Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 72 73 74 75 76 77 78 79 80 ... 229
Перейти на страницу:

Garths Blick folgte der Bewegung. »Bist du verletzt?« fragte er. Torian schüttelte den Kopf und senkte hastig die Hand. »Es ist nichts«, antwortete er. »Nur ein Kratzer.« Und nur um Garth daran zu hindern, sich den Kratzer vielleicht ansehen zu wollen, fuhr er fort: »Woher hat die Blutspinne eigentlich ihren Namen?«

»Keine Ahnung«, erklärte Garth achselzuckend. »Wieso interessierst du dich dafür?«

Torian winkte ab. Er kannte die Antwort, hatte sie in seinem Traum gesehen, und sie war so einfach wie schrecklich: Was er für einen Stachel gehalten hatte, war in Wirklichkeit ein Rüssel gewesen. Die Spinne hatte ihm einen Teil seines Blutes ausgesaugt wie ein großer achtbeiniger Vampir. Daher auch seine Schwäche. Wahrscheinlich hätte er nicht einmal mehr aus eigener Kraft aufstehen können, wenn Garth ein paar Sekunden später gekommen wäre.

»Vergiß es. Wie geht es ihr?« wechselte Torian mit einem Blick auf Shyleen das Thema.

Garth zuckte abermals mit den Achseln. »Unverändert«, antwortete er. »Wir werden sie auf dem Pferd festbinden müssen. Aber selbst wenn wir eine Bahre bauen, bezweifle ich, daß sie den Transport überleben wird. Trotzdem müssen wir sie nach Armar bringen.«

»Und wenn einer von uns losreitet und einen Heiler holt?« schlug Torian vor.

Garth schüttelte den Kopf. »Keine Chance. In ein, zwei Stunden geht die Sonne unter. Kein wirklicher Heiler wird um diese Zeit noch die Stadt verlassen, und mit einem Quacksalber ist uns nicht gedient. Das Mädchen muß nach Armar.«

Torian stand auf und reckte sich. Die Schwäche war vollends aus seinen Gliedern verschwunden, er fühlte sich wieder fast so kräftig wie vor ihrer Flucht in die Höhle. Ein wenig wunderte er sich selbst über diese erstaunliche Regeneration, verscheuchte den Gedanken aber sofort. Vielleicht sollte er aufhören, hinter allem und jedem eine Falle zu wittern, und einfach dankbar für die kleinen Geschenke sein, die einem das Schicksal dann und wann machte.

Wortlos begann er, feste Äste zusammenzusuchen. Mit dem Zaumzeug des Pferdes band er sie zu einem Gestell zusammen, das man mit viel Phantasie und noch mehr gutem Willen als Bahre bezeichnen konnte, das Shyleen aber immerhin eine etwas bequemere Lage auf dem Pferderücken verschaffen würde.

Vorsichtig banden sie das Mädchen darauf fest und verließen die Höhle.

Sie kamen nur langsam vorwärts. Das Unwetter hatte die Straße überschwemmt, und das abfließende Wasser hatte einen Teil des lehmigen Erdreiches mit sich fortgerissen. Die Straße hatte sich schon vorher in keinem besonders guten Zustand befunden – jetzt war sie über große Strecken hinweg einfach verschwunden.

Immer wieder musterte Torian besorgt das bewußtlose Mädchen. Jeder Hufschlag rief neue Erschütterungen hervor, die sie wie ein Hammerschlag treffen mußten. Ihr Gesicht glänzte fiebrig, und ihr Körper wurde von Krämpfen und Schüttelfrost gebeutelt. Sie hatten Shyleen in Decken gehüllt und mit Lederriemen locker auf der Bahre festgebunden. Als sie trotzdem von dem Gestell zu rutschen drohte, griff Torian zu und legte sie wieder in die alte Position. Ihre Haut fühlte sich heiß und trocken an, als er dabei ihr Gesicht berührte.

»Wir sind zu langsam«, sagte Garth besorgt. Er blinzelte zur Sonne hinauf. Die Wolken waren fast vollends verschwunden, aber in ihrem Gefolge kroch Nebel vom Meer her auf das Land zu. Trüber, grauer Nebel, der beständig zunahm, die Brandung bereits unter einem milchigen Tuch begraben hatte und lautlos an den Klippen in die Höhe kletterte. »Bei Sonnenuntergang werden die Stadttore geschlossen.«

»Noch knapp eine Stunde«, überlegte Torian. Das Sonnenlicht tat seinen Augen weh. Nach der Dunkelheit in der Höhle hatte er sich immer noch nicht daran gewöhnt. Seine Augen brannten bei jedem Lidschlag, und er brauchte keinen Spiegel, um zu wissen, daß sie entzündet waren. Eine Nachwirkung des kurzen Schlafes, der ihn eher Kraft gekostet als ihm neue verliehen hatte. Das trügerische Gefühl von Stärke war längst aufgezehrt, und nun spürte er seine Müdigkeit noch deutlicher als zuvor.

»Gehen wir durch die Hügel«, schlug er vor. »Das Pferd wird mit dem Morast besser fertig als mit den Steinen. Außerdem dämpft er die Erschütterungen.«

Nach kurzem Zögern stimmte Garth zu.

Sie kamen nicht viel schneller voran, denn bei jedem Schritt sanken sie bis über die Knöchel in das sumpfige Erdreich ein, und schon nach kurzer Zeit begannen Torians Beine unter der Anstrengung zu schmerzen. Aber das Pferd bewegte sich ruhiger, so daß Shyleen nicht mehr auf der Bahre hin und her rutschte.

Torian behielt recht mit seiner Schätzung. Nach fast genau einer Stunde berührte die Sonne mit ihrem unteren Rand die Hügel und versank so rasch dahinter, daß man ihre Bewegung mit bloßem Auge verfolgen konnte. Der Nebel hatte die Klippen inzwischen erklommen, flutete über die Uferstraße und bewegte sich in wabernden Schwaden auf die Hügelkette und das dahinter liegende Land zu.

Mit den letzten Strahlen der Sonne sah Torian von einem Hügel aus ein Stück vor und schräg unter sich die Dächer Armars glänzen. Und er sah, wie die wuchtigen Stadttore geschlossen wurden.

Die Sonne ging unter, aber es wurde noch nicht richtig dunkel. Der Himmel glühte in einem düsteren, beinahe blutigen Rot nach und tauchte das Land in trübes Zwielicht und tiefe, beinahe lebendig wirkende Schatten, die Torians Augen wohltaten, aber die Furcht in seiner Seele ins Unerträgliche steigerten.

»Und nun?« fragte er niedergeschlagen – und eigentlich nur, um überhaupt etwas zu sagen und sich nicht außer durch die Dämmerung auch noch durch die Stille verängstigen zu lassen. »Irgendeine Idee, du Meisterdieb? Wir können wohl schlecht an die Tore klopfen und um Einlaß betteln.« Sein Spott traf nicht, weil seine Stimme zitterte und sein Gesicht so blaß war, daß Garth es selbst im flackernden Dämmerlicht sehen mußte.

»Nein, bestimmt nicht«, erwiderte der Dieb grimmig. »Es sind mit Sicherheit Schwarze Magier in der Stadt, und ich habe keine Lust, sie sofort auf uns aufmerksam zu machen. Aber es gibt noch andere Wege nach Armar. Schließlich bin ich nicht umsonst Garth, Die Hand, der berüchtigtste Dieb in ganz...« Er brach ab, als er sah, wie Torian die Augen verdrehte. »Schon gut«, maulte er. »Auf jeden Fall weiß ich einen Weg in die Stadt.«

Torian blickte besorgt auf die reglose Shyleen, ehe er sich wieder an Garth wandte. »Und wie?«

Garth machte eine komplizierte Handbewegung auf Armar zu.

»Es gibt geheime Zugänge. Gelegentlich kommt es vor, daß jemand ganz dringend und heimlich aus der Stadt verschwinden muß, weißt du?«

»Was ist mit den Wachen?«

»Welche Wachen?« Garth schüttelte den Kopf. »Wir befinden uns im Herzen von Tremon. Hier gibt es keine Feinde, vor denen sich die Stadt schützen müßte. Gefahr droht allerhöchstens vom Meer her, aber kein Pirat wäre so verrückt, die Stadt anzugreifen, und jede feindliche Flotte würde lange vor ihrer Ankunft entdeckt. Wachen wären völlig überflüssig.« Er lachte leise und unecht. »Sie müßten höchstens die Umgebung vor dem Gesindel in der Stadt schützen.«

Torian gab es auf. Er war fremd hier und kannte sich weder mit den örtlichen Gegebenheiten noch den Sitten und Gebräuchen der Menschen aus. Was blieb ihm anderes übrig, als Garth einfach zu vertrauen? Und wenn er ehrlich zu sich war, dann hätte er sich im Moment wahrscheinlich auch mit dem Teufel persönlich eingelassen, um Shyleens Leben zu retten. Sie gingen weiter.

1 ... 72 73 74 75 76 77 78 79 80 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)