Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Исторические приключения » Indiana Jones und das Schiff der Götter
Indiana Jones und das Schiff der Götter - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Indiana Jones und das Schiff der Götter

Электронная книга - «Indiana Jones und das Schiff der Götter». Краткое содержание книги:

Indiana Jones — eine Legende lebt weiter! Im Jahr 1939 entdeckt das amerikanische Forschungsschiff Poseidon in der Nähe von Grönland einen riesigen schwimmenden Eisberg — und auf ihm einen halbverrückten Wissenschaftler. Einige Monate später machte sich ein internationales Forscherteam von New York aus in einem Zeppelin auf den Weg, um das Geheimnis dieses Eisbergs — genannt Odinsland — zu lüften. Und natürlich kann man bei einer so riskanten Expedition auf die Mithilfe von Indiana Jones nicht verzichten! Doch nach einem gefahrvollen Flug und einer noch katastrophaleren Landung muß das Team feststellen, daß irgend jemand seine Forschungstätigkeit auf Odinsland mit allen Mitteln zu vereiteln sucht…
1 ... 57 58 59 60 61 62 63 64 65 ... 91
Перейти на страницу:

Er wollte hinter Doktor Rosenfeld herstürmen, doch in dem Moment ergriff eine Hand seinen Arm und zerrte ihn grob herum. Es war Bates. Das Gesicht des jungen Marinefliegers war angstverzerrt, und seine Stimme hatte sich in ein schrilles, hysterisches Kreischen verwandelt.»Wir stürzen ab!«brüllte er.»Das ist das Ende!«

Indiana löste seine Hand mit erheblich mehr als sanfter Gewalt von seinem Arm und schüttelte ihn, um ihn zur Vernunft zu bringen. Aber Bates schrie immer lauter, jetzt keine Worte mehr, sondern nur noch hysterische Laute, und schlug sogar schließlich nach ihm. Es bereitete Indiana keine Mühe, dem Hieb auszuweichen, aber er hatte genug Erfahrung im Umgang mit Menschen in Situationen wie dieser, um ganz instinktiv das einzig Richtige zu tun: Er holte aus und versetzte Bates eine schallende Ohrfeige.

Der Schlag, zusammen mit dem unablässigen Schütteln und Beben des Bodens, reichte aus, um Bates von den Füßen zu reißen. Er stolperte rückwärts, fiel schwer zu Boden und blieb für einen Moment benommen sitzen, ehe er sich wieder aufrichtete und betroffen Indiana ansah.»Ich…«

«Schon gut«, knurrte Indiana.»Ich weiß, was Sie sagen wollen.

Kommen Sie mit. «Er deutete auf die Tür, durch die er Doktor Rosenfeld gestoßen hatte, trat einen halben Schritt zur

— und erstarrte, als sein Blick aus dem Fenster fiel. Dort draußen wurde es wieder hell. Aber nicht etwa, weil der Sturm abflaute oder es Lestrade gelungen wäre, die Dragon durch die Wolkendecke nach oben zu drücken. Ganz im Gegenteil.

Die Dragon befand sich jetzt nicht mehr in der Wolkenhülle, sondern wieder unter ihr; genauer gesagt, in einem allerhöchstens noch hundert Meter hohen Streifen halbwegs klarer Luft, der sich zwischen den tobenden Gewitterwolken und der Meeresoberfläche befand. Und sie näherten sich dieser Meeresoberfläche mit rasender Geschwindigkeit!

«Großer Gott!« flüsterte Indiana. Er stand wie gelähmt da, völlig unfähig, irgend etwas zu tun oder auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Anders als sonst, wenn er in einer gefährlichen Situation gewesen war, war er paralysiert, vollkommen gelähmt vor Schrecken und nicht in der Lage, an etwas anderes zu denken als diese schaumgekrönte Fläche, auf die die Dragon mit hoher Geschwindigkeit herabschoß!

Die Propellermotoren des Luftschiffs brüllten auf, als auch Lestrade eine Etage unter ihnen die Gefahr begriff, in der die Dragon und all ihre Besatzungsmitglieder schwebten. Ein heftiges Zittern lief durch den Rumpf, und die Neigung des Bodens nahm ein wenig ab. Aber nicht genug. Das Schiff stürzte jetzt nicht mehr ganz so schnell wie noch vor Sekunden, und der stumpfe Bug deutete in einem etwas weniger steilen Winkel auf das Meer. Aber Indiana wußte, daß sie es nicht schaffen würden. Wenn es überhaupt noch etwas gab, das die Dragon retten konnte, dann nur ein Wunder.

Es geschah nicht.

Im allerletzten Moment erst begriff Indiana Jones, was wirklich passieren würde, aber da war es zu spät. Er fuhr noch herum, packte Doktor Rosenfeld und preßte sie schützend an sich, doch im gleichen Moment schon prallte die Dragon mit ungeheurer Wucht auf die Meeresoberfläche. Vor den großen Scheiben der Gondel war plötzlich Wasser, eine schaumgekrönte Linie, die mit rasender Geschwindigkeit nach oben schoß und den Tag und das Schiff verschlang, mit einem fürchterlichen Krachen gegen den Zeppelinrumpf prallte und sprudelnd daran emporwuchs. Indiana wurde von den Füßen gerissen und begrub Doktor Rosenfeld unter sich, gleichzeitig zerbarsten zwei der riesigen Scheiben, und ein zischender Strahl eiskalten Wassers schoß in die Gondel. Zertrümmerte Möbelstücke und kreischende Gestalten flogen vorüber, und plötzlich fühlte sich auch Indiana Jones von einer eiskalten Riesenfaust gepackt und durch den Raum geschleudert. Instinktiv drückte er Doktor Rosenfeld so heftig an sich, wie er nur konnte, strampelte hilflos mit den Beinen, um den erwarteten Aufprall abzufangen, und rang vergeblich nach Atem. Rings um ihn war nur noch Wasser, eiskaltes, tödlich kaltes Wasser; Wasser, das ihn mit unvorstellbarer Wucht fortzerrte und gegen etwas Weiches, Nachgiebiges schleuderte.

Und dann, von einer Sekunde auf die andere, konnte er wieder atmen. Das Wasser verschwand fast so schnell, wie es gekommen war, und plötzlich wurde es wieder hell. Zitternd, unendlich mühsam und langsam, aber beständig, hob sich die Dragon wieder. Der Sturm hatte das Schiff wie eine riesige Faust auf das Meer hinunter und ein Stück in seine Oberfläche hinein gedrückt, aber noch erwies sich der Auftrieb der gasgefüllten Kammern im Inneren des Rumpfes als stärker. Sprudelnd und schäumend zog sich das Wasser wieder zurück.

Irgend etwas regte sich unter ihm. Indiana wandte den Blick wieder vom Fenster ab und stellte erst jetzt fest, daß er noch immer auf Doktor Rosenfeld lag, über die er sich vorher schützend geworfen hatte. Ihre Blicke begegneten sich, und außer dem Entsetzen und der ungläubigen Erleichterung in ihren Augen las er noch etwas anderes darin. Ein sonderbares Glitzern, das ihm nie zuvor aufgefallen war und der Situation völlig unangemessen schien — und dessen Anblick trotzdem unendlich wohl tat.

«Sie können jetzt wieder aufstehen, Doktor Jones«, sagte Doktor Rosenfeld.

Indiana lächelte verlegen, stemmte sich hastig auf Knie und Hände hoch und stand vorsichtig auf. Das Schiff zitterte und bebte noch immer, so daß er um ein Haar beinahe wieder gefallen wäre, aber er fand an den Überresten eines zertrümmerten Tisches Halt und hatte sogar noch die Kraft, die Hand auszustrecken, um Doktor Rosenfeld aufzuhelfen.

«Also hatte mein Vater doch recht«, meinte sie.

«Womit?«Indiana sah sie fragend an. Doktor Rosenfeld lächelte flüchtig.»Er hat mich vor Männern gewarnt«, erwiderte sie.»Er sagte, sie sind wie Automobile: Wenn man nicht aufpaßt, dann liegt man schnell drunter.«

Indiana klappte den Mund auf und wieder zu, starrte sie eine Sekunde lang fassungslos an — und begann zu lachen. Gleichzeitig fragte er sich, woher diese so zerbrechlich aussehende Frau die Kraft nahm, jetzt Witze zu machen. Aber vielleicht war es nur ihre ganz persönliche Art und Weise, mit der Anspannung fertigzuwerden.

Dann fiel sein Blick auf etwas neben ihnen, und sein Lachen erlosch wie abgeschaltet. Erst jetzt erinnerte er sich, daß irgend etwas seinen Sturz abgefangen hatte. Und plötzlich wußte er auch, was es gewesen war.

Eine schlanke, braunhaarige Gestalt in einer zerrissenen grauen Wehrmachtsuniform.

«Um Gottes willen«, wisperte Doktor Rosenfeld. Hastig ließ sie sich neben dem deutschen Offizier auf die Knie sinken, drehte ihn herum und fuhr zurück, als ihr Blick in Lobens weit aufgerissene, gebrochene Augen fiel.

Er war tot. Indiana hätte ihn nicht einmal anzusehen brauchen, um das festzustellen. Er erinnerte sich nur zu gut der fürchterlichen Wucht, mit der Rosenfeld und er gegen den Soldaten geschleudert worden waren. Es war fast schon absurd: Einer der beiden Männer an Bord, denen er vielleicht am meisten mißtraute, hatte ihm und der Neurologin unabsichtlich das Leben gerettet — und sein eigenes dabei verloren.

Behutsam griff er nach Doktor Rosenfelds Hand und zog sie fort.»Kommen Sie«, sagte er.»Wir müssen hier weg. Es ist noch lange nicht vorbei.«

Doktor Rosenfeld widersprach nicht, aber auf ihrem Gesicht hatte sich ein Ausdruck von fassungslosem Entsetzen und auch Schuldbewußtsein breitgemacht.

Sie mußte so gut wie er wissen, daß eigentlich sie und Indiana jetzt tot sein sollten, nicht dieser deutsche Offizier.

Aber sie schien auch einzusehen, daß Indiana recht hatte. Irgendwie war es Lestrade — oder auch nur dem puren Zufall — gelungen, das Schiff noch einmal vom Meer hochzureißen. Aber es mochte sein, daß es diesmal eine Gnadenfrist war, eine letzte, nur scheinbare Chance, die ihnen das Schicksal gab, um sie gleich darauf nur um so härter treffen zu können. Die Dragon gewann langsam wieder an Höhe, aber über ihnen war noch immer die brodelnde schwarze Wand, als hätte jemand einen Deckel über das gesamte Meer gestülpt, und der bloße Versuch, diese zu durchstoßen, mußte zu einer weiteren, dann aber wahrscheinlich endgültigen Katastrophe führen.

1 ... 57 58 59 60 61 62 63 64 65 ... 91
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)