Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Elfenkönigin von Shannara
Die Elfenkönigin von Shannara - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Elfenkönigin von Shannara

Электронная книга - «Die Elfenkönigin von Shannara». Краткое содержание книги:

Die Elfenkönigin von Shannara
1 ... 96 97 98 99 100 101 102 103 104 ... 121
Перейти на страницу:

Bei Tagesanbruch erhoben sie sich und setzten ihren Weg fort. Sie mußten sich nicht um ein Frühstück kümmern, weil sie nichts mehr zu essen hatten. Ihre Vorräte waren erschöpft, wo sie nicht ohnehin verloren oder zurückgelassen worden waren. Es gab noch ein wenig Wasser, aber nicht mehr, als für einen Tag ausreichend war. Im In Ju würden sie auch nichts finden, was sie ernähren konnte. Ein weiterer Grund, schnell voranzukommen.

Ihre Suche war an diesem Tag vorbei, bevor sie noch richtig begonnen hatte. Nach weniger als einer Stunde endete Gavilans Spur plötzlich. Sie erreichten den Kamm einer Schlucht, verlangsamten auf Stresas warnendes Zischen hin ihren Schritt und blieben stehen. Unter ihnen, inmitten eines Durcheinanders kleiner Pflanzen und fast völlig niedergetretener Gräser, sahen sie Spuren von etwas, das ein verzweifelter Kampf gewesen sein mußte. Außerdem fanden sie Fetzen eines Netzes des Wisteron.

Stresa eilte in die Schlucht hinab, schnüffelte vorsichtig umher und kletterte wieder heraus. Seine dunklen, leuchtenden Augen fixierten Wren. »Hsssst. Er hat ihn, Wren Elessedil.«

Sie schloß die Augen vor den schrecklichen Bildern, die die Worte des Stachelkaters in ihr hervorriefen. »Wie lange schon?«

»Ssspppt. Nicht lange. Vielleicht sechs Stunden. Ungefähr seit Mitternacht, würde ich vermuten. Das Netz umschlang den Elfenprinzen und hielt ihn gefangen, bis der Wisteron kam. Grrrrr. Die Bestie hat ihn dann davongetragen.«

»Wohin, Stresa?«

Der andere stellte die Ohren auf. »Er hat ein Versteck, vermute ich. Er bewohnt den tiefer gelegenen Teil einer Mulde mitten im In Ju.«

Sie spürte von neuem Müdigkeit durch sich hindurchfließen. Natürlich, ein Lager – es mußte eines geben. »Irgendein Hinweis auf den Ruhkstab?«

Der Stachelkater schüttelte den Kopf. »Auch er ist fort.«

Wenn Gavilan ihn also nicht zurückgelassen hatte – was er niemals tun würde –, so war er noch immer bei ihm. Sie erschauerte trotz ihrer Entschlossenheit. Sie erinnerte sich an ihre kurze Begegnung mit dem Wisteron auf ihrem Weg zur Stadt. Sie erinnerte sich, welche Empfindungen allein schon sein Vorbeigehen in ihr ausgelöst hatte.

Armer, dummer Gavilan. Es gab jetzt keine Hoffnung mehr für ihn.

Sie schaute die anderen an, einen nach dem anderen. »Wir müssen den Ruhkstab zurückbekommen. Wir können nicht ohne ihn fortgehen.«

»Nein, Hoheit, das können wir nicht«, sagte Triss mit undurchdringlichem Blick.

Garth stand da, und seine großen Hände hingen schlaff an seiner Seite hinab.

Stresa schüttelte seine Stacheln, und sein spitzes Gesicht hob sich dem ihren entgegen. »Grrrrr, Wren von den Elfen, ich habe auch nichts anderes von dir erwartet. Hsssst. Aber du wirst die – phffft – Elfenmagie benutzen müssen, wenn wir überleben sollen. Die wirst du gegen den Wisteron brauchen.«

»Ich weiß«, flüsterte sie und spürte, wie der letzte Rest ihres alten Lebens von ihr abglitt.

»Chhttt. Nicht, daß es einen Unterschied machen würde. Phffftt. Der Wisteron ist...«

»Stresa«, unterbrach sie ihn sanft. »Du mußt nicht mitkommen.«

Die Stille des Augenblicks hing wie ein Schirm vor dem Dschungel. Der Stachelkater seufzte und nickte. »Phfffft. Wir sind zusammen bis hierher gegangen, nicht wahr. Keine überflüssigen Worte mehr. Ich werde euch hineinbringen.«

25

In der langen, tiefen Stille der unendlichen Nacht von Paranor, in der Vergessenheit seines grauen, unveränderlichen Zwielichts, saß Walker Boh und schaute in den Raum. Seine Hand auf dem Tisch vor ihm war zur Faust geschlossen, und seine Finger waren wie Eisenbänder um den Schwarzen Elfenstein verkrampft. Es gab nichts mehr zu tun – keine anderen Möglichkeiten zu erwägen, keine weitere Auswahl zu treffen. Er hatte alles soweit durchdacht, daß es ihm möglich schien, und alles, was blieb, war, auszuprobieren, ob es richtig oder falsch war.

»Vielleicht solltest du dir ein wenig mehr Zeit lassen«, schlug Cogline leise vor.

Der alte Mann saß ihm gegenüber, ein zerbrechlicher, skelettartiger Geist, der fast durchsichtig schien, wenn er vor dem Licht stand. Und das immer mehr, dachte Walker verzweifelt. Weißes, dünnes Haar hing wie Staubfäden von seinem runzligen Gesicht und seinem Kopf herab, die Kleider flatterten wie Wäsche auf der Leine um ihn herum, und seine Augen flackerten mit dumpfem Glitzern in den dunklen Höhlen. Cogline verblaßte, verschwand in die Vergangenheit und kehrte mit Paranor zu dem Ort zurück, von dem es hergerufen worden war. Denn Paranor würde nicht in der Welt der Menschen bleiben, es sei denn, ein Druide würde sich darum kümmern, und Walker Boh, der durch die Zeit und das Schicksal erwählt worden war, die dunkle Kleidung auszufüllen, mußte sie erst noch anziehen.

Seine Augen schweiften zu Rumor. Die Moorkatze kauerte an der gegenüberliegenden Wand des Studierzimmers, in dem sie saßen. Sein schwarzer Körper war so schwach und ätherisch wie der des alten Mannes. Er schaute an sich selbst hinab, und sah, daß auch er verblaßte, wenn auch nicht so schnell. Auf jeden Fall hatte er keine Wahl. Er konnte fortgehen, wenn er es wollte, sofern er es wollte. Cogline nicht und Rumor auch nicht, denn sie waren bis in alle Ewigkeit an den Keep gebunden, wenn Walker keinen Weg fand, ihn in die Welt der Menschen zurückzubringen.

Seltsamerweise glaubte er diesen Weg gefunden zu haben. Aber seine Entdeckung erschreckte ihn so, daß er nicht sicher war, ob er es tun wollte.

Cogline rührte sich, und es klang wie das Rasseln trockener Knochen. »Es könnte nicht schaden, die Bücher ein weiteres Mal zu lesen«, drängte er.

Walker lächelte spöttisch. »Wenn ich sie ein weiteres Mal lese, ist anschließend überhaupt nichts mehr von dir übrig. Oder von Rumor oder dem Keep oder vielleicht auch von mir nicht. Paranor verschwindet, alter Mann. Wir können es nicht leugnen. Und außerdem ist nichts zu lesen übrig, nichts zu entdecken übrig, was ich nicht schon weiß.«

»Und du bist immer noch sicher, daß du recht hast, Walker?«

Sicher? Walker war sich über nichts sicher, außer über die Tatsache, daß er ganz entschieden nicht sicher war. Der Schwarze Elfenstein war ein tödliches Puzzle. Stellte er falsche Vermutungen darüber an, wie er wirkt, dann würde er wie der Steinkönig enden, gefangen von seiner eigenen Magie, zerstört von dem, dem man am meisten vertraut hat. Uhl Belk hatte geglaubt, die Magie des Steines zu beherrschen, und es hatte ihn alles gekostet.

»Ich stelle Vermutungen an«, erwiderte er. »Nicht mehr.«

Er öffnete seine Hand und ließ den Elfenstein ans Licht kommen. Er lag da in der Mulde seiner Handfläche mit glatter Oberfläche, scharfkantig, trüb und undurchdringlich, Macht in sich selbst, Macht jenseits von allem, dem er je begegnet war. Er dachte daran, wie es sich angefühlt hatte, den Stein zu gebrauchen, als er den Keep zurückgebracht und erwartet hatte, daß es nun vorbei sei, daß die Rückkehr aus der Vergessenheit, in die Allanon ihn gesandt hatte, alles sei, was gefordert war. Er erinnerte sich des Aufbrandens der Macht, als sie ihn zum Keep begleitet hatte, an das Ineinanderfließen von Fleisch und Blut mit Stein und Mörtel, die Umgestaltung seines Körpers, so daß er genauso sehr Geist wie Mensch war. Er hatte ihn so verwandelt, daß er Paranor hatte betreten können, um zu entdecken, was ihm noch zu tun blieb.

Eine Metamorphose des Seins.

Dort war er Cogline und Rumor begegnet und hatte ihre Geschichte gehört, wie sie den Angriff der Schattenwesen überlebt hatten, indem sie in den beschützenden Schild der Magie der Druidengeschichten eingeschlossen und nach Paranor gebracht worden waren. Obwohl Walker Paranor aus dem vergessenen Ort, an den Allanon es gesandt hatte, herausgebracht hatte, würde er es nicht vollständig zurückbringen können, solange er nicht einen Weg gefunden hatte, seine Verwandlung zu vollenden und der Druide zu werden, der er, wie es vorbestimmt war, sein mußte. Bis dahin war Paranor ein Gefängnis, das nur er verlassen konnte – ein Gefängnis, das sich schnell in den Raum zurückziehen würde, aus dem es gekommen war.

1 ... 96 97 98 99 100 101 102 103 104 ... 121
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)