte Rand innerlich. Mat funkelte Hake, Strom und Jak böse an und achtete nicht darauf, ob sie es bemerkten oder sich fragten, aus welchem Grund er so dreinblicken mochte. Wenn er gerade keine Bälle jonglierte, hatte er immer die Hand unter seinem Mantel. Rand zischte zu ihm herüber, doch er achtete nicht darauf. Wenn Hake auch noch den Rubin sah, wartete er vielleicht nicht mehr ab bis sie allein waren. Falls die Gäste im Schankraum ihn sahen, würde sich möglicherweise die Hälfte Hake anschließen.

Was am schlimmsten war: Mat starrte den Kaufmann aus Weißbrücke — den Schattenfreund? — derart an, daß Gode es bemerkte. Er konnte es gar nicht übersehen. Aber er ließ sich davon nicht im geringsten stören. Wenn überhaupt, dann wurde sein Lächeln noch breiter, und er nickte Mat wie einem alten Bekannten zu sah dann zu Rand hinüber und hob fragend eine Augenbraue. Rand wollte gar nicht wissen, was er damit fragen wollte. Er bemühte sich, den Mann nicht anzusehen, aber er wußte, es war bereits zu spät. Zu spät. Wieder zu spät.

Nur eine Sache brachte den Mann im Samtumhang aus dem Gleichgewicht: Rands Schwert. Er hatte es nicht abgenommen. Zwei oder drei Männer taumelten zu ihm hoch und fragten, ob er sein Spiel für so schlecht hielt, daß er sich schützen müsse, aber keiner davon hatte den Reiher auf dem Knauf bemerkt. Gode schon. Seine blassen Hände verkrampften sich, und er blickte das Schwert eine ganze Weile finster an, bevor sein Lächeln zurückkehrte. Und dann war es nicht mehr so überlegen wie vorher.

Wenigstens etwas Gutes hat das, dachte Rand. Wenn er glaubt, daß ich als Kämpfer das Reiherzeichen verdient habe, dann läßt er uns vielleicht in Ruhe. Dann müssen wir uns lediglich über Hake und seine Schläger den Kopf zerbrechen. Der Gedanke trug auch nicht viel zu seiner Beruhigung bei, und — Schwert oder nicht — Gode beobachtete sie weiterhin. Und lächelte.

Rand schien dieser Abend ein Jahr lang zu dauern. All diese Augen, die ihn anstarrten: Hake und Strom und Jak lauerten wie die Geier auf ein Schaf, das in einem Moorloch gefangen war. Gode wartete wie etwas noch Schlimmeres. Er bildete sich inzwischen ein, daß alle Gäste im Raum sie aus irgendeinem verborgenen Grund beobachteten. Saurer Weindunst und der Gestank ungewaschener, schwitzender Körper ließen seinen Kopf schwimmen, und das Stimmengewirr erschlug ihn, bis seine Augen schwammen und selbst der Klang des eigenen Flötenspiels seine Ohren schmerzen ließ. Das Donnergrollen schien aus dem Inneren seines Schädels zu kommen. Die Erschöpfung hing wie ein Bleigewicht an ihm.

Schließlich zog die Notwendigkeit, in der Morgendämmerung wieder aufstehen zu müssen, die Männer zögernd hinaus in die Dunkelheit. Ein Bauer konnte selbst bestimmen, was er wann tun mußte, aber die Kaufleute zeigten kein Mitgefühl, wenn ein von ihnen bezahlter Fahrer einen Kater hatte. Nach Mitternacht leerte sich so der Schankraum langsam, als sogar diejenigen, die oben ein Zimmer gemietet hatten, loswankten und nach ihren Betten suchten.

Gode war der letzte Gast. Als Rand gähnend nach dem Lederbehälter für die Flöte griff, stand Gode auf und legte sich seinen Umhang über den Arm. Die Kellnerinnen räumten auf und schimpften über den vielen verschütteten Wein und das zerbrochene Geschirr. Hake schloß die Vordertür mit einem großen Schlüssel ab. Gode stand einen Moment lang mit Hake in einer Ecke und sprach mit ihm. Hake rief eine der Frauen, die ihm ein Zimmer zuweisen sollte. Der Mann mit dem Samtumhang lächelte Rand und Mat verschwörerisch an, bevor er nach oben verschwand.

Hake sah Rand und Mat an. Jak und Strom standen neben ihm.

Rand hängte sich hastig den Rest seiner Sachen über die Schulter und hielt alles ungeschickt mit der Linken nach hinten zurück, so daß er sein Schwert erreichen konnte. Er griff nicht danach, aber er wollte sichergehen, daß er kampfbereit war. Er unterdrückte ein weiteres Gähnen; wie müde er wirklich war, brauchten die anderen nicht zu wissen.

Mat schulterte ungeschickt seinen Bogen und die anderen Habseligkeiten, aber er steckte die Hand unter seinen Mantel, als er sah, daß Hake und seine Schläger auf sie zukamen.

Hake trug eine Öllampe, und zu Rands Überraschung verbeugte er sich kurz und wies mit der Hand auf eine Tür an der Seite. »Eure Strohsäcke sind dort.« Nur ein leichtes Verziehen der Lippen verdarb seine schauspielerische Leistung.

Mat zeigte mit dem Kinn auf Jak und Strom. »Braucht Ihr die beiden, um uns unsere Betten zu zeigen?«

»Ich bin ein Mann von Besitz«, sagte Hake und strich sich die verschmutzte Schürze über dem Bauch glatt. »Und Männer von Besitz können nicht vorsichtig genug sein.« Ein Donnerkrachen ließ die Fenster erzittern. Er sah bedeutsam hinauf zur Decke und grinste sie dann breit an: »Wollt ihr eure Betten sehen oder nicht?«

Rand fragte sich, was geschähe, wenn sie sagten, sie wollten lieber gehen. Wenn du wirklich mehr vom Gebrauch eines Schwertes verstündest, als das, was dir Lan an ein paar Abenden gezeigt hat... »Nach Euch«, sagte er und bemühte sich, die Stimme hart klingen zu lassen. »Ich habe nicht gern jemanden im Rücken.«

Strom lachte durch die Nase, aber Hake nickte gelassen und wandte sich der Seitentür zu. Die beiden großen Männer stolzierten großspurig hinter ihm her. Rand holte tief Luft und blickte sehnsüchtig zur Küchentür hinüber. Wenn Hake den Hinterausgang bereits verschlossen hatte, würde Wegrennen sie nur in die Lage bringen, die er zu vermeiden hoffte. Trübselig folgte er dem Wirt.

An der Seitentür zögerte er, und Mat rempelte ihn von hinten an. Der Grund, warum Hake eine Lampe trug, war klar: Die Tür führte in einen unbeleuchteten Flur. Es war pechschwarz dort. Nur die von Hake hochgehaltene Lampe, in deren Schein sich Jak und Strom abzeichneten, gab ihm den Mut weiterzugehen. Wenn sie sich umdrehten, würde er es rechtzeitig sehen. Und was dann? Der Fußboden knarrte unter seinen Stiefeln.

Der Flur endete vor einer einfachen, nicht einmal gestrichenen Brettertür. Er hatte nicht sehen können, ob sich dazwischen noch andere Türen befanden. Hake und seine Schläger gingen hinein, und er folgte ihnen schnell, bevor sie Gelegenheit hatten, ihnen eine Falle zu stellen. Doch Hake hob lediglich seine Lampe und deutete damit in den Raum hinein. »Da sind wir.«

Einen alten Lagerraum hatte er ihn genannt, und so, wie er aussah, war er schon eine Weile nicht mehr benützt worden. Verwitterte Fässer und aufgebrochene Kisten bedeckten den halben Fußboden. Gleichmäßig tropfte es an mehr als einer Stelle von der Decke, und eine zerbrochene Scheibe im schmutzigen Fenster ließ den Regen herein. Auf den Regalen stand undefinierbarer Krimskrams herum. Fast alles war von einer dicken Staubschicht bedeckt. Daß tatsächlich die versprochenen Strohsäcke vorhanden waren, überraschte Rand.

Das Schwert macht ihn nervös. Er wird nichts unternehmen, bis wir tief schlafen. Rand hatte nicht die Absicht, unter Hakes Dach einzuschlafen. Sobald der Wirt draußen war, wollte er zum Fenster hinaus. »Es wird schon gehen«, sagte er. Er blickte unverwandt Hake an und wartete auf ein Signal an die beiden grinsenden Männer an der Seite des Wirts. Es kostete Rand Mühe, sich nicht ständig die Lippen zu befeuchten. »Laßt die Lampe hier.«

1 ... 148 149 150 151 152 153 154 155 156 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)