Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 135 136 137 138 139 140 141 142 143 ... 253
Перейти на страницу:

»Hier stand niemals eine Stadt«, spottete Egwene. »Falls doch, wäre irgend etwas davon übriggeblieben. Irgendwas.«

Elyas nickte, gab aber seinen Beobachtungsposten nicht auf. »Sie wurde tatsächlich nicht gebaut. Artur Falkenflügel starb an dem Tag, an dem die Statue fertiggestellt wurde, und seine Söhne und der Rest seiner Familie stritten sich darum, wer auf Falkenflügels Thron sitzen solle. Die Statue stand verlassen inmitten dieser Hügel. Die Söhne und Neffen und Vettern starben, und die letzte Spur von Falkenflügels Blut verschwand vom Angesicht der Erde — abgesehen vielleicht von denjenigen, die über das Aryth-Meer fuhren. Es gab welche, die hätten am liebsten sogar jedes Andenken an ihn ausradiert, hätte es in ihrer Macht gestanden. Bücher wurden verbrannt, nur weil sie seinen Namen enthielten. Am Ende blieb von ihm nichts außer den Geschichten übrig, und die meisten von ihnen stimmten nicht. So ging sein Ruhm zugrunde.

Die Kämpfe hörten natürlich nicht auf, nur weil Falkenflügel und seine Familie tot waren. Es galt immer noch, einen Thron zu gewinnen, und jeder Lord und jede Lady, die ein Heer aufbieten konnten, wollten ihn besteigen. Das war der Beginn des Hundertjährigen Krieges. Er dauerte in Wirklichkeit hundertdreiundzwanzig Jahre, und das meiste Wissen über diese Zeit ging mit dem Rauch brennender Städte zugrunde. Viele gewannen einen Teil des Landes, aber niemand das ganze, und irgendwann in dieser Zeit wurde die Statue niedergerissen. Vielleicht konnten sie es nicht mehr ertragen, an ihm gemessen zu werden.«

»Zuerst hast du danach geklungen, als verachtest du ihn«, sagte Egwene, »und nun klingt es so, als ob du ihn bewunderst.« Sie schüttelte ihren Kopf.

Elyas drehte sich um und sah sie an. Sein Blick schien nichtssagend. Er blinzelte nicht. »Nehmt euch jetzt noch mehr Tee, wenn ihr wollt. Ich möchte, daß das Feuer vor Einbruch der Dunkelheit erloschen ist.«

Perrin konnte das Auge nun klar ausmachen, obwohl das Tageslicht schwächer wurde. Es war größer als der Kopf eines Mannes und, in den darüberfallenden Schatten erschien es ihm wie das Auge eines Raben: hart und schwarz und gnadenlos. Er wünschte, sie würden irgendwo anders schlafen.

30

Kinder des Schattens

Egwene blieb am Feuer sitzen und blickte zu dem Rest der Statue auf, doch Perrin ging hinunter zum Teich, um allein zu sein. Der Tag verblaßte, und im Osten erhob sich bereits der Nachtwind und kräuselte die Wasseroberfläche. Er nahm die Axt aus der Schlaufe an seinem Gürtel und drehte sie in den Händen um. Der Eschenholzschaft war so lang wie sein Arm und fühlte sich glatt und kühl an. Er haßte sie. Er schämte sich, daß er daheim in Emondsfeld so stolz auf die Axt gewesen war. Bevor er wußte, was er vielleicht einmal gewillt sei, mit ihr anzurichten.

»Haßt du sie so sehr?« sagte Elyas hinter ihm.

Überrascht sprang er auf und hob die Axt, bevor er sah, wer ihn angesprochen hatte. »Kannst... kannst du auch in meinen Gedanken lesen? Wie die Wölfe?«

Elyas hielt den Kopf schräg und betrachtete ihn abschätzend. »Deinen Gesichtsausdruck könnte auch ein Blinder deuten, Junge. Also red schon! Haßt du das Mädchen? Verachtest du sie? Das muß es sein. Du warst bereit, sie zu töten, weil du sie verachtest. Du schleifst sie immer hinterher, und sie hält dich mit ihrem weiblichen Getue auf.«

»Ich mußte Egwene noch nie hinterherschleifen«, widersprach er. »Sie leistet immer ihren Anteil. Ich verachte sie nicht, ich liebe sie.« Er funkelte Elyas an. Der sollte ja nicht lachen! »So war das wieder nicht gemeint. Also, sie ist nicht gerade wie eine Schwester für mich, aber sie und Rand — Blut und Asche! Wenn uns die Raben fingen — wenn — ich weiß nicht.«

»Natürlich weißt du's. Wenn sie wählen könnte, auf welche Art sie sterben will, wie glaubst du, würde sie sich entscheiden? Ein sauberer Schlag mit deiner Axt oder ein Tod wie der der Tiere, die wir heute gesehen haben? Ich weiß, wie sie sich entscheiden würde.«

»Ich habe kein Recht, für sie zu entscheiden. Du sagt es ihr doch nicht, oder? Wegen... « Seine Hände krampften sich um den Schaft der Axt; die Muskeln seiner Arme waren wie zu Seilen verknotet — starke Muskeln für sein Alter, aufgebaut in langen Stunden, während deren er in Meister Luhhans Schmiede den Hammer geschwungen hatte. Einen Moment lang glaubte er, der dicke Holzschaft werde brechen. »Ich hasse dieses blutige Ding«, murrte er. »Ich weiß nicht, was ich überhaupt damit anfange. Ich renne damit herum wie ein alter Narr. Weißt du, ich hätte es nicht fertiggebracht. Solange es nur darum geht, sich das vorzustellen und vielleicht und so, da gebe ich eben an und tue, als ob... « Er seufzte, und seine Stimme wurde schwächer. »Jetzt ist alles anders. Ich möchte sie nie mehr benutzen.«

»Du wirst sie benutzen.«

Perrin hob die Axt, um sie in den Teich zu werfen, doch Elyas hielt seinen Arm auf.

»Du wirst sie benutzen, Junge, und solange du es gegen deinen Willen tust, wirst du sie überlegter einsetzen als die meisten Männer. Warte ab! Wenn du sie nicht mehr haßt, dann ist es an der Zeit, sie so weit wie möglich wegzuwerfen und in entgegengesetzter Richtung davonzulaufen.«

Perrin wog die Axt in beiden Händen. Er war immer noch versucht, sie im Teich zurückzulassen. Leicht für ihn zu sagen, ich solle warten. Was ist, wenn ich warte und sie dann nicht mehr wegwerfen kann?

Er öffnete den Mund, um Elyas zu fragen, brachte aber kein Wort heraus. Statt dessen empfing er eine Botschaft der Wölfe. Sie war so dringend, daß seine Augen ganz glasig wurden. In diesem Augenblick vergaß er, was er hatte sagen wollen, daß er überhaupt etwas sagen wollte, ja, er vergaß sogar, wie man spricht und atmet. Auch Elyas Gesicht erschlaffte, und seine Augen schienen gleichzeitig nach innen hinein und in weite Ferne zu blicken. Dann war es vorüber, so schnell, wie es gekommen war. Es hatte nur einen Herzschlag lang gedauert, aber das war genug.

Perrin schüttelte sich und sog tief Luft ein. Elyas ließ sich keine Zeit; sobald sich der Schleier von seinen Augen gehoben hatte, eilte er ohne zu zögern ans Feuer. Perrin rannte schweigend hinter ihm her.

»Lösch das Feuer!« rief Elyas heiser Egwene zu. Er gestikulierte wild und bemühte sich, flüsternd zu schreien: »Mach's aus!«

Sie erhob sich, schaute ihn unsicher an und trat dann näher an das Feuer, aber eben langsam. Sie verstand offensichtlich nicht, was vorging.

Elyas schubste sie grob zur Seite, ergriff den Teekessel und fluchte, als er sich die Finger verbrannte. Er balancierte den heißen Kessel in den Händen und leerte ihn über dem Feuer aus. Einen Schritt hinter ihm kam Perrin gerade rechtzeitig, um Erde über die zischenden Kohlen zu treten, während noch der letzte Tee ins Feuer platschte. Es zischte, und Dampfwölkchen stiegen auf. Er hörte nicht auf, bis die letzten Überreste des Feuers begraben waren.

Elyas warf Perrin den Kessel zu, der ihn sofort mit einem unterdrückten Schrei fallen ließ. Perrin blies auf seine Hände und sah Elyas böse an, aber der fellgekleidete Mann war zu sehr damit beschäftigt, das Lager hastig zu überprüfen, um ihm Aufmerksamkeit zu schenken.

»Keine Möglichkeit zu verbergen, daß sich jemand hier befunden hat«, sagte Elyas. »Wir müssen uns eben beeilen und hoffen. Vielleicht kümmern sie sich auch gar nicht darum. Blut und Asche, aber ich war so sicher, daß es die Raben sind.«

Hastig warf Perrin Bela den Sattel über und stützte die Axt gegen seine Hüfte, während er sich bückte, um den Gurt anzuziehen.

»Was ist los?« fragte Egwene. Ihre Stimme zitterte. »Trollocs? Ein Blasser?«

»Geht entweder nach Osten oder Westen«, sagte Elyas zu Perrin. »Sucht euch ein Versteck; ich stoße zu euch, sobald ich kann. Wenn sie einen Wolf bemerken... « Er hastete weg, gebückt, als wolle er auf allen vieren laufen, und verschwand in den länger werdenden Schatten des Abends.

1 ... 135 136 137 138 139 140 141 142 143 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)