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Indiana Jones und das Schiff der Götter

Электронная книга - «Indiana Jones und das Schiff der Götter». Краткое содержание книги:

Indiana Jones — eine Legende lebt weiter! Im Jahr 1939 entdeckt das amerikanische Forschungsschiff Poseidon in der Nähe von Grönland einen riesigen schwimmenden Eisberg — und auf ihm einen halbverrückten Wissenschaftler. Einige Monate später machte sich ein internationales Forscherteam von New York aus in einem Zeppelin auf den Weg, um das Geheimnis dieses Eisbergs — genannt Odinsland — zu lüften. Und natürlich kann man bei einer so riskanten Expedition auf die Mithilfe von Indiana Jones nicht verzichten! Doch nach einem gefahrvollen Flug und einer noch katastrophaleren Landung muß das Team feststellen, daß irgend jemand seine Forschungstätigkeit auf Odinsland mit allen Mitteln zu vereiteln sucht…
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«Und was hat das alles mit uns zu tun?«fragte Dr. Rosenfeld.

«Ich fürchte, eine ganze Menge«, meinte Browning bedrückt.»Sehen Sie, Dr. Rosenfeld, nachdem wir Professor van Hesling gefunden haben, fragten wir uns natürlich, was das Schiff in diesem Teil des Ozeans zu suchen hatte. Wir haben gewisse Nachforschungen angestellt, und was wir herausgefunden haben, war mehr als nur beunruhigend. Dieses Schiff war ganz gewiß nicht unterwegs, um das Klima im Polarmeer zu erforschen.«

«Hören Sie endlich auf, wie die Katze um den heißen Brei herum-zuschleichen«, sagte Indiana.»Was haben Sie herausgefunden?«

«Die Deutschen bauen eine Raketenbasis im Polarmeer«, stieß Lestrade hervor.

Sekundenlang herrschte fassungslose Stille in der kleinen Kabine. Nicht nur Indiana sah den Colonel ungläubig an. Nur Browning wirkte weder überrascht noch erschrocken, aber noch niedergeschlagener als bisher. Als Indiana den Kopf drehte und ihn fragend ansah, nickte er.

«Ich fürchte, Colonel Lestrade hat nur zu recht«, sagte er.»Alles deutet darauf hin. Die Besatzung des Schiffs, die Güter, die es an Bord hatte, sein Kurs, gewisse… Transporte, die im Lauf des vergangenen Jahres Cuxhaven und Hamburg verlassen haben, ohne daß wir uns bisher einen Reim darauf machen konnten. «Er breitete in einer hilflosen Geste die Hände aus.»Wir wissen aus zuverlässiger Quelle, daß die Deutschen schon seit geraumer Zeit an der Entwicklung ferngelenkter Raketengeschosse arbeiten, die auch über große Entfernungen hinweg Städte oder Hafenanlagen zerstören können. Es gibt da eine kleine Gruppe äußerst fähiger Wissenschaftler um einen gewissen Dr. Wernher von Braun, die uns auf diesem Gebiet um Längen voraus ist.«

«Aber warum sollten sie diese Basis ausgerechnet im Polarmeer bauen?«fragte Indiana ungläubig.

Browning seufzte.»Nun, dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist dieses Seegebiet selbst für moderne Schiffe kaum zu erreichen. Das ist ideal, um das Unternehmen geheimzuhalten. Selbst wenn wir es wollten, würde es uns verdammt schwerfallen, einen Spion dort einzuschleusen. Und zum anderen…«Diesmal zögerte er länger, und nicht nur Indiana spürte, wie schwer es ihm fiel weiterzusprechen.

«Wenn es in Europa zum Krieg kommt«, sagte er schließlich,»dann ist es beinahe unvermeidlich, daß über kurz oder lang auch die Vereinigten Staaten mit hineingezogen werden.«

«Wieso?«fragten Dr. Rosenfeld und Bates wie aus einem Mund.

«Glauben Sie wirklich, daß die Vereinigten Staaten von Amerika tatenlos zusehen werden, wie sich ein Wahnsinniger die ganze Welt unter den Nagel reißt?«fragte Lestrade an Brownings Stelle.

Indiana nickte zögernd.»Ich glaube, ich verstehe. Sie fürchten, diese Basis und die Raketen, die darauf gebaut und stationiert werden, könnten die Vereinigten Staaten direkt bedrohen.«

«Das ist… ungeheuerlich!«empörte sich Dr. Rosenfeld.

Browning nickte zustimmend, bis er begriff, daß ihre Worte einen völlig anderen Sinn hatten, als er annahm.

«Das werden Sie bereuen!«versprach Dr. Rosenfeld aufgebracht.»Sie haben Dr. Jones, mich und einen todkranken Mann auf diese Reise mitgenommen, obwohl Sie ganz genau wußten, daß sie nur ein Vorwand für einen…«, sie suchte krampfhaft nach Worten und fand keine,»einen… einen… einen Privatkrieg ist«, stieß sie schließlich hervor.

«Jetzt tun Sie mir unrecht, Dr. Rosenfeld«, sagte Browning ruhig.»Alles, was wir Ihnen über Odinsland und das, was Morton darauf gefunden hat, erzählt haben, entspricht der Wahrheit. Es gibt diesen Berg, und es gibt auch dieses Wikingerschiff. Die Fotos sind echt, darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort.«

«Aber sie sind nicht der Grund, weswegen wir hier sind«, erwiderte Dr. Rosenfeld aufgebracht.

«Doch«, widersprach Browning.»Wir suchen wirklich Odinsland. Und wir werden Dr. Jones, seinen Begleiter und ein Forscherteam unter der Leitung der beiden dänischen Wissenschaftler auch dort absetzen.«

«Und natürlich auch die beiden deutschen Offiziere«, vermutete Indiana.

Browning lächelte flüchtig.»Natürlich«, sagte er.

«Und die Dragon?«fragte Indiana.

«Wir fliegen weiter«, antwortete Lestrade.»Es ist nicht einmal eine Tagesreise von hier bis zu dem Punkt, an dem sich die Raketenbasis vermutlich befindet. Wir sind in achtundvierzig Stunden zurück.«

«Oder überhaupt nicht.«

Lestrade machte eine abfällige Handbewegung.»Jetzt überschätzen Sie die Deutschen, Dr. Jones«, sagte er.»Glauben Sie mir, Sie haben nur einen Bruchteil von dem gesehen, was sich wirklich an Bord der Dragon befindet. Wenn wir wollten, könnten wir es mit einer ganzen Flotte aufnehmen. Und wir haben den Vorteil der Überraschung auf unserer Seite. Sie ahnen nicht einmal, daß wir kommen.«

Dr. Rosenfelds Augen wurden schmal, als sie den Colonel ansah.»Einen Moment«, rief sie.»Ich verstehe Sie doch richtig? Sie haben vor, diese Basis zu suchen und zu zerstören?«

Lestrade blickte sie kühl an und nickte.

«Das wäre ein kriegerischer Akt«, gab Indiana zu bedenken.

«Das kommt auf die Auslegung an«, meinte Lestrade.»Wenn es diese Basis wirklich gibt und wenn die Deutschen dort tun, was wir vermuten, dann stellt ihre bloße Existenz schon fast eine Kriegserklärung dar. Und außerdem würde sich Hitler niemals die Blöße geben, ihre Existenz einzugestehen. Offiziell gibt es diese Basis nicht. Er kann sich schlecht in der Öffentlichkeit darüber beschweren, daß wir etwas zerstören, dessen Existenz er unter Eid ableugnet.«

«Falls Sie sie zerstören«, sagte Indiana. Diesmal gelang es Lestrade nicht mehr ganz, seinen Ärger zu verhehlen, aber Indiana fuhr ungerührt fort.»Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, mein lieber Colonel, was aus uns und den Männern wird, die uns begleiten? Ich meine, für den Fall, daß Sie nicht zurückkommen.«

«Wir werden zurückkommen«, widersprach Lestrade überzeugt. Und er tat es in einem Ton, der Indiana einsehen ließ, wie sinnlos jedes weitere Wort in dieser Richtung war.

«Da mache ich nicht mit!«rief Dr. Rosenfeld.»Ich verlange, daß Sie auf der Stelle den Kurs ändern und Dr. Jones und mich an Land absetzen.«

Lestrade gab sich nicht einmal die Mühe zu antworten. Und Browning schüttelte nur den Kopf.»So leid es mir tut, Dr. Rosenfeld«, sagte er,»aber es geht nicht. Nicht nach dem, was wir dort oben gefunden haben.«

«Ich denke nicht daran, an Bord eines Luftschiffs zu bleiben, das unterwegs ist, um zahllose unschuldige Menschen umzubringen«, empörte sich Dr. Rosenfeld.

«Ich akzeptiere und achte diese Einstellung, Dr. Rosenfeld«, antwortete Browning traurig.»Trotzdem: Wir können den Kurs nicht ändern. Nachdem wir dieses Funkgerät gefunden haben, müssen wir davon ausgehen, daß unser Unternehmen verraten wurde.«

«Dann ist es doch sowieso sinnlos geworden«, sagte Dr. Rosenfeld.

«Ganz im Gegenteil, Dr. Rosenfeld«, erwiderte Browning.

«Dieser Peilsender war vielleicht der letzte Beweis, den wir noch brauchten. Warum sollten sich die Deutschen — oder irgendwer sonst — die Mühe machen, einen Spion bei uns einzuschleusen und unseren Kurs mittels eines Funkgerätes zu verfolgen, wenn es dort oben nichts gibt, was wir entdecken könnten?«

«Aber sie sind jetzt gewarnt«, wandte Indiana ein.»Wenn es diese Basis wirklich gibt, werden sie Ihnen einen heißen Empfang bereiten.«

Lestrade lachte abfällig.»Gewarnt oder nicht — sie haben einfach keine Zeit, sich auf uns vorzubereiten«, sagte er.»Sehen Sie, Dr. Jones, die Dragon ist das einzige Fahrzeug auf dieser weiten Welt, das die Basis innerhalb von vierundzwanzig Stunden erreichen kann. Selbst wenn die Deutschen gewarnt wurden und Hilfe angefordert haben, können sie auf keinen Fall früh genug da sein. Aber das ändert sich, wenn wir jetzt beidrehen und einen Umweg von zwei oder drei Tagen in Kauf nehmen. «Er schüttelte entschlossen den Kopf und machte eine Handbewegung.»Es bleibt dabei — wir setzen Sie und jeden, der dies wünscht, auf diesem Eisberg ab, falls wir ihn finden, und fliegen dann weiter.«

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