Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Mond. Erst wenn eine Gesellschaft zivilisierter wird, beginnt sie
Gott als ein getrenntes Wesen zu betrachten. Woran liegt das?
Primitive Gesellschaften hatten kein Privateigentum. Primitive Gesellschaften hatten keine Familien, sie lebten als Stämme.
Niemand kannte seinen Vater, die Menschen kannten nur ihre Mutter und die Brüder der Mutter. Primitive Gesellschaften waren matriarchal strukturiert; die Mutter war die einzige Person, die sie kannten, der Vater war noch nicht in Erscheinung getreten.
Als die Gesellschaften von der Jagd zum Ackerbau übergingen, hörten sie auf, Nomaden zu sein; vorher waren sie immer dorthin gezogen, wo es ausreichend Tiere für die Jagd gab. Sie konnten nicht an einem Platz bleiben, weil ihre Nahrungsquellen bald erschöpft waren. Wenn die Tiere von ihnen wegzogen, mussten sie ihnen folgen. Ihre ganze Sorge bestand darin, Nahrung zu beschaffen. Es gab keine Häuser, es gab keine Städte, es gab nur vorübergehende Camps. Das Privateigentum war noch nicht entstanden.
Erst mit dem Ackerbau entstand das Privateigentum. Die Stärkeren schafften es, sich so viel Land unter den Nagel zu reißen, wie sie wollten. Die Schwächeren konnten gerade so am Existenzminimum leben – sie bekamen nur, was die Stärkeren übrig ließen. Die stärksten Gangster wurden schließlich eure Könige, eure Herrscher, eure Führer. Sie sind im Grunde Kriminelle, die die Menschheit vieler ihrer Freuden beraubt und sie in die Ecke gedrängt haben.
'Doch sobald Privateigentum entstanden war, musste der Vater sich sicher sein können, dass sein Sohn auch wirklich sein Sohn war. Mit dem Privateigentum entstand die Familie. Und mit dem Privateigentum wurde die Frau zu einer untermenschlichen Rasse degradiert. Sie wurde versklavt. Nun war sie nichts anderes mehr als Eigentum, das Eigentum eines bestimmten Mannes, und ihre ganze Funktion bestand darin, Kinder zu produzieren.
Stammesmenschen hatten keine Vorstellung von einem Vater, doch sie wussten viele Dinge, die wir vergessen haben: Sie fühlten, wie das Leben in den Bäumen erwacht; sie fühlten das Leben, das sich im Fluss bewegt; sie fühlten das Leben in den Wellen, die beständig, ewig an den Strand branden. Sie waren sensibler. Sie waren unzivilisierte Analphabeten, doch sie waren sensibler und empfänglicher.
Ich habe einmal verschiedene Geschichten über die australischen Ureinwohner gehört. Die meisten von ihnen wurden von den Weißen umgebracht, und zwar auf eine so abscheuliche Art und Weise, dass die Weißen die größten Barbaren auf der ganzen Welt zu sein scheinen. Die australischen Ureinwohner wurden fast wie Tiere umgebracht. Die Menschen pflegten auf die Jagd nach ihnen zu gehen, weil sie sie nicht für menschliche Wesen hielten, sondern für eine weit unterlegene Spezies. Fast neunzig Prozent der australischen Ureinwohner wurden von den Weißen getötet. So wie man Tiger und Löwen und Rehe jagt, jagte man sie ebenfalls, wie eine andere Art, die sich von den Menschen unterschied. Sie waren nicht weiß, ihre Gesichter waren anders, ihr Verhalten war anders.
Doch die australischen Ureinwohner hatten einen ganz besonderen Brauch. Sie hatten kein Postamt, sie hatten kein Telefonsystem und keine Handys. Sie pflegten einen Baum zu hypnotisieren, eine bestimmte Art von Baum. Durch ihre Sensibilität waren sie in der Lage, die richtige Art Baum zu finden, Bäume, die sich hypnotisieren ließen. Bei Menschen lässt sich nur ein Drittel leicht hypnotisieren, nur 33 Prozent. Seltsamerweise sind auch nur 33 Prozent der Menschen intelligent; es sind dieselben Menschen. Nur 33 Prozent der Menschen sind kreativ; es sind dieselben Menschen. Die übrigen sind unsensibel, unempfänglich, unintelligent. Die australischen Ureinwohner fanden also heraus, welcher Baum sich leicht hypnotisieren ließ, so dass jedes Dorf sein en eigenen hypnotisierten Baum besaß. Und über den Baum pflegten sie Botschaften zu anderen Bäumen in anderen Dörfern zu senden. Wenn beispielsweise ein junger Mann in ein anderes Dorf ging und der Vater ihm eine Botschaft schicken wollte, dann sagte der Vater zu seinem Sohn, bevor er aufbrach: »Wenn ich dir eine Botschaft schicken muss, dann werde ich sie genau zu Sonnenaufgang schicken. Lausche immer zu dieser Zeit dem hypnotisierten Baum in jenem Dorf.« Das Dorf war vielleicht Hunderte von Meilen entfernt. Doch wenn der Vater seinem Sohn eine Botschaft schicken wollte, ging er früh am Morgen, bei Sonnenaufgang, zum Baum seines eigenen Dorfes und sagte zu ihm:
»Bitte informiere den Baum in diesem oder jenem Dorf, wo mein Sohn auf eine Botschaft wartet ...« Und dann gab er dem Baum die Botschaft, und dieser empfing sie: »Du kannst noch zwei Tage bleiben« – oder was immer die Botschaft war.
Das praktizierten sie jahrtausendelang, doch inzwischen haben sie es langsam vergessen; die meisten unter ihnen haben vergessen, wie man Bäume hypnotisiert, weil das Christentum sie in Schulen zwang, um lesen zu lernen. Das Christentum ist absolut gegen Hypnose. Es denkt, Hypnose hätte etwas mit dem Teufel zu tun.
Hypnotismus oder Mesmerismus oder was auch immer wird für gefährlich gehalten. Also haben die Christen zusammen mit den Ureinwohnern auch diese Bäume vernichtet, die über Jahrhunderte hinweg hypnotisiert worden waren. Sie waren so empfindsam geworden, dass sie eine Botschaft jederzeit zu anderen Bäumen über Hunderte von Kilometern hinweg senden konnten, selbst über Tausende von Kilometern hinweg. Der Raum spielte keine Rolle, die Entfernung spielte keine Rolle.
Primitive Menschen waren sehr sensibel, weil sie mit den Bäumen lebten, mit den Tieren, mit den Flüssen, mit den Meeren, mit den Bergen. Sie waren Teil der Natur. Der primitive Mensch hatte keine Religion, keine organisierte Kirche, keine Priesterschaft.
Offensichtlich war sich der primitive Mensch des Lebens rund um ihn herum sehr viel stärker bewusst. Er lebte inmitten eines Ozeans aus Leben. Und offensichtlich war seine Liebe zu den Bäumen, zu den Flüssen, zum Meer, zu den Bergen, den Sternen, zur Sonne und zum Mond sehr groß. Er lebte in einer voll kommen anderen Welt –
voller Bezogenheit. Er war ein Teil des Kosmos, so wie jedes lebendige Wesen. Was Empfindsamkeit betrifft, so war er sehr viel menschlicher als der sogenannte zivilisierte Mensch, der hart geworden ist, der mechanisch geworden ist, wie ein Roboter; er hat viel von seiner Empfindsamkeit verloren.
Ihr könnt das einmal beobachten, wenn ihr verschiedene Leute bei der Hand fasst. Bei manchen Menschen fühlt es sich fast so an, als würde man die Hand eines Toten halten: keine Energie, keine Wärme, kein pulsierendes Leben, keine Übertragung einer liebevollen, freundlichen Energie, sondern vollkommen verschlossen, tot. Und es gibt Hände, die Energie aus euch heraussaugen. Anschließend fühlt ihr euch schwächer. Es gibt Menschen, mit denen ihr nicht zusammen sein möchtet, weil ihr beim Zusammensein mit ihnen das Gefühl habt, dass euch Energie ausgesaugt wird, als würde euch jemand Blut aussaugen. Sie sind energetische Parasiten. Sie haben keine Energie zu geben, stattdessen nehmen sie sich jede verfügbare Energie. Und ihr könnt auch das Gegenteil feststellen: Dass ihr euch gesünder und frischer fühlt, wenn ihr die Hand eines bestimmten Menschen haltet. Von seinen Händen fließt etwas in euer Wesen ein, fließt Energie in euch ein, Liebe, Wärme.
Vor kurzem brachte meine Sekretärin eine sehr reiche Frau zu mir. Ihr gehören verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, und sie ist eine sehr schöne Frau. Sie wollte einen Artikel über mich schreiben, also bat sie mich um ein Foto von uns beiden zusammen.
Ich nahm ihre Hand in meine, und es war ein trauriger Schock für mich. Diese Frau lächelte, doch ihr Herz war traurig. Ich konnte in ihrer Hand eine große Traurigkeit spüren.
Wenn ihr empfindsam seid, werdet ihr in der Lage sein zu fühlen, ob jemand glücklich ist oder traurig, ob jemand sich unwürdig fühlt und als Sünder oder ob er auf seinen eigenen Beinen steht, die Würde des menschlichen Seins fühlt, sich verwurzelt und zentriert fühlt; ob er das Gefühl hat, dass er einen eigenen Platz im Leben hat, dass er kein Zufallsprodukt ist, dass das Universum ihn braucht, weil er sonst nicht da wäre. »Allein die Tatsache, dass es mich gibt, zeigt deutlich, dass das Universum mich braucht. Es gibt ein Schicksal, eine Bestimmung, die das Universum für mich vorgesehen hat. Ich diene, ebenso wie alle anderen, einem bestimmten Zweck des Universums.« In dem Augenblick, in dem du das fühlen kannst, wird eine große Dankbarkeit in dir aufsteigen.