Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Chronolithen [The Chronoliths - de]
Die Chronolithen [The Chronoliths - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Chronolithen [The Chronoliths - de]

Электронная книга - «Die Chronolithen [The Chronoliths - de]». Краткое содержание книги:

Aus dem Nichts taucht in Thailand plötzlich ein siebzig Meter hoher Obelisk auf und richtet in weitem Umkreis durch eine Druckwelle und einen extremen Temperatursturz große Verwüstungen an. Doch nicht Außerirdische haben das Artefakt geschickt, sondern es kommt aus der Zukunft. Es besteht aus einem fremdartigen, unzerstörbaren Stoft und trägt eine Inschrift, die den Sieg eines gewissen Kuin verkündet, der sich das Land unterworfen habe… Scott Warden. der als Aussteiger mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter ein sorgloses Leben am Strand führt, wird durch das Ereignis aus der Bahn geworfen: Als er heimlich das abgesperrte Gelände betritt, um den Obelisken zu untersuchen, wird er verhaftet und vom Geheimdienst verschleppt. Und als er dann später wieder freikommt, ist seine Familie außer Landes geflohen und in die USA zurückgekehrt. Denn inzwischen ist ein weiteres Kuin-Monument mitten in Bangkok aufgetaucht, mit verheerenden Folgen. Und noch mehr dieser Obelisken erscheinen, zerstören Istanbul und Jerusalem… Wer aber ist dieser Kuin? Ist er ein kommender Welteroberer? Oder ein Messias, der seine Schatten voraus wirft in die Vergangenheit? Doch wie sollte das möglich sein? Und warum ist Scott immer in der Nähe, wenn ein weiterer Chronolith emporsteigt?
1 ... 53 54 55 56 57 58 59 60 61 ... 70
Перейти на страницу:

»Erinnerst du dich an Jerusalem?«, sagte Sue. »An die jungen Leute, die getötet wurden? Ich muss oft an sie denken, Scotty. An das Mädchen, das zu mir kam, gerade als der Chronolith ankam und die Tau-Turbulenz ihren Höhepunkt erreichte. Sie hieß Cassie. Weißt du noch, was sie gesagt hat?«

»Bedankt hat sie sich bei dir.«

»Sie bedankte sich für etwas, das ich nicht getan hatte, und dann wurde sie getötet. Ich glaube, sie war so tief in der Tau-Turbulenz, wie man nur sein konnte, und dass die Tatsache ihres Todes sich über die letzten Minuten ihre Lebens ergossen hat. Ich weiß nicht genau, wofür sie sich bedankt hat, Scotty, und bin mir nicht einmal sicher, ob sie es wusste. Aber sie muss etwas geahnt haben… etwas von großer Tragweite.«

Beinah schuldbewusst wandte Sue den Blick ab, ein Ausdruck, der uns auf den Boden des rein Menschlichen herabholte. »Damit muss ich leben«, sagte sie. »Ob ich will oder nicht.«

Verliebte bevorzugen immer ein besonderes Plätzchen. Einen Strand, einen Hinterhof, eine Parkbank in der Nähe einer Bibliothek. Für Ashlee und mich war es ein wohlgepflegter Park ein paar Seitenstraßen östlich von unserem Apartment, ein gewöhnlicher Vorstadtpark mit einem betongefassten Ententeich, einem Spielplatz und einem Softballrasen. In den Tagen nach Portillo, als Ash den Verlust von Adam verwinden musste und ich mit Sue und Konsorten Schluss gemacht hatte, da waren wir oft hierher gekommen.

Hier hatte ich ihr einen Heiratsantrag gemacht. Wir hatten alles für ein Picknick dabei, aber dunkle Wolken zogen auf und plötzlich setzte Regen ein, ein heftiger Regen. Wir liefen über das Softballfeld und suchten Schutz auf den überdachten Tribünen. Die Temperatur fiel, und der nasse Wind veranlasste Ashlee, sich an meine Schulter zu kuscheln. Die riesigen Ulmen bäumten sich auf unter dem Sturm, die Äste wie Finger verschränkt, und in genau diesem Moment fragte ich Ashlee, ob sie meine Frau werden wolle, und sie küsste mich und sagte ja. So einfach und so perfekt war das.

Wir kehrten dorthin zurück.

Das manische Bestreben des frühen Jahrhunderts, die urbane Lebensqualität zu verbessern, hatte vielleicht zu viele Parks geschaffen. Aus etlichen hatte man Massenquartiere für die Armen gemacht, nicht wenige hatte man bis zur Nutzlosigkeit verkommen lassen. Unser Park war eine Ausnahme, eisern beansprucht von den örtlichen Familien, verteidigt durch eine Menge lokaler Bestimmungen und einen ehrenamtlichen Wachdienst, der nach Einbruch der Dunkelheit auf Streife ging. Wir kamen am späten Nachmittag eines Tages, der kühler war als der sengende Tag zuvor, ein Sommertag so schön, dass man ihn am liebsten zusammenfalten und in die Tasche hätte stecken mögen. Am Teich lagerten die Menschen und machten Picknick, kleine Kinder umschwärmten die kürzlich neu gestrichenen Schaukeln und Klettergerüste.

Wir gingen auf die menschenleere offene Tribüne. Unterwegs hatten wir uns zu essen gekauft, sehniges Hühnchenklein in Eierkuchenteig frittiert. Ashlee stocherte lustlos in ihrer Portion. Mit jeder Bewegung verriet sie ihr Unbehagen. Und ich das meine vermutlich auch.

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, ihr von Adam zu erzählen. Vor kurzem hatte ich mich dagegen entschieden. Kampflos. Mangels Mut wahrscheinlich. Ich war immer noch der Meinung, Ash verdiene es zu erfahren, dass Adam lebte. Aber Sue hatte auch Recht.

Was es zu sagen gab, würde alles nur noch schlimmer machen.

So sehr mein Gewissen protestierte, ich konnte mich nicht überwinden, ihr derart wehzutun. Aus solchen Entscheidungen ist das Schicksal vermutlich zusammengezimmert, Balken und Nägel, wie ein Galgen.

»Erinnerst du dich noch an den Jungen?«, fragte Ashlee und betupfte ihre Lippen mit einer Serviette. »Der Kleine beim Baseball?«

Es war an einem Samstag nicht lange nach der Hochzeit gewesen. Als wir herkamen, war ein Trainingsspiel der Little League im Gange. Wir teilten uns die Tribüne mit zwei Trainern und ein paar Eltern. Der Schlagmann war ein kleiner Junge, der aussah, wie er aufgewachsen war, mit Steaks und Steroiden, einer von den Elfjährigen, die sich morgens vor der Schule rasieren mussten. Der Werfer dagegen war ein blonder Streuner mit einem Talent für Bälle, die kurz vor der Home-Plate plötzlich absinken. Unglücklicherweise ging sein Wurf zu hoch über die Home-Plate. Der Ball prallte vom Schlagholz ab und kam zurück zum Werferhügel — etwas Richtung First-Base hatte den blonden Knirps abgelenkt, und noch ehe er den Handschuh oben hatte, traf ihn der Ball genau an der Schläfe.

Stille, dann hörte man sie Luftholen, dann ein paar Schreie. Der Werfer stürzte mit aufgerissenen Augen zu Boden und blieb reglos auf dem kahlen Fleck Erde liegen, der als Werferhügel diente.

Und jetzt das Komische. Wir waren weder Eltern noch Beteiligte, nur zufällige Zuschauer an einem faulen Samstag, aber ich rief bereits den Rettungsdienst an, als noch niemand nach seinem Handy griff; und Ashlee, eine ausgebildete Krankenschwester, war noch eher bei dem Jungen als der Trainer.

Die Verletzung war nicht ernst. Ash hielt den Jungen still und beruhigte die fassungslose Mutter, bis die Sanitäter eintrafen. Nichts Ungewöhnliches an dem Unfall, außer dass Ash und ich so schnell reagiert hatten.

»Ja, ich weiß noch.«

»An dem Tag habe ich etwas begriffen«, sagte Ashlee. »Ich habe begriffen, dass wir beide auf das Schlimmste gefasst sind. Immer. Als würden wir es erwarten. Es muss an meinem Dad liegen.« Ashlees Vater war Alkoholiker gewesen, was Kinder allzu früh erwachsen macht; er war an Leberkrebs gestorben, als Ashlee gerade mal fünfzehn war. »An meinem Dad und an deiner Mom.« Auf das Schlimmste gefasst sein? Na, klar doch. Mir war, als hörte ich sie sagen: Scotty, hör auf, mich so anzusehen!

»Und das sagt mir«, Ashlee wählte ihre Worte mit Bedacht, mied aber meine Augen, »dass wir ziemlich starke Typen sind. Wir haben schon ein paar üble Sachen durchgestanden.«

So etwas Übles wie ein mordendes, von den Toten auferstandenes Kind?

»Also ist alles im Lot«, sagte Ashlee. »Ich vertraue dir, Scott. Mach, was du für richtig hältst. Du musst es nicht erst in Watte packen. Du gehst mit ihnen, hab ich Recht?«

»Ich bin bald wieder zurück«, sagte ich.

Zweiundzwanzig

Wir überquerten die Staatsgrenze nach Wyoming an dem Tag, da der Gouverneur zurücktrat.

Eine der sogenannten Omega-Milizen hatte seit knapp einer Woche die Legislative besetzt gehalten und eine der sechzig Geiseln war Gouverneur Atherton gewesen. Die Nationalgarde hatte die Situation schließlich klären können, doch Atherton hatte gleich nach seiner Freilassung abgedankt, aus gesundheitlichen Gründen. (Guten Gründen: Der Schuss hatte seine Leiste durchschlagen und die Wunde hatte sich entzündet.)

Es gärte im »Land des weiten Himmels«, doch davon war von der Straße aus nichts zu sehen. Der grenznahe Highway war voller Schlaglöcher und das weite Farmland auf beiden Seiten war verwildert und ausgedörrt — weil sich das Oglalla Aquifer langsam aber sicher zurückzog. Starenschwärme bevölkerten das verrostete Gerippe der künstlichen Bewässerung.

»Zu dem Problem trägt auch bei«, sagte Sue eben, »dass viele die Chronolithen als etwas Magisches betrachten — aber dem ist nicht so, es handelt sich um etwas Technisches, und die Dinger verhalten sich auch so.«

Sie ließ sich nun schon seit fünf Stunden über die Chronolithen aus. Ich war aber nicht der einzige Zuhörer. Sue hatte darauf bestanden, das letzte Fahrzeug im Konvoi zu fahren, der unsere persönliche Habe sowie ihre Aufzeichnungen und Pläne enthielt. Wir — also Hitch, Ray und ich — wechselten uns auf dem Beifahrersitz ab. Sue hatte ihr normales obsessives Verhalten um eine nervöse Redseligkeit erweitert. Man musste sie ans Essen erinnern.

1 ... 53 54 55 56 57 58 59 60 61 ... 70
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)