Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Der heisse Himmel um Mitternacht
Der heisse Himmel um Mitternacht - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der heisse Himmel um Mitternacht

Электронная книга - «Der heisse Himmel um Mitternacht». Краткое содержание книги:

Der heisse Himmel um Mitternacht
1 ... 57 58 59 60 61 62 63 64 65 ... 103
Перейти на страницу:

»Ich kenne dich«, sagte Farkas ruhig zu dem Mann, wobei er die linke Hand auf den Spike in seiner Tasche legte. Die Waffe war auf Betäubung eingestellt, eine Stufe unterhalb der Lethalstärke. Das sollte genügen, dachte er. »Du bist …« – Farkas suchte tief in seiner Erinnerung – »Israeli?«

»Genau! Richtig! Du bist sehr gut. Meshoram Enron. Wir sind uns vor Jahren in Südamerika begegnet. In Bolivien, glaube ich.«

»Exakt in Caracas.« Die Erinnerung kehrte ihm nun zurück. Der kleine Mann war natürlich ein Spion. »Die Konferenz über Mineralgewinnung aus Meerwasser. – Victor Farkas.«

»Ja, ich weiß. Man vergisst dich nicht so leicht. Arbeitest du noch immer für Kyocera?«

Farkas nickte. »Und du? Ein Nachrichtenmagazin, ja?«

»Ja. Cosmos. Ich arbeite an einem Feature über die L-5-Welten.«

»Und du?« Farkas sah freundlich zu Jolanda hin. »Du hilfst Mister Enron bei seinem Artikel, ja?«

»Oh. Nein. Ich habe überhaupt nichts mit der Presse zu tun. Marty und ich sind uns erst gestern begegnet, im Shuttel von der Erde hier herauf.«

»Miss Bermudez schließt sehr schnell Freundschaft«, erklärte Enron.

»Ja, das habe ich auch bemerkt«, entgegnete Farkas.

Enron lachte. Ein genau abgestuftes kurzes Lachen, entschied Farkas, sehr sorgfältig für derartige Situationen einstudiert.

»Na«, sagte Enron. »Dann will ich euch zwei mal nicht länger stören. Aber wir müssen uns mal zu einem Drink zusammensetzen, was, Farkas? Wie lange gedenkst du denn hier oben zu bleiben?«

»Ich weiß noch nicht recht. Aber noch ein paar Tage, mindestens.«

»Also Urlaub?«

»Ja, Urlaub.«

»Ein wundervoller Ort, was? Was für ein Kontrast zur armen alten traurigen Erde.« Enron wandte sich zum Gehen. »Hör mal, gib doch Jolanda den Namen deines Hotels, ja? Ich rufe dich dann an, und wir können ein Treffen ausmachen.« Und zu Jolanda sagte er mit dem Ton eines Besitzers: »Wir sehen uns dann später, ja?«

Also sind sie doch zusammen unterwegs, dachte Farkas. Die Bildhauerin und der Agent. Das war es wert, darüber nachzudenken. Gar nichts war Zufall gewesen. Offensichtlich hatte Enron ihn gestern Abend in dem Restaurant gesehen. Und diese Begegnung heute hatte er bewusst arrangiert. Hatte die Frau nur als Werkzeug benutzt? Farkas war sich da nicht sicher. Aber sie sind zusammen unterwegs, das ja. Aber arbeiten sie auch zusammen? Und wenn ja, woran?

Enron war fort. Farkas griff wieder nach Jolandas Hand, und sie überließ sie ihm.

»Also«, sagte er. »Wie ist es mit heute Nachmittag – dass du bei mir Maß nimmst, für deine Skulptur, für dieses Porträt, das du angeblich von mir machen willst …?«

Kapitel 17

Mit zwei Fingern der Hand machte Nakamura eine knappe, aber gebieterische Geste, und das hell schimmernde Bild einer riesenhaften stahlgepanzerten flügellosen Hornisse erwachte in dem weiten kahlen Raum zum Leben, wo Rhodes und er ihr kleines Gespräch führten. Das Ding füllte beinahe den ganzen Raum aus.

»Dr. Rhodes, hier siehst du den Prototyp unseres Sternenschiffs. Ich biete dir diese Demonstration nicht, weil deine Arbeit für uns, falls du dich entschließen solltest, deine Geschicke mit uns zu verbinden, von irgendeiner Bedeutung für unser Sternenschiffprogramm wäre, sondern einfach weil mir sehr daran gelegen ist, dir das Ausmaß unserer weitgesteckten wissenschaftlichen Aktivitäten zu zeigen. Darf ich das Vergnügen haben, dir noch ein Glas Cognac anzubieten?«

»Also …«, sagte Rhodes. Doch Nakamura schenkte bereits nach.

Rhodes argwöhnte, dass er bereits ein wenig angeschickert sei. Nakamura war sehr großzügig mit seinem Cognac.

Aber es war wohl ungefährlich, dachte Rhodes, so viel zu trinken. Er hatte von Anfang an erkannt, dass er einem Mann vom dritthöchsten Rang nicht gewachsen sein würde, dass er da nicht in seinem Element war; er rechnete damit, ständig überrundet und überspielt zu werden, bei jedem Zug, und dies verlieh ihm einen gewissen Schutz. Er war bereits zu dem Entschluss gelangt, sich bei dieser ersten Besprechung auf nichts Definitives einzulassen, wie feingeschliffen die Manipulationskünste Nakamuras sein mochten. Er war ein ausreichend routinierter Trinker und wusste, dass ein bisschen guter Cognac – oder auch ein ziemliches Quantum – an diesem Entschluss nichts ändern würde; und es half ihm, die Beklommenheit zu verscheuchen, die ihn in dieser schwierigen Entscheidungssituation hier auf unvertrautem Rasen und in der Gegenwart einer so erschreckend beeindruckenden Firmengröße überkommen hatte.

Die Unterhaltung war alles in allem bisher einseitig verlaufen. Rhodes wusste, er war hier, um zuzuhören, nicht, um sich zu produzieren und Eindruck zu machen. Das alles war nicht mehr nötig, war längst geschehen, und Kyocera-Merck wusste höchstwahrscheinlich mehr über ihn als er selbst.

Anfangs hatte Nakamura ihm ein paar glatte allgemeine Fragen über sein laufendes Forschungsprogramm gestellt. Reine Höflichkeit, und Nakamura versuchte ganz eindeutig nicht, ihm irgendwelche Firmengeheimnisse zu entlocken. Rhodes berichtete ihm über die längst publizierten Genmanipulationsprogramme bei Samurai, und Nakamura hörte höflich zu, gab ihm ab und zu ein Stichwort und führte das Gespräch geschickt durch vertrautes, überschaubares Gelände.

Aber dann änderte sich der Brennpunkt und man war bei Kyocera-Merck. »Auch wir sind zutiefst beunruhigt über die Geschicke unserer Gattung auf diesem geplagten Planeten, Dr. Rhodes«, sagte Nakamura, so ernsthaft bedeutungsschwanger wie nur irgendein Oberschüler, der zu einer Protesttirade über Umweltprobleme ansetzt. »Wie eure Leute sind auch wir überzeugt, dass einige biologische Veränderungen der menschlichen Gattung nötig sein werden, um uns für die bevorstehenden Veränderungen zu rüsten; doch wir haben in dieser Richtung, glaube ich, noch nicht derart bedeutende Fortschritte gemacht wie eure große Firma. Wie du inzwischen zweifellos exakt deduziertest, habe ich dich heute hierher gebeten, um mit dir zu besprechen, welche Möglichkeit es gibt, dass du deine außergewöhnlichen Fähigkeiten in unsere Laboratorien überführst.« Mit einem Lächeln und einem winzigen Kopfnicken und einer winzigen Handbewegung gab Nakamura zu verstehen, dass Rhodes nicht schon jetzt etwas zu diesem ersten deutlichen Eingeständnis der ihrer Begegnung zugrunde liegenden Absichten sagen sollte. »Allerdings haben wir etliche bemerkenswerte Fortschritte auf einem völlig andersartigen Weg der Problemlösung getätigt. Ich spreche von unseren Bemühungen, von denen du möglicherweise einige Gerüchte gehört hast, ein Sternenschiff mit Überlichtgeschwindigkeit zu entwickeln, das in der Lage sein soll, menschliche Kolonisten zu geeigneten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu bringen.«

Und dann hatte Nakamura vor ihm das lebensechte Abbild des Prototyps erscheinen lassen.

Rhodes trat unwillkürlich einen Schritt zurück, als fürchtete er, das Ding könnte auf ihn herunterstürzen. Aber natürlich wusste er, dass es sich nur um ein Hologramm handelte.

»Du hast von unserem Stardrive-Programm gehört?«, fragte Nakamura.

»Nur ganz vage Andeutungen«, sagte Rhodes wahrheitsgemäß. »Eigentlich weiß ich weiter nichts darüber, als dass es ein derartiges Programm gibt. Bereits seit etlichen Jahren.«

»Ja. Genau wie bei Samurai Industries. Wusstest du davon, Dr. Rhodes?«

»Ungefähr ebenso viel und wenig. Aber wir hörten, dass Kyocera bereits viel weiter vorangekommen ist als wir.«

»Das ist korrekt. Wir haben die Bodentests erfolgreich abgeschlossen und stehen nun kurz vor dem ersten experimentellen Flug.« Nakamuras Augen bekamen einen leuchtenden Glanz. Er händigte Rhodes nun vertrauliche Informationen aus; ein kleines Bröckchen als Köder für die später eingeforderte Gegenleistung. »Dabei stellte sich allerdings ein Problem heraus, und zwar was das menschliche Wahrnehmungsvermögen unter den Bedingungen eines Fluges mit Überlichtgeschwindigkeit betrifft. Und hier ist der Punkt, an dem sich unser Sternenschiffprogramm und dein ganz persönliches Spezialgebiet, die Gentechnik, überschneiden.«

1 ... 57 58 59 60 61 62 63 64 65 ... 103
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)