Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
- Автор: Уиллис Конни
- Год: 2001
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- Переводчик: Christian Lautenschlag
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:
Terence hatte recht gehabt. Sie hatten die Vorhänge geschlossen. Als wir über den Rasen gingen, wurden sie zurückgezogen, ein Licht flackerte schwach auf, und wir konnten Stimmen hören.
»Das ist ja schrecklich aufregend«, sagte eine Männerstimme. »Was machen wir zuerst?«
»Uns die Hände reichen.« Das klang wie Veritys Stimme. »Und konzentrieren.«
»Oh, Mama, frag doch bitte nach Juju.« Das war eindeutig Tossie. »Frag sie, wo sie steckt.«
»Psscht.«
Stille trat ein, während der wir die restliche Rasenfläche überquerten.
»Ist ein Geist anwesend?« rief eine dröhnende Stimme, und ich ließ fast Prinzessin Arjumand fallen, so sehr ähnelte die Stimme der von Lady Schrapnell, aber das war ja unmöglich. Es mußte Tossies Mutter sein, Mrs. Mering.
»Oh, Geist von der Anderen Seite«, rief sie, und ich mußte mich zwingen, nicht wegzurennen, »sprich zu uns, die wir hier im Irdischen weilen.«
Wir bahnten uns einen Weg durch die Heckeneinfassung zu dem gefliesten Weg, der zur der Verandatür führte.
»Sag uns unser Schicksal«, dröhnte Mrs. Merings Stimme. Prinzessin Arjumand kletterte an mir hoch und grub die Krallen in meine Schulter.
»Tritt ein, o Geist«, intonierte Mrs. Mering, »und bring uns Nachricht von unseren Lieben, die wir vermissen.«
Terence klopfte an die Tür.
Wieder trat Stille ein, dann rief Mrs. Mering mit etwas schwächerer Stimme: »Tritt ein!«
»Warte«, sagte ich, aber Terence hatte die Tür bereits geöffnet. Die Vorhänge bauschten sich ins Zimmer, und wir starrten blinzelnd auf das von Kerzen erleuchtete Bild, das sich uns bot.
Vier Personen saßen um einen schwarzverhangenen Tisch, die Augen geschlossen, und hielten sich die Hände: Verity, weißgekleidet, Tossie in Rüschen, ein bleicher junger Mann mit dem Kragen eines Geistlichen und versunkenem Gesichtsausdruck und Mrs. Mering, die zum Glück Lady Schrapnell äußerlich nicht ähnelte. Sie war viel molliger, mit einem beeindruckenden Busen und einem noch beeindruckenderen Doppelkinn.
»Tritt ein, o Geist von der Anderen Seite«, sagte sie, und Terence schob die Vorhänge beiseite und trat ins Zimmer.
»Ich bitte um Verzeihung«, sagte er. Alle im Zimmer öffneten die Augen und starrten uns an.
Wir mußten ein ziemlich interessantes Bild abgegeben haben, Terence in seiner zusammengewürfelten Kleidung, ich in Socken und wir alle triefend wie Wasserratten, von dem Hund gar nicht zu reden, der immer noch Flußwasser ausspie. Oder der Katze.
»Wir sind gekommen…« setzte Terence an, und Mrs. Mering erhob sich und legte eine Hand auf ihren gewichtigen Busen.
»Sie sind gekommen!« rief sie und fiel in Ohnmacht.
11. Kapitel
»Mir war, als hört’ ich eine Stimme rufen: ›Schlaft nicht länger!‹«