Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
1 ... 56 57 58 59 60 61 62 63 64 ... 160
Перейти на страницу:

»Wer ist das?« fragte Mrs. Mering ihren Ehemann.

»Terence St. Trewes, zu Ihren Diensten«, sagte Terence und lüftete seinen Strohhut, in dessen Krempe unglücklicherweise noch ein ziemlicher Schwall Wasser lagerte, das sich dabei, schwupps, über Mrs. Mering ergoß.

»Oh, oh, oh«, sagte sie. Dann folgte eine Serie kleiner Schreie, während sie vergeblich mit den Händen diese Sintflut abzuwehren versuchte.

»Tut mir furchtbar leid«, sagte Terence und wollte ihr sein Taschentuch anbieten. Dieses war jedoch noch nässer, und er hielt zum Glück mitten in der Bewegung inne, um es in die Hosentasche zurückzustopfen.

Mrs. Mering bedachte Terence mit einem eisigen Blick, bevor sie sich wieder ihrem Mann zuwandte. »Jeder sah sie!« Sie drehte sich zu dem Geistlichen um. »Reverend, sagen Sie Colonel Mering, daß Sie die Geister auch gesehen haben!«

»Äh… ich…« begann der Reverend verlegen.

»Sie waren über und über mit Tang behangen und leuchteten ätherisch«, fuhr Mrs. Mering fort, des Colonels Ärmel umklammernd. »Sie brachten Nachricht davon, daß unsere arme Prinzessin Arjumand ein nasses Grab gefunden hat.« Sie wies auf die Verandatüren. »Durch diese Türen kamen sie!«

»Tut mir leid. Hätten besser vorher anklopfen sollen«, sagte Terence. »Beabsichtigten nicht, so hereinzuplatzen, aber unser Boot ging unter und…«

»Wer ist dieser aufdringliche junge Mann?« fragte Mrs. Mering ihren Gatten.

»Terence St. Trewes«, erklärte Terence.

»Deine Geister«, sagte der Colonel.

»Terence St. Trewes«, sagte Terence. »Und dies ist Mr. Ned Henry und…«

»Geister!« Der Colonel schnaubte verächtlich. »Hättest du nicht sämtliche Lichter gelöscht und Tischerücken gespielt, hättest du gesehen, daß es sich um Ruderer handelt, die abgesoffen sind. Nasses Grab! Pah!«

»Prinzessin Arjumand geht es gut, Mama«, sagte Tossie und hielt ihrer Mutter die Katze hin, damit diese sie besser sehen konnte. »Sie ist nicht ertrunken. Mr. St. Trewes fand sie und brachte sie nach Hause. Niss wahr, Juju? Jaaa, jaaa. Iss er nicht tapfer? So tapfer!«

»Sie haben Prinzessin Arjumand gefunden?« fragte Mrs. Mering.

»Na ja, eigentlich war es Ned, der…«

Sie starrte Schweigen gebietend erst auf mich und dann auf Terence, bemerkte unsere nassen Kleider, unser mitgenommenes Äußeres und unsere ungeisterhafte Natur.

Für einen Moment dachte ich, sie würde erneut in Ohnmacht fallen, und Verity trat einen Schritt vor und entstöpselte vorsorglich das Fläschchen mit dem Riechsalz.

Mrs. Mering setzte sich auf, fixierte Terence mit einem frostigen Blick und sagte: »Wie können Sie es wagen, sich für einen Geist auszugeben?«

»Ich… wir… unser Boot ging unter und…« stammelte Terence.

»Terence St. Trewes!« fuhr sie fort. »Was ist das für ein Name? Irisch?«

Die Temperatur im Zimmer sank um mehrere Grade, und Terence erzitterte etwas, als er sagte: »Nein, Ma’am. Es ist ein alter Name. Reicht ungefähr zurück bis zum Einfall der Normannen. Ein Ritter, der im Kreuzzeug unter Richard Löwenherz kämpfte, soviel ich weiß.«

»Er klingt irisch«, sagte Mrs. Mering.

»Mr. St. Trewes ist der junge Mann, von dem ich dir erzählt habe«, mischte sich Tossie ein. »Den ich auf dem Fluß traf und um Hilfe bei der Suche nach Prinzessin Arjumand bat. Und er fand sie!« Sie zeigte ihrer Mutter die Katze.

Mrs. Mering ignorierte ihre Tochter. »Auf dem Fluß?« fragte sie, und ihr Blick bestand aus purer Salzsäure. »Sind Sie so eine Art Schiffer?«

»Nein, Ma’am«, sagte Terence. »Ich bin Student. Zweites Jahr. Ich studiere am Balliol.«

»Oxford!« schnaubte Colonel Mering. »Pah!«

Es sah ganz danach aus, als würden wir umgehend an Kopf und Kragen gepackt und vor die Tür gesetzt werden, was nicht so schlecht gewesen wäre, wenn man bedachte, wie Tossie sich wegen Terence aufführte. Ich überlegte, ob das Teil der Selbstkorrektur des Kontinuums sein konnte, jetzt da Miezmiez heil zurückgekehrt war. Ich hoffte es.

Ich hoffte auch, daß es mir gelingen würde, Verity zu sprechen, bevor man uns die Tür wies. Nach dem ersten erfreuten Blick hatte sie mich keines weiteren mehr gewürdigt, und ich mußte wenigstens wissen, ob sie etwas Neues von T. J. und Dunworthy erfahren hatte.

»Lehren sie in Oxford ihre Studenten, wie man in fremder Leute Häuser einbricht?« fragte Mrs. Mering.

»N-nein«, stammelte Terence. »Sie selbst sagten ›Tretet ein‹.«

»Ich sprach zu den Geistern?« erwiderte sie steif.

»Nehme an, Sie studieren so einen modernen Kram«, sagte Colonel Mering.

»Nein, Sir. Klassik. Dies ist mein Tutor, Professor Peddick.«

»Wir wollten nicht so hereinplatzen«, sagte Professor Peddick. »Die beiden jungen Herren waren so freundlich, mich flußabwärts nach Runnymede zu rudern, als…«

Aber die Temperatur im Zimmer war signifikant gestiegen, und Colonel Mering lächelte — zumindest nahm ich das an — unter seinem weißen Schnurrbart. »Etwa Professor Arthur Peddick? Schrieb Die charakteristischen äußerlichen Merkmale des Japanischen Shubunkin?«

Professor Peddick nickte. »Haben Sie es gelesen?«

»Gelesen? Schrieb Ihnen erst letzte Woche einen Brief über meinen kugeläugigen perlmuttfarbenen Ryunkin«, sagte der Colonel. »Erstaunlicher Zufall, daß Sie jetzt so hier auftauchen.«

»O ja«, sagte Professor Peddick und beäugte ihn durch sein Monokel. »Ich war schon dabei, diesen Brief zu beantworten. Faszinierende Spezies, diese Ryunkin.«

»Merkwürdig, daß Ihr Boot gerade hier kenterte«, sagte der Colonel. »Wie gering ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Geschehens? Astronomisch.«

Ich schaute zu Verity. Sie beobachtete ihn und biß sich auf die Lippe.

»Sie müssen sich unbedingt meinen Schwarzen Mauren ansehen«, sagte der Colonel. »Erstklassiges Exemplar. Kommt aus Kyoto. Baine, bringen Sie bitte eine Laterne!«

»Sehr wohl, Sir«, sagte Baine.

»Und den dreipfündigen gebänderten Gründling«, sagte der Colonel, nahm den Professor beim Arm und führte ihn durch das Möbellabyrinth zu den Verandatüren. »Erstand ihn letzte Woche.«

»Mesiel!« schnappte Mrs. Mering von der Couch her. »Wo, um alles in der Welt, willst du hin?«

»Zum Fischteich, meine Liebe, Professor Peddick meinen Goldfisch zeigen.«

»Zu dieser späten Stunde? So ein Blödsinn! Er wird sich in diesen nassen Sachen den Tod holen.«

»Das stimmt.« Colonel Mering bemerkte offenbar erst jetzt, daß der Ärmel, den er umfaßte, pitschnaß war. »Also zuerst trockene Kleidung. Baine«, sagte er zu dem Butler, der gerade das Zimmer verlassen wollte, »bringen Sie Professor Peddick sofort etwas Trockenes zum Anziehen.«

»Sehr wohl, Sir«, sagte Baine.

»Mr. Henry und Mr. St. Trewes bräuchten auch etwas Trockenes«, sagte Verity.

»Ja, Miss.«

»Und bringen Sie uns etwas Brandy«, setzte Colonel Mering hinzu.

»Und einen Fisch«, sagte Tossie.

»Ich befürchte, diese Herren werden keine Zeit für ein Glas Brandy haben«, sagte Mrs. Mering und drehte den Thermostat wieder herunter. »Es ist schon sehr spät, und sie werden zu ihrem Logis zurückkehren wollen. Ich nehme an, Sie logieren in einem der Flußgasthäuser, Mr. St. Trewes? Vielleicht im Schwanen?«

»Äh… eigentlich…« begann Terence.

»Kein Wort davon. Scheußlich, diese gewöhnlichen Gasthäuser. Alles Halsabschneider. Sie bleiben hier.« Der Colonel hob die Hand, um etwaige Einwände zu unterbinden. »Gibt genug Platz bei uns für Sie und Ihre Freunde. Bleiben Sie, so lange Sie möchten. Hervorragender Platz zum Schleppangeln. Baine, sagen Sie Jane, daß sie Zimmer für diese Gentlemen richten soll.«

1 ... 56 57 58 59 60 61 62 63 64 ... 160
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)