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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Jeder lachte über ihn ...

U. N. Dhebar erzählte mir: »Es gibt solche Idioten! Jawaharlal musste aus London anrufen und ihm sagen: >Lassen Sie diese Dummheiten. Das ist vollkommen gegen die Verfassung. Es gibt bei uns keinen stellvertretenden Premierminister..

Dann kam plötzlich ein Telefonanruf. U. N. Dhebar nahm den Hörer ab, sagte: »Ich bin im Moment sehr beschäftigt und kann Ihnen die nächsten sieben Tage keinen Termin geben«, und legte wieder auf.

Ich sagte zu ihm: »Du bist doch gar nicht beschäftigt, du unterhältst dich einfach nur mit mir.«

Er antwortete: »Das ist das Problem in der Politik. Man muss so tun, als ob man sehr beschäftigt ist, als ob man keine Zeit hätte –

selbst wenn man alle Zeit der Welt hat. Aber man muss den Menschen zeigen, dass man ein sehr beschäftigter Mann ist und nicht so leicht zugänglich. Als habe ich ihm gesagt, dass er in sieben Tagen wieder anrufen soll. Wenn ich dann Zeit habe, werde ich ihm einen Termin geben. Auch wenn ich im Moment vollkommen frei bin ... weil du hier bist, habe ich alle meine Termine abgesagt. Ich möchte meine Zeit nicht mit jemand anderem verschwenden, während du hier zu Besuch bist. Ich möchte die Zeit mit dir verbringen. Das ist eine seltene Gelegenheit, denn während der Meditationscamps kann ich nicht so viel Zeit mit dir verbringen. Das ist eine großartige Gelegenheit.

Und ich habe zu allen gesagt – zu meinen Wachen und Leibwächtern –, dass ich von niemandem gestört werden möchte.«

Ich erwiderte: »Das ist doch seltsam. Der Mann, der gerade angerufen hat, hat vielleicht eine wichtige Aufgabe zu erledigen.«

Er antwortete: »Wen kümmert das schon? Niemand kümmert sich um andere.« Dabei war er so ein netter Mensch, sehr kultiviert und gebildet, aber ... »wen kümmert es?«

Als er das sagte, meinte ich zu ihm: »Das ist aber sehr unsensibel. Und dabei betest du doch jeden Tag zu Gott.« Er hatte in seinem Haus einen kleinen Tempel mit einer Krishna Statue stehen. Er war ein Krishna -Anhänger. »Deine Gebete sind vollkommen bedeutungslos. Da wäre es doch besser, hinauszugehen und zu einem Rosenstrauch zu beten. Der ist wenigstens lebendig! Dieser Krishna, zu dem du betest, ist von Menschen gemacht, einfach nur ein Stein, der zu einer Statue behauen ist. Kannst du nicht erkennen, wie tot dein Krishna ist?

Schau nach draußen, die ganze Welt ist lebendig. Die Vögel singen, die Blumen blühen, die Sonne geht gerade unter. Bald wird der Himmel voller Sterne sein.«

Der primitive Mensch lebte im Universum als ein essentieller Teil davon und war dankbar, einfach nur am Leb en zu sein. Seine Dankbarkeit war authentischer als die Dankbarkeit der gottorientierten Religionen Gott gegenüber. Ihr seid dankbar gegenüber einer Fiktion.

Ein englischer Autor, ein bekannter Linguist, Dr. Johnson, hatte eine seltsame Angewohnheit, fast schon eine Neurose. Immer wenn er morgens einen Spaziergang machte, musste er jeden Laternenpfahl berühren. Wenn er einen vergaß, ging er zurück, berührte ihn, und ging dann erst weiter. Wenn jemand ihn dabei begleitete, tauchte immer die Frage auf: »Was machen Sie da eigentlich? «

Er antwortete: »Was soll ich machen? Ich verspüre in mir solch einen Zwang, es zu tun. Ich weiß, dass es komisch wirkt, und ich weiß, dass irgendetwas nicht ganz richtig mit mir ist, aber was soll ich machen? Wenn ich einen Pfahl auslasse, löst das in mir solch einen Aufruhr aus, so viele Gefühle, Emotionen – >Was machst du da? Geh zurück!< –, dass ich einfach zurückgehen muss .« Wegen eines Laternenpfahls!

Ich pflegte regelmäßig einen Morgenspaziergang zu machen, und dabei begegnete mir immer ein alter, pensionierter Professor.

Wir freundeten uns an und fingen an, zusammen spazieren zu gehen. Aber er hatte diese Angewohnheit ... In Indien gibt es überall Tempel. Alle paar Häuser weit steht ein Tempel. Und wenn kein Tempel, dann zumindest ein roter Stein unter einem Baum, der den Affengott symbolisiert. Und dieser Mann verneigte sich vor jedem Tempel und vor jedem Stein.

Ich sagte zu ihm: »Das ist eine Tortur für mich. Sie müssen entweder mich aufgeben oder Ihre Götter. Was für ein Unsinn! An jedem Platz ... diese ganze Stadt ist voll von Tempeln dieses oder jenes Gottes, und Sie müssen sich vor jedem verneigen ... Und ich muss bei Ihnen stehen, und es ist mir peinlich: Was für einen Begleiter habe ich da? Entweder hören Sie also auf, mit mir zu gehen – Sie können Ihren eigenen Weg gehen –, oder Sie geben diese dumme Angewohnheit auf. All diese Steine sind tot. Wenn es schon sein muss, dann schauen Sie doch etwas Lebendiges an. Ich habe noch nie bemerkt, dass Sie die Bäume angeschaut hätten oder die Blumen oder den letzten Stern, wenn er am Himmel verblasst.«

Und es herrscht eine solche Ruhe am frühen Morgen: Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, es ist noch dunkel, und der letzte Stern ist am Verschwinden. In diesem Moment, in solch einem Augenblick, wurde Gautama Buddha erleuchtet. Der letzte Stern war am Verschwinden, und als der letzte Stern verschwand, verschwand auch etwas in ihm. Plötzlich war da nur noch der Himmel, leer, und er schaute nach innen, und dort war ebenfalls vollkommene Leere: zwei Himmel – einer außen, einer innen – und eine große Stille. Zum ersten Mal verneigte er sich, nicht vor jemand besonderem, sondern vor der gesamten Existenz. Das ist Dankbarkeit, das ist echte Empfindsamkeit.

Zusammen mit dem Privateigentum wurde also auch der Vater wichtig. Und als der Vater in seiner ganzen Realität erkannt wurde

– dass ihm die Allmacht fehlte, die Allwissenheit, die Allgegenwart, dass er kein Gott war –, musste man einen Gott als Ersatz für den Vater erfinden. Wenn also Jesus auf die Knie fällt und in der aramäischen Sprache, die Jesus sprach, »Abba!« ruft ...

Jesus sprach niemals hebräisch; Hebräisch war die Sprache der Gelehrten, der Reichen, der Gebildeten. Aramäisch war die Sprache der Dorfbewohner, der Ungebildeten; es ist eine Form des Hebräischen, aber nicht so komplex. Im Aramäischen heißt Vater

»Abba«. Doch so, wie Jesus sich auf den Boden warf und zum Himmel aufblickte und »Abba!« rief ... es zeigt, dass er über seine Kindheit noch nicht hinausgewachsen war. Es ist kindisch.

Und beachtet den Unterschied zwischen kindisch und kindlich.

Ein Erwachter wird kindlich, er ist nicht kindisch. Ein gottorientierter Mensch wird kindisch. Sein Verhalten ist das eines Kindes, das sich auf dem Jahrmarkt verlaufen hat und nach seinem Vater sucht. »Abba!«, ruft es. »Wo ist mein Vater? « Ohne den Vater fühlt es sich nicht sicher, ist es nicht in Sicherheit.

All diese Gebete zeigen nur eure Angst, all diese Gebete zeigen nur eure Enttäuschung über euren eigenen Vater. Ihr habt euch ein Fantasiegebilde geschaffen, und es ist eine kranke Fantasie.

Bevor wir nun die Sutren diskutieren, zunächst einmal eine kleine biographische Anmerkung:

Sekitos Erleuchtung ereignete sich, als er das Chaolun las, ein Werk, das im Jahr 400 von Sengchao geschrieben worden war.

Sengchao hatte dieses Werk verfasst, während er im Gefängnis saß und auf seine Hinrichtung wartete. Der Absatz, der zu Sekitos Erleuchtung führte, lautete: »Ist nicht derjenige ein wahrer Weiser, der sich mit allen Dingen im Universum identifiziert?«

Ist nicht derjenige ein wahrer Weiser, der sich mit der gesamten Existenz identifiziert? Einfach nur diese Aussage, und plötzlich ereignete sich in ihm eine große Revolution. Aus der Unwissenheit machte er einen Quantensprung zur Erleuchtung.

Das ist genau das, was ich immer zu euch sage: Religiosität ohne Gott bedeutet einfach nur, sich mit dem gesamten Universum eins zu fühlen. Einfach nur diese Aussage: Sekito muss sich bereits am Rand der Erleuchtung befunden haben, direkt auf der Grenze.

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