Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Nijura - das Erbe der Elfenkrone
Nijura - das Erbe der Elfenkrone - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Nijura - das Erbe der Elfenkrone

Электронная книга - «Nijura - das Erbe der Elfenkrone». Краткое содержание книги:

Als die junge Halbelfe Nill im Wald ein rätselhaftes Messer findet, ahnt sie nicht, dass sie damit zur Schlüsselfigur in einem alles bedrohenden Konflikt geworden ist. Ein unglaubliches Verbrechen hat den Frieden der Welt erschüttert: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wurde von einem Menschen gestohlen! Als ihr Träger ist er unverwundbar und erlangt die blinde Ergebenheit aller Moorelfen. Verführt von seiner neuen Macht, hat der geheimnisvolle Menschenkönig bereits eine Armee Grauer Krieger um sich geschart, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann ihm Einhalt gebieten – geschmiedet aus der zauberkräftigen Halbkrone der Freien Elfen, die dem neuen König noch nicht Untertan sind.
Das Messer braucht eine Trägerin – und es hat sich dafür Nill erwählt. Schnell wird Nill zum Spielball aller Mächte und Interessen. Gejagt von den Grauen Kriegern und unterstützt nur von einigen wenigen mutigen Gefährten, macht sich Nill auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.
Mit atemberaubender Spannung verstrickt Jenny-Mai Nuyen ihre Leser in eine Fantasy-Welt voller überraschender Wendungen – und in eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und Verrat.
1 ... 74 75 76 77 78 79 80 81 82 ... 115
Перейти на страницу:

Hier essen bis zum Ende ihres Lebens! Es war so absurd. So unerwartet. So unmöglich war die Welt, dass Scapa nicht einmal wusste, ob er vor Glück oder vor Kummer lachte und weinte. Das Leben hatte ihn zum Narren gehalten, drei Jahre lang. Er stützte sich mit den Armen auf den Tisch und betrachtete Arane.

Sie hatte sich kaum verändert, war ihm vertrauter als der Anblick von Kesselstadt; und doch war es vollkommen anders. Sie war eine Fremde. Eine Königin.

»Wie ist das alles geschehen?«, murmelte er. »Wie wurdest du ...«

Arane beugte sich zu ihm vor. Ihr Gesicht war ihm so nahe wie in seinem Traum.

»Das ist die wahre Legende, Scapa. Das hier – dass wir uns hier wiedersehen – das ist unser Schicksal gewesen! Das, wovon wir immer geträumt haben, das, was wir immer wussten, das fängt jetzt erst an. Unser Leben in Kesselstadt war nur ein winziger Augenblick von der Zeit, die uns gehört«, flüsterte sie.

Scapa streckte die Hand aus. Er wollte sie berühren und sicher gehen, dass sie tatsächlich echt war, denn wirklich glauben konnte er es noch nicht.

Ihre Wange fühlte sich weich an. Scapas Finger malten ihr Spuren von der Bratensoße auf die Haut.

Sie wich leicht zurück, fuhr sich mit dem Handrücken darüber und lachte.

»Ihr beide starrt ja vor Dreck!« Und noch im selben Atemzug verordnete sie den Dienerinnen, man solle Bäder vorbereiten. Dann ließ Arane ihren Blick so langsam über Scapa wandern, als wolle sie sich jede Einzelheit an ihm einprägen. Sein Herz zog sich zusammen. Mit demselben Blick hatte sie ihn an jenem unglückseligen Tag vor der Soldatenwache angesehen, als er sie für immer verloren geglaubt hatte.

»Kommt.« Sie stand auf.

Die beiden Jungen folgten ihr, nachdem Fesco sich noch zwei Klöße genommen hatte, von denen er sich einen in die Manteltasche stopfte und den anderen in den Mund.

Arane führte sie durch helle Gänge. Der Boden war mit rotem Teppich ausgelegt. Gemälde schmückten die Wände.

Überall huschten Dienerinnen umher, verneigten sich tief vor Arane und wagten auch Scapa und Fesco kaum einen Blick zuzuwerfen. Als sie in einer kleinen Halle ankamen, nahm Arane Scapa bei der Hand und sagte zu Fesco: »Dein Bad erwartet dich dort.« Sie winkte zwei Dienerinnen herbei. Augenblicklich eilten sie zu ihr, verbeugten sich vor Fesco und wiesen auf eine Tür. Fesco räusperte sich. »Ja, also ... danke.« Er folgte den Dienerinnen.

»Und was ist mit ...«, stotterte Scapa, aber da schloss Arane schon beide Hände um die seinen und zog ihn entschieden auf eine Tür zu.

»Du badest in meinem Lieblingsbad«, sagte sie, drehte sich zu ihm um und schob die Tür auf.

Sie betraten ein von Glasfenstern erhelltes Zimmer. Sitzbänke und Steinstühle standen an den Wänden, verziert von Ornamenten aus Perlmutt und Porzellan. In der Mitte des Zimmers aber war das Verblüffendste: Fünf Stufen führten in eine riesige Vertiefung im Boden, in der dampfendes Wasser schwappte. Türkisfarbene und goldgelbe Kacheln malten ein Mosaik unter die sanften Wellen. Mehrere Dienerinnen standen mit Leinentüchern, Blütenblättern und Seifen rings um das Bad und knieten nieder.

Arane beachtete sie gar nicht, und ohne den Blick von Scapa zu wenden, der alles mit Staunen betrachtete, winkte sie sie fort. In einer Reihe gingen die Dienerinnen hinaus. Die Handtücher legten sie auf einer Sitzbank unweit des Bades ab.

»Das alles gehört wirklich ...?«

Arane nickte.

»Das alles gehört mir. Und jetzt«, fügte sie leise hinzu, »auch dir.«

Sie trat direkt vor ihn. Dann löste sie die seitlichen Knöpfe seines Umhangs und streifte ihn von seinen Schultern. Der Stoff fiel zu Boden.

Sie blickte in sein Gesicht auf. »Du siehst so viel älter aus. Du klingst ganz anders. Ist denn wirklich so viel Zeit vergangen?«

Scapa konnte nichts erwidern. Er hätte auch gar nicht gewusst, was.

Arane senkte den Kopf und knüpfte sein Wams auf. Dann nahm sie ihm den Gürtel ab, in dem sein Dolch und der Steindorn steckten. Sie hob seinen Umhang auf und trug die Sachen zu einer Bank. Von hinten sah Scapa, wie Arane nach kurzem Zögern nach dem Steindorn griff – aber ihre Hand schreckte zurück, als sie spürte, wie heiß er war.

»Ich ... werde deinen Umhang waschen lassen«, sagte sie und legte ihn behutsam über den Gürtel und den Steindorn. Währenddessen zog Scapa sich Wams, Hose und Schuhe aus und tauchte den Fuß bis zur ersten Stufe ins Badebecken.

»Das Wasser ist ja warm!«, rief er verblüfft.

Arane schüttelte lächelnd den Kopf. »Was dachtest du denn, du Schafskopf – dass es vor Kälte dampft?«

Als sie sich umdrehte, ließ Scapa sich mit einem lauten Platschen ins Wasser fallen. Die Wellen schwappten über den Rand des Beckens und überschwemmten den Boden. Er tauchte unter, kam prustend mit dem Kopf wieder aus dem Wasser und strich sich die Haare aus der Stirn. Als er die Augen öffnete, stand Arane am Rand des Beckens und sah auf ihn herab.

»Ich habe noch nie in so was gebadet«, sagte er.

»Und ...« Er roch an seinem Arm. »Das Wasser duftet sogar.«

»Ich weiß«, erwiderte Arane. »In Kesselstadt sind wir im Sommer in den Kanälen geschwommen, weißt du noch? Einmal, bei der Brücke von Grejonn, ist der Kopf eines Verbrechers im Wasser getrieben. Ich habe mich schrecklich geekelt. Und du hast ihn mit einem Holzbrett weggestoßen, damit ich schwimmen konnte.«

Scapa erinnerte sich sehr gut an jenen Tag. Er wusste noch, wie das aufgedunsene Gesicht des Toten aus dem Wasser zu ihm heraufgestarrt hatte. Er wusste noch, wie Aranes wilde Locken in der Sonne geglänzt hatten und wie braun ihr Nacken gewesen war. Plötzlich hatte er das Bedürfnis, ihre aufwändige Frisur zu zerstrubbeln und sie wieder in die schmutzige, sonnengebräunte Arane zu verwandeln, die sie immer gewesen war.

»Heute schwimmen keine Köpfe mehr in meinem Badewasser«, bemerkte Arane mit einem Lächeln.

Er senkte das Gesicht und setzte eine böse Miene auf. »Bist du dir da sicher?«

Plötzlich schlang er die Arme um ihren Rock. Arane stieß einen erschrockenen Schrei aus, dann fiel sie mitsamt all ihren Kleidern ins Wasser.

Sie hatte so laut geschrien, dass eine Schar Dienerinnen ins Zimmer stürzte.

»Majestät!«, riefen sie entsetzt. »Majestät! Ist alles in Ordnung?«

Nach Luft ringend kam Arane hoch. Der mehrschichtige Rock hatte sich aufgebläht und füllte fast das ganze Becken aus.

»Ja«, japste sie. »Ja – oh, ja. Alles in Ordnung.«

Sie begann atemlos zu lachen. Die Dienerinnen verneigten sich ratlos und schlossen wieder die Türen hinter sich. Es war das erste Mal, dass Scapa die Dienerinnen hatte sprechen hören, und ihm war aufgefallen, dass sie menschliche Frauen waren.

Arane wirbelte zu ihm herum und strich sich die Haare aus dem Gesicht. Er lachte, so hilflos sah sie aus.

»Ich kann mich nicht mehr bewegen!« Er planschte auf ihrem geblähten Rock. »Dein Kleid ist überall! Sag mal, ist das vielleicht ein Zelt, das du da trägst?«

»Du bist verrückt!«, keuchte Arane. »Du bist ja vollkommen übergeschnappt!« Und sie streckte die Hände nach ihm aus, als wolle sie sich an ihm hochhieven. Dann fasste sie aber nach seinen Schultern und zog ihn zu sich heran. Das Wasser tropfte ihr vom Kinn. Dampf stieg rings um sie von den Wellen des Beckens auf. Scapa legte leicht die Hände um ihre Taille. Er spürte, wie sie atmete. Vorsichtig stieß ihre Nasenspitze gegen die seine und sie küsste ihn.

Einen Herzschlag lang glaubte Scapa, wieder in den Kanalschächten des Fuchsbaus zu stehen. Arane fühlte sich nass und zitternd an, und er selbst auch; doch jetzt waren die Lippen, die ihn küssten, nicht kalt, sondern warm. Der heiße Dampf hüllte sie ein wie eine Decke. Scapa zog Arane tiefer ins Wasser.

Er löste das goldene Perlenhaarnetz und ihre Locken fielen feucht und ungeordnet herab. Sie reichten ihr jetzt bis zum Rücken. Scapa näherte seine Hände dem steinernen Diadem und wollte es ihr von der Stirn nehmen.

1 ... 74 75 76 77 78 79 80 81 82 ... 115
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)