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Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen

Электронная книга - «Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen». Краткое содержание книги:

Erich von Däniken
Aussaat und Kosmos
Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen
Mit 61 Schwarzweiß-Abbildungen und 11 Farbbildern
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Eigentlich müßte der Mensch, der so ungern allein ist, sehr glücklich über alle wissenschaftlichen Beweise sein, die ihm die Gewißheit geben, daß er auch im Kosmos nicht allein ist, daß im Gegenteil dort vermutlich sehr viele kluge Spielgefährten darauf warten, daß er die hinterlassenen Spuren ihres einstmaligen Besuches aufnimmt. Denn dies ist nach dem gegenwärtigen Status der Erkenntnisse anzunehmen:

- Alle Materie des Universums war am Ursprung in einem Uratom vereinigt

- Chemische Voraussetzungen für Leben sind auf anderen Sternen unserer Galaxis vorhanden

Wo aber ist in diesem von der Wissenschaft errichteten großartigen Denkmodell noch Platz für den »lieben Gott« ?

Die Personifizierung der Kraft, die vor dem Ur-Knall vorhanden gewesen sein muß, in dem Namen gott und die aus diesem Begriff durch die Katecheten unter die Gläubigen gebrachten Vorstellungen von dem gütigen alten Herrn verstellen den Blick.

Die urgewaltige Kraft, die vor dem Beginn allen Werdens bestand, war ein Neutrum, es war vor dem Big Bang existent, es löste die große Zerstörung aus. es ließ daraus alle Welten des Universums entstehen, es, körperlose Urkraft, bestimmender Urbefehl, wurde Materie und: es kannte das Resultat der großen Explosion, es wollte zur erlebten Erfahrung gelangen. In zahlreichen Diskussionen habe ich diese meine Vorstellung an einem sehr vereinfachten Denkmodell zu erläutern versucht. Terrible simplificateur! Man denke sich, schlug ich vor, einen Computer, der mit ioo Milliarden Denkeinheiten (= Bits in der Fachsprache) arbeitet. Dieser hätte, wie es Professor michie von der Universität Edinburgh, der den Prototyp des ersten denkenden Computers entwickelte, formulierte, ein »persönliches Bewußtsein«. Das persönliche Bewußtsein des Computers ist fest an die komplizierte Maschinerie mit ihren Milliarden Schaltstellen fixiert. Würde dieser Computer sich selbst in die Luft sprengen, wäre sein »persönliches Bewußtsein« zerstört — sofern der intelligente Computer nicht vor der Explosion alle Milliarden Bits magnetisiert hätte. Die Explosion findet statt. 100 Milliarden Bits schießen, je nach Größe mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in alle Richtungen. Das anfänglich zentrierte Computer-Bewußtsein existiert nicht mehr, aber der clevere Selbstzerstörer hatte die Zukunft nach der Explosion programmiert: alle magnetischen Bits mit ihren Einzelinformationen werden irgendwann wieder am Zentrum der Explosion eintreffen. Jedes Bit bringt, zurückgekehrt, in das ursprüngliche »persönliche Bewußtsein« der großen Maschinerie einen neuen Faktor mit - die persönliche Erfahrung. - Vom Moment der Explosion bis zum Augenblick der Rückkehr »wußte« kein Bit, daß es winziges Teilchen eines größeren Bewußtseins war und nun auch wieder sein wird. Hätte sich ein einzelnes Bit mit seinem minimen Denkvermögen die Frage stellen können »Was ist Sinn und Zweck meiner rasenden Fahrt?« oder »Wer hat mich erschaffen, woher komme ich?« hätte es keine Antwort gehabt. Trotzdem war es Anfang und Ende eines Aktes, einer Art von »Schöpfung« des Bewußtseins, vermehrt um den Faktor: Erfahrung. Vielleicht kann dieser versimplifizierte Vergleich eine Hilfe sein, das Phänomen es aufzuspüren: wir alle sind Bestandteile dieser Urkraft es. Erst ganz am Ende, an teilhard de chardin's (1881-1955) »Punkt Omega«, werden wir wieder wissen, daß wir in uns selbst Ursache und Ergebnis der Schöpfung vereinen. Daß es, Synonym für den Begriff gott, vor dem Ur-Knall existiert haben muß, scheint mir ein unwiderlegbarer Gedanke zu sein. Der Evangelist Johannes, der in seinen Offenbarungen beweist, daß er Zugang zu alten geheimen Texten hatte, beschrieb die Entstehung allen Seins:

»Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dies war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe geworden und ohne das Wort ist nichts geworden, das geworden ist.«

Das alles wäre logisch, wenn der Begriff gott nicht in zwei Jahrtausenden mit Vorstellungen befrachtet worden wäre, die es erlauben, Kindern und Wilden eine erzählbare Geschichte von der Schöpfung zu vermitteln, die aber verhindern, dem Geheimnis der Schöpfung auf den Grund zu kommen. Hat aber das Phänomen es (Gott) beschlossen, sich in Materie umzuwandeln, dann ist es die Schöpfung und selbst ein Produkt seiner Schöpfung. Wie sagt Professor d. l. pieper von der Stanford Universität? »Panische Angst vor einem Fehler ist der Tod für jeden Fortschritt. Wahrheitsliebe ist sein Schutzbrief!«

Wie die Computer-Bits finden auch wir uns in einer Einheit wieder. Wir sind Teile, winzige Teile des es, die zur unendlichen kosmologischen Gemeinschaft zurückfinden werden. Alle Besinnungen, alle Philosophien quälen sich um Antworten auf die Fragen »Warum?« und »Woher?« — »Wissen«, schreibt der Theologe Professor puc-cetti, »muß nicht unbedingt auf wissenschaftlichem Wege gewonnen werden, und tatsächlich ist keine sogenannte religiöse Wahrheit von Bedeutung je auf diese Weise erworben worden.«

An der Schwelle zum dritten Jahrtausend unserer Zeitrechnung ist die Welt in fünf große rivalisierende Religionen und Tausende fanatischer Sekten zersplittert. Technik wird es mit größter Sicherheit möglich machen, mit fremden Intelligenzen im Kosmos Verbindung aufzunehmen.

Wie stellen wir uns ihnen vor? Als Katholiken? Als Protestanten? Als Alt-Lutheraner?

Als Hussiten? Als Mormonen? Als Mohammedaner? Als Buddhisten? Als Hindus? Als Griechisch-Orthodoxe? Wollen wir uns von einer fremden Intelligenz als geistig minderbemittelt ansehen lassen, weil wir am Samstag keinen Lichtschalter bedienen? (Orthodoxe Juden) Weil wir kein Schweinefleisch essen? (Mohammedaner und Juden) Weil wir magere Kühe und fette Ratten für heilig halten? (Hindus und verwandte Religionen) Oder: weil wir unseren allmächtigen Gott auf grauenhafte Weise ans Kreuz nagelten?

Ich vermute, daß mit dem Schritt ins interstellare dritte Jahrtausend zwangsläufig das Ende der irdischen Vielgötterei kommen wird.

Mit der Annahme, daß wir alle Teile des gewaltigen es sind, muß der eine Gott nicht mehr in unbegreiflicher Weise zugleich gut und böse sein, ist er nicht mehr für Leid und Freud, für Prüfungen und Fügungen verantwortlich. Wir selbst tragen die positiven und negativen Kräfte in uns, weil wir alle aus dem es, das immer war, stammen.

Ich kann dieser Frage nach dem es - oder hochgestochen: der Frage nach Gott — nicht ausweichen, will es auch nicht, weil es meine Überzeugung ist, daß Religionen mit ihren unzähligen Göttern den Fortschritt hemmen. Wie oft waren Religionen und Sekten, jede von ihnen einem Gott verschworen, Anlaß für Kriege, Leid und Greuel! Und sie werden ohne bessere Einsicht Mitursache für das Ende der menschlichen Existenz sein. Der Systemanalytiker jay w. forester vom Massachusetts Institute of Technology hat mit einem exakten mathematischen Modell die gründlichste Studie über die menschlichen Zuwachsraten und deren Folgen geliefert. »The limits of the growth« (Die Grenzen des Wachstums) heißt das Buch, in dem Professor Dennis meadows im Mai 1972 anhand der Foresterschen Berechnungen die Weltöffentlichkeit mit den furchterregenden Zukunftsperspektiven konfrontierte. Täglich, stündlich wächst die Zahl der Menschen. Eine Menschenflut überschwemmt unseren Planeten. Alle Menschen brauchen Nahrung, Kleidung, Unterkunft. Alle verursachen Abfälle und Dreck, vermehren den Stickstoff. Mehr landwirtschaftliche Nutzflächen und mehr Rohstoffe werden benötigt als unser Planet zur Verfügung hat. Wie die Metastasen einer krebsartigen Geschwulst wird die Erdoberfläche von Städten und Siedlungen überwuchert. Rodet man in der letzten Not Dschungel und Urwälder, erstickt die Menschheit sich selbst: sie vernichtet die Sauerstoffquellen. Das Lebenselixier: Wasser reicht nicht mehr, selbst wenn Ozeane und das polare Eisvolumen in die Rechnung eingesetzt werden. Noch vor dem Jahr 2100, mahnen die Wissenschaftler, wird die Erde zugrunde gehen.

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