Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Eiswelt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Eiswelt

Электронная книга - «Eiswelt». Краткое содержание книги:

Auf Sarr taucht ein neues, gefährliches Rauschgift auf. Sallman Ken erhält den Auftrag, dessen Herkunft zu erforschen und die Einfuhr zu unterbinden.
Als Sallman die Rauschgiftwelt im Sichtschirm seines Raumschiffs auftauchen sieht, stockt ihm der Atem. Auf einem solchen Planeten soll es tatsächlich intelligentes Leben geben? Denn was er sieht, muß ihm als Bewohner einer Hitzewelt wie die Hölle erscheinen. So existiert Schwefel dort nicht als Gas, sondern in fester Form, und Wasser ist in flüssigem Zustand vorhanden.
1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 55
Перейти на страницу:

XVI

Ken hielt auf halbem Weg in seinem Panzer inne und schwenkte anklagend die Tentakel.

   »Warum haben Sie mich angeheuert, wenn Sie annehmen, ich wüßte nicht, wovon ich spreche?« fragte er. »Ich werde versuchen, ganz schnell Pflanzen für Sie zu ziehen. Unser Behälter ist leider nur so klein, und unten auf dem Planeten gibt es Pflanzen, die würden gar nicht ins Raumschiff passen, so groß sind sie, ob Sie es glauben oder nicht. Ich weiß ebensowenig wie Sie, wie Tafak aussieht, als Pflanze meine ich. Ich bin nicht mal so sicher wie Sie, daß es eine Pflanze ist. Schlagen Sie sich bloß die Idee aus dem Kopf, ich würde Pflanzen in den Behälter pferchen, bis sie keine Atemluft mehr haben. Üben Sie sich in Geduld. Es dauerte zweitausend Jahre, bis Sarr erforscht war, und dort war das Erforschen verdammt viel einfacher als auf Planet Drei!« Er fuhr fort, sich in seinen Metallpanzer hineinzuzwängen.

   »Ken, Sie werden tun, was man Ihnen sagt. Mir ist es einerlei, wie Sie das schaffen, das sagte ich schon. Wenn wir aber nicht in absehbarer Zeit Tafak anpflanzen können, dann wird das jemandem sehr leid tun.«

   Kens Antwort war gedämpft zu hören, da nur mehr sein Kopf aus dem Anzug, hervorragte. »Das bleibt Ihnen überlassen. Ich kann Sie nicht daran hindern. Aber wenn Sie mir freie Hand lassen, dann wird alles schneller gehen. So überlegen Sie doch… wer kennt diesen Planeten?« Die Pause, die er machte, war rein rhetorisch. »Die Eingeborenen natürlich. Die kennen nicht bloß den Planeten, die wissen vermutlich auch, woher der Tafak kommt, da sie Ihnen das Zeug ja verkaufen. Sie werden mich kaum davon überzeugen können, daß es eine bessere Möglichkeit gibt, etwas zu erfahren, als von den Eingeborenen.«

   »Das Erlernen einer Sprache dauert so lange!«

   »Stimmt. Es dauert auch lange, fünfhundert Millionen Quadratkilometer zu erforschen, selbst wenn man die drei Viertel wegrechnet, die Ebene zu sein scheinen, was man eigentlich nicht tun dürfte. Diese Eingeborenen stehen mit den Flachländern vielleicht auf so gutem Fuß, daß sie den Tafak auf Handelsweg von ihnen bekommen. Was halten Sie davon? Soviel ich weiß, hatten Sie schon vor Jahren die Erforschung des Flachlandes als zu verlustreich abgeschrieben. Wie viele waren es, neunzehn von zwanzig Torpedos verloren oder zwanzig von zwanzig? Auf jeden Fall ein peinlicher Prozentsatz.«

   »Angenommen, die wollen nicht, daß wir erfahren, wo das Zeug herkommt. Vielleicht fürchten die, wir könnten es uns selbst verschaffen, anstatt es von ihnen gegen Bezahlung zu beziehen.«

   »Da hätten sie nicht weit danebengetippt. Ja, sicher, vielleicht argwöhnen sie genau das. Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, daß ein gewisses Ausmaß an Takt angebracht ist. Falls Sie der Meinung sind, ich könnte es nicht aufbringen, dann machen Sie alles selbst… das sagte ich schon. Wir haben noch Panzer dabei. Ich möchte auf jeden Fall runter, um mich dort umzusehen, aber Sie können ja mitkommen… das Torpedo kann Sie und mich und den Behälter befördern.«

   »Ich bin vielleicht kein Genie, aber ich bin auch nicht völlig auf den Kopf gefallen. Ich werde sozusagen stellvertretend da sein. Und wenn mir Ihr Takt nicht zusagt, dann brauchen Sie erst gar nicht zurückzukommen.«

   »Sie geben den Anzug auf? Ich dachte, der wäre teuer gewesen«, sagte Ken zuckersüß und zog den massiven Helm mit einem Scheppern zu.

   Feth, der alles mitangehört hatte, rückte den Helm noch einmal richtig zurecht. Er selbst hatte seit Jahren nicht mehr so mit Drai gesprochen und wurde noch von unangenehmen Erinnerungen an jenes letzte Mal verfolgt. Deswegen machte er sich Sorgen. Natürlich durchschaute er, was hinter Kens Haltung steckte. Ken wollte Drai so weit verärgern, daß dieser nur in einem Punkt Verdacht schöpfte. Und dieser eine Punkt war genau das, was Ken anstrebte. Feth mußte sich eingestehen, daß dieser Teil des Gesprächs sehr geschickt geführt worden war. Dennoch war er nicht sicher, ob ihm Laj Drais Miene gefiel, als dieser sich in Hörweite der Funkanlage bequem zurechtrekelte.

   Er wurde aus seinen Überlegungen gerissen, als Ken von der Luftschleuse hereinrief und meldete, daß er am Torpedo festhing.

   »Ich möchte hier mit meiner eigenen Steuerung raus und mich ein bißchen bewegen, weil ich hier in der Nähe des Schiffes gut beurteilen kann, ob es klappt. Hier habe ich gerade genug Trägheit und noch kein Gewicht.«

   »Hört sich vernünftig an«, stimmte Feth ihm zu. Er nahm die Tentakel vom Instrumentenbrett. Ein Auge blieb auf die Instrumente gerichtet, während das andere nach der nächsten Sichtscheibe blickte. In wenigen Sekunden kam der zigarrenförmige Metallkörper in Sicht, zuerst in die eine, dann in die andere Richtung schnellend. Die ungeschlachte Gestalt Kens hing von einem Punkt nahe am Bug, der Vivarien-Behälter ein Stück weiter hinten. Auch das Vivarium war viel zu groß für die Frachtkammer. Ken hatte offenbar keine Schwierigkeiten, mit der provisorisch wirkenden Anlage zurechtzukommen. Plötzlich gab Ken das Zeichen dafür, daß er flugbereit wäre.

   »Alles klar«, sagte Feth. »Bin wieder dran. Geben Sie bloß acht, daß Ihre Steuerung auf Null steht. Die beiden Systeme sind nicht querverbunden, und die Impulse summieren sich algebraisch. Übrigens… es ist alles in der Frachtkammer untergebracht.« Das zweite Torpedo mit den ersten Proben war von seinem einsamen Landeplatz auf Merkur erlöst worden, und Laj Drai wußte davon. Feth hoffte daher, er hätte die leichte Betonung des Wörtchens ›alles‹ überhört. Der Techniker hatte das zusätzliche Funkgerät zusammen mit den anderen Dingen in die Frachtkammer getan, im allerletzten Moment, so daß er keine Zeit mehr gehabt hatte, Ken Bescheid zu sagen. Er hoffte bloß, Ken würde damit richtig umgehen können.

   Ken allerdings hatte keine Ahnung, was Feth da angedeutet hatte. Er wappnete sich schon für den Abstieg, der seinen Nerven beim letzten Mal so zu schaffen gemacht hatte. Diesmal gelang es ihm besser, mit ihnen fertigzuwerden, da er in Gedanken meist bei den Problemen war, die ihm nach der Landung bevorstehen würden. Es waren ihrer nicht wenige.

   Er fand mühelos den Schauplatz der Zusammenkunft, obwohl Feth es nicht gelang, ihn direkt darüber hinunterzulassen. Er sah, daß es noch sehr früh war. Die Sonne war kaum aufgegangen. Um so besser. Zur Sicherheit gab er an Feth durch, daß er gelandet war und nun selbst die Steuerung übernähme. Dann machte er sich an die Arbeit.

   Als erstes lenkte er das Torpedo bergab bis an den Rand eines ausgedehnten Flecks mit Pflanzenbewuchs. Ehe er sich in die Arbeit stürzte, vergewisserte er sich, daß dieser Fleck isoliert war. Die Reaktion der Pflanzen auf heißes Metall hatte ihn ungemein beeindruckt, dazu kam sein Übermaß an Phantasie. Er steuerte das Torpedo so tief herunter, bis das Vivarium auf dem Boden auftraf. Jetzt löste er den Behälter aus den Halterungen. Der Doppeldeckel ging leicht auf, da Feth nämlich die mögliche Wirkung niedriger Temperaturen auf die Metallscharniere berücksichtigt hatte. Ken konnte sich an die Arbeit machen.

   Die Erdproben wurden aus der Frachtkammer ins Vivarium umgelagert, alles zusammen auf eine Seite. Unter Zuhilfenahme eines Metallstabes, den er zu diesem Zweck mitgebracht hatte, ebnete Ken die dunkle Masse zu einer etwa sieben Zentimeter hohen Schicht ein, die etwa dreißig Zentimeter des Behälters der Länge nach ausfüllte. Dann benutzte er den Stab als provisorische Schaufel. Winziges Strauchwerk, Moosteile und andere Gewächse wurden aus dem Boden gelöst, wobei Ken es sorgfältig vermied, seinen Panzer mit ihnen in Berührung zu bringen. Den Metallstab legte er häufig weg, damit er abkühlte.

   Er untersuchte die verschiedenen Wurzelsysteme und grub eine zusätzliche Ladung Erde an jeder Stelle aus, wo er eine Pflanze entnommen hatte, damit die Erdschicht im Vivarium ausreichend tief ausfiel. Der Reihe nach verpflanzte er die Proben in den Behälter, viel dichter, als es einem irdischen Gärtner genehm gewesen wäre, aber immerhin pflanzte er sie fest ins Erdreich ein, so daß sie aufrecht dastanden. Ein oder zweimal warf er sehnsüchtige Blicke zu den größeren Sträuchern hin, gab aber den Gedanken auf. Die waren zu groß, und nach einer kurzen Untersuchung merkte er auch, daß die Wurzeln zu lang waren.

1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 55
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)