Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 253
Перейти на страницу:

»Sie hat mich bereits gefüttert... Falls man das so nennen kann. Gab mir nur ein wenig Brühe. Wie kann ein Mann Alpträume meiden, wenn er nichts als Brühe im... « Tam befreite eine Hand aus der Decke und berührte das Schwert an Rands Hüfte. »Dann war es kein Traum. Als Marin mir sagte, ich sei krank, dachte ich, ich sei... Aber du bist in Ordnung. Das ist die Hauptsache. Was ist mit dem Hof?«

Rand holte tief Luft. »Die Trollocs haben die Schafe getötet. Ich glaube, auch die Kuh, na ja, und das Haus muß gesäubert werden.« Er brachte ein schwaches Lächeln zustande. »Wir hatten mehr Glück als andere. Sie haben das halbe Dorf niedergebrannt.«

Er erzählte Tam alles, was geschehen war — oder zumindest das meiste. Tam hörte genau zu und schoß manche Frage auf ihn ab. So mußte er ihm wohl oder übel erzählen, daß er aus dem Wald nochmals zum Haus zurückgekehrt war, und das brachte ihr Gespräch auf den Trolloc, den er getötet hatte. Er mußte ihm erzählen, daß Nynaeve behauptet hatte, er werde sterben, um zu erklären, warum die Aes Sedai ihn behandelt hatte statt der Seherin. Tam machte große Augen, als er das hörte: eine Aes Sedai in Emondsfeld. Aber Rand fand es nicht notwendig, jeden Schritt ihrer Flucht vom Hof zu erklären, seine Ängste zu schildern oder den Myrddraal auf der Straße zu erwähnen. Und ganz bestimmt nicht seine Alpträume, als er neben dem Bett schlief. Er sah insbesondere auch keinen Grund, Tams Fiebergestammel zu wiederholen. Noch nicht. Aber Moiraines Geschichte zu erzählen, ließ sich natürlich nicht vermeiden.

»Das ist nun eine Geschichte, auf die selbst ein Gaukler stolz sein könnte«, murmelte Tam, als Rand fertig war. »Was wollen die Trollocs mit euch Jungen anfangen? Oder — das Licht helfe uns — der Dunkle König?«

»Glaubst du, sie lügt? Meister al'Vere sagt, sie habe die Wahrheit gesagt, daß nur zwei Bauernhöfe überfallen wurden. Und was sie über Meister Luhhans und Meister Cauthons Haus sagte.«

Einen Augenblick lang lag Tam schweigend da, bevor er bat: »Erzähl mir genau, was sie gesagt hat. Ihre eigenen Worte, bitte, so wie sie es ausgedrückt hat!«

Rand rang nach Worten. Wer erinnert sich schon jemals an die genauen Worte, die er gehört hatte? Er kaute auf der Lippe herum und kratzte sich am Kopf und brachte es schließlich Stückchen für Stückchen heraus, so gut er sich eben erinnern konnte. »An mehr kann ich mich nicht erinnern«, schloß er. »Bei einigem bin ich nicht ganz sicher, ob sie es wirklich genau so ausgedrückt hat, aber zumindest entspricht es ihren Worten.«

»Ist schon in Ordnung. Siehst du, Junge, die Aes Sedai haben viele Tricks auf Lager. Sie lügen nicht, jedenfalls nicht direkt, aber was dir eine Aes Sedai als Wahrheit erzählt, ist nicht immer das, was du glaubst. Du mußt vorsichtig sein.«

»Ich habe die Geschichten auch gehört«, gab Rand zurück. »Ich bin doch kein Kind.«

»Nein, bist du nicht.« Tam seufzte tief und zuckte dann die Achseln. »Trotzdem sollte ich mitkommen. Die Welt außerhalb der Zwei Flüsse ist ganz anders als Emondsfeld.«

Das war nun eine Gelegenheit, Tam zu fragen, ob er wirklich schon draußen gewesen sei und was Rand sonst noch auf der Seele brannte, doch er nahm sie nicht wahr. Statt dessen brachte er den Mund vor Staunen nicht zu. »Einfach so? Ich dachte, du würdest versuchen, mir das auszureden. Ich dachte, du würdest mir hundert Gründe nennen, warum ich nicht gehen soll.« Ihm wurde klar, daß er gehofft hatte, Tam werde hundert gute Gründe dafür nennen.

»Vielleicht keine hundert«, sagte Tam schnaubend, »aber ein paar sind mir schon eingefallen. Nur spielen die keine große Rolle. Wenn Trollocs hinter dir her sind, bist du in Tar Valon sicherer, als du es hier je sein könntest. Denk nur daran, mißtrauisch zu bleiben. Aes Sedai tun manches aus Gründen, die nicht immer dasselbe bedeuten, was du glaubst.«

»Das hat der Gaukler auch gesagt«, sagte Rand langsam.

»Dann weiß er, wovon er spricht. Du hörst genau zu, denkst gut nach und hältst deine Zunge im Zaum. Das ist ein guter Rat in bezug auf alles, was du außerhalb der Zwei Flüsse antriffst und ganz speziell, was die Aes Sedai betrifft. Und die Behüter. Erzähl Lan etwas, und du hast es auch Moiraine erzählt. Wenn er ein Behüter ist, dann ist er ihr so sicher zugeschworen, wie die Sonne heute morgen aufging, und er wird nicht viel, wenn überhaupt etwas vor ihr geheimhalten.«

Rand wußte wenig über das Zuschwören eines Behüters mit einer Aes Sedai, obwohl es eine wichtige Rolle in jeder Geschichte über die Behüter spielte. Es hatte etwas mit der Macht zu tun, so etwas wie ein Geschenk an den Behüter oder vielleicht auch irgendein Austausch. Den Geschichten nach hatten die Behüter jede Menge Vorteile davon. Ihre Wunden heilten schneller als bei anderen Menschen, und sie konnten länger ohne Essen oder Wasser oder Schlaf auskommen. Man nahm auch an, sie könnten Trollocs spüren, wenn sie nahe genug waren, oder auch andere Kreaturen des Dunklen Königs, und das erklärte auch, warum Lan und Moiraine versucht hatten, das Dorf vor dem Angriff zu warnen. Was die Aes Sedai davon hatten, darüber schwiegen die Geschichten, aber er konnte nicht glauben, daß sie keinen Vorteil aus dieser Verbindung zogen.

»Ich werde aufpassen«, sagte Rand. »Doch wüßte ich gern, warum. Es ergibt alles keinen Sinn. Warum ich? Warum wir?«

»Ich möchte es auch gern wissen, Junge. Blut und Asche, ich möchte es wirklich wissen!« Tam seufzte tief. »Na ja, man kann ein ausgeschlagenes Ei nicht wieder in die Schale zurückstecken. Wie bald mußt du weg? Ich bin in ein oder zwei Tagen wieder auf den Beinen... «

»Moiraine... Die Aes Sedai sagt, daß du im Bett bleiben mußt. Wochenlang, meinte sie.« Tam öffnete den Mund, doch Rand fuhr fort. »Und sie hat mit Frau al'Vere darüber gesprochen.«

»Oh? Na ja, vielleicht kann ich Marin doch kleinkriegen.« Allerdings klang Tams Stimme nicht sehr hoffnungsvoll. Er sah Rand scharf an. »Die Art, wie du eine klare Antwort vermieden hast, bedeutet wahrscheinlich, daß du bald weg mußt. Morgen? Oder heute nacht?«

»Heute nacht«, sagte Rand leise, und Tam nickte traurig.

»Ja. Also, wenn es schon sein muß, dann darfst du dich nicht aufhalten. Aber in bezug auf die ›Wochen‹ ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.« Er zupfte eher ratlos als kraftvoll an seiner Decke herum. »Vielleicht komme ich sowieso in ein paar Tagen nach. Hole dich unterwegs ein. Wir werden ja sehen, ob mich Marin im Bett festhalten kann, wenn ich aufstehen will.«

Jemand klopfte an die Tür, und Lan steckte den Kopf herein. »Sag schnell auf Wiedersehen, Schäfer, und komm! Es könnte Schwierigkeiten geben.«

»Schwierigkeiten?« fragte Rand, und der Behüter knurrte ihn ungeduldig an. »Mach schnell!«

Hastig schnappte Rand sich seinen Umhang. Er wollte das Schwert abschnallen, doch Tam erhob Einspruch.

»Behalt es! Du wirst es vielleicht nötiger brauchen als ich, obwohl, so das Licht es will, vielleicht keiner von uns so etwas braucht. Paß auf dich auf, Junge! Verstanden?«

Rand überhörte Lans fortgesetztes Knurren und beugte sich über Tam. Sie nahmen sich in die Arme. »Ich komme zurück. Das verspreche ich dir.«

»Natürlich kommst du wieder.« Tam lachte. Er erwiderte die Umarmung schwach und klopfte Rand schließlich auf den Rücken. »Das weiß ich. Und wenn du zurückkehrst, werde ich doppelt so viele Schafe haben, die du dann hüten mußt. Jetzt geh aber, bevor dieser Bursche durchdreht.«

Rand rang nach Worten, um die Frage zu formulieren, die er eigentlich nicht hatte stellen wollen, aber Lan kam ins Zimmer, packte ihn am Arm und zog ihn hinaus in den Flur. Der Behüter hatte sich ein mit Metallschuppen bedecktes graugrünes Wams übergezogen. Seine Stimme klang rauh vor Ärger.

»Wir müssen uns beeilen! Verstehst du das Wort Schwierigkeiten nicht?«

Draußen wartete Mat. Er hatte Mantel und Umhang an und trug seinen Bogen. An seiner Hüfte hing ein Köcher. Er trippelte ängstlich hin und her und sah immer wieder zur Treppe hinüber. Sein Blick schien eine Mischung aus Ungeduld und Angst auszudrücken. »Das ist nicht ganz so wie in den Geschichten, Rand, oder?« fragte er heiser.

1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)