Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Er sagt nicht, dass die Welt Illusion sei; dieser Welt verhaftet zu sein ist Illusion. Die Welt ist vollkommen real, doch bleibe unverhaftet. Nicht die Welt ist die Illusion, sondern das Verhaftetsein an der Welt, nicht die Frau, sondern das Verhaftetsein an der Frau, nicht das Geld, sondern das Verhaftetsein am Geld, nicht der Körper, sondern das Verhaftetsein am Körper.
Sekito macht hier eine enorm bedeutsame Aussage. Kein Philosoph hat jemals so etwas gesagt. Sie sagen, die Welt sei illusorisch. Sekito trifft eine Unterscheidung: nicht die Welt, sondern die Verhaftung an die Welt, an das Relative, ist illusorisch.
Und deshalb sind die Philosophen ins andere Extrem gegangen: Gott ist nicht illusorisch, er ist das am meisten Reale, das absolut Reale.
Und sofort widerspricht Sekito diesen Philosophen und sagt:
»... doch das Absolute zu sich zu nehmen ist nicht
Erleuchtung.«
Denkt nicht in Begriffen des Absoluten. Es gibt nichts Absolutes, alles ist immer nur dabei, absolut zu werden, doch es wird und wird und wird, und es kommt niemals zu einem endgültigen Halt, denn ein endgültiger Halt wäre etwas Totes. An dem Tag, an dem die Welt Vollkommenheit erreicht, kann sie nirgendwo mehr hin, ist sie zu einem endgültigen Abschluss gekommen. Vollkommenheit ist Tod. Absolut zu sein bedeutet, tot zu sein.
Sekito sagt etwas, was nur ein Mystiker, nur ein Buddha sagen kann: »Selbst die Erfahrung der Buddhaschaft wächst immer weiter. Es gibt keine Grenzen für ihr Wachstum. Es ist nicht so, dass man bei einem endgültigen Abschluss angekommen ist, wenn man ein Buddha geworden ist. Nein, der Weg ist endlos, die Reise ist unendlich, die Pilgerschaft geht weiter und immer weiter. Und das ist die Schönheit des Lebens, dass nichts jemals zu einem Ende kommt. Alles bewegt sich ewig weiter. «
Das Konzept des Absoluten ist also ein Konzept von Philosophen und nicht von Erleuchteten.
Alle Elemente der subjektiven und der objektiven Sphären sind
miteinander verbunden, und gleichzeitig sind sie unabhängig
voneinander
Er sagt damit, dass die äußere Welt und die innere Welt unabhängig voneinander und gleichzeitig miteinander verbunden sind, denn ihre Funktionsweisen sind unterschiedlich. Sie sind verbunden, weil sie nicht getrennt existieren können. Das Äußere kann nicht ohne das Innere existieren, das Innere kann nicht ohne das Äußere existieren, also sind sie miteinander verbunden. Doch ihre Funktionsweisen sind unterschiedlich: Das Äußere bewegt sich in Richtung Objekte, und das Innere bewegt sich in Richtung Subjektivität. Ihre Richtungen sind unterschiedlich, ihre Erkenntnisse sind unterschiedlich, doch an einem gewissen Punkt sind sie miteinander verbunden.
Er macht damit enorm bedeutsame Aussagen, die euch nur dann klar werden, wenn ihr euch in eurem innersten Zentrum befindet –
vollkommen klar, ohne Sand in den Augen – und erkennt, dass die objektive Welt ihre ganz eigene Schönheit besitzt, ihre ganz eigene Wirklichkeit, ihr ganz eigenes Leben, ihr ganz eigenes verborgenes Bewusstsein, so wie auch die innere Welt ihre eigenen Sterne besitzt, ihren eigenen Himmel, ihre eigene Ausdehnung, ihr eigenes Universum. Außerhalb von euch erstreckt sich ein unendliches Universum, und in euch erstreckt sich ebenfalls ein unendliches Universum. Beide sind miteinander verbunden, beide hängen voneinander ab, doch ihre Funktionsweisen sind unterschiedlich.
Wenn man sich in der äußeren Welt bewegt, wird man feststellen, dass man immer mehr zum Wissenschaftler wird. Wenn man sich in der inneren Welt bewegt, wird man feststellen, dass man immer mehr zum Mystiker wird.
Sie sind miteinander verbunden, doch sie funktionieren
unterschiedlich, wobei jede Sphäre ihren eigenen Platz behält.
Durch ihre äußere Form werden ihr Charakter und ihre
Erscheinung bestimmt; Klang, Geschmack und Geruch
entscheiden über angenehm oder unangenehm.
Dunkelheit macht alle Dinge eins; Helligkeit macht alle Dinge unterschiedlich.
Doch es handelt sich nur um die äußere Erscheinung. In der Dunkelheit kann man nicht sehen, daher scheint al les eins zu sein.
Im Licht kann man sehen, daher scheint alles getrennt zu sein.
Doch an der tiefsten Wurzel sind all diese getrennten Dinge verbunden. Wir sind alle mit dem einen Zentrum des Universums verbunden. So wie Zweige und Blätter sind wir getrennt, doch wenn wir tiefer zu den Wurzeln gehen, dann stellen wir fest, dass alle Zweige, alle Blätter, alle Blüten ihre Nahrung aus denselben Wurzeln bekommen. Die Existenz nährt dich und die Bäume und die Berge und die Vögel gleichermaßen.
Und so ist es ein Mysterium, dass sich die eine Existenz auf so vielfältige Weise manifestiert. Diese Vielfalt des Ausdrucks macht das Leben schön. Diese Vielfalt macht das Leben interessant. Die Vielfalt ist ein Reichtum, doch die Einheit macht alles Leben gleich. Niemand ist unterlegen, niemand ist überlegen, daher besteht keine Notwendigkeit für Vergleiche.
Die vier Elemente kehren zu ihrer Natur zurück wie ein Kind
zu seiner Mutter.
Das ist genau das, was auch ich euch immer sage. Wenn die Quelle des Lebens zum Ziel des Lebens wird, wird der Kreis vollständig. Und wenn der Kreis vollständig ist, braucht man sich nicht mehr unnötigerweise durch Geburt und Tod zu bewegen und durch eine erneute Geburt und einen erneuten Tod. Ihr habt euch seit Millionen von Jahren durch dieses Rad von Geburt und Tod bewegt. Es ist an der Zeit, aus dem Rad auszusteigen. Dieses Aussteigen aus dem Kreis ist Erleuchtung.
Feuer ist heiß, Wind bewegt, Wasser ist nass, Erde ist fest. Die
Augen sehen, die Ohren hören, die Nase riecht, die Zunge
schmeckt, das Salzige und das Saure. Alles ist unabhängig
voneinander, doch die verschiedenen Blätter stammen alle aus
derselben Wurzel.
Man schmeckt mit der Zunge, man sieht mit den Augen, man berührt mit der Hand. Alle Sinne sind verschieden: Man kann nicht mit der Hand sehen, man kann nicht mit den Augen tasten, man kann nicht mit den Ohren riechen. Sie sind getrennt, doch sie alle sind verbunden mit dem einen Gehirn, von dem sie wie unterschiedliche Zweige ausgehen. Sie leiten ihre Informationen alle an dasselbe Gehirn weiter, und dasselbe Gehirn ernährt sie.
Was die Hände durch das Tasten erspüren , gelangt in dasselbe Gehirn. Was die Nase an Düften riecht, erreicht dasselbe Gehirn.
Die Augen leiten ihren Überblick über die Welt an dasselbe Gehirn weiter. Diese Sinne sind einfach nur Zweige, die in verschiedene Richtungen reichen, um verschiedene Erfahrungen einzusammeln und das Gehirn reicher zu machen. Doch sie sind alle im selben Gehirn verwurzelt.
Sekito gibt hier einfach nur ein Beispiel. Wir sind alle getrennt und unabhängig voneinander, doch wir sind in derselben Existenz verwurzelt. Wir sollen unabhängig sein, wir sollen Individuen sein, doch wir sollten dabei nicht vergessen, dass wir letztendlich eins sind, Wellen desselben Ozeans.
Basho schrieb:
Welche Freude,
diesen Fluss zu durchschreiten,
die Sandalen in der Hand!
Für einen erleuchteten Menschen wird alles zum Mysterium. So eine kleine Sache! Du wirst vielleicht fragen: »Was soll das schon sein? «