Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]
Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]

Электронная книга - «Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]». Краткое содержание книги:

Lange bevor Cyberspace und virtuelle Welten zu einem festen Bestandteil der allgemeinen Diskussion wurden, hat sich Herbert W. Franke (geb. 1927), theoretischer Physiker, Kybernetikfachmann, Pionier der Computerkunst und Science-fiction-Autor, in seinen wissenschaftlichen und belletristischen Arbeiten mit diesen Themen auseinandergesetzt. Mit Einsteins Erben liegen drei der erfolgreichsten Bücher von H. W. Franke wieder vor: In seinem Roman Zone Null entwirft er in Form eines spannenden Expeditionsberichts das Bild einer computerisierten Zivilisation, deren Angehörige, aller materiellen Sorgen enthoben, sich ganz dem widmen können, was sie interessiert: der Forschung, der Kunst, dem Spiel. Aber ist solch ein technisches Paradies ein erstrebenswertes menschliches Ziel? In Ypsilon minus zeigt Franke eine totalitäre Technokratie, in der elektronische Überwachungsanlagen die absolute Kontrolle aller Menschen ermöglichen. Beides, totale Freiheit und totale Kontrolle, sind Extremfälle der technischen Entwicklung. Sind warnende Beispiele für falsche zivilisatorische Entwicklungen. Probleme und ihre Lösung bilden auch den Kern des Erzählbandes Einsteins Erben: Informationsexplosion, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, die Anwendung von Kybernetik und Biotechnik sind die Themen dieser Erzählungen, die »an wissenschaftlicher Phantastik und spannendem Aufbau nicht zu wünschen übriglassen« (Neue Zürcher Zeitung).
1 ... 52 53 54 55 56 57 58 59 60 ... 129
Перейти на страницу:

Daniel hatte Mühe, ebenso ruhig zu antworten, denn ihre Fülle war nicht formlos, sondern wies alle Vorzüge der Fraulichkeit auf, ihr Körper war muskulös, die Schenkel fest, die Bauchdecke hart, die Brüste prall, doch da ihm die Situation unangenehm war, beherrschte er sich, er wollte nicht noch mehr blamable Abenteuer bestehen, er hatte Angst, in dieser Situation ertappt zu werden.

»Könnten Sie mich nicht zur Anmeldestelle zurückbringen? Ich werde Ihnen alles erzählen, doch im Moment würde das zu lang dauern. Vielleicht können wir uns später irgendwo treffen?«

»Fein«, sagte Pamela. »Rufen Sie mich an! 3 N 17 D 5. Am Abend bin ich dort. Ich werde warten!« Sie drückte wieder die Knöpfe der Tastatur. »Wenn wir halten, steigen Sie sofort aus. Ich fahre weiter. Am besten, Sie erwähnen mich nicht.«

*

An der Deckenschleuse erkannte Daniel den Raum seiner Ankunft – sonst unterschied er sich kaum von anderen, die er kennengelernt hatte. Fest entschlossen, sich durch nichts mehr stören zu lassen, ging er auf die Tür mit der Leuchttafel ANMELDUNG zu. Sie öffnete sich von selbst, und er trat ein. Er stand in einer Kammer, sechseckig wie alle anderen, nur viel kleiner, gedämpft beleuchtet, leer. Ein Projektionsschirm zeigte Bilder: ein Mann, der einen Schuttberg zu erklettern versucht, nackte Kinder in einem Bad, ein medizinisches Labor, ein magerer Körper auf dem Behandlungstisch. Die Sequenzen waren nur kurz, wechselten rasch; es sah aus, als wäre jemand auf der Suche nach dem richtigen Programm. Manchmal kippten die Bilder weg, kamen wieder, oft waren die Farben falsch. Gewimmel von Ratten im Käfig ein Förderband … Dazwischen Szenen, die er nicht entschlüsseln konnte, Mikroaufnahmen, Teil eines bunten Mosaiks, das Auge eines Tieres, weit geöffnet, hin und her zuckend.

Dann ein dämmriges Zimmer, ein Mann von schräg oben gesehen, verschattet, unbewegt … Daniel wandte sich ab, um sich weiter umzusehen, da bemerkte er eine Bewegung an der Projektion und stellte fest, daß sie nun ein Abbild seiner selbst zeigte. Das Bild wurde langsam deutlicher, der Ausschnitt eingeengt: Brust und Kopf, Gesicht. Einen Moment blickte er sich selbst an wie einen Fremden, dann wurde es dunkel. Jetzt ließ sich die freundliche Stimme der Automatik hören.

»Ein schöner Tag heute!

Willkommen in der Zentrale.

Bitte folgen Sie den Anweisungen!

Es handelt sich um einige unumgängliche Formalitäten.

Bitte gehen Sie weiter, in den nächsten Raum!«

Wieder eine kleine Kammer, an einer Wand ein Kasten mit zwei Öffnungen in Hüfthöhe.

»Stecken Sie die Hände in die Öffnungen!«

Daniel tat es. Die Löcher waren mit schwarzem, nachgiebigem Material ausgekleidet, er fand mit den Fingern in Hohlräume – als hätte er Handschuhe anzuprobieren, die etwas zu groß waren. Er hielt einige Augenblicke still, nichts regte sich, dann die Stimme:

»In Ordnung. Bitte gehen Sie in den nächsten Raum!«

Daniel tat so, als verwechselte er die Richtung und trat auf die Tür zu, durch die er gekommen war. Sie öffnete sich nicht. Er wandte sich um, ging in den nächsten Raum und dort gleich weiter zur nächsten Tür. Auch sie blieb geschlossen. Obwohl er seine Anweisungen im Ton höflicher Bitten bekam, waren es Befehle; es blieb ihm nichts übrig, als zu gehorchen.

Er mußte sich zwischen zwei mannshohe Wände stellen, in der nächsten Station bis zwanzig zählen, in der nächsten Station in ein Linsensystem blicken, in der nächsten unter eine Haube treten. Es waren langweilige Prozeduren, deren er bald überdrüssig wurde; um so überraschender kam der blitzartig einsetzende Schmerz, als er sich ohne Bedenken in einen Lehnstuhl mit Kopfstütze gesetzt hatte. Eine sengende Flamme schoß durch sein Gehirn, ein Feuerball füllte sein Bewußtsein, Hunderte von Filamenten züngelten durch das Nervennetz in die motorischen Zentren und zogen sämtliche Muskelfibern zusammen. Er bäumte sich im Krampf auf, verlor das Bewußtsein, fiel zu Boden.

Als er erwachte, waren zwei leere Gesichter über ihm, zwei Primis, bemüht, ihn aufzuwecken, daneben ein Mann mit einer Uhr: »Um Gottes willen, beeilen Sie sich doch, wir haben schrecklich viel Zeit versäumt.« Von oben blickte jemand auf ihn herab, längliche Kopfform, schwarzes Haar, hoch ansetzend, gelbe Haftschalen, Nasenplastik.

Der eine Primi massierte seinen Nacken, der andere hielt einen Kardiographen an seine Brust – das Hemd hatten sie aufgeknöpft – und las von der Sichtscheibe des faustgroßen Instruments die Form der Herzrhythmen ab.

»Es ist soweit«, meldete er. »Er ist zu sich gekommen.«

Der Schwarzhaarige trat vor. »Im Namen aller Mitarbeiter darf ich Sie willkommen heißen. Ich bin der Konsulent, Figueira ist mein Name, und das ist Miriam, Ihre Sekretärin.«

Aus dem Hintergrund schob sich eine Gestalt in Daniels Blickfeld, ein blondes Mädchen, hellgrüne Haftschalen, weißgeschminkter Mund, weiße Haare – Perücke – die Arme unter einer Robe verborgen, die von schmalen Schultern in Falten herabhing, von den Hüften ab eng anlag und von den Beinen nur die Fesseln sehen ließ. Die Füße waren frei bis auf nachgiebige Metallsohlen, mit dünnen Schnüren befestigt. Bürstenbelag, nach unten gerichtet, so daß sie lautlos vorangleiten konnte, ohne die Beine merklich zu bewegen.

»Bitte, Miriam, das Protokoll!«

»Leider sind wir sehr verspätet, leider. Nichts mehr zu ändern, aber … Wir können den Ministerialdirigenten nicht länger warten lassen.«

Daniel versuchte, Worte zu formen, was ihm Mühe bereitete. »Ich bin im Moment nicht in der Lage … verzeihen Sie können wir nicht etwas später …«

»Um keinen Preis!« Figueira schien schockiert. »Hat es uns so mitgenommen? Aber ich bitte Sie! Cäsar, eine Spritze! Das haben wir gleich. Wollen Sie nicht das Protokoll … ich glaube, Sie hatten noch keine Gelegenheit, Einsicht zu nehmen …«

Der eine der Gehilfen legte Daniel einen Injektionsspray an die Armbeuge und drückte den Griff langsam herab. Ein schwacher, süßlicher Geruch breitete sich aus, Miriam zog einen Bausch feuerroter Watte aus der Tiefe ihres Faltengewandes und preßte ihn vor die Nase. Sie hatte schlanke weiße Arme.

Daniel fühlte eine Welle der Belebung durch seinen Körper rinnen. Er schob die beiden um ihn bemühten Primis beiseite und stand auf. Während er seine neuen Mitarbeiter, Figueira und Miriam, zum ersten Mal bewußt musterte, schob er den Ärmel seines Hemdes herunter, knöpfte es zu. Figueira half ihm in die Jacke, Miriam drückte ihm ein Bündel Papiere in die Hand. »Das Referat!« sagte sie bedeutungsvoll.

Figueira stand schon ungeduldig an der nächsten Tür.

»Sind wir fertig? Dann rasch, rasch!« Er machte Daniel Platz, der hindurchtrat … ein Vortragssaal, ein Rednerpult. Stühle, fast alle besetzt, Männer, Frauen, alt und jung, auch Rollstühle mit Kyborgs verschiedener Grade. Daniel ging auf einen freien Stuhl zu, doch Figueira packte ihn am Ellbogen und zerrte ihn aufs Podium, an das Pult. Miriam folgte ihnen, setzte sich an ein Seitentischchen mit einem Sprache-Schrift-Transformer. Das Licht wurde gedämpft, nur das Pult war von blendendem Licht eingekreist. Das Auditorium klatschte leise.

Daniel war momentan ratlos, aber Miriam tauchte neben ihm auf, schlug die erste Seite des Manuskripts auf und verschwand wieder. Er beugte sich über die Blätter und las.

»Sehr verehrte Anwesende, Mitglieder des Konzils!

Nur noch zu besonderen Gelegenheiten halten wir es für angebracht, persönlich zusammenzutreffen. Dieser alte schöne Brauch gerät immer mehr in Vergessenheit, je besser die Mittel der Telekommunikation werden. Heute, gewissermaßen in einem historischen Augenblick, möchte ich darauf zurückkommen, um einige Worte, die aus bekanntem Anlaß zu sagen sind, direkt an Sie zu richten.«

1 ... 52 53 54 55 56 57 58 59 60 ... 129
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)