Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Chronolithen [The Chronoliths - de]
Die Chronolithen [The Chronoliths - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Chronolithen [The Chronoliths - de]

Электронная книга - «Die Chronolithen [The Chronoliths - de]». Краткое содержание книги:

Aus dem Nichts taucht in Thailand plötzlich ein siebzig Meter hoher Obelisk auf und richtet in weitem Umkreis durch eine Druckwelle und einen extremen Temperatursturz große Verwüstungen an. Doch nicht Außerirdische haben das Artefakt geschickt, sondern es kommt aus der Zukunft. Es besteht aus einem fremdartigen, unzerstörbaren Stoft und trägt eine Inschrift, die den Sieg eines gewissen Kuin verkündet, der sich das Land unterworfen habe… Scott Warden. der als Aussteiger mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter ein sorgloses Leben am Strand führt, wird durch das Ereignis aus der Bahn geworfen: Als er heimlich das abgesperrte Gelände betritt, um den Obelisken zu untersuchen, wird er verhaftet und vom Geheimdienst verschleppt. Und als er dann später wieder freikommt, ist seine Familie außer Landes geflohen und in die USA zurückgekehrt. Denn inzwischen ist ein weiteres Kuin-Monument mitten in Bangkok aufgetaucht, mit verheerenden Folgen. Und noch mehr dieser Obelisken erscheinen, zerstören Istanbul und Jerusalem… Wer aber ist dieser Kuin? Ist er ein kommender Welteroberer? Oder ein Messias, der seine Schatten voraus wirft in die Vergangenheit? Doch wie sollte das möglich sein? Und warum ist Scott immer in der Nähe, wenn ein weiterer Chronolith emporsteigt?
1 ... 49 50 51 52 53 54 55 56 57 ... 70
Перейти на страницу:

Wieso das ein Problem war?

Weil die marode chinesische Regierung schließlich unter der Last ihrer Insolvenz zusammengebrochen war und eben diese Forschungseinrichtungen vermutlich in die Hände der kuinistischen Rebellen gefallen waren.

»Alles passt zusammen«, sagte sie. »Irgendwo in Asien gibt es einen Kuin, und der verfügt über die erforderliche Chronolithentechnik. Wir sind nur noch ein paar Jahre von der Eroberung Chumphons entfernt, und die erscheint uns völlig plausibel. Wir können nichts daran ändern. Ganz Südostasien ist in den Händen diverser kuinistischer Rebellen — es brauchte eine riesige Armee, um die Berge nördlich von Chumphon zu besetzen, und das hieße nur wieder, Truppen und Nachschub von China einzusetzen, was niemand will. Also fügt sich eins zum anderen — man könnte beinah sagen: unausweichlich.«

»Das sind wohl die Schatten der Dinge, die sein müssen.«[34]

»Ja.«

»Und wir haben keine Möglichkeit, sie aufzuhalten.«

»Na ja, ich weiß nicht, Scotty. Ich glaube, es gibt vielleicht doch etwas, was ich tun kann.« Sie lächelte schelmisch und traurig zugleich.

Doch das ganze Thema bereitete mir Unbehagen, und ich versuchte, sie abzulenken, indem ich sie fragte, ob sie in letzter Zeit etwas von Hitch Paley gehört habe. (Seit Portillo hatten wir keinen Kontakt mehr gehabt.)

»Wir stehen noch in Verbindung«, sagte sie. »Er kommt in ein, zwei Tagen hier durch.«

Es war vermutlich ein Beweis für Sues angeborenen (wenn auch sperrigen) Charme, dass Ashlee am folgenden Abend neben ihr auf dem Sofa saß und ganz versunken zuhörte, was Sue über die Epoche der Chronolithen zu sagen hatte.

Als ich mich dazusetzte, sagte Ash gerade: »Ich verstehe immer noch nicht, warum es so wichtig sein soll, einen zu zerstören.«

Sue legte sich eine Antwort zurecht und sah dabei so konzentriert aus wie ein religiöser Eiferer.

Der sie vielleicht auch war, auf ihre Weise zumindest. In ihrem Debattierclub (Physikseminar) in Cornell hatte sie den Teilchenzoo (Hadronen, Fermionen und die bunte Gesellschaft von Quarks, aus denen sie bestanden) gerne mit den Hindu-Göttern verglichen — alle wohlverschieden, aber jeder ein Aspekt der einen umfassenden Gottheit.

Sue war nicht im herkömmlichen Sinne religiös und hatte noch nicht einmal ihre Vaterstadt Madras besucht; Sue benutzte dieses Bild eher spielerisch, auflockernd. Doch ich erinnerte mich an ihre Beschreibung des doppelgesichtigen Shiva: Zerstörer und Bringer des Lebens, asketische Jugend und phallusschwingender Schwängerer — in jeder Dualität, jeder Quantensymmetrie hatte Sue die Präsenz von Shiva gesehen.

Sie stellte die Fingerspitzen gegeneinander. »Ashlee, sagen Sie mir, wie sie das Wort ›Monument‹ definieren.«

»Na ja«, sagte Ash zaudernd, »ein Monument ist etwas Gebautes, ein Bauwerk. Es ist ein Stück Architektur.«

»Und was unterscheidet es von einem Haus oder Tempel?«

»Ich würde sagen, es wird nicht benutzt, jedenfalls nicht wie man ein Haus oder eine Kirche benutzt. Es steht nur da und sagt: Seht her!«

»Aber es hat doch einen Zweck, richtig? So wie ein Haus einen Zweck hat?«

»Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, es ist nützlich… aber es dient einem Zweck, ja. Aber keinem sehr praktischen.«

»Genau. Es ist ein Bauwerk mit einem Zweck, aber der Zweck ist nicht praktisch, er ist spirituell… symbolisch zumindest. Ein Monument demonstriert Macht, Vorrangstellung; oder erinnert an ein Ereignis, das viele Menschen betrifft. Es ist eine physische Angelegenheit, aber seine ganze Bedeutung, sein ganzer Nutzen ist geistiger Natur.«

»Das gilt auch für die Chronolithen?«

»Das ist die Frage. Als Waffe ist der Chronolith relativ bedeutungslos. Der Chronolith an sich erfüllt keinen besonderen Zweck. Er ist ein toter Gegenstand. Sein wirklicher Zweck gehört dem Reich von Bedeutung und Auslegung an. Und da wird auch die Schlacht geschlagen, Ashlee.« Sie klopfte sich mit drei Fingerspitzen an die Stirn. »Die eigentliche Architektur ist hier oben. Nichts in der materiellen Welt lässt sich mit den Monumenten und Kathedralen vergleichen, die wir in unseren Köpfen bauen. Manches von dieser Architektur ist schlicht und stimmig, manches barock und manches schön und anderes hässlich und gefährlich unsolide. Aber diese Architektur zählt mehr als jede andere, weil sie der Stoff ist, aus dem wir die Zukunft machen. Die Geschichte besteht nur aus den fossilen Rückständen dessen, was sich Männer und Frauen haben einfallen lassen. Verstehen Sie? Und die Genialität eines Kuin hat nichts mit den Chronolithen zu tun; die Chronolithen sind nur Technik, Menschen lassen die Natur durch den Reifen springen. Die Genialität eines Kuin besteht darin, dass er sie benutzt, um die Gedankenwelt zu kolonisieren, um seine Architektur direkt in unsere Köpfe zu bauen.«

»Er bringt uns dazu, an ihn zu glauben.«

»An ihn, seine Macht, seine Herrlichkeit und sein Wohlwollen. Doch vor allem an seine Zwangsläufigkeit. Und genau das will ich ändern. Denn nichts, was mit Kuin zu tun hat, ist zwangsläufig, rein gar nichts. Jeden Tag bauen wir Kuin, wir fabrizieren ihn aus unseren Hoffnungen und Ängsten. Er ist ein Teil von uns. Er ist ein Schatten, den wir alle werfen.«

Das war an sich nichts Neues. Die Presse hatte schon immer die Politik der Erwartungen debattiert. Aber etwas an Sues Erörterung sträubte mir die Härchen auf den Armen. Es war der Grad ihrer Überzeugung, ihre selbstverständliche Eloquenz. Aber ich glaube, es war mehr. Ich glaube, ich verstand zum ersten Mal, dass sie Kuin einen privaten und ganz persönlichen Krieg erklärt hatte. Mehr noch: Sie glaubte, im Zentrum des Konflikts zu stehen — gesalbt von der Tau-Turbulenz und direkt in die eine Gottheit gebeamt.

Ich traf mich mit Kaitlin zu einem Dinner außer Haus, Fastfood natürlich, was mich den Rest des Reibachs vom Wochenende kostete.

Kait kam aus dem Apartment über Whits Garage, sie sah tapfer, aber untröstlich aus. Sie hatte die ersten zwei Nächte ohne David verbracht. Die Augen waren mangels Schlaf umschattet, der Teint fahl. Ihr Lächeln wirkte fast verstohlen, als habe sie kein Recht zu lächeln, solange David im Krieg war.

In einer früher mal farbenfrohen, aber seit kurzem heruntergekommenen Volksküche aßen wir Sandwiches mit Bohnenpaste. Kait wusste, dass Sue Chopra und Ray Mosely in der Stadt waren, aber sie zeigte wenig Interesse an »den alten Tagen«. Sie habe schlecht geträumt. Im Traum sei sie wieder in Portillo gewesen, diesmal aber mit David, und David war in Lebensgefahr, und sie konnte ihn nicht retten. Sie steckte knietief im Sand und über ihr dräute der Kuin von Portillo, grimmig und boshaft, nahezu lebendig.

Der Traum war nicht schwer zu deuten. Ich hörte zu, bis sie sich alles von der Seele geredet hatte. Schließlich sagte ich: »Hat David von sich hören lassen?«

»Ein Anruf, als der Bus vor Little Rock war. Seitdem nichts mehr. Ich glaube, das Ausbildungslager hält ihn ganz schön auf Trab.«

Ja, vermutlich hatte sie Recht. Dann wollte ich wissen, wie ihre Mutter und Whit damit umgingen.

»Mom ist eine Stütze. Und Whit…« Sie wedelte mit der Hand. »Du kennst ihn ja. Er ist gegen den Krieg und tut manchmal so, als wäre David persönlich dafür verantwortlich — als hätte David ablehnen können. Bei Whit geht es immer ums Ganze, Menschen sind nicht darin verwickelt außer als Hindernis oder abschreckendes Beispiel.«

»Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Krieg viel Sinn ergibt, Kait. Hätte David sich drücken wollen, uns wär schon was eingefallen.«

вернуться

34

Nach Scrooges Worten in A Christmas Carol von Charles Dickens

1 ... 49 50 51 52 53 54 55 56 57 ... 70
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)