Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern
Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern

Электронная книга - «Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern». Краткое содержание книги:

Noch immer wütet auf Krynn der mörderische Krieg zwischen den Heerscharen des Guten und des Bösen. Die Übermacht der tyrannischen Drachenkönigin Takhisis zwingt die Ritter von Solamnia, sich auf Burg Vingaard zurückzuziehen. Huma, einer der Ritter, erkennt in letzter Minute, daß sich sein bester Freund von Paladin, dem Gott des Lichts, abgewandt hat und auf Vingaard in dunkle Machenschaften verstrickt ist. Aber der Kampf gegen den Verräter ist nur ein weiterer Teil von Humas gefährlicher Prüfung...
1 ... 80 81 82 83 84 85 86 87 88 ... 94
Перейти на страницу:

Sein Gegner war gut, aber nicht so gut wie ein geschulter Ritter von Solamnia. Seine Paraden wurden immer ungeschickter, als er merkte, daß er nicht gewandt genug war, um den Eindringling zu erledigen. Huma zwang das Schwert des anderen hoch und trat zu. Der Gang war so eng, daß der Mann nicht ausweichen konnte. Als Humas Gegner zurückstolperte und nach Luft schnappte, stieß der Ritter zu.

Der Lärm würde sicher jemanden herbeirufen.

Huma sah den Gang hinunter, aus dem die Wachen gekommen waren, und den, den sie an der Kreuzung eingeschlagen hatten. Beide schienen endlos weiterzugehen.

So leise wie möglich folgte er dem Gang. Es war völlig dunkel, und Huma mußte sich an den Wänden entlang tasten, um sicherzugehen, daß er keine Seitengänge oder Kreuzungen verpaßte.

Wo war der Silberdrache? Nein, wo war Gwyneth, korrigierte sich der Ritter. Welche Gestalt sie auch annahm, es war Gwyneth, soviel begriff er, auch wenn er seine eigenen Gefühle nicht wirklich verstand. Sie mußte irgendwo hier sein, überlegte Huma. Vielleicht wanderte sie wie er auf der vergeblichen Suche nach ihm ziellos durch irgendeinen finsteren Teil der Zitadelle.

Spontan zog er das Medaillon heraus und hielt es fest. Die Wärme des Medaillons erfüllte ihn. Es begann, so intensiv zu leuchten wie die Drachenlanzen. Genau in diesem Moment hallte eine Stimme durch den Gang.

Zwei Stimmen unterhielten sich wispernd. Keine Mitglieder der Schwarzen Garde des Kriegsherrn, denn die redeten selten, wie Huma aufgefallen war. Zauberer – aber waren es Abtrünnige oder jene, die geschworen hatten, der Ritterschaft zu helfen?

Er hielt sein Schwert bereit, wobei er im stillen den Mangel an Licht verfluchte. Die Dunkelheit war ein Verbündeter der Zauberer, denn diese waren wie Meuchelmörder für ihre Tricks bekannt. Huma hoffte, er würde die beiden überwältigen können.

»Es muß hier sein!«

»Warum hast du das gemacht?«

»Der Abtrünnige hatte sie beide. Er – aaahhh!«

Der vordere der beiden Zauberkundigen merkte plötzlich, daß er eine Schwertspitze unterm Kinn hatte. Sein Begleiter machte keine Anstalten, Huma anzugreifen.

»Keine falsche Bewegung«, flüsterte der Ritter.

»Er ist es!« zischte der andere Zauberer seinem Kollegen zu.

»Das sehe ich!« meinte der Magier, um dann zu Huma zu sagen: »Wir sind Verbündete! Hat Gunther dir das nicht gesagt?« Das Gesicht des Zauberkundigen war in der Dunkelheit schwer zu erkennen, aber Huma meinte zu sehen, daß seine Augen vor Furcht weit aufgerissen waren.

»Gunther?«

»Schmächtig mit tierartigem Gesicht. Kahl.«

Eine einfache, aber ziemlich zutreffende Beschreibung. Das bedeutete jedoch nicht, daß die beiden Freunde waren.

»Er hat dir eine kleine Smaragdkugel gegeben.«

»In Ordnung.« Es war riskant, aber Huma entschied sich, das Schwert zu senken. Die Zauberer atmeten hörbar auf. Beide waren normal groß, der eine ziemlich dick, doch Huma konnte kaum Einzelheiten wahrnehmen.

»Unter anderen Umständen hätten wir dir beigebracht, was es heißt, einen vom Orden Nuitaris zu bedrohen«, schimpfte der Dicke. »Aber jetzt sind wir gezwungen, dir beizustehen!«

»Das geht mir genauso wie euch.«

»Drakos wußte, daß du den leeren Hof als Einladung zum Landen ansehen würdest, aber er hatte eine Überraschung für dich vorbereitet. Wir hatten keine Zeit, euch beide zu retten, deshalb haben wir uns auf dich als den Wichtigeren konzentriert. Um zu verhindern, daß einer der Abtrünnigen dich aufspürt, mußten wir dich an einen abgelegenen Ort des Schlosses teleportieren und das Beste hoffen.«

»Ich hatte eine sehr genaue Vorstellung davon, wo du landen würdest; es gab keinen Grund zur Sorge.« Der dünnere Magier zog verächtlich die Nase hoch.

»Manche von uns haben mitunter einfach Glück.« Die Worte des untersetzten Zauberers zielten auf seinen Kollegen ab, und Huma hatte den unbestimmten Eindruck, daß sie nicht nur Ordensbrüder, sondern auch leibliche Brüder waren. »Sei es, wie es ist, wir wollen, daß du – «

»Ihr wollt?« Humas Griff um sein Schwert wurde fester, und er erhob es auf Halshöhe der Zauberer. »Von Schwarzen Roben nehme ich keine Befehle entgegen. Wir arbeiten zusammen, gut, aber als Gleiche unter Gleichen.«

Doppelseufzer. Auf solche Verbündete hätte Huma gern verzichtet, doch sie hatten ihm gerade das Leben gerettet.

»Was ist mit dem Drachen passiert, auf dem ich geritten bin?«

»Das Ungeheuer?« fragte der erste Magier. »Der ist eingefroren. Gelähmt. Galan Drakos verschwendet kein Rohmaterial.«

»Was soll das heißen?« Der Gedanke, daß in diesem Augenblick etwas Schreckliches mit Gwyneth geschehen konnte, versetzte Huma fast in Panik. Die Zauberer hielten seine Panik irrtümlich für mörderische Wut und taten rasch ihr Bestes, um ihn zu besänftigen.

»Nichts! Im Moment ist er viel zu beschäftigt! Er hat irgendeinen genialen Spruch, mit dem er Krynn angeblich für immer verändern will. Für den Drachen hat er keine Zeit.«

Huma atmete tief durch und beruhigte sich wieder. »Ihr wart mir eine unschätzbare Hilfe, aber ich fürchte, ihr habt euch kompromittiert. Inzwischen verdächtigt er doch bestimmt alle Schwarzen Roben?«

Der dünne Zauberer schniefte wieder. »Er weiß nicht, wie stark der Widerstand schon ist. Er nimmt an, daß es nur ein paar enttäuschte Mitglieder unseres Ordens sind. Deshalb hat er keine Ahnung, daß es sich um eine große Revolte handelt. Wir beugen uns nicht als Sklaven diesem Teufel und seiner Herrin.«

»Sei still«, zischte der andere. »Du erregst Ihre Aufmerksamkeit, und das ist das einzige, womit wir nicht fertig werden!«

»So?« Huma sah die beiden mit Abscheu an und wünschte sich, sie könnten seinen Gesichtsausdruck richtig sehen. »Aha. Ihr denkt also immer noch, daß ich die ganze Arbeit für euch mache. Schön. Wo geht es zu Galan Drakos?«

»So verrückt kannst du doch nicht sein!« Es war schwer zu sagen, welcher von den beiden gesprochen hatte.

»Wo lang?«

»Wir haben ihn hierher gebracht«, sagte der erste zum zweiten. »Wir können es genauso gut hinter uns bringen.«

»So war es nicht geplant.«

»Ist von Anfang an irgend etwas, was wir geplant hatten, so gelaufen, wie wir es uns gedacht hatten? Sagathanus ist gleich beim ersten Mal gestorben, als er den Abtrünnigen widersprochen hat – und er war es, der sie rekrutiert und ihnen versprochen hat, daß wir sie dulden würden! Daß sie nicht länger gejagt und vernichtet werden würden, wenn sie sich nicht den Drei Orden anschließen und die Richtlinien der Versammlung der Zauberer nicht befolgen wollen!«

»Das war unser Fehler! Wir haben ihnen die Freiheit versprochen, ihre schändlichen Experimente fortzuführen – Experimente, die sogar unsere Grenzen überschreiten.«

Huma verhinderte, daß der Streit sich ausweitete, indem er die Spitze seines Schwerts zwischen die beiden zankenden Magier hielt. Sofort wurden sie mucksmäuschenstill.

»Galan Drakos! Zum letzten Mal. Wo?«

Der dicke Zauberer ratterte eine Abfolge von Ecken und Strecken herunter, wiederholte sie noch einmal und fragte Huma dann, ob er sich alles gemerkt hatte. Das hatte er.

»Wir werden uns bemühen, den Drachen zu befreien, sofern das möglich ist. Wenn nicht…« Der Magier zuckte mit den Schultern.

»Was ist mit meinen anderen Gefährten?«

»Sie haben gewendet, als die Falle ausgelöst wurde. Ich kann nicht sagen, ob sie zurückkehren werden. Vielleicht sind sie zurück nach Vingaard geflogen.«

Huma überging den Seitenhieb. Er war sicher, daß die anderen in der Nähe einen Plan schmiedeten. Am besten nahm er sein gegenwärtiges Vorhaben wieder auf.

Schritte hallten durch den Gang. Die beiden Zauberkundigen sprangen regelrecht hoch.

»Weg«, flüsterte der Dünnere.

Mit langen Schritten entfernte sich Huma von den Schwarzen Roben. Er hörte leise ein paar Stimmen und erkannte, daß die beiden ihm soviel Vorsprang wie möglich verschaffen wollten.

1 ... 80 81 82 83 84 85 86 87 88 ... 94
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)