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Eiswelt

Электронная книга - «Eiswelt». Краткое содержание книги:

Auf Sarr taucht ein neues, gefährliches Rauschgift auf. Sallman Ken erhält den Auftrag, dessen Herkunft zu erforschen und die Einfuhr zu unterbinden.
Als Sallman die Rauschgiftwelt im Sichtschirm seines Raumschiffs auftauchen sieht, stockt ihm der Atem. Auf einem solchen Planeten soll es tatsächlich intelligentes Leben geben? Denn was er sieht, muß ihm als Bewohner einer Hitzewelt wie die Hölle erscheinen. So existiert Schwefel dort nicht als Gas, sondern in fester Form, und Wasser ist in flüssigem Zustand vorhanden.
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   Ordon Lee gab sichtlich unglücklich nach. Er stellte den Kompaß mit hoffnungsvoller Miene ein. Dieser Ausdruck schwand jäh, als er merkte, daß Kens Torpedo noch immer die Trägerwelle ausstrahlte. Mißmutig stellte er den Antrieb entlang der angezeigten Linie ein, und der runde Lichtfleck, der Planet Drei war, schwoll hinter den Sichtscheiben an.

   Als das Licht aufflackerte, das Außendruck anzeigte, stoppte er das Raumschiff und warf seinem Chef einen hoffnungsvollen Blick zu. Drai deutete mit der Revolvermündung nach unten. Lee schob resigniert die Schultern hoch, schaltete die Wärmezufuhr im Außenrumpf ein und tastete sich in das Meer aus kaltem Gas hinein, wobei er vor sich hinbrummte und eine besserwisserische Miene aufsetzte, wenn ein leises ›Klink‹ davon kündete, daß die Außenplatten stark kontrahierten.

   Feth, der wußte, daß er keine Chance hatte, an die Funkanlage zu kommen, heftete seine Aufmerksamkeit auf eine der Sichtscheiben. Eines von Drais Augen hielt es ebenso, sein Gesichtsausdruck blieb jedoch unverändert, als sich die Beweise häuften, daß Ken die Wahrheit gesagt hatte. Hohe Berge, dunstige Luft, grüne Vegetation, sogar die schimmernden Flecken, die so stark an die riesigen blauen Ebenen erinnerten, wohin die Flachländer die Forschungstorpedos hatten landen lassen. Alles war da, wie der Wissenschaftler es beschrieben hatte. Die matte Sonne dieses Systems erhellte alles nur schwach, doch es war deutlich sichtbar. Ungeachtet der Waffe in Drais Hand sprang Feth plötzlich zur Tür. »Kamera!« rief er und lief den Gang entlang. Drai legte die Waffe weg.

   »Warum kannst du nicht so sein wie die beiden?« fragte er den Piloten. »Wenn ihr Interesse geweckt ist, vergessen die sogar ihre Angst.«

   Der Pilot gab zunächst keine Antwort. Offenbar hatte Drai keine erwartet, denn er ging sofort an eine Scheibe.

   Ohne von seinen Instrumenten aufzusehen sagte der Pilot: säuerlich: »Wenn Sie glauben, Ken wäre nur an seiner Arbeit interessiert, warum sind Sie dann so scharf drauf, ihn plötzlich zu besuchen?«

   »Vor allem deswegen, weil ich nicht sicher bin, wessen Arbeit er ausführt. Sag mal, Lee, wer hat deiner Meinung nach schuld, daß wir heute zum erstenmal auf dieser Welt landen, obwohl wir sie schon seit zwanzig Jahren kennen?«

   Der Pilot gab keine Antwort. Nur ein Auge rollte zurück und traf sich mit dem seines Chefs.

   Die Frage hatte ihn von Frostbeulen und gesprungenen Platten abgelenkt: Laj Drai war vielleicht kein Genie, wie er selbst zugegeben hatte, aber seine über den Daumen gepeilte Psychologie traf ins Schwarze.

   Die Karella ging tiefer. Jetzt war sie in gleicher Höhe mit den Berggipfeln. Eine grüne Fläche, leer, wie man sehen konnte, und doch wies der Kompaß unerbittlich auf ihre Mitte hin. In einer Höhe von hundertsiebzig Meter waren einzelne Bäume zu unterscheiden, und zwischen ihnen zeigte sich undeutlich das Dach des Wing-Hauses. Von Ken und dem Torpedo keine Spur, doch zweifelte keiner der im Kontrollraum Anwesenden, daß es das erwähnte Haus war. Beide hatten Feth ganz vergessen.

   »Lee, ein paar Meter seitlich steuern. Ich möchte aus den Seitenscheiben raussehen. Ja, ich glaube, ich sehe Kens Panzer. Der Boden ist abschüssig. Wir landen ein Stück bergauf. Zwischen diesen Pflanzen kann man ziemlich weit hindurchsehen.«

   Der Pilot gehorchte wortlos. Falls er Feths Aufschrei hörte, der aus dem Raum drang, in dem der Techniker noch immer Bilder auf nahm, ließ er es sich nicht anmerken. Außerdem waren die Worte wegen der Erschütterung im Schiff ohnehin unverständlich. Die Bedeutung aber wurde sofort klar, denn das Schiff bahnte sich seinen Weg durch die Baumwipfel. Man hörte das Krachen der Äste nicht bis hinein. Dafür war die zweite Begleiterscheinung der Landung deutlich zu merken. Eine plötzlich auftauchende Rauchwolke nahm einem die Sicht durch die Scheibe. Als Laj Drai erschrocken zurückfuhr, züngelte bereits eine Flamme den gewölbten Schiffsrumpf hoch.

XVIII

Feth war nicht der einzige, der dem Piloten zuschrie, er solle schleunigst wieder an Höhe gewinnen. Ken, dem klar war, daß der Schiffsrumpf trotz der besseren Isolation fast so heiß sein mußte wie sein Panzer, gab über Funk Äußerungen von sich, die er vor seinen Schülern peinlichst vermieden hätte. Es war nur natürlich, daß an Bord keiner auf ihn hörte. Mr. Wing und Don, die den Grund für seine Aufregung ahnten, stimmten mit ein. Mrs. Wing, die den Wirbel gehört hatte, erschien gerade noch rechtzeitig, um mitanzusehen, wie sich der schimmernde schwarze Zylinder vierzig Meter oberhalb des Hauses zwischen die Bäume senkte. Das Ergebnis rief bei niemandem Erstaunen hervor – zumindest nicht bei denen außerhalb des Schiffs.

   Don und sein Vater rannten im Eiltempo zum Stall, wo die tragbaren Feuerpumpen aufbewahrt wurden. Mrs. Wing trat hinaus auf die Veranda und rief mit einigermaßen beherrschtet Stimme: »Don, wo sind die Kinder?«

   Diese Frage wurde teilweise beantwortet, ehe einer der beiden sich dazu äußern konnte, als Marjorie und Billy auf entgegengesetzten Seiten der Lichtung aus dem Wald gelaufen kamen, die Pflanzen in Händen, die sie in ihrer Aufregung nicht fallen gelassen hatten.

   »Daddy! Sieh mal das Feuer!« schrie der junge.

   »Ich weiß, Billy. Ihr beide geht mit Mutter und schaltet die Pumpe ein. Ihr müßt mithelfen, ums Haus herum alles naßzusprühen. Ich glaube nicht, daß das Feuer bei dieser Windrichtung den Hang herunterkommt, aber wir wollen kein Risiko eingehen.«

   »Wo sind Roger und Edith?« fragte Mrs. Wing die zwei Jüngsten.

   »Sie wollten Felsstücke für den Feuermann holen«, sagte Marjorie. »Ich weiß nicht, wo sie die holen wollten. Wenn sie das Feuer sehen, kommen sie sicher zurück.«

   »Na hoffentlich.« Mrs. Wing war darüber nicht sehr erbaut. Sie nahm die beiden ins Schlepptau und ging die Schläuche holen. Don und sein Vater liefen weiter, schlangen sich die stets gefüllten Feuerpumpen um die Schultern und liefen bergauf auf die immer dichter werdende Rauchwolke und die lodernden Flammen zu.

   Ken hatte nicht erst abgewartet, bis die menschlichen Wesen aktiv wurden. Er hatte kurz nachgesehen, ob sein Panzer noch immer fest verbunden mit dem Torpedo war. Dann hatte er den Steuerapparat gepackt und war hinaufgeschossen. Das war nicht ungefährlich, wie er wohl wußte. Doch der relativ kühle Torpedorumpf sauste die Schneise hoch, die er beim Landen geschlagen hatte, zwischen den dünnen überhängenden Ästen hindurch, mit denen er nur so kurz in Berührung kam, daß es für ein Entzünden nicht reichte. Es klappte tatsächlich, obwohl eine Andeutung von Rauch hinter dem Torpedo hochqualmte. Der Karella war es ähnlich ergangen. Sie schwebte nun etwa vierhundert Meter über dem Brand, den sie verursacht hatte. Er verlor keine Zeit mit Anschuldigungen, obgleich die Chancen gut standen, daß man an Bord nun offene Ohren für ihn hatte.

   Das Feuer breitete sich nicht so schnell wie befürchtet in alle Richtungen aus. Zum Haus hin war es nur wenig fortgeschritten, während es sich entlang des Hanges hin langsam ausgebreitet hatte. Bergauf aber hatte es sich unter dem Einfluß seiner eigenen Konvektionsströmungen und der Brise, die bereits in diese Richtung geweht hatte, weit ausgebreitet und sprang rasch von Baum zu Baum. Ken sah, daß Pflanzenteile von der heißen Luftsäule hoch emporgeschleudert wurden. Manche verbrannten in der Luft, während andere hangaufwärts getrieben wurden und an anderen Stellen kleine Brände entzündeten. Ein dunkles, offenbar abgestorbenes Gewächs, das in einiger Entfernung vom Brand stand, fing unter der heißen Ausstrahlung zu rauchen an und explodierte plötzlich mit lautem Krachen. Innerhalb von fünfzehn Sekunden war es völlig abgebrannt und zerfiel in einen glühenden Kohleregen. Ken, der sich von der Aussicht, in die aufsteigenden heißen Gase zu geraten, unberührt zeigte, manövrierte sich näher zum Brand hin. Jetzt wurde wenigstens teilweise ersichtlich, warum das Feuer sich hügelab so langsam ausgebreitet hatte. Die zwei Eingeborenen, mit denen er gesprochen hatte, waren zwischen den Bäumen zu sehen. Sie besprühten alles mit dünnen Strömen einer Flüssigkeit, über deren Natur Ken nur Vermutungen anstellen konnte. Er beobachtete sie eine Weile. Dabei fiel ihm auf, daß sie die Behälter immer wieder an einem kleinen Strom dieser Flüssigkeit in der Nähe des Hauses auffüllten. Ken war dieser Flüssigkeitsstrom vorhin gar nicht aufgefallen. Er fragte sich, wo die Quelle dieser Flüssigkeit liegen mochte und entschloß sich, stromaufwärts zu fliegen und es herauszufinden.

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