Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне

Электронная книга - «Mathias Sandorf». Краткое содержание книги:

Die Handlung setzt 1866 in Triest ein. Die mittellosen Gauner Sarcany und Zirone finden auf einem ihrer Spaziergänge durch die Stadt eine Brieftaube, die eine Geheimbotschaft befördert. Sarcany will sehen, ob sie aus der Botschaft Kapital schlagen können. Sie lassen die Taube von einem Kirchturm aus frei und verfolgen sie mit den Augen bis zu ihrem Taubenschlag.
Dieser befindet sich in einem Haus, das dem Grafen Ladislaus Zathmar, einem ungarischen Adligen, gehört. Graf Zathmar plant, mit seinen Freunden, dem Professor Stefan Bathory und dem Grafen Mathias Sandorf in Ungarn, ihrer Heimat, einen Volksaufstand anzuzetteln ...
1 ... 92 93 94 95 96 97 98 99 100 ... 137
Перейти на страницу:

Obgleich der Doctor sich noch fernere acht Tage in Catania aufhielt, war es ihm doch nicht möglich, irgend welche Nachrichten über Sarcany zu erhalten. Wenn dieser wirklich die Absicht gehabt hatte, mit Zirone in Sicilien zusammenzutreffen, so waren seine Absichten inzwischen jedenfalls andere geworden, sobald er erfahren, daß der dem Doctor Antekirtt gestellte Hinterhalt verrathen worden war und Zirone selbst den Tod dabei gefunden hatte.

In diesen Feuerbrunnen schleuderte Kap Matifu Zirone. (S. 391.)

Am 8. September stach der »Ferrato« wieder in See und fuhr mit vollem Dampf nach Antekirtta, woselbst er nach einer schnellen ungetrübten Ueberfahrt eintraf.

Dort schickten sich der Doctor, Peter und Luigi an, die Projecte wiederaufzunehmen und weiter zu erwägen, in deren Ausführung ihr ganzes Leben gipfelte. Es handelte sich jetzt zunächst darum, Carpena aufzufinden, der wissen mußte, was aus Sarcany und Silas Toronthal geworden war.

Zum Unglück für den Spanier, welcher der Vernichtung der Bande Zirone’s dadurch entging, daß er in der Locanda von Santa Grotta zurückblieb, war seine Freiheit nur von kurzer Dauer.

Zehn Tage später meldete einer der Agenten des Doctors diesem, daß Carpena soeben in Syrakus verhaftet worden wäre – nicht als Genosse Zirone’s, sondern eines Verbrechens wegen, welches er vor fünfzehn Jahren schon begangen hatte, eines Todtschlages, wegen dessen er Almayata in der Provinz Malaga verlassen hatte und nach Rovigno in Istrien gewandert war.

Drei Wochen später wurde Carpena, nachdem dem Wunsche nach Auslieferung Folge geleistet war, zu lebenslänglicher Galeerenstrafe verurtheilt und er an die marokkanische Küste, nach Ceuta befördert, einer der größten Sträflingskolonien Spaniens.

»Endlich befindet sich einer dieser Verbrecher im Bagno, sagte Peter, und für immer.

– Für immer?… Nein! erwiderte der Doctor. Wenn Andrea Ferrato auch im Gefängnisse gestorben ist, so braucht Carpena darum noch nicht im Bagno zu sterben!«

Ende des dritten Theiles.

Fußnoten

1 Gegenwärtig sollen die Arbeiten in Angriff genommen werden, welche die Casa Inglese zu einem Observatorium umgestalten; die Kosten bestreitet die italienische Regierung und der Magistrat in Catania.

Vierter Theil. 

Erstes Capitel.

Das Präsidio von Ceuta.

Am 21. September, drei Wochen nach den zuletzt erzählten Ereignissen, deren Schauplatz Catania gewesen war, dampfte eine Yacht – es war der »Ferrato« – von einer nordöstlichen Brise getrieben, zwischen derjenigen Spitze Europas, die im spanischen Lande englisches Eigenthum ist, und dem Vorgebirge von Almina, das auf marokkanischem Gebiete spanischer Besitz ist, eilig dahin. Vier Distanzpunkte zählt man von einem Vorgebirge zum anderen. Wenn man der Götterlehre Glauben beimessen darf, war es Hercules gewesen, der, ein Vorgänger des Herrn von Lesseps, sie für den Strom des atlantischen Meeres schuf, indem er mit einem Keulenschlage diesen Theil des mittelländischen Peripels spaltete.

Pointe Pescade hätte es gewiß nicht verabsäumt, seinen Freund Kap Matifu auf den im Norden liegenden Felsen von Gibraltar und auf den Felsen Hacho im Süden aufmerksam zu machen. Calpe und Abyla sind die Säulen, welche noch den Namen von Kap Matifu’s berühmten Ahn tragen. Kap Matifu hätte, wenn er dabei gestanden, zweifellos dieses Kraftstück nach Verdienst belobt, ohne daß der Neid sein bescheidenes und anspruchloses Gemüth bewegt haben würde. Der provençalische Hercules hätte sich ganz gewiß vor dem Sohne Jupiter’s und der Alkmene gebeugt.

Allein weder Kap Matifu noch Pointe Pescade befanden sich unter den Passagieren der Dampf-Yacht. Der Eine hatte noch den Genossen zu pflegen und daher mußten Beide auf Antekirtta zurückbleiben. Sollte später ihre Hilfe benöthigt werden, so sollten sie mittelst Depesche herbeigerufen und auf einem der »Electrics« schnell übergesetzt werden.

Der Doctor und Peter Bathory befanden sich allein an Bord des »Ferrato«, der vom Kapitän Köstrik als erstem, von Luigi als zweitem Lieutenant befehligt wurde. Die letzte Expedition, die sich nach Sicilien richtete und den Zweck verfolgte, die Spuren von Sarcany und Silas Toronthal ausfindig zu machen, hatte keinen Erfolg gehabt, weil Zirone dabei den Tod gefunden. Es handelte sich jetzt also darum, die Fährte wieder aufzufinden und zu diesem Zwecke mußte Carpena gezwungen werden, zu sagen, was er von Sarcany und seinen Genossen wußte. Da der Spanier, zur Galeerenarbeit verurtheilt, in das Präsidio von Ceuta gebracht worden war, so mußte er dort aufgesucht werden, denn nur hier konnte man sich mit ihm in Verbindung setzen.

Ceuta ist eine kleine befestigte Stadt, ein Gegenstück zu dem englischen Gibraltar; sie liegt auf den östlichen Abhängen des Berges Hacho und Angesichts ihres Hafens manövrirte noch am besagten Tage gegen neun Uhr Morgens in der Entfernung von weniger als drei Meilen von der Küste unsere Yacht.

Es gibt im ganzen Mittelmeer keinen belebteren Punkt als diese Stelle, welche der Mund dieses Meeres genannt werden muß. Dort empfängt es die Gewässer des Atlantischen Oceans. Hier hinein segeln die Tausende von Schiffe, die aus dem nördlichen Europa und den beiden Amerikas kommen und welche in die hunderte von Häfen dieses ungeheuren Bassins das vielgestaltige Leben bringen. Dort hinein und hinaus dampfen die großen transatlantischen Dampfer und die Kriegsschiffe, welchen das Genie eines Franzosen einen Hafen im indischen Ocean und in der Südsee geöffnet hat. Es giebt schwerlich etwas Malerischeres als diese schmale Wasserstraße, welche durch die so verschieden geformten Gebirge führt. Im Norden zeichnen sich die Umrisse der Sierras von Andalusien ab. Im Süden, auf der prächtig ausgezackten Küste, vom Kap Spartel an bis zum Vorgebirge Almina ragen die schwarzen Hörner der Bullonen, der Affenberg, die höchsten Gipfel der »sieben Brüder« empor. Zur rechten und zur linken Seite erscheinen malerische Städte, so Tarifa, Algesiras, Tanger, Ceuta; sie bauen sich im Hintergrunde der Buchten auf und werden von den untersten Stufen der Gebirge flankirt; ihre Häuserreihen dehnen sich über die niedrig gelegenen Ufer aus, zu deren Schutz die riesigen Felsenmauern hinter ihnen emporstreben. Zwischen diesen beiden Gestaden, unter den Kielen der dahinsausenden Dampfer, deren Curs weder Wasser noch Wind aufhält, unter dem Tuch der Segelschisse, welche die westlichen Winde mitunter zu hunderten an der Mündung in den Atlantischen Ocean festhalten, entwickelt sich eine buntfarbige, stets wechselnde Wasserfläche, hier erscheint sie grau und aufrührerisch, dort blau und ruhig und durchfurcht von den Kämmen, welche die Linie der Gegenströmungen mit ihren durchbrochenen Zick-Zacks markiren. Kein Mensch kann dem Reize dieser erhabenen Schönheiten gegenüber unempfindlich sein, welche die beiden Erdtheile, Europa und Afrika, in dem Doppelpanorama der Meerenge von Gibraltar, von Angesicht zu Angesicht entfalten.

Der »Ferrato« näherte sich schnell der afrikanischen Küste. Die gekrümmte Bai, in deren Hintergrunde Tanger sich verbirgt, schloß sich bereits, während der Felsen von Ceuta um so sichtbarer wurde, je mehr die Küste jenseits des Golfes von Tanger eine Wendung nach Süden machte. Man sah ihn sich nach und nach isoliren, gerade wie ein umfangreiches Eiland, das am Fuße eines Kaps auftaucht und durch einen schmalen Isthmus an das Festland gefesselt wird. Oberhalb, in der Gegend des Gipfels des Hacho-Berges, erschien eine kleine Schanze; sie ist aus einer römischen Citadelle entstanden und in ihr sind unablässig Beobachtungsposten zu finden, welche den Auftrag haben, die Meerenge und namentlich das marokkanische Gebiet zu überschauen, in welchem Ceuta nur eine Enclave bildet.

1 ... 92 93 94 95 96 97 98 99 100 ... 137
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)