Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]
Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]

Электронная книга - «Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]». Краткое содержание книги:

Lange bevor Cyberspace und virtuelle Welten zu einem festen Bestandteil der allgemeinen Diskussion wurden, hat sich Herbert W. Franke (geb. 1927), theoretischer Physiker, Kybernetikfachmann, Pionier der Computerkunst und Science-fiction-Autor, in seinen wissenschaftlichen und belletristischen Arbeiten mit diesen Themen auseinandergesetzt. Mit Einsteins Erben liegen drei der erfolgreichsten Bücher von H. W. Franke wieder vor: In seinem Roman Zone Null entwirft er in Form eines spannenden Expeditionsberichts das Bild einer computerisierten Zivilisation, deren Angehörige, aller materiellen Sorgen enthoben, sich ganz dem widmen können, was sie interessiert: der Forschung, der Kunst, dem Spiel. Aber ist solch ein technisches Paradies ein erstrebenswertes menschliches Ziel? In Ypsilon minus zeigt Franke eine totalitäre Technokratie, in der elektronische Überwachungsanlagen die absolute Kontrolle aller Menschen ermöglichen. Beides, totale Freiheit und totale Kontrolle, sind Extremfälle der technischen Entwicklung. Sind warnende Beispiele für falsche zivilisatorische Entwicklungen. Probleme und ihre Lösung bilden auch den Kern des Erzählbandes Einsteins Erben: Informationsexplosion, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, die Anwendung von Kybernetik und Biotechnik sind die Themen dieser Erzählungen, die »an wissenschaftlicher Phantastik und spannendem Aufbau nicht zu wünschen übriglassen« (Neue Zürcher Zeitung).
1 ... 53 54 55 56 57 58 59 60 61 ... 129
Перейти на страницу:

Beifall.

»Bevor ich ins Detail gehe, gestatten Sie mir bitte, allen Mitarbeitern einen ganz besonderen Dank auszusprechen. Ohne den unermüdlichen und aufopferungsvollen Einsatz aller Kräfte, ohne die harmonische Zusammenarbeit und ohne das Verständnis für die Schwierigkeiten, die die Mängel am technischen Apparat leider immer noch mit sich bringen, wären wir noch nicht so weit, wie wir heute sind.«

Beifall.

»So lassen Sie mich jetzt zum wesentlichen Teil meines Referates kommen: …«

An dieser Stelle hatte er die letzte Zeile des ersten Blattes erreicht, und er blätterte um. Er stutzte – das nächste Blatt war unbedruckt, weiß, und als er auch dieses umwandte, lag ein weiteres leeres Blatt vor ihm. Er drehte sich zur Seite, zu seiner Sekretärin, suchte den Lichtkäfig zu durchdringen, sah sie undeutlich, hörte sie laut flüstern: »Die nächsten Blätter sind leider noch nicht fertig«, und auf eine fragende Bewegung hin erklärte sie: »Wir hatten einen Defekt am Tonband, die Aufnahmetaste sprang nicht an … leider …«

Er merkte, daß alle Zuhörer aufmerksam heraufblickten, aufmerksamer als während seiner bisherigen Ausführungen. Er wandte sich wieder dem Publikum zu und stützte sich schwer aufs Pult. Sein Mund war trocken.

»An dieser Stelle wäre es sicher angebracht, einen Rückblick auf das Geleistete zu geben. Ich glaube, daß ich mir diesen Rückblick schenken kann; alle waren so stark von ihrer Aufgabe erfüllt, daß jede Phase des Geschehens noch in uns lebendig ist. So bleibt mir nur noch übrig, etwas über die nächsten Schritte zu sagen. Selbstverständlich liegt ein detailliertes Programm vor, und ich darf Ihnen verraten, daß die Aussichten auf künftige erfolgreiche Weiterarbeit außerordentlich günstig sind.«

Beifall.

»Es hätte keinen Sinn, dieses Programm jetzt im einzelnen darzulegen; es wird Ihnen in nächster Zeit zugeleitet werden. Es bleibt kein Zweifel daran, daß wir auch künftig das gesetzte Ziel nur dann erreichen können, wenn jeder mit soviel Können, Beharrlichkeit und Begeisterung am Werk ist wie bisher. Das möchte ich Ihnen und mir für die Zukunft wünschen!«

Anhaltender Beifall.

Daniel trat vom Pult zurück. Jetzt, als die Beleuchtung wieder aufflammte, fühlte er ein Zittern in den Knien. Er kämpfte mit Schwindelgefühlen, während ihn ein Primi vom Podium führte. Hinter ihm gedämpfte Stimmen, der Saal leerte sich. Er saß auf einem Rollstuhl, Miriam stand vor ihm, blickte auf ihren Notizblock, las etwas vor. Figueira tauchte neben ihr auf, sprach schnell und anhaltend. Miriam schien zu widersprechen, wandte sich zu Daniel, stellte eine Frage. Daniel hörte ihre Worte, vermochte aber den Sinn nicht zu erfassen, obwohl er sich zu konzentrieren suchte. Wieder disputierte Miriam mit Figueira. Dann winkte sie einen der Primis heran, nannte ihm einige Zahlen, sie trat vor Daniel, beugte sich zu ihm herab und sagte betont:

»Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Tag. Auf Wiedersehen!«

»Schöner Tag heute«, murmelte Daniel mechanisch.

Der Primi schob den Stuhl an, Daniel schloß die Augen. Er fühlte das sanfte Rollen, leises Anrucken, jede Änderung der Richtung verursachte ihm leichte Übelkeit. Das Klicken einer einrastenden Tür, die Vibration einer anfahrenden Kabine, Summen, der Zug von Zentrifugalkräften, wieder die Wiege mit Gummirädern, die Rückenlehne glitt tiefer …

Daniel fühlte, daß man ihn aus dem Kissen hob, auf ein weiches Lager bettete, entkleidete. Er schlief für Stunden ein, erwachte wieder, führte einen vergeblichen Kampf gegen seine Mattigkeit, mühte sich vergebens, die Augen zu öffnen, schlief ein …

*

Mit einem Zusammenziehen der Rückenmuskeln erwachte er, öffnete die Augen … ein sechseckiger Raum, die Wand gegenüber perlgrau, die anderen graublau, ein Tisch, zwei Rollstühle, ein Schemel, ein Regal, in den Fächern einige Mikrofilmrollen, Tonbandkassetten, Lumineszenzröhren, auf Nullspannung, noch schwach leuchtend … er konnte nicht lang geschlafen haben, war immer noch müde …

Das Geräusch, das ihn geweckt hatte – ein kaum vernehmbares Hallen, Luftzug … Schritte.

»Gut, daß Sie nicht angerufen haben. Die Sache hat Staub aufgewirbelt. Nein, nein, man beobachtet mich nicht … trotzdem …« Pamela setzte sich zu Daniel ans Bett. Sie zog ihren Karatekittel aus, legte ihn sorgfältig zusammen, angelte mit dem Fuß den Schemel heran, legte die Jacke darüber. Sie ließ die Sandalen fallen, schob sie unter das Lager. Als sie zu Daniel unter die Decke schlüpfte, streifte sie auch die halblange Hose ab. Sie trug keine Unterwäsche, schmiegte sich nackt an Daniel, dessen Erschöpfung weder eine Geste der Abwehr noch der Ermunterung zuließ.

»Oder haben Sie unsere Verabredung vergessen?« Sie stützte sich ein wenig mit dem Ellbogen hoch, blickte Daniel ins Gesicht. »Das war etwas viel am ersten Tag, nicht wahr? Alles ungewohnt, niemand, mit dem man reden kann.« Sie ließ sich wieder aufs Kissen zurücksinken, schlang ihren Arm um Daniels Brust. Ihr Körper war warm und weich - ihn zu fühlen war wie ein heißes Bad, angenehm, doch einschläfernd.

»Aber Sie sind nicht allein. Sie werden mir alles erzählen? Was für ein Glück für Sie, daß Sie mich getroffen haben! Ich stecke noch nicht so tief drin. Wir passen gut zusammen, glaube ich.«

Sie drückte sich an ihn, begann ihn zärtlich zu streicheln.

»Wirklich, ich rate Ihnen, lassen Sie sich nicht zu schnell überreden! Sie wären der Typ dafür.«

Durch seine Müdigkeit hindurch spürte er langsam die Erregung hochsteigen. Er überlegte, ob er sich nicht vielleicht doch noch fünf Minuten wach halten könnte. Er legte seine Hand an ihre Hüfte, ließ sie tiefer gleiten und beobachtete an sich selbst, daß sein Herz klopfte und die Müdigkeit nachließ.

»Sie brauchen keine Bedenken zu haben – man ist völlig korrekt. Das Prinzip der Freizügigkeit … man nimmt es hier genau. Sie merken es an mir, nicht wahr?« Wie zum Beweis drehte sie sich halb über ihn, und er hatte Mühe zu atmen. Wenn sie sich ganz auf mich legt, dachte er, werde ich auf angenehme Weise erdrückt …

Plötzlich blinzelte er – der Raum schien heller geworden zu sein, mühsam schob er Pamela von sich herab und hob den Kopf. Die perlgraue Wand war verschwunden, man blickte in einen andern Raum: drei Kyborgs höherer Grade saßen ihm zugewandt, zwei von ihnen hatten noch menschliche Köpfe, der dritte war mit einem Weitwinkelobjektiv an einem Schwenktubus ausgestattet.

»Wir hoffen, Sie hatten einen schönen Tag.«

Daniel war irritiert, doch da der Gruß höflich klang, murmelte er eine Zustimmung.

»In Ihrem Protokoll besteht eine Lücke … Wir kommen nicht weiter im Programm – Sie verstehen.«

Daniel verstand nicht. Er fühlte, wie sich Pamela unter der Decke verkroch, doch offenbar nicht aus Angst, denn sie tätschelte und kitzelte ihn da und dort – vielleicht erschien es ihr nur peinlich, erkannt zu werden, oder sie wollte sich einfach gegen die Störung abschirmen. Daniel entschloß sich zu einem höflichen Protest.

»Es ist spät«, sagte er. »Ich bin sehr müde … muß es jetzt sein? Ich stehe Ihnen gern zur Verfügung … vielleicht morgen. Ich würde Sie bitten …«

»Nur ein paar kurze Fragen. Wir sind sofort fertig, eine pure Formalität!«

Pamela, die unter der Decke unruhig umherrückte, flüsterte ihm etwas zu, was er nicht verstand.

»Sie brauchen uns nur eine Auskunft zu geben. Sie kamen um 14 Uhr 30 hier an, haben sich aber erst um 15 Uhr 52 in der Zentrale gemeldet. Bitte, sagen Sie uns, wo Sie sich aufgehalten haben, wir stören Sie dann nicht mehr.«

Daniel seufzte und machte sich darauf gefaßt, noch länger in dieser peinlichen Lage ausharren zu müssen. Er versuchte zu berichten, wollte sich kurz fassen, hatte Schwierigkeiten, die wesentlichen Punkte herauszugreifen, schob Erklärungen dazwischen, stockte, wußte nicht mehr, wie weit er gekommen war, und wurde unsicherer, je länger er sprach. Als er den Verlust seiner Tasche schilderte, meinte er, einen Ausdruck des Hohns und des Unglaubens in den Gesichtern zu erkennen, und als er bei seiner Flucht aus dem Saal mit den monströsen Geschöpfen ankam, flüsterte ihm Pamela – die sich schon seit einiger Zeit still verhielt – zu, er solle nichts von der Begegnung mit ihr erwähnen, und er kam ins Stocken, da er Mühe hatte, sich schnell genug etwas auszudenken, was seine Rückkehr in die Ankunftshalle erklären mochte.

1 ... 53 54 55 56 57 58 59 60 61 ... 129
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)