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Eiswelt

Электронная книга - «Eiswelt». Краткое содержание книги:

Auf Sarr taucht ein neues, gefährliches Rauschgift auf. Sallman Ken erhält den Auftrag, dessen Herkunft zu erforschen und die Einfuhr zu unterbinden.
Als Sallman die Rauschgiftwelt im Sichtschirm seines Raumschiffs auftauchen sieht, stockt ihm der Atem. Auf einem solchen Planeten soll es tatsächlich intelligentes Leben geben? Denn was er sieht, muß ihm als Bewohner einer Hitzewelt wie die Hölle erscheinen. So existiert Schwefel dort nicht als Gas, sondern in fester Form, und Wasser ist in flüssigem Zustand vorhanden.
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   »Morgen – einen Tag von jetzt an gerechnet – hier«, wiederholte der Mann, und Ken nickte mit dem Kopf. (Es hatte ihn nicht weiter erstaunt, daß Körpersprache die gesprochene Sprache dieser Wesen ergänzte.)

   »Hier.« Er deutete so gut es ging mit einem Greifhaken auf die Stelle, und das Papier verfärbte sich braun, ehe er es verhindern konnte. Dann fiel ihm noch etwas ein. »Nicht morgen. Nicht einen Tag von jetzt an gerechnet. Zwei Tage.«

   Mr. Wing runzelte die Stirn. »Nicht morgen?«

   »Nein. Zwei Tage. Jetzt gehen. Kalt.«

   Sallman Ken drehte sich um, nahm die zweite Funkanlage aus dem Frachtabteil, stellte sie auf den Boden und sagte: »Tragen«. Nun machte er sich daran, sich selbst wieder an dem Torpedo festzumachen. Er hatte sich nämlich abweichend von seinem ursprünglichen Plan losgemacht, als er entdeckte, daß er die Frachtluke nicht erreichen konnte, solange er an den Rumpf angekettet war.

   Der Eingeborene enthielt sich zum Glück jeder Äußerung. Tatsächlich hatte diese neue Wendung Mr. Wing sprachlos gemacht. Und sogar die Kinder staunten mit offenen Mündern. Ken erhob sich inmitten lastenden Schweigens in die Lüfte, bis den zwei Kleinsten ihre gute Kinderstube einfiel und sie laut schrien: »Auf Wiedersehen!« Ken konnte die Worte kaum hören, ahnte aber ihre Bedeutung.

   An Bord der Karella angelangt, galt seine erste Sorge dem Vivarium. Er hatte den Raum zwischen den Behältern bereits luftleer gemacht, indem er während des Flugs durchs All eine Zeitlang ein kleines Ventil geöffnet hatte. Jetzt schaltete er die Kühlanlage ein und behielt das Innenthermometer im Auge, bis er sich davon überzeugt hatte, daß alle Schwankungen ausgeglichen waren.

   Dann und erst dann machte er sich daran, das Band mit Ken abzuhören, um sicherzugehen, daß er die etwa hundert Wörter behalten hatte, die er während seines kurzen Ausflugs gelernt hatte. Laj Drai ließ sich zu Kens Verwunderung nicht blicken, obwohl er nach Feths Aussage während Kens Ausflug jedes Wort eifrig mitgehört hatte. Während dieser Sitzung gelang es Ken, Feth unauffällig beizubringen, was er mit der Funkanlage gemacht hatte, und dieser stimmte mit ihm überein, daß es ein kluger Schachzug gewesen war. Jetzt brauchten sie eine zufällige Überprüfung des Torpedoinhalts durch Drai oder Lee nicht mehr zu fürchten.

   Es sah aus, als hätte Ken in seiner Standpauke an Drai vor dem Antritt des Ausflugs überzeugender gewirkt, als er erwartet hatte. Er hatte sich zwar gewundert, daß der Chef ihn nach der Rückkehr ungeschoren ließ; jetzt stellte er fest, daß es Drai zwar in den Fingern juckte, daß er aber gefürchtet hatte, sich wieder ins Unrecht zu setzen. Kaum war die Besprechung zwischen Ken und Feth beendet, als Drai auch schon zur Stelle war und einen Augenzeugenbericht zur Ergänzung des über Funk Gehörten forderte.

   »Ich brauche eine Kamera, damit ich einen Eindruck von der äußeren Erscheinung vermitteln kann«, antwortete Ken. »Was die Größe anlangt, habe ich mich geirrt. Die Wesen, die ich unlängst sah, waren Kinder. Die Erwachsenen sind von umfangreicherem Körperbau als wir.

   Ich glaube nicht, daß die Sprache schwierig ist, und es sieht aus, als wäre zumindest diese Gruppe sehr an einer Zusammenarbeit interessiert.« Er berichtete, wie man ihm bei der Zusammenstellung der Pflanzensammlung geholfen hatte.

   »Ich habe mir die Pflanzen angesehen«, sagte Drai. »Vermutlich ist das, was wir suchen, nicht darunter?«

   »Nein, es sei denn, sie verwenden verschiedene Namen für die lebende Pflanze und das Produkt. Sie nannten jeweils beim Einsetzen den Namen, und Sie haben ebenso gehört wie ich, daß nicht ein einziges Mal der Name ›Tafak‹ fiel.«

   Drai schien nachdenklich. »Kinder?« sagte er dann. »Wenn Sie mit denen zusammenarbeiten und die Erwachsenen irgendwie loswerden, dann könnten Sie eher herausbekommen, was wir eigentlich wollen. Sie sind leichter hinters Licht zu führen.«

   »So was Ähnliches kam mir auch in den Sinn«, meinte Ken.

   »Vielleicht sollten wir noch mehr Musterbehälter mit hinunternehmen. Die Kinder könnten sie anfüllen, während ich eine Sprachstunde absolviere. Wenn die Kinder dann zurückkommen, habe ich einen Grund, alle Pflanzen mit ihnen durchzugehen. Da könnte schon etwas Interessantes auftauchen, falls die Eltern sich nicht einmischen.«

   »Eltern? Woher wollen Sie das wissen?«

   »Ich weiß es natürlich nicht. Aber es erscheint mir als wahrscheinlich. Was halten Sie von der Idee?«

   »Mir gefällt sie. Können Sie genügend Behälter für die Kinder freimachen, und zwar bis zu ihrem nächsten Morgen?«

   »So bald fliege ich nicht wieder hin. Feth sagte mir, in welchen Abständen man Tafak nehmen muß, und danach habe ich mich gerichtet.«

   Drai rechnete nach. »Sie haben recht. Wir müssen zurück zu Eins, damit Sie ihre Dosis bekommen können. Ich bringe es nicht über mich, das Zeug mitzunehmen, weil es in die falschen Hände geraten könnte.«

   Sein Lächeln hatte etwas an sich, das in Ken den Haß gegen den Drogenschieber mit jeder Begegnung steigerte.

XVII

»Dad, würdest du mir freundlicherweise sagen, wie du das geschafft hast?« Don starrte das sarrianische Funkgerät an, das die einzige Ausbeute seines Vaters darstellte, nachdem dieser das Zeichen für den Warenaustausch gegeben hatte. Roger lachte auf.

   »Von ›schaffen‹ kann nicht die Rede sein. Dad hat den ganzen Nachmittag zugebracht, dem Wesen unsere Sprache beizubringen. Und als das Wesen abfliegen will, dreht es sich noch um, stellt das da auf den Boden und dröhnt ›Tragen‹. Und weg war es. Was kann das sein, Dad?«

   »Das werden wir erst mit Sicherheit wissen, wenn der Fremde wiederkommt. Es könnte irgendein Instrument sein, das er bei seinem Besuch braucht. Vielleicht ist es ein Geschenk als Dank für eure Mithilfe beim Pflanzensammeln. Am besten, wir nehmen es mit nach Hause, wie er es wollte, und kümmern uns nicht darum, bis er wiederkommt.«

   »Aber wenn er übermorgen nicht wiederkommt…«

   »Roger, ich weiß, wie Neugierde wehtun kann. Ich leide selbst manchmal darunter. Ich glaube aber, daß derjenige bei dieser neuen Art Handel letztlich den Vorteil hat, der sich am zurückhaltendsten gibt und seine wahren Ziele am längsten verbirgt. Wir sind noch nicht sicher, ob diese wissenschaftliche Untersuchung nicht nur ein einziges Ziel hat, nämlich die Außerirdischen von der Notwendigkeit zu befreien, uns für den Tabak bezahlen zu müssen. Warum hat der Kerl ausgerechnet mit den Pflanzen begonnen? Es gibt so viele Dinge, für die er sich hätte interessieren können.«

   »Wenn seine Lebensform sich von der unseren so sehr unterscheidet, wie kann er dann wissen, daß Tabak eine Pflanze ist?« hielt ihm Roger entgegen. »Er konnte ihn nicht mikroskopisch untersuchen, weil das Zeug bei seiner Temperatur sofort verbrennt, und eine Zigarette sieht ja nicht eben wie eine Pflanze aus.«

   »Das stimmt«, mußte sein Vater zugeben. »Ich sagte ja nur, daß wir nicht wüßten, ob er das insgeheim beabsichtigt. Ich sage ja nicht, daß es sehr wahrscheinlich ist.«

   Seltsamerweise dachte Ken vor dem nächsten Besuch selbst an einen dieser Punkte. Als er auf der Lichtung neben dem Haus der Wings niederging, waren vier Behälter an seinem Torpedo befestigt. Als erstes machte Ken klar, daß er Mineralien in den Behälter tun wollte, der nicht mit einem Kühlsystem ausgestattet war. Indem er auf einen anderen deutete, sagte er: »Ding – gut – heiß-kalt.«

   Die Wings wechselten Blicke untereinander. Dann sagte Edith:

   »Sie meinen alles, das gut bleibt, ob es nun heiß oder kalt ist? Sachen, die man nicht in einen Kühlschrank tun muß?«

   Dieser Satz enthielt für Ken viel zu viele neue Wörter, doch er probierte es. »Ja. Heiß, gut.« Er schwebte noch immer ein Stück über dem Boden, da er diesmal die Ladung so angebracht hatte, daß er sie landen konnte, ohne sich selbst losmachen zu müssen. Nun kam er sanft auf dem Boden auf, und es passierte.

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