Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen
- Автор: фон Дэникен Эрих
- Год: 1972
- Язык: немецкий
- Жанр: Прочее научное
Электронная книга - «Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen». Краткое содержание книги:
Aussaat und Kosmos
Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen
Mit 61 Schwarzweiß-Abbildungen und 11 Farbbildern
Der Text der Botschaft konnte in keiner uns bekannten Weltsprache abgefaßt werden, weil diese mit 100prozen-tiger Sicherheit nicht verstanden würde, sagan und drake entwickelten eine Zeichensprache, die ihrer Ansicht nach allen denkenden Wesen verständlich sein müßte.
Was soll die Plakette berichten?
Woher kommt pioneer f? Wer hat pioneer f in den Weltraum entsandt? Wann startete pioneer f ? Welches ist der Heimatplanet?
Als »Bild«, das nicht entschlüsselt werden muß, weil es alle intelligenzen kennen, wurde am Fuß der platte die Sonne mit ihren neun Planeten dargestellt. - Die Planetenentfernungen von der Sonne wurden in binären Zahlensymbolen angegeben. Hat, zum Beispiel, merkur einen Sonnenabstand von zehn binären Einheiten — ausgedrückt mit 10 10 - dann ist die Erde 26 Einheiten (= 11 0 10) von der Sonne entfernt. Da das binäre Zahlensystem die »Sprache« aller logisch aufgebauten Computer ist, könnte sie, sagen sagan und drake, von fremden Intelligenzen am ehesten verstanden werden. -Rechts auf der Plakette ist schematisch der Umriß von pioneer f auf der Flugbahn Erde/Jupiter eingraviert. Davor stehen ein nackter Mann und eine nackte Frau, der Mann hebt zum Zeichen des Friedens die rechte Hand. - Die linke Hälfte zeigt die Position der Sonne mit 14 Linien, kosmische Energiequellen, die aus der Position der Sonne sowohl das Startdatum wie den Heimatort der Sonde ebenso durch binäre Notierungen deutlich machen sollen. - Als »Schlüssel« zur Entzifferung aller Mitteilungen ist an den linken oberen Rand ein Wasserstoff atom, dessen immer gleiche Struktur in allen Welten gesichert ist, gezeichnet. Damit könnte eine fremde Intelligenz (wenn sie technisch denkt!) sogar die Körpergröße der Frau ermitteln: die Wellenlänge des Wasserstoffatoms in der Spektralanalyse (die auf der Plakette mit einer 20,3-cm-Linie symbolisch von der Sonne ausgeht) würde mit der Binärzahl 10 00, die neben der Dame markiert ist und einer »8« entspricht, multipliziert: 8 X 20,3 = 162,4. Und das wäre dann die Körpergröße der Plaketten-Eva: 162,4 cm!
54 Dies ist die Gold-Aluminium-Plakette, die Pioneer F auf seine 9461 Billionen km lange Reise als Botschaft für fremde Intelligenzen mitnahm, carl sagan und frank drake ersannen eine Kosmische Schrift.
55 Könnte diese Goldplatte eine Botschaft fremder Astronauten an uns sein? Man achte auf die Tiere (links) und »binären« Markierungen! (rechts).Wer wird diesen Code entziffern? Was hat er uns zu melden?
In new york traf ich Dr. frank drake. Ich fragte ihn, warum man die Aluminiumplatte mit einer Goldschicht überzogen hat.
»Die Sonde kann theoretisch 28 Billiarden Kilometer zurücklegen. Sie kann auch 3000 Lichtjahre unterwegs sein (ein Lichtjahr ist eine Strecke von 9,461 Billionen km, die das Licht in einem Jahr zurücklegt). Wenn wir erreichen wollten, daß unsere Plakette nach dieser langen Reise noch von irgendwem entziffert werden kann, mußte man sie mit einem Edelmetall vor Korrosion schützen. Mit Gold beschichtetes Aluminium war am preiswertesten.«
»Für wen sind die Mitteilungen auf der Plakette bestimmt?«
»Für irgendeine Intelligenz, die die Sonde vielleicht einmal ortet und dann einer Prüfung und Deutung unterzieht. Aber allein die Tatsache, daß wir Pioneer f einen kosmischen Botschafter mitgeben konnten, werten sagan und ich als hoffnungsvolles Zeichen einer an der Zukunft interessierten Zivilisation, die nicht nur auf Zeichen aus dem All wartet, die vielmehr selbst Informationen aussendet.«
Ich halte die Unternehmung von sagan und drake für eine echte Chance, klugen Wissenschaftlern auf fernen Planeten Informationen »zuspielen« zu können. Was geschieht aber, wenn diese PIONEER-Plakette in eine Kultur »hineinplatzt«, die nichts vom binären Zahlensystem und von Computertechnik versteht? Werden dann die unbekannten Brüder im All die Gold-AluminiumPlatte als ein außerordentliches Geschenk der Götter hoch droben aus dem Himmel betrachten? Werden unsere fremden Brüder dann vielleicht ihren Kindern beibringen, wie sie ähnliche »Bilder« anfertigen können? Werden sie selbst Nachahmungen basteln und in ihren Tempeln aufstellen? Werden dann auch dort, irgendwo im All, Archäologen behaupten, es handle sich um Ritualrequisiten? Was alles kann aus der Plakette von cape kennedy noch gemacht werden? Wenn Wissenschaftler des Jahres 1972 zwei nackte Wesen unserer Art, dazu Sonnen, Linien, Kreise auf einer leuchtenden Plakette ins Weltall schicken, warum eigentlich sollen dann nicht auch außerirdische Wesen, 3000 Lichtjahre von uns entfernt, ähnliche Botschaften oder ihnen gemäße Variationen zu uns auf die Reise gebracht haben? Lege ich die Plakette von pioneer f neben eine der Goldplatten der inkas und vergleiche die Zeichen unter der Lupe, dann frage ich mich, warum man nicht endlich beginnt, alle diese Kreise, Linien, Rhomben, Quadrate und punktierten Linien mit den Augen von Menschen des Weltraumzeitalters zu betrachten und zu prüfen. Vielleicht kann man sie sogar entziffern (Abb. 55). Sollte diese Mühe den möglichen Erfolg nicht lohnen?
In Erinnerungen an die Zukunft deutete ich zaghaft die Möglichkeit an, daß Lichtgeschwindigkeit vielleicht nicht unbedingt die obere Grenze aller Beschleunigungen sein müsse. Diese frivole Andeutung wurde mit eisigem Schweigen bedacht, weiß doch jedermann, daß Einstein bewiesen hat, daß es nichts Schnelleres als Licht gibt. Einstein hat bewiesen, daß Licht eine universale Konstante ist, jedoch in seiner Formel den Faktor t = Zeit berücksichtigt. Durch den Faktor t wird die obere Geschwindigkeit relativiert: zum Beispiel vergeht die Zeit in einer Rakete je nach Bewegungszustand langsamer oder schneller, die Distanzen verändern sich, und also verschiebt sich auch die obere Grenze der Lichtgeschwindigkeit. Das sagt nichts gegen die Relativitätstheorie, die schlüssig und für alle Zeiten beweist, daß ein Körper, der sich unterhalb der Lichtgeschwindigkeit bewegt, mit endlichem Energieaufwand niemals über Lichtgeschwindigkeit kommen kann. Doch wie steht es mit unendlichem Energieaufwand?
Tatsächlich bestätigen heute Physiker und Astronomen, daß Lichtgeschwindigkeit nicht die obere Grenze aller Bewegung ist. Professor Dr. y. a. wheeler von der PRIN-CETON-Universität, usa, natürlich ein hervorragender Kenner der allgemeinen Relativitätstheorie und immerhin Miterfinder der Wasserstoffbombe, also sicherlich kein Phantast, entwarf das Modell eines »Superraumes«, in dem Zeit und Lichtgeschwindigkeit ihre Werte verlieren. So widersinnig es sich anhören mag: im Super-raum könnten Raumschiffe ohne Zeitverlust an jedem gewünschten Ort sein.
Sind also theoretisch alle Möglichkeiten interstellarer Raumfahrt vorhanden? Vielleicht. Irgendwann. Mit den subatomaren Teilchen der tachyonen, luxonen und tardyonen rückt eine neue, eine subatomare Welt ins Blickfeld der Physiker: alle diese Teilchen bewegen sich schneller als das Licht in ihrem Inertialsystem (»Iner-tialsystem« ist ein Bezugssystem, in dem keine Trägheitskräfte auftreten, ein kräftefreier Massenpunkt bleibt darin in Ruhe oder in gleichmäßiger Bewegung). tachyonen, luxonen und tardyonen bewegen sich ständig mit Überlichtgeschwindigkeit. Damit gelten für diese Teilchen bisherige Energieberechnungen nicht mehr, weil sie »von Natur aus« überlichtschnell sind. Unsere Welt, in der Lichtgeschwindigkeit die absolute Bezugsgröße für die obere Grenze der Beschleunigung ist, ist ein Inertertialsystem - die Welt der tachyonen, luxonen und tardyonen mit ihren Überlichtgeschwindigkeiten ist ein anderes Inertialsystem. Das wissen heute die Physiker, doch auch die Astronomen haben entdeckt, daß Lichtgeschwindigkeit nicht die absolute Grenze der Beschleunigung ist. Eine britische Forschergruppe von der Universität oxford unter der Leitung von y. s. allen und geoffrey endaen kam nach vieljährigen Untersuchungen zu dem Ergebnis, daß sich die elektromagnetischen Felder im Krebsnebel im Sternbild des stier mit einer Geschwindigkeit von 600 000 km pro Sekunde bewegen müssen. Über diese erstmalig festgestellte doppelte Lichtgeschwindigkeit berichtete die amerikanische Physik-Fachzeitschrift nature. Noch sind diese neuen Entdeckungen nicht mehr als erste Indizien für mögliche unendliche Beschleunigungen. Wie lange ist es her, daß ein Atom lediglich als kleinstes Teilchen mit den Eigenschaften eines chemischen Elements identifiziert wurde, und wie alt ist das Wissen, daß sich jede Stoffmenge aus einer unvorstellbar großen Zahl von Atomen zusammensetzt? Erst 1913 schuf der dänische Nobelpreisträger niels bohr (1885-1962) mit seinem Atommodell (Borsches Atommodell) die Grundlage der modernen Atomtheorie. Heute wird Atomenergie, gewonnen aus der Bindungsenergie der Protonen und Neutronen im Atomkern, industriell verwertet. Atomenergie kann allein die Energieversorgung der Welt sichern. Diese effektive Anwendung einer grundstürzenden physikalischen Idee wurde der Menschheit mit Entsetzen bewußt, als die usa im November 1952 im Gebiet der Marshallinseln die erste Wasserstoffbombe zur Explosion brachten - auch ein Produkt von Atomenergie, das mit seinem Bild vom »Atompilz« die friedliche Nutzung immer noch beschattet. Dies uns so nahe liegende Beispiel möge ein sehr praktischer Hinweis darauf sein, wie schnell erste Entdeckungen über phantasievolle Anwendungen der Techniker zu effektiven Resultaten führen können. Zumindest sind uns die Sterne durch die Feststellung überlichtschneller Teilchen wieder ein Stückchen nähergerückt. . .