Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 144 145 146 147 148 149 150 151 152 ... 253
Перейти на страницу:

Rand schlief besser als je zuvor, seit sie Weißbrücke verlassen hatten, obwohl er das Bett mit Mat teilen mußte, der immer noch im Schlaf redete. Am Morgen versuchte der Wirt, sie zu überreden, noch ein oder zwei Tage zu bleiben, aber als sie nicht darauf eingingen, holte er einen Bauern mit verschlafenen Augen herbei, der am Abend zu viel getrunken hatte, um noch mit seinem Karren heimzufahren. Eine Stunde später befanden sie sich fünf Meilen weiter östlich und lagen gemütlich auf dem Rücken im Stroh auf Eazil Forneys Karren. So reisten sie von nun an weiter. Mit ein wenig Glück und manchmal einer Mitfahrgelegenheit konnten sie bis Einbruch der Dunkelheit fast immer das nächste Dorf erreichen. Wenn es im Ort mehr als eine Schenke gab, dann überboten sich für gewöhnlich die Wirte gegenseitig, nachdem sie Rands Flöte gehört und Mat jonglieren gesehen hatten. Auch zusammen konnten sie noch keinem Gaukler das Wasser reichen, aber sie boten immer noch mehr, als die Dorfbewohner sonst im ganzen Jahr zu sehen und zu hören bekamen. Zwei oder drei Schenken im gleichen Ort bedeuteten ein schöneres Zimmer mit zwei Betten und größere Portionen eines besseren Bratens und manchmal sogar ein paar Kupfermünzen in der Tasche, wenn sie weiterzogen. Am Morgen fanden sie fast immer jemanden, der sie mitfahren ließ, einen weiteren Bauern, der zu lange geblieben war und zuviel getrunken hatte, oder einen Händler, der ihre Art von Unterhaltung gut genug gefunden hatte, um nichts dagegen zu haben, wenn sie hinten auf einem seiner Wagen aufsprangen. Rand begann zu glauben, daß ihre Probleme vorbei seien, jedenfalls bis sie Caemlyn erreichten. Aber dann kamen sie nach Vier Könige.

32

Vier Könige unter dem Schatten

Das Dorf war größer als die meisten anderen, aber immer noch ein viel zu schäbiges Kaff, um den Namen Vier Könige zu verdienen. Wie gewöhnlich führte die Straße nach Caemlyn mitten durch den Ortskern, aber vom Süden her mündete eine andere vielbenutzte Straße ein. Die meisten Dörfer waren vor allem Märkte und Treffpunkte für die Bauern der Gegend, aber hier waren nicht viele Bauern zu sehen. Vier Könige überlebte als Haltepunkt für die Wagenzüge der Kaufleute auf dem Weg nach Caemlyn und zu den Bergwerksorten in den Verschleierten Bergen jenseits von Baerlon und den Dörfern zwischendrin. Die Straße aus dem Süden war die Hauptschlagader des Handels von Lugard mit den Bergwerken im Westen; die Kaufleute aus Lugard, die nach Caemlyn wollten, benutzten einen kürzeren Weg. Im Umland fand man wenige Bauernhöfe, kaum genug, um sich selbst und die Stadt zu versorgen, und im Ort selbst standen die Kaufleute und ihre Wagen im Mittelpunkt, dazu die Männer, die sie fuhren, und die Verladearbeiter.

Überall in Vier Könige fand man freie Plätze, auf denen der blanke Boden zu Staub zermahlen war, und dort hatte man die Wagen Rad an Rad geparkt. Sie standen verlassen da, nur von ein paar gelangweilten Wächtern behütet. Die Straßen wurden gesäumt von Stallungen und eingezäunten, niedergetrampelten Wiesen für die Pferde. Sie waren alle breit genug für die durchfahrenden Wagen und zeigten tiefe, von zu vielen Wagenrädern hinterlassene Furchen. Es gab kein Dorfgrün, und die Kinder spielten in den Furchen. Sie mußten ständig den Wagen und den Flüchen der Fahrer ausweichen.

Die Dorffrauen trugen Kopftücher, hatten den Blick gesenkt und schritten schnell durch die Straßen. Manchmal wurden sie von den Fahrern der Wagen auf eine Art angepöbelt, daß Rand errötete; sogar Mat fuhr bei manchen dieser Äußerungen zusammen. Es waren keine Frauen zu sehen, die über den Zaun hinweg mit der Nachbarin klatschten. Verwahrloste Holzhäuser standen Seite an Seite. Zwischen ihnen befanden sich lediglich ganz schmale Gäßchen. Wo irgend jemand tatsächlich die verwitterten Bretterwände weiß getüncht hatte, verblaßte die Farbe schnell und wirkte, als sei sie jahrelang nicht nachgestrichen worden. Schwere Fensterläden waren offensichtlich so lange schon nicht mehr geöffnet worden, daß ihre Scharniere zu festen Rostklumpen verbacken waren. Über allem hing Lärm; das Hämmern der Hufschmiede, Rufe der Wagenfahrer, rauhes Gelächter aus den Schenken.

Rand schwang sich vom hinteren Ende eines Planwagens herunter, als sie an einer grellbemalten Schenke vorbeikamen — grün und gelb -, die schon von weitem unter all den bleifarbenen Häusern auffiel. Der Wagenzug fuhr weiter. Keiner der Fahrer schien zu bemerken, daß er und Mat weg waren. Die Abenddämmerung senkte sich über die Stadt, und sie dachten alle nur daran, die Pferde auszuspannen und in eine Schenke zu gehen. Rand stolperte in einer Furche und sprang dann flink zur Seite, um einem schwerbeladenen Wagen auszuweichen, der in der Gegenrichtung heranklapperte. Der Fahrer schrie ihm einen Fluch zu, als der Wagen vorbeirollte. Eine Dorffrau wich ihm aus und eilte weiter, ohne ihn anzusehen.

»Ich bin mir bei diesem Ort nicht sicher«, sagte er. Er glaubte, durch all diesen Lärm hindurch Musik hören zu können, wußte aber nicht, woher sie kam. Vielleicht aus der Schenke, aber es war schwer einzuschätzen. »Es gefällt mir hier nicht. Vielleicht sollten wir diesmal doch weitergehen.«

Mat warf ihm einen verächtlichen Blick zu und hob dann die Augen himmelwärts. Oben türmten sich dunkle Wolken. »Und heute nacht unter einer Hecke schlafen? Bei dem Wetter? Ich bin wieder an Betten gewöhnt.« Er hielt den Kopf schief, um zu lauschen, und brummte dann: »Vielleicht gibt es in einer dieser Schenken keine Musikanten. Außerdem könnte ich wetten, daß sie keinen Jongleur haben.« Er schob sich den Bogen über die Schulter und ging in Richtung der hellgelben Tür, wobei er alles mit zusammengekniffenen Augen genau betrachtete. Rand folgte ihm zweifelnd.

Drinnen befanden sich Musikanten. Ihre Zither- und Trommelklänge gingen fast in dem rauhen Gelächter und angetrunkenen Geschrei unter. Auch in den nächsten beiden Schenken spielten Musikanten, und es erklang die gleiche betäubende Dissonanz. Männer in Arbeitskleidung füllten die Tische und taumelten dazwischen herum. Sie winkten mit Bierkrügen und versuchten, die Kellnerinnen zu betatschen, die ihnen mit starrem, leidgewohntem Lächeln auswichen. Die Gebäude zitterten von dem Getöse, und der Geruch war säuerlich — der Gestank alten Weins und ungewaschener Körper. Es war nichts von Kaufleuten in Seide und Samt und Spitzen zu sehen; ihre Ohren und Nasen wurden durch die Wände privater Speisesäle im Obergeschoß geschützt. Er und Mat steckten lediglich die Köpfe kurz hinein und gingen dann wieder. Er kam allmählich zu dem Schluß, daß sie diesmal wohl keine andere Wahl hätten, als weiterzuziehen.

In der vierten Schenke, dem Tanzenden Fahrer, war alles ruhig.

Sie war so auffallend bemalt wie die anderen Schenken, gelb, mit leuchtendem Rot und giftigem Grün eingerahmt, aber hier hatte die Farbe bereits Sprünge und schälte sich ab. Rand und Mat traten ein.

An den Tischen im Schankraum saßen nur etwa ein halbes Dutzend Männer über ihre Weinkrüge gebeugt und in trübe Gedanken versunken. Das Geschäft ging offensichtlich schlecht, war aber offenbar einst besser gewesen. Genauso viele Kellnerinnen wie Gäste drückten sich in dem Raum herum. Es hätte genug für sie zu tun gegeben — der Fußboden war schmutzverkrustet, und in den Ecken hingen Spinnweben -, aber die meisten taten nichts wirklich Nützliches. Sie bewegten sich eben nur, damit man sie nicht herumstehen sah.

Ein knochiger Mann mit schulterlangem, strähnigem Haar drehte sich um und sah sie mürrisch an, als sie eintraten.

Das erste lange Donnergrollen erklang über Vier Könige. »Was wollt ihr?« Er wischte sich die Hände an einer schmierigen Schürze ab, die ihm bis auf die Knöchel herabhing. Rand fragte sich, ob er mehr Schmutz von seiner Schürze an die Hände wischte oder umgekehrt. Es war der erste magere Wirt, den Rand je gesehen hatte. »Also? Sagt, was ihr wollt, kauft euch was zu Trinken oder haut ab! Seh ich aus wie ein Raritätenkabinett?«

Rand errötete und begann mit seiner üblichen Rede, die er nun schon oft genug in anderen Schenken erprobt hatte. »Ich spiele Flöte, und mein Freund jongliert, und Ihr werdet im nächsten Jahr niemand Besseres zu sehen bekommen. Für ein gutes Zimmer und eine gute Mahlzeit werden wir diesen Schankraum mit Gästen füllen!« Er dachte an die vollen Schankräume, die er an diesen Abend bereits gesehen hatte, besonders an den Mann in der letzten Schenke, der sich direkt vor ihm erbrochen hatte. Er hatte schnell zur Seite springen müssen, um seine Stiefel zu retten. Er kam ins Stocken, fing sich aber wieder und fuhr fort: »Wir werden Eure Schenke mit Männern füllen, die Euch das bißchen, was wir kosten, zwanzigfach mit Essen und Trinken wieder einbringen. Warum solltet... «

1 ... 144 145 146 147 148 149 150 151 152 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)