Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de]
Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de]

Электронная книга - «Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de]». Краткое содержание книги:

Tenebra, die Welt der Extreme, hatte sie eingefangen und ließ sie nicht mehr los. Nur der irdische Robotlehrer — eine Maschine konnte den Versuch zur Rettung der beiden Sternenkinder aus der Hölle von Tenebra unternehmen. Eine Temperatur von über 180 Grad, und ein Luftdruck von 800 Atmosphären und eine planetare Oberfläche, die täglich tiefgreifenden Veränderungen unterworfen war, machten der Maschine nichts aus.
Der Autor hat seit Jahren in den Kreisen der SFAnhänger einen ausgezeichneten Ruf, weil er es wie kaum ein anderer versteht, die Reaktionen von Lebewesen in einer fremden Umgebung lebensecht zu schildern.
1 ... 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ... 41
Перейти на страницу:

„Richtig“, stimmte Sakiiro zu.

„Ihr habt einiges aushalten müssen, aber das ist jetzt Gott sei Dank vorüber. Solange ihr dort unten seid, könnt ihr euch ein bißchen umsehen — schließlich seid ihr die ersten Lebewesen von anderen Planeten, die Tenebra mit eigenen Augen beobachten können. Wenn ihr damit fertig seid, sagt Mister Sakiiro euch, wie ihr wieder zurückkommt. Einverstanden?“

„Natürlich, Dad.“ Easy fuhr sich mit dem Handrücken über die Augen, bevor sie die Gurte löste und sich unsicher erhob.

„Wann hört eigentlich der Druck auf?“ erkundigte sie sich.

„Wenn ihr wieder hier oben seid“, antwortete ihr Vater.

„Ich weiß; das sollte nur ein Witz sein. Hmm. Dort draußen scheint es Nacht zu sein; ich kann überhaupt nichts erkennen.“

„Richtig“, bestätigte Raeker, „aber selbst wenn es heller Tag wäre, würden Sie nicht mehr sehen. Sogar Altair reicht nicht aus, um die dichte Atmosphäre zu durchdringen. Sie müssen die Scheinwerfer einschalten.“

„Wird gemacht.“ Das Mädchen sah zu den Lichtschaltern hinüber, ließ sich aber nochmals von Sakiiro bestätigen, daß dies die richtigen waren. Saki gab später zu, daß er von diesem Augenblick an erstmals auf die Rettung der beiden Kinder zu hoffen wagte.

Als die Scheinwerfer aufflammten, gingen die Kinder an die Bullaugen hinüber. „Draußen ist nicht viel zu sehen“, berichtete Easy. „Wir schwimmen anscheinend in einem riesigen See, dessen Oberfläche nicht die kleinste Bewegung zeigt. Man könnte glauben, das Wasser sei eine feste Masse, wenn das Schiff nicht zur Hälfte darin eingesunken wäre. Überall um uns herum sinken riesige Kugeln vom Himmel herab, aber sie alle lösen sich auf, bevor sie die Wasseroberfläche erreichen. Sonst ist nichts zu erkennen.“

„Es regnet“, erklärte Raeker ihr. „Der See besteht vermutlich aus verdünnter Schwefelsäure, die wärmer als die Luft ist, so daß die Regentropfen über ihr verdampfen. Das Wasser schlägt keine Wellen, weil kein Wind weht; innerhalb der Atmosphäre von Tenebra gibt es kaum Luftbewegungen. Auf der Oberfläche des Planeten geht es ruhiger als irgendwo sonst in einer Atmosphäre zu.“

„Haben Sie nicht vorher von heftigen Erdbeben gesprochen, die auf Tenebra an der Tagesordnung sind?“ Aminadabarlee hatte sich soweit erholt, daß er von etwas anderem als seinem Lieblingsthema sprechen konnte — der abgrundtiefen Dummheit der menschlichen Rasse.

„Richtig“, antwortete Raeker, „ich muß zugeben, daß Sie vielleicht doch einige Wellen sehen werden, Easy, falls Sie lange genug dort unten schwimmen.

Aber das bedeutet noch lange nicht, daß Sie dadurch an interessantere Ufer gelangen. Ich fürchte, Sie haben bereits alles Sehenswerte beobachtet, junge Dame; jetzt kommen Sie lieber wieder herauf und lassen sich vorschriftsmäßig retten.“

„Gern. Aber ich möchte noch zwei Fragen beantwortet haben. Wie funktioniert der Bathyskaph eigentlich? Ist der Aufstieg so anstrengend wie die Landung?“

„Keine Angst, diesmal geht alles viel langsamer und gleichmäßiger vor sich — wie in einem Ballon. Die erste Frage ist nicht so leicht zu beantworten, aber ich werde mich so einfach wie möglich fassen. Die Hülle ist in einzelne Zellen aufgeteilt die selbst wieder von einer Membran halbiert werden. Im Augenblick drückt die Atmosphäre diese Membranen noch gegen die Wandungen der Zellen. Wenn Sie die Elektrolyse in Gang gebracht haben, entsteht Sauerstoff, der ins Freie gepumpt wird. Der zurückbleibende Wasserstoff wird in die andere Hälfte der Zelle geleitet, wodurch sich die Membran ausdehnt und Luft verdrängt. Die früher gebräuchlichen Bathyskaphen funktionierten nach dem gleichen Prinzip, aber ohne die Membranen innerhalb der Zellen.“

„Ja, das verstehe ich. Wie lange dauert es, bis wir zu schweben beginnen?“

„Das kann ich nicht sagen; die Leitfähigkeit der Atmosphäre ist noch nie gemessen worden. Aber über den Schaltern für die einzelnen Zellen sind Amperemeter angebracht; wenn Sie mir nach dem Einschalten die Meßwerte durchgeben, kann ich die benötigte Zeit ungefähr berechnen.“

„Wird gemacht. Wo sind die … oh, hier drüben; die Beschriftung ist deutlich genug. Rechts oben — zwölf Kippschalter auf einer Leiste und ein Hauptschalter?“

„Richtig. Die Amperemeter befinden sich unmittelbar darüber. Legen Sie den Schalter um, betätigen Sie die Kippschalter und geben Sie uns die Werte durch.“

„Augenblick.“ Das Mädchen streckte den Arm aus; die Männer hörten die Schalter einrasten. Easy ließ ihren Körper in den Sitz zurücksinken, sah von einem Meßinstrument zum anderen und sagte: „Die Zeiger bleiben alle auf Null stehen. Was soll ich jetzt tun?“

6

Nick hatte sein Feuer in Ufernähe entzündet, so daß ihm das Steigen des Wasserspiegels früher als den anderen auffiel. In dem Dorf war ihnen das Wasser nie gefährlich geworden, weil es ablaufen konnte. Er wußte aus Fagins Unterricht, daß diese Wassermassen irgendwann in ein Meer oder einen See flossen; aber nicht einmal Fagin hatte sich jemals Gedanken darüber gemacht, was dann geschah. Das war ganz natürlich denn auf der Erde bestand nie die Gefahr, daß die Meere anstiegen, wenn es einmal heftig geregnet hatte.

Aber auf Tenebra lagen die Dinge etwas anders.

Dort gab es keine riesigen Ozeane, sondern nur verhältnismäßig kleine Binnenmeere. Welche Folgen sich aus dieser Tatsache ergaben, hätte im voraus berechnet werden können — aber nicht von Nick oder den Angehörigen seiner Gruppe.

Zunächst schien kein Grund zur Besorgnis gegeben. Die großen Regentropfen schwebten langsam herab und verdampften hoch über den Feuern. Nick saß zufrieden neben dem Holzstoß und legte nur ab und zu einige Stöcke nach. Dabei sah er zufällig zu der schmalen Landzunge hinüber, die sich zwischen dem Festland und der Halbinsel erstreckte — aber die Landzunge war verschwunden. Nick überlegte, daß das Land kaum so rasch sinken konnte — also stieg das Wasser; er beobachtete den Wasserspiegel und fand seinen Verdacht bestätigt. Er rief den anderen zu, was er beobachtet hatte, und wenige Minuten später waren sie sich alle darüber einig, daß das Wasser tatsächlich stieg.

„Wie hoch, Nick?“ Betseys Stimme klang begreiflicherweise ängstlich.

„Ich glaube nicht, daß es bis hierher steigt“, antwortete Nick beruhigend. „Schließlich ist es nicht so rasch wie früher bei uns gestiegen, und der Hügelrücken liegt fast so hoch wie das Dorf. Hier haben wir nichts zu befürchten.“

Einige Stunden später, als das Wasser weiter gestiegen war ließ sich diese Überzeugung kaum noch aufrechterhalten. Von dem Hügel aus war kein festes Land mehr zu erkennen, und die verhältnismäßig kleine Fläche verringerte sich immer rascher.

Die Insel, die einmal ein Hügelrücken gewesen war, wurde zusehends kleiner. Das Vieh begann unruhig zu brüllen und wurde in den schützenden Feuerkreis getrieben. Trotzdem war das Ende nicht aufzuhalten, denn die wenigen Feuer gingen nacheinander aus, als die Regentropfen immer dichter herabsanken. Nachdem die Glut erloschen war, dauerte es nur Sekunden, bis jedes Lebewesen das Bewußtsein verlor; Minuten später zeigte nur noch ein Strudel die Stelle an, wo das letzte Feuer überflutet worden war.

Nicks letzter Gedanke war, daß sie wenigstens keine Angst vor Raubtieren zu haben brauchten; das Wasser würde zurückweichen, bevor ein Tier sie erreichen konnte.

Anscheinend hatte er sich doch geirrt. Als sie am nächsten Morgen aufwachten, fehlten zehn Stück Vieh, von denen nur noch einige Schuppen sichtbar waren. Zum Glück waren die Tiere nur schwach gepanzert, denn sonst hätten Nick und die anderen vielleicht bessere Opfer für die Raubtiere abgegeben. Jeder aus der Gruppe erschrak bei dem Gedanken daran, daß es Tiere geben mußte, die im Meer lebten. Sie alle fragten sich, woher solche Lebewesen den nötigen Sauerstoff bezogen.

1 ... 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ... 41
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)