Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen
- Автор: фон Дэникен Эрих
- Год: 1972
- Язык: немецкий
- Жанр: Прочее научное
Электронная книга - «Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen». Краткое содержание книги:
Aussaat und Kosmos
Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen
Mit 61 Schwarzweiß-Abbildungen und 11 Farbbildern
1. Die Bildung der hauptsächlichen chemischen Bestandteile von Lebewesen auf der Erde: der Nukleotide und Aminosäuren. (Nukleotide sind Verbindungen von Phosphorsäure, Nukleinbasen und Kohlenhydrat, die besonders in den Zellkernen vorkommen. -Aminosäuren sind organische Säuren, die als Bausteine der Eiweiße Bedeutung haben.)
2. Auf der Basis dieser Stoffe die Bildung der ersten re-plikationsfähigen Makromoleküle (Makromoleküle bestehen aus 1000 und mehr Atomen).
3. Um diese unbegrenzt wiederholbaren Strukturen baut sich der teleonomische Apparat auf, ein System, das sich in sich selbst zusammenhält: es führt zur Urzelle.
monod kennt die jüngsten Forschungen der Molekularbiologie und Genetik: vor Milliarden Jahren traten in der Erdatmosphäre und Erdkruste bestimmte einfache Kohlenstoffverbindungen (wie Methan) auf, später bildeten sich Wasser und Ammoniak; aus diesen einfachen Verbindungen entstanden zahlreiche Substanzen, darunter Nukleotide und Aminosäuren, die schließlich in der präbiotischen Ursuppe den ersten Organismus, die erste Zelle und damit das erste Leben bildeten. Das war also zu einer Zeit, als chemische und physikalische Abläufe noch nicht an die Gegenwart von Lebewesen gebunden waren. (Zurück zu den Sternen, Seiten 41 ff-) Der »kleine Rest« bis zur Entwicklung des Homo sapiens tut sich in der Evolutionstheorie angeblich in einer friedlichen Entwicklung ohne revolutionären Eingriff.
Kern der Monodschen Thesen ist, daß sich das entscheidende Ereignis des Entstehens von Leben nur ein einziges Mal abspielte, monod: »Der Mensch weiß endlich, daß er allein ist in der gleichgültigen Unermeßlichkeit des Universums, aus dem er durch Zufall aufgetaucht ist. Über sein Schicksal und seine Pflicht wurde nirgends entschieden.«
Leben als Lotterietreffer der Natur?! Mögen die Gedanken des atheistischen Professors wissenschaftlich hervorragend fundiert sein, bleibt letztlich doch die entscheidende Frage unbeantwortet: Welche Urkraft stellte die chemischen Substanzen für die Entstehung von Leben bereit? Woher also kamen die Zutaten für die Ur-suppe, in der erstes Leben wie Fettaugen auf der Bouillon herumschwamm?
Natürlich aus der Atmosphäre, antwortet die Wissenschaft. Aber die Antwort reicht mir nicht. Als neugieriges Kind frage ich: woher kam denn die Atmosphäre? — Aus der Hülle der sich abkühlenden Erde, mein Sohn. - Aha, und woher kam die Erde? - Die ist ein Teil der Sonne, mein Sohn. - Und die Sonne? Die ist ein Teil der Milchstraße, mein Sohn. - Woher, bitte, kommt die Milchstraße? Die ist ein Teil all der anderen Milchstraßen im Weltall, mein Sohn. -Und die Milchstraßen, woher kommen die? Darüber gibt es nur Theorien, mein Sohn.
Professor Georges lemaitre, Physiker und Mathematiker in Brüssel, führte eine phänomenale Idee von der Entstehung aller Welten in die mannigfachen Diskussionen ein. Vor Jahrmilliarden war alle Materie des Universums in einem Uratom verdichtet, eine schwere Materienmasse, deren Kohäsion sich zum Kern permanent zusammenpreßte; die ungeheuren Kräfte addierten und multiplizierten sich derart, daß der Materieklumpen explodierte; in viele, viele Milliarden Teile aufgesplittert, sammelten sich die Materiestücke in einer langen Konsolidierungszeit in unendlich vielen Galaxien. — Der russische Physiker george gamow (1904), der über Paris und London an die Universität in Michigan kam, ist in der wissenschaftlichen Welt für seine griffigen Formulierungen bekannt; für die von der wissenschaftlichen Meinung derzeit als wahrscheinlichste Theorie von der Entstehung der Welten und damit allen Lebens akzeptierte Idee vom Ur-Knall führte Gamow den plausiblen Begriff von der Big-Bang-Explosion ins Schrifttum ein. Daß diese Art der Schöpfung mit einem großen Knall vonstatten ging, ist absolut glaubhaft. Big Bang! Die Big-BangTheorie hat gegenüber allen anderen Theorien den Vorzug, daß sie sich mit dem sogenannten Dopplereffekt »beweisen« läßt. Der österreichische Physik-Professor Christian doppler (1803-1853) entdeckte 1842 den bei allen Wellenvorgängen — Licht oder Schall - nach ihm benannten Effekt: »Der Dopplereffekt besteht in einer Änderung der Tonhöhe, wenn sich die Tonquelle oder der Beobachter bewegen. Vergrößert sich ihre gegenseitige Entfernung, wird der Ton tiefer, verringert sie sich, wird er höher. Diese Erscheinung ist zum Beispiel bei der Annäherung oder Entfernung einer pfeifenden Lokomotive zu beobachten. Bei Lichtstrahlen zeigt sich bei einer Bewegung der Lichtquelle gegen den Beobachter eine Verschiebung des Spektrums nach Blau zu, bei einer Bewegung vom Beobachter weg eine Verschiebung nach Rot zu.« Mit dem Dopplereffekt läßt sich die Geschwindigkeit der Bewegung aller Sterne messen, weil nachgewiesen wurde, daß Sterne aller Galaxien gleiche chemische Konsistenzen und vielfach gleiche physikalische Bedingungen wie die Sterne unserer Milchstraße haben.
Auf der Basis dieses gesicherten Wissens entdeckte 1929 der Astrophysiker edwin Powell hubble (1889 — 1953) bei seinen Arbeiten über kosmische Nebel und Sternensysteme am Mount-Wilson-Observatorium, daß mit zunehmender Entfernung von uns die Rotverschiebung der Galaxien zunimmt. Professor hannes alfven, Professor für Plasmaphysik an der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm: »Die Galaxien bewegen sich mit Geschwindigkeiten von uns weg, die proportional sind zu ihren Entfernungen von uns.« - Die Frequenz des Lichtes wird um ein Prozent kleiner, wenn sich die Lichtquelle mit einer Geschwindigkeit von einem Prozent der Lichtgeschwindigkeit (= fast 300000 km/sec) von uns fortbewegt. Man mag sich einen bunten Kinderluftballon vorstellen, der noch nicht aufgeblasen ist. Tupft man in das faltige Gummietwas rote Punkte und bläst dann den Ballon auf, so entfernt sich jeder rote Tupfer vom nächsten und zwar in proportionaler Geschwindigkeit, weil ja jeder Punkt um so schneller und weiter vom anderen wegrückt, je dicker der Ballon wird. Es ist klar, daß sich aus den Geschwindigkeitsdaten, die die Entfernung der Punkte voneinander ergeben sowie aus den Richtungen, in die sie sich bewegen, zurückrechnen läßt, wann alle Punkte in einem Zentrum zusammengelegen haben.
Nach dieser Methode der Rotverschiebung hat man das Alter des Universums errechnet und billigte ihm runde sechs bis zehn Milliarden Erdenjahre zu. Als man sich eben auf diese Rechnung geeinigt hatte, meldete sich Georges abell, Leiter der Astronomischen Abteilung der Universität von Kalifornien, im November 1971 und sagte: »Irrtum, verehrte Herren! Nach 13jähriger Beobachtung von acht weit voneinander entfernten Galaxien kann ich beweisen, daß das Universum doppelt so alt ist wie bisher angenommen!« Big Bang!!
Das Universum ist keine Dame, die man mit einer zu hohen Altersschätzung beleidigen könnte. Mir ist es ziemlich egal, ob sechs, zehn oder zwanzig Milliarden Jahre seit dem Ur-Knall vergangen sind. Das Alter sagt nichts über die Entstehung ersten Lebens aus! Wann immer das Feuerwerk stattgefunden haben mag -vorher muß etwas dagewesen sein. Die Explosion des Uratoms mag die Entstehung der Galaxien mit Abermilliarden Sternen erklären. Naturwissenschaftler aller Sparten, ja, auch Philosophen mögen immer tiefer in die Geheimnisse des Atoms als dem Anfang aller Dinge eindringen. Atheisten mögen immer vehementer die Existenz einer Kraft, die wir behelfsweise »Gott« nennen, negieren. Am Anfang stand eine Schöpfung. Wenn die Materie aller Sterne aus dem Uratom stammt, ist es nur logisch, daß die Sterne in allen Galaxien aus dem gleichen Stoff gemacht sind, also aus den gleichen Elementen bestehen. Entweder läßt sich mit der Rotverschiebung die Big-Bang-Theorie beweisen, dann war alle Materie ursprünglich in einem Klumpen geballt, oder es gab den Ur-Knall nicht, dann läßt sich auch aus der Rotverschiebung samt dem Dopplereffekt nichts herleiten.
Tatsächlich wurden gerade im Laufe der beiden letzten Jahre mehr und mehr Aminosäuren und Komplexe molekularer Verbindungen in der exterristischen Materie nachgewiesen. Die Geologen goesta vollin und david b. ericson von der ColumbiaUniversität, New York, veröffentlichten am 29. Oktober 1971 in nature, daß es bei Laborversuchen gelungen ist, durch Bestrahlung eines Gemischs aus vier Stoffen, wie sie nachweislich im Weltall vorkommen, Aminosäuren als Reaktionsprodukte herzustellen. -Fast gleichzeitig gaben Forscher des Radioastronomischen Observatoriums Green bank, West-Virginia, bekannt, daß in der Gaswolke B2 im Sternbild des Schützen eine Substanz festgestellt wurde, die alle Vorbedingungen für die Entstehung von Leben enthält. Es handelt sich um Cyano-Azethylen, die komplexeste chemische Verbindung, die bisher im interstellaren Raum nachgewiesen werden konnte. — Moleküle von Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxyd, Ammoniak, Wasser, Wasserstoffzyanid, Formaldehyd, Ameisensäure, Methylalkohol und eine Reihe von Kohlenwasserstoffen wurden im Weltall wie Aminosäuren in Meteoriten und Mondgestein nachgewiesen, NASA-Wissenschaftler meldeten im Oktober 1971, daß sie in den Murchinson-und-Murray-Meteoriten (nach den Fundorten in Südaustralien benannt) 17 (!) Aminosäuren -darunter solche, die sich als Proteinbausteine in allen irdischen Organismen befinden - nachweisen konnten. Die Universität von Miami entdeckte in Mondgestein, das die Apollo-XI-Besatzung von ihrem Ausflug mitbrachte, zwei freie proteinbildende Aminosäuren, Glyzin und Alanin.