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Eiswelt

Электронная книга - «Eiswelt». Краткое содержание книги:

Auf Sarr taucht ein neues, gefährliches Rauschgift auf. Sallman Ken erhält den Auftrag, dessen Herkunft zu erforschen und die Einfuhr zu unterbinden.
Als Sallman die Rauschgiftwelt im Sichtschirm seines Raumschiffs auftauchen sieht, stockt ihm der Atem. Auf einem solchen Planeten soll es tatsächlich intelligentes Leben geben? Denn was er sieht, muß ihm als Bewohner einer Hitzewelt wie die Hölle erscheinen. So existiert Schwefel dort nicht als Gas, sondern in fester Form, und Wasser ist in flüssigem Zustand vorhanden.
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   »Möglich, möchte bloß wissen, wie der in dieser Hitze existieren kann. Dad würde das sicher auch wissen wollen. Er sollte jetzt eigentlich hier sein. Soll ich zu ihm laufen, während du das Ding hier festnagelst?«

   »Wüßte nicht wie. Außerdem wird es dann schon sehr spät sein, wenn Dad endlich da ist. Versuchen wir lieber für morgen eine Verabredung zu treffen.« Ohne auf Edies sehr vernünftiges »Wie?« zu hören, wandte er sich an Ken.

   Das ›Wie‹ stellte tatsächlich keine Schwierigkeit dar. Zeit stellt zwar einen abstrakten Begriff dar, kann aber für praktische Zwecke mit einfachen Gesten verdeutlicht werden, wenn sie mittels eines Phänomens, wie es die scheinbare Sonnenbewegung darstellt, gemessen wird. Ken verstand sehr gut, als Roger ihm mit Handbewegungen klarmachte, daß die zwei Eingeborenen am nächsten Tag kurz nach Sonnenaufgang wieder an den gegenwärtigen Standort kommen würden.

   Ken war froh, daß damit die Episode beendet war, da seine Füße starr vor Kälte waren. Er nahm seine unterbrochene Tätigkeit wieder auf und befestigte sich an dem Torpedo. Die Kinder, die, bei den Bäumen angekommen, einen letzten Blick zurückwarfen, sahen das seltsam aussehende Doppelgebilde von Anzug und Torpedo mit steigender Geschwindigkeit aufsteigen. Sie sahen ihm nach, bis es zu einem kleinen Punkt geschrumpft war und schließlich verschwand. Dann liefen sie schnurstracks nach Hause.

XV

Mr. Wing war nicht bloß interessiert, er war fasziniert von dem Bericht, den ihm Roger und Edie lieferten. Natürlich war ihm klar, daß der Grund für die ungewohnte Entdeckungsfreude der Außerirdischen nicht seine Familie war, doch die Tatsache, daß sie überhaupt Interesse an der Erde zeigten, war seinen eigenen Plänen sehr nützlich.

   Beim Abendessen drehte sich das Gespräch ausschließlich um das Erlebnis der Kinder. Sämtliche Bestrebungen, die Einzelheiten vor anderen Familienmitgliedern geheimzuhalten, wurden fallengelassen. Mrs. Wing war ohnehin von Anfang an eingeweiht worden. Roger und Edie waren am Morgen diesbezüglich instruiert worden.

   Aber Billy und Marjorie mangelte es an Grundwissen und den neuesten Informationen, so daß sie sich der Bedeutung der Situation nicht bewußt waren. Ihre Fragen störten immer wieder den Gedankenfluß, was allerdings nur bei Roger Ungeduld hervorrief. Da auch er nicht wagte, seinen Unmut über ihr Unwissen zu äußern, blieb der Ton der Unterhaltung friedlich, und es gelang sogar, einige wichtige Entscheidungen zu treffen.

   »Mir scheint, daß diese Dinge – jetzt könnten wir sie vielleicht schon als Menschen bezeichnen, da wir eine Ahnung haben, wie sie aussehen – mindestens einen Wissenschaftler dabei haben«, sagte Mr. Wing. »Der Grund für ihre späte Entdeckerfreude ist mir allerdings schleierhaft…«

   »Sieh dir mal ein astronomisches Foto der Milchstraße an, dann hast du eine Ahnung«, warf Don ein.

   »Grund oder nicht, die Tatsache an sich könnte nützlich sein. Es werden sowohl Forscher als auch Apparate runtergeschickt werden, gar kein Zweifel. Und daß ein gewisser Prozentsatz der Instrumente verlorengeht, damit müssen die rechnen. Ich möchte bei meinen Nachkommen keineswegs Unehrlichkeit fördern, aber wenn es uns gelänge, einen dieser Apparate in die Finger zu bekommen und ihn zu zerlegen, dann wäre ich sehr froh.«

   »Du fürchtest also nicht mehr, sie zu erschrecken?« stellte Mrs. Wing in Form einer Frage fest.

   »Nein. Ob sie die Handelsbeziehungen fortsetzen oder nicht, entzieht sich ohnehin meinem Einfluß. Das hängt wahrscheinlich von den Ergebnissen ab, die ihre Forscher bringen. Nein, ich habe keine Befürchtungen. Sie sind ungeheuer scharf auf Tabak. Ich möchte sehr bezweifeln, ob dieser auf einem anderen Planeten wächst. Noch sicherer wäre ich natürlich, wenn ich wüßte, wozu sie das Zeug benötigen. Ich dachte immer, sie rauchen den Tabak wie wir, seitdem wir aber über ihre normale Temperatur Bescheid wissen, erscheint mir dies als unwahrscheinlich.

   Jetzt aber zurück zu unserem ursprünglichen Thema. Wer von nun an mit ihnen Kontakt bekommt, könnte den Vorschlag machen, sie sollten einen zweiten Richtungssender herunterschaffen, damit sie von vornherein dieses Haus hier anpeilen. Mir erscheint es sinnlos, einen Gewaltmarsch von zehn Kilometern und dann noch den Rückweg auf sich zu nehmen, nur wegen ein bißchen Unterhaltung. Roger, übrigens kommt mir vor, wir hätten vielleicht einen besseren Eindruck machen können, wenn wir versucht hätten, ein paar Wörter von ihnen zu lernen, anstatt ihnen unsere beizubringen.«

   »Ja, mag sein. Daran dachte ich nicht.«

   »Wie steht’s mit der Handelsbeziehung, Dad?« fragte Don. »Wirst du wie üblich weitermachen oder versuchen, diesen Forschern unser Zeug mitzugeben?«

   Mr. Wing überlegte. »Ich glaube, wir bleiben bei unserer gewohnten Routine«, sagte er dann. »Wir wissen nicht mit Sicherheit, daß die Händler und die Forscher zusammenarbeiten. Wäre doch ein Jammer, wenn wir unsere Kunden enttäuschten. Wenn wir morgen zu der Verabredung gehen, könntest du vom Sender aus das Signal geben. Dazu nimmst du eine Packung Zigaretten mit. Normalerweise dauert es zwei, drei Tage, bis sie reagieren, wenn sie aber mit dem Forscherteam gemeinsame Sache machen, sind sie vielleicht näher dran. Du mußt vorbereitet sein, für den Fall, daß sie sofort reagieren.«

   »Du meinst also, ich sollte notfalls den ganzen Tag beim Sender bleiben?«

   »Nein, das nun auch wieder nicht. Bleib eine Weile, dann kannst du wieder zu uns stoßen. Wir können ja deine Richtung im Auge behalten, für den Fall, daß ein zweites Torpedo runterkommt. Es können höchstens ein paar Kilometer Luftlinie sein, also müßten wir es sehen können.«

   »Meinetwegen. Ich gebe das Signal und mache den Vorschlag, daß ein zweiter Sender heruntergebracht wird… immer vorausgesetzt, beide Partner lernen genügend von der Sprache des anderen, um solche Vorschläge in die Tat umzusetzen.« Don wechselte unvermittelt das Thema. »Dad, ich hatte eben eine Idee. Du sagst, die Zeitspanne zwischen Signal und Ankunft des Torpedos wäre nicht immer gleich?«

   »Das stimmt. Niemals weniger als zwei Tage, niemals viel länger als drei.«

   »Könntest du mir spezielle, mit dem Signalgeben zusammenhängende Daten und dazu die Ankunftszeiten nennen? Je mehr desto besser. Ich glaube, ich könnte damit etwas anfangen.«

   Mr. Wing mußte erst überlegen. »Ja, einige sicher. Ich kann mich die letzten paar Jahre gut zurückerinnern, wahrscheinlich bringe ich auch ein paar weiter zurückliegende Daten zusammen. Und wie sieht deine Idee aus?«

   »Darüber möchte ich erst sprechen, wenn ich meiner Sache sicherer bin. Und jetzt sag, was du noch weißt.«

   Unter Mithilfe der ganzen Familie, die sich teilweise noch an die Zeiten seiner Abwesenheit erinnern konnte – dabei war ein von Edie geführtes Tagebuch die beste Gedächtnisstütze –, kamen etwa zwei Dutzend Daten so genau zusammen, daß Don sehr zufrieden war. Er lief sofort hinauf in sein Zimmer und nahm die Unterlagen mit.

   Von da an glitt das Gespräch unmerklich in den reinen Phantasiebereich über, und als es Zeit war, zu Bett zu gehen, hatte man sich die schönsten Bilder über das Leben in der Heimat der feurigen Besucher ausgemalt. Klein Marjories Beitrag war der interessanteste, wenngleich unzutreffendste.

   Sallman Ken hingegen vergeudete keine Zeit mit Phantastereien. Er hatte sich sein Vorgehen noch nicht in allen Einzelheiten zurechtgelegt, bei der Arbeit nahmen aber bestimmte Ideen allmählich Gestalt an.

   Kaum war er an Bord der Karella gegangen und aus seinem umfangreichen Panzeranzug gestiegen, hielt er mit Feth eine Besprechung ab. Lee nahm anfangs daran teil, ja, er folgte den beiden sogar in Kens Unterkunft. Zwischen Ken und Feth wurde ein vielsagender Blick gewechselt, worauf das Gespräch einen bemerkenswert hochgestochenen Verlauf nahm. Für Lee war nur herauszuhören, daß es um höhere Physik und Chemie ging und um das Problem, die Pflanzensamen in den Bodenproben am Leben zu erhalten und gedeihen zu lassen. Es sah zunächst aus, als wolle Lee bleiben und sich alles anhören, doch Feth hatte plötzlich die Idee, den Piloten in einigen Punkten um seine Meinung zu fragen. Daraufhin ließ sich Ordon Lee zurück in seinen Kontrollraum treiben.

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Главный герой
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