Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
»Ich habe ihr nur gesagt, dass ich sie liebe und dass ich sie am liebsten verschlingen möchte« ...
Selbst die Sprache ist unterschiedlich – so wie sich auch die Moral verändert, wie sich die Religion verändert –, je nach Klima, je nach Tradition, je nach geschichtlicher Vergangenheit.
Ich habe einmal folgende Geschichte von einem französischen Ritter gehört. Im Mittelalter waren die Ritter ständig auf Kreuzzügen unterwegs. Die Christen waren dauernd unterwegs, um Mohammedaner zu töten, und sie waren unterwegs, um Juden zu töten oder zum Christentum zu bekehren. Wenn man am Leben bleiben wollte, hatte man nur die Möglichkeit, Christ zu werden; andernfalls wurde man umgebracht.
Der Ritter war also dabei, sich auf einen Kreuzzug zu begeben, doch er hatte eine sehr schöne Frau. Im Mittelalter gab es in Europa gewisse Vorrichtungen: Wenn ein Mann einige Tage unterwegs war, legte er seiner Frau einen Gürtel an, einen sogenannten Keuschheitsgürtel. Das war ein Metallgürtel mit einem Schloss, und es wurden die seltsamsten Schlösser dafür entwickelt, damit sich niemand mit der Frau verlustieren konnte. Manche dieser Gürtel, die von den reicheren Leuten verwendet wurden, hatten sogar ein Messer im Innern. Wenn man mit etwas eindrang, klappte das Messer zu. Solche Gürtel sind in allen großen europäischen Museen ausgestellt, vor allem in London. Der Ritter, der einige Monate unterwegs sein würde – vielleicht sogar ein oder zwei Jahre –
schloss also seine Frau ab. Er wollte den Schlüssel aber nicht mitnehmen, denn es war Krieg, und wenn der Schlüssel verloren ging, wäre es sehr schwierig, das Schloss zu öffnen. Man würde einen Schmied oder sonst jemanden brauchen, um einen Ersatzschlüssel anzufertigen. Es wäre jedenfalls sehr peinlich. Also ließ er seinen besten Freund zu sich kommen und sagte zu ihm:
»Ich gehe auf einen Kreuzzug, und ich vertraue dir, du bist mein bester Freund; also verwahre bitte diesen Schlüssel für mich. Wenn ich zurückkomme, werde ich mir den Schlüssel wiederholen. Es ist der Schlüssel für den Keuschheitsgürtel meiner Frau.«
Der Freund erwiderte: »Mach dir keine Sorgen.« Doch fünf Minuten, nachdem der Ritter weggeritten war, kam der Freund auf seinem Pferd hinterhergaloppiert. Der Ritter hielt an und fragte:
»Was ist los?« Und der Freund antwortete: »Du hast mir den falschen Schlüssel gegeben.« Nach fünf Minuten!
Wenn das Verhältnis von Männern und Frauen nicht ausgeglichen ist, ist das, was Mohammed empfohlen hat, sehr praktisch; es ist nichts Falsches daran. Aber es passte nur zu seiner Zeit und zu der damaligen Situation. Inzwischen ist es jedoch unter Mohammedanern zu einer Regel geworden, und weil sie in ihrer eigenen Religion nicht so viele Frauen finden können, gehen sie hin und entführen die Frauen anderer.
In Indien ist es zu einem richtigen Spiel geworden. Man holt sich einfach die Frau eines anderen und hält sie fest ... denn Hindus sind da sehr empfindlich. Wenn eine Ehefrau auch nur eine Nacht außerhalb ihres Hauses verbringt, ist sie erledigt. Sie kann das Haus ihres Ehemannes dann nicht mehr betreten, ihr Mann lässt das nicht zu. Sie kann auch das Haus ihrer Eltern nicht mehr betreten; die Eltern werfen sie hinaus, weil sie ihre Respektabilität beschmutzt hat, ihr Prestige: »Geh hin und bring dich um, eine andere Möglichkeit hast du nicht.« Doch statt Selbstmord zu begehen, kehrt die Frau zu dem Mohammedaner zurück. Das ist vernünftiger und logischer.
Eine Frau braucht nur eine Nacht lang nicht zu Hause zu sein.
Es spielt keine Rolle, ob sie diese Nacht mit einem anderen im Bett verbracht hat oder nicht. Und so vermehren sich die indischen Mohammedaner. Offensichtlich kann ein Mann mit vier Frauen mindestens vier Kinder pro Jahrzeugen. Das ist nicht möglich, wenn es vier Männer und eine Frau sind. Dann bringen sie vielleicht nicht einmal ein einziges Kind zustande – die vier Männer bringen das Kind möglicherweise um, noch bevor es geboren wird.
Denkt also daran, eure gottorientierten Religionen bestehen nur aus gesellschaftlichen Vereinbarungen. Sie sollten eigentlich überhaupt nicht als Religionen bezeichnet werden, denn sie bestehen nur aus moralischen Vorschriften, die die Gesellschaft zusammenhalten, und zwar so einfach wie möglich. Das ist keine Religiosität. Religiosität entsteht nur aus dem Aufblühen des eigenen Bewusstseins.
Gottorientierte Religionen erzeugen zwar ein Gewissen, aber keine Bewusstheit. Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Gewissen und Bewusstheit dasselbe seien. Sie haben zwar dieselbe Wurzel, doch sie sind wie getrennte
Zweige, die in entgegengesetzte Richtungen verlaufen. Das Gewissen wird dir von anderen aufgezwungen. Bewusstheit ist eine Evolution, die aus deinen eigenen Tiefen bis in die höchsten Höhen aufsteigt.
Das Gewissen ist nur eine Plastikblume.
Ich hatte einmal einen Nachbarn. Ich besaß einen wunderbaren Garten mit allen Arten von Bäumen und Sträuchern. Natürlich war er neidisch. Was tat er ... Ich konnte von meinem Haus aus nur eines seiner Fenster sehen, nicht sein ganzes Haus. Große Bäume verbargen sein Haus, doch ein Fenster konnte ich sehen – also stellte er dort einen Blumentopf auf und steckte Plastikblumen hinein. Und um mich zu täuschen – denn Plastikblumen brauchen ja kein Wasser –, goss er sie jeden Tag, nur um mir zu zeigen, dass er ebenfalls Blumen besaß. Doch ich konnte sehen, dass die Blumen immer gleich blieben – sechs Monate vergingen, und die Blumen hatten sich nicht verändert.
Plastikblumen blühen ewig. Tatsächlich machen sich die Ökologen Sorgen, weil Plastik etwas ist, was nicht von der Natur abgebaut wird. Und inzwischen landet so viel Plastikmüll in den Meeren, in der freien Natur, dass die ganze Ökologie dadurch gestört wird. Plastik hält ewig.
Ein Baum entsteht aus der Erde, ein Mensch entsteht aus der Erde; legt man einen Baum in die Erde, löst er sich in seine Bestandteile auf. Doch Plastik wird künstlich vom Menschen hergestellt. Man kann es in die Erde legen, und wenn man viele Jahre später nachgräbt, findet man das Plastik immer noch genauso vor, ohne dass es sich verändert hat.
Das liegt an der amerikanischen Erfindung der Einwegprodukte: Man verwendet etwas einmal und wirft es dann weg. Das ist sauberer, doch es ist auch gefährlich. Der ganze Meeresboden rund um die USA herum ist voller Plastikmülclass="underline" Tüten, Spritzen, Behälter, Spielzeug, alles aus Plastik. Alles ist Plastik. Und diese Schichten aus Plastik haben etwas Seltsames bewirkt. Millionen von Fischen sind gestorben, weil das Plastik das Wasser vergiftet hat. Es herrscht zunehmende Angst, dass immer mehr Plastikabfall in den Meeren, in den Flüssen, in der Umwelt dazu führen wird, dass alles stirbt; irgendwann wird alles nur noch aus Plastik bestehen.
Ich klopfte also bei meinem Nachbarn an und sagte zu ihm: »Sie haben ganz wunderbare Blumen. Meine Blumen sind armselig dagegen: Am Morgen blühen sie, und am Abend sind sie bereits verwelkt. Auch wenn Sie nur einen einzigen Blumentopf haben, ist er doch besser als mein ganzer Garten. «
Er war sehr verlegen. Darauf meinte ich: »Sie sind so ein intelligenter Mensch. Sie haben diese Blumen gegossen ... « Er wusste nichts darauf zu sagen. Seine Frau kam hinzu und meinte:
»Sie sagen, er sei intelligent, aber er ist ein Idiot! Ich habe ihm gesagt, dass Plastikblumen kein Wasser brauchen.«
Ich sagte zu seiner Frau: »Das verstehen Sie nicht. Er hat nicht die Plastikblumen gegossen, er hat versucht, mich zu täuschen.
Diese Plastikblumen blühen schon seit sechs Monaten, und sie werden ewig blühen. Dieser Mann wird sterben, und Sie werden sterben«, so sagte ich zu seiner Frau,
»doch diese Plastikblumen werden ewig blühen. Sie sind unsterblich. Doch sie sind tot, deshalb sind sie unsterblich – weil sie bereits tot sind.«